Autor Thema: Umgang mit Hofnachfolger  (Gelesen 22554 mal)

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Offline Mathilde

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #45 am: 21.08.14, 12:30 »
Von solchen Altenteiler kommt oft der Spruch. " Wenn ich an Eurer Stelle wäre würde ich das soundso machen." Und wenn man das dann nicht so macht, dann ist der Ärger schon vorprogrammiert.

Hallo,

Bärbel, besser hättest Du es nicht formulieren können.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline martina-s

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #46 am: 21.08.14, 13:58 »
Hallo,
na, bei uns läuft das anders.
Da ordnet Sohn an was gemacht wird und das tägliche Einerlei, dafür sind wir zuständig. Weil wir tun ja angeblich nix.
Weil so das Alltägliche gehört ja nicht zur Kategorie "Arbeit"
Liebe Grüße
Martina

Offline Lexie

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #47 am: 21.08.14, 14:34 »
ich lass mir auch lieber manchmal die Arbeit schaffen.
meistens muss/darf ich dann die "niederqualifizierenden Arbeiten", die wären kehren, Iglu putzen, Stroh einstreuen usw., verrichten.
Mach ich aber auch ganz gerne.
Jetzt darf ich noch zum Zetten fahren, so 2 Std. bis ich wieder mit Melken dran bin.
LG Lexie

KATHRINA H:

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #48 am: 21.08.14, 14:59 »
Bei uns wars bis vor ein paar Jahren noch so, das Göga, bevor er eine Arbeit machte,
z.B. odeln, immer zu SV ging und Bericht erstattete. Ansonsten war SV beleidigt...
Bis ich sagte, aber nur zu Göga, es ist übergeben, Du mußt keine Rechenschaft ablegen...
Gestern auch, abends hat mein Mann noch gemulcht, da sagt SM: Ach, Opa-SV,
wollte das auch den ganzen Tag schon machen...
Er wartet oft bis wir ihm was anschaffen, bzw. Göga, ich halt mich da raus...
Ja, überall ists anders, Gruß Kathrin


Offline gina67

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #49 am: 21.08.14, 15:12 »
Hallo
das ist auch nicht immer einfach. Machen die "Alten" irgendeine Arbeit eigenmächtig, dann mischen sie sich ein. Machen sie sie nicht, dann sind die "Jungen" beleidigt oder genervt, weil sie die Arbeit selber machen müssen.
Oft liegt es nur daran, dass weder die alten noch die jungen miteinander reden. Das bezieht sich jetzt nur auf die Männer, bei uns ist das oft so.
Und mit mir reden alle und denken, dass ich alles an jeden weitergeben muss.
LG Gina

Offline Maja

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #50 am: 21.08.14, 15:16 »
Inga das kenne ich auch...
Habe aber seit kurzem gesagt....wenn ihr was miteinander zu reden habt, dann tut es auch. Ich bin nicht für euch das Sprachrohr.
Ab und zu wird es nochmal probiert ob man Mama einschalten kann. Aber nein ich mag nicht!!!

Offline Linaria

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #51 am: 21.08.14, 15:52 »
[
Habe aber seit kurzem gesagt....wenn ihr was miteinander zu reden habt, dann tut es auch. Ich bin nicht für euch das Sprachrohr.
Ab und zu wird es nochmal probiert ob man Mama einschalten kann. Aber nein ich mag nicht!!!
Das kenn ich auch , erst vor ein paar Tagen kam Göga zu mir Tochter könnte doch auf leeren Acker gleich Gülle fahren,
ich bin danneinkaufen gefahren und hab nichts gesagt. Als ich heim kam sagte mein Göga, sie wäre einfach weggefahren, bei meiner nachfrage ob er es ihr überhaupt gesagt hatte kam nur ein nein. Selber schuld, Tochter wohnt am Hof im Austragshaus, gleicher Hofraum nur 10 Meter gegenüber unserer Haustüre. Hab im noch gesagt er soll es ihr selber sagen
 :o ::)
« Letzte Änderung: 21.08.14, 15:55 von Linaria »
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Hause

Offline Bärbel

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #52 am: 21.08.14, 21:53 »
Das kenn ich auch , erst vor ein paar Tagen kam Göga zu mir Tochter könnte doch auf leeren Acker gleich Gülle fahren,
ich bin danneinkaufen gefahren und hab nichts gesagt. Als ich heim kam sagte mein Göga, sie wäre einfach weggefahren, bei meiner nachfrage ob er es ihr überhaupt gesagt hatte kam nur ein nein. Selber schuld, Tochter wohnt am Hof im Austragshaus, gleicher Hofraum nur 10 Meter gegenüber unserer Haustüre. Hab im noch gesagt er soll es ihr selber sagen
 :o ::)

Das kenn ich auch so ähnlich. Bei uns fragt mich meine Mama: "Hat Papa dir schon gesagt das wir heute was vor haben, wir sind also zum Mittagessen nicht da."
Mein Vater ist aber bestimmt schon dreimal an mir vorbei gelaufen ohne was zu sagen.
Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

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Offline Marina

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #53 am: 22.08.14, 07:20 »
Wir haben zwar keinen Hofnachfolger, weil wir ein auslaufender Betrieb sind (Töchter haben kein
Interesse). Aber der Freund einer Tochter fährt für sein Leben gerne Schlepper und hilft auch, wenn
er Zeit hat.
Diese Woche hat er Urlaub und möchte möglichst viel Zeit auf dem Schlepper verbringen.

Das geht dann so: mein Mann fragt mich, ob unsere Tochter gesagt hat, was ihr Freund heute vorhat
(also um drei Ecken). Ich frage Domi dann direkt, ob er schon Pläne hat. Irgendwann schleicht mein
Mann dann um ihn rum bis er sich ein Herz fasst und ihm Arbeit "anschafft"  :-\

Mein Mann tut sich generell schwer, irgendjemanden Arbeit anzuschaffen. Er wirft lieber mal in den
Raum: es müsste mal dies und oder jenes gemacht werden....

Gruß
Marina

Offline Romy

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #54 am: 23.08.14, 09:38 »
Hallo
das ist auch nicht immer einfach. Machen die "Alten" irgendeine Arbeit eigenmächtig, dann mischen sie sich ein. Machen sie sie nicht, dann sind die "Jungen" beleidigt oder genervt, weil sie die Arbeit selber machen müssen.
Oft liegt es nur daran, dass weder die alten noch die jungen miteinander reden. Das bezieht sich jetzt nur auf die Männer, bei uns ist das oft so.
Und mit mir reden alle und denken, dass ich alles an jeden weitergeben muss.
LG Gina

Das kenne ich auch so. Göga redet sehr viel und will immer alles besprechen und Sohn ist total das Gegenteil man muss ihm alles aus der Nase ziehen. Das nervt, weil wir so oft kurzfristig alles über den Haufen werfen müssen.
Am liebsten hat unser Sohn, wenn wir einfach selber sehen was anfällt! Zum Glück sind wir Frauen da anders.
en hübsche tag
Romy

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Offline maggie

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #55 am: 23.08.14, 10:21 »

Das kenne ich auch so. Göga redet sehr viel und will immer alles besprechen und Sohn ist total das Gegenteil man muss ihm alles aus der Nase ziehen. Das nervt, weil wir so oft kurzfristig alles über den Haufen werfen müssen.
Am liebsten hat unser Sohn, wenn wir einfach selber sehen was anfällt! Zum Glück sind wir Frauen da anders.

bei uns das Gegenteil - am nächsten samstag sind sohn und schwiegertochter an einer hochzeit, göga "möchte" auf turnfahrt - ich habe angeboten die hähnchen "zu hüten" und ihnen "gute nacht zu sagen", nur würde ich die nötigen Daten nicht in den pc eintragen (damit beschäftige ich mich nicht), ich notiere was nötig ist auf papier
dann hat es einfach mal einen tag ein loch und am nächsten tag sieht es dann eben ein bisschen "falsch" aus (angaben von 2 tagen, da bis mitternacht die Eintragungen gemacht werden müssen !!)
heute habe ich das zu Junior gesagt, da hat er gemeint, natürlich geht das, wahrscheinlich seien sie ja vor mitternacht zu hause (mit Säugling) -
grrrr - immer erst auf mehrmaliges ansprechen bespricht göga was mit Junior - ausser (direkt) betriebliches - da sagt er dann eher, dann bleib ich eben hier .....
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Mucki

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #56 am: 23.08.14, 11:09 »
Hallo grüble grad sehr nach, wir hebn ja keien nachvolger drum hab ich mir schon überlegt ob ich meien Senf hir überhaust dazugebne soll.

Will hir ned kritiesieren oder angreifen, aber meien Gedanken niederschreiben .

Mußte an eien ander Box denken SE mischen sich überallein his es da,viel ST beschweren sich im Bt weil sie nicht machen dürfen was und wie siees wollen ,lest doch mal in den Boxen nach wos um des Thema geht, dann lest noch mal hir, wo ihr als Eltern über euren Hofnachvolger schreibt.

Dankt mal nach ,sätze wie diese?

Immer neue Inden !
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Er will es anders als wir!
Die Jungen wollen bestimmen!

Könnten dies Sätze nicht von euren SV und SM sein  ??? haben die nicht auch auf eure Neuerungen so reagiert.
Wollt ihr den das es den Jungen auch so mit euch ergeht ?

Ihr habt eure Jungs doch erzogen, gelehrt Landwirt zu sein von klein auf. Dann habt doch etwas vertauen in die Jugend, in eure Erziehung,
in die Lehre, und last die Jugend den umbruchen machen, auch wen ihr euch vielcht nicht getraut habt.

Wann sollen eure Jungen Leute den anfangen mit dem Umplanen, wen ihr Übergeben habt, dürfen sie dann wie sie wollen oder erst nachdem  ihr nicht mehr seit  ???

Ihr seit doch stolz drauf das eure Jungen Landwirtschaft amchen möchtet, dann last sie ,unterstütz nach Möglichkeiten, damit sie ihren Lebenstraum Landwirt auch leben Können.

Wir hören si viel wie unterdrückt wir (unsre Generation ) von den Alten wurde,wie bestimmen sie waren und immer noch sind, hir sind ganze Boxen voll von leid,traurigen jungen die nie durften wie sie wollten, von Problemen mit SE und soweiter.

Bitte versucht doch anders zu sein toleranter, aufgeschlossener den jungen gegenüber, vielcht ist es zeit für eien umbruch, seit offen und habt mut zu neuem, seit anders als die letzte Generation .

Gebt den Jungen Hoffnung und Unterstützung auch auf neuen wegen, legt keien steine in ihren weg, sie müßen ihre Erfahrungen machen, ihre fehler, und ihr leben leben.

Die ist keien Kritik an euch mur ein Denkanstoß und ich weis wies meinen Mann gin mit seien Iden auf dem Hof, letztendlich nach lanegn hin und her machte er wie er dachte und er hatte ervolg damit.


Es sind eure Söhen, eure Erziehung ,eure Lehre, habt vertrauen zu ihnen.

lg Mucki
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Offline Mathilde

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #57 am: 23.08.14, 13:06 »
Hallo,

Mucki Du hast in gewisser Weise schon recht aber die Umbruchphase ist betrieblich eine ganz schwere.
Ich weiss von jemandem in Österreich: der hatte einen gut gehenden Bio Betrieb mit nagelneuem Schweinestall der die Schweinchen schon automatisch nach Gewicht sortierte.

Er hat übergeben und die erste Amtshandlung war die Umstellung auf konventionell und die zweite die Stillegung des Schweinestalles.

Ich finde das Übergeben fängt eigentlich schon viel früher an und da beginnen die Fehler.
Mein "Vogel" waren immer die Milchkühe aber der Kuhstall wäre demnächst mal abbezahlt und somit kann ja der Nachfolger damit machen was er will oder? (mir wäre es egal gewesen)

Jetzt kommt aber der Betriebsleiter (Mein Mann  :-* ) auf die glorreiche Idee "um den Betrieb rund zumachen"  bau ich ein Biogasanlage auf Güllebasis
Mucki das sind nicht eben mal 50 ct die dann stillgelegt werden.

Hier geht es schlicht und ergreifend darum dass manche eben NICHT mit ihren Hofnachfolgern darüber entscheiden wollen sondern den Betrieb so übergeben wollen wie Sie Ihn haben wollten ..............aber dazu hatte man doch selbst ganz lange Zeit :-\

Das war jetzt aber sehr privat und ich hab mir tatsächlich überlegt ob ich das hier posten soll

LG Mathilde
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Offline Romy

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #58 am: 23.08.14, 14:05 »
Das Thema SM, SV gibt es x-mal in diesem Forum. Und oft wird ganz böse über uns SM geschimpft.
Wir möchten hier eigentlich einfach schreiben, dass es auch für die Übergebende nicht soooo einfach ist. Da kann man vorher noch so schön reden, ist es dann soweit ist halt vieles anders.
Wir kommen mit unserem Sohn und unserer ST ganz super klar. Ich hätte keine bessere ST bekommen können.
Trotzdem gibt es immer wieder Reibungspunkte besonder zwischen Göga und unserem Sohn. Aber meistens geht es sehr gut. Trotzdem bin ich froh, leben wir nicht im selben Haus und in der selben Strasse. Göga hat jetzt auch einen anderen Job und geht nur noch auf Abruf helfen. Ich glaube nicht, dass die beiden harten Schädel friedlich nebeneinander hausen könnten  ;D
en hübsche tag
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Offline Heidi.S

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #59 am: 23.08.14, 14:39 »
Hallo,
unser Sohn ist zwar noch in Ausbildung,  aber Gedanken mach ich mir auch schon zu dem Thema.
Bin ja auch etwas vorbelastet mit dem Thema Generationen,  aber in unserer Gegend sehe ich auch Betrieb bei den ich mich frage ob denn das so richtig ist, den Hofnachfolger immer seinen Willen zu tun.
Die jungen Burschen kommen frisch von der Schule und meinen sie wüßten alles besser und jetzt muss alles umgeändert werden.
Es werden große Ställe gebaut, Flächen sonstwo gepachtet und die Alten sollen die ganze Arbeit Zuhause machen.
Nur trauen die sich nicht zu widersprechen,  da sie ja dem Hofnachfolger jicht vor den Kopf stoßen wollen. Also arbeiten die bis an ihre Grenzen und drüber, damit der Betrieb ja weiter geht. Nix mit ruhigerem Leben im Alter.
Theorie und Praxis um Betrieb wird sehr oft unterschiedlich wahrgenommen. Ich finde es schon wichtig dss die Generationen unterschiedliche Meinungen haben dürfen.
Liebe Grüße Heidi

 


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