Autor Thema: Familienaufstellung nach Hellinger  (Gelesen 21331 mal)

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mantschi

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #30 am: 16.10.03, 23:17 »
Ich war heute Abend mit zwei Arbeitskolleginnen in Regensburg zu einem Vortrag eines Kath. Pfarrers und Familientherapeuten über das "Enneagramm - die 9 Gesichter der Seele".

Beim Enneagramm gibt es 9 Typen, die sich jeweils in Kopf-, Herz- und Bauchtypen und sogenannte Mischtypen aufteilen. Ich fand diesen Vortrag sehr interessant und der Redner brachte auf die kurze Zeit einen Überblick über die verschiedenen Typen.

Ich schreibe hier in der Box Familienaufstellung,weil dieser Pfarrer auch als Familientherapeut arbeitet und mit der Methode Familienstellen arbeitet.

In seiner Pfarrei gibt es jeden Monat dazu Termine im Pfarrheim.

Wer mehr darüber lesen will, kann hier  darüber nachlesen.

Was mich an diesem Mann auch  fasziniert hat, dass er z. B im Unterricht der 9. Klasse mit den Schülern das Thema Kritik genau bearbeitet. Und das nicht theoretisch, sondern praktisch und konstruktiv.




Offline reserlTopic starter

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #31 am: 19.04.04, 09:03 »
Einen kritischen Bericht zu den "Methoden" des Bert Hellinger bringt heute das erste Fernsehen um

21.05 Uhr in der Sendung "Report" aus München.
Nähere Infos dazu: http://www.br-online.de/daserste/report/
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
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Offline geli.G

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #32 am: 19.04.04, 09:19 »
Bert Hellinger wohnt übrigens in unserer Gemeinde, aber den kennt hier keiner.... ::)

Ich bin über meinen Hauarzt auf die Familienaufstellung gekommen, hab´s aber nie gemacht.

Mein Neffe studiert Psychologie und steht dem ganzen auch seeeeehr kritisch gegenüber....
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline Mirjam

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #33 am: 19.04.04, 19:33 »


Hallo,


die Familienberatung arbeitet - meiner Kenntnis nach - sehr intensiv mit Familienaufstellungen: Aber mit ihnen bekannten Seminarleitern und NICHT nach Hellinger - das ist EIN System.

Aber anscheinend haben sie mit dem System auch Erfolge, allerdings finde ich es in dem Zusammenhang wichtig, das die geschulten Berater sagen: Für dich wäre eine Aufstellung jetzt oder zu einem bestimmten Zeitpunkt gut - oder in einem anderen Fall nicht angebracht, weil man erst mal andere Knoten lösen muss.


Viele Grüsse

Mirjam
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Offline geli.G

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #34 am: 19.04.04, 21:54 »
Hallo,

hab mir den Bericht im Fernsehen grad angeschaut... ::)

Davon würde ich auf jeden Fall die Finger lassen! >:(
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Viele Grüße von Geli

Offline Antonia

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #35 am: 19.04.04, 23:08 »
Ja Geli....
leichtfertig sollt man sich nicht drauf einlassen.
Reserl war ein guter Tipp, vielleicht auch gute Entscheidungshilfe für die jenigen,
die schwankend in der Entscheidung ja oder nein...
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

SabineE

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #36 am: 08.05.04, 22:22 »
hallo

ich war ja jetzt ein paar mal bei einen psycologischen berater und hab bei ihm auch den kurs autogenes training gemacht.

ein psych.berater "erlernt" sein handwerk wie ein handwerker. sprich er studiert nicht im vorlesesaal, sondern ist mit seinem "lehrherrn" unterwegs.es heisst bei einem psychiater od. psychologen reden die patienten 10% , bei einem berater 90%.

ich war 2x bei ihm was mir sehr geholfen hat. er gibt konkrete vorschläge. kein um den heissen brei herumreden.

in dem autog. training-kurs sind wir eben auf die hellinger-aufstellung gekommen.

er hat ganz offen davor gewarnt und abgeraten. seine begründung: viele menschen erleiden durch diese aufstellung schwere psych. schäden, da sie, auf das was kommt nicht vorbereitet sind und auch keine nachbetreuung bekommen.
also finger weg.

Sabine


SabineE

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #37 am: 08.05.04, 22:24 »
ohhhh,,


da hab ich mist geschrieben

muss heissen :

beim psychol. berater reden die patienten 10%
bei psychiatern u. psychologen 90%

sabine

Offline Beate Mahr

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #38 am: 06.07.04, 17:22 »
Hallo


Heute habe ich einen Fersehtipp:

Donnerstag 8. Juli 2004 um 20.15
Bayerischer Rundfunk TV-Sendung "quer".
Bericht über die politischen Implikationen
der Aufstellungslehre Bert Hellingers

Dazu auch:
Bert Hellinger ist der derzeit wohl einflussreichste Psycho-Guru
http://www.agpf.de/Hellinger.htm

Weitere Presseberichte über Hellinger in Hitlers Reichskanzlei
http://www.agpf.de/Hellinger.htm#Presse


Gruß
Beate
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Offline marikat

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Re:Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #39 am: 06.07.04, 20:29 »
Hallo,
für mich ist die Familienaufstellung nach Hellinger auch ein Thema dem ich mich nur zögernd nähere.
Ich habe einmal an einer Familienaufstellung als Zuschauer teilgenommen und war sehr erstaunt, wieviel dort von den Personen die aufgestellt wurden in ihr eigenes Leben interpretiert wurde.
Dem ein oder anderen viel es schwer in die eigene Realität zurückzukommen und nicht zu viele Parallelen zu der Aufstellung zu sehen.
Aber das ist wahrscheinlich darin begründet, daß ein Stück Selbsterfahrung mit beinhaltet ist.

Offline Mirjam

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Re: Familienaufstellung
« Antwort #40 am: 13.01.05, 15:17 »
*schubs*
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Birgit S.

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Re: Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #41 am: 22.02.05, 14:19 »
Ich bin erst kürzlich hier auf dieses Thema gestoßen.
Soweit ich Eure bisherigen Beiträge gelesen habe, überwiegt eine etwas negative Einstellung gegenüber Familienaufstellungen, vor allem in Anlehnung an die Therapie von Bert Hellinger.
Ich möchte das ganze nochmal aufleben lassen und meine Erfahrungen kundtun.
Nur kurz zu meiner Vorgeschichte (bitte entschuldigt meine Offenheit, aber ich bin es gewöhnt, offen über solche Dinge zu sprechen):
Ich hatte keine sehr rosige Kindheit. Tod, Krankheit, Gewalt und Ohnmacht begleiteten mich ab meinem zweiten Lebensjahr. Was zur Folge hatte, dass ich von Zeit zu Zeit immer wieder an Angstzuständen, Panikattacken, Depressionen und folglichen Ess-Störungen litt.
Vor ca. 12 Jahren wandte ich mich auf Anraten meines HA an die Caritas und bat um eine Gesprächstherapie.
Dort lernte ich Theresia kennen, die als Familientherapeutin bei der Caritas arbeitete.
Sie war damals die einzige, die es verstand, mich auf die Ursache meiner Probleme zurückzuführen. Nach jeder Sitzung bei ihr war mir, als hätte ich Schwerstarbeit geleistet. Sie begleitete mich einfühlend bei meiner nachträglichen Trauerarbeit. Sie hörte oft einfach nur zu und gab mir aber trotzdem immer im entscheidenden Moment den Anstoß in eine für mich gesunde Richtung gehen zu können.
Ich bin froh, dass ich Theresia damals "gefunden" habe und gönne meiner Seele auch jetzt noch hin und wieder eine Wellness-Stunde bei ihr (obwohl ich es nun nicht mehr nötig hätte  :)).
Aber nun zum eigentlichen Thema:
Ich wollte mehr für mich und meinen Seelenfrieden tun und fragte Theresia nach einer Gruppe, wo man sich gegenseitig über psychologische Themen und Erfahrungen austauschen könnte.
Sie bot mir an, zur Familienaufstellung zu kommen - eine Gruppe, die sie damals schon ca. vier Jahre geleitet hatte (das dürfte nun auch schon wieder fünf Jahre her sein).
Theresia macht das in Anlehnung der Theorien von Bert Hellinger, ob sie sich jedoch strikt an seine Methoden hält, danach habe ich sie nie gefragt. Ich habe mich mit der Person Hellinger auch nie auseinandergesetzt, oder mich mit seinen Machenschaften befasst.
Für mich war nur wichtig, was innerhalb der Gruppe abläuft und welche Auswirkungen es für den ein oder anderen gebracht hat. Und ich muss sagen, dass ich heute nach wie vor beeindruckt bin, welch starke, ungeahnte Energien zwischen den einzelnen Teilnehmern der Aufstellung fließen und welche positiven Veränderungen sich zeigen, auch wenn sie oft erst nach Monaten sichtbar werden.
Ich bin nun eine derer, die am längsten bei der Gruppe sind, weil es mir einfach gut tut und ich merke, dass ich immer festere Wurzeln schlage. Ich lerne Menschen und ihre Eigenheiten besser einzuordnen und folglich besser damit umgehen zu können.
Ich könnte mittlerweile Bände darüber schreiben, welche Schicksale die Leute erfahren mussten und später mit Krankheiten oder Beziehungsproblemen zu kämpfen haben, aber die Ursache ihrer Leiden nicht kennen. Leute, die dann nach der Aufstellung irgendwann plötzlich keine Allergien mehr hatten, welche die kurz vor der Scheidung standen und doch wieder zusammengefunden haben, aber auch welche, die endlich den Mut fanden, sich vom gewalttätigen Partner zu trennen......

Damit es jetzt nicht zu lange ausartet:
Ich bin der Meinung, dass man mit Familienaufstellungen eine Methode gefunden hat, neue Perspektiven für sein Leben zu erlangen und eine Ordnung für sich und seine Familie zu finden, in der man Ruhe und Kraft erfahren kann.
Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass im Bereich von Sekten oder ähnlichen Gruppierungen diese Methode auch leicht missbraucht werden kann.
Es gibt so viele Dinge im Leben, die bei sachgemäßer Behandlung einen großen Nutzen für die Menschheit bringen und bei unsachgemäßer Behandlung eine große Bedrohung darstellen können.
Die Voraussetzung dafür liegt zweifelsohne am Therapeuten und aber auch am Teilnehmer.
Bei uns in der Gruppe muss keiner etwas sagen, wenn er das nicht will (ausser dass man sich anfangs mit dem Vornamen vorstellt), keiner wird dazu verpflichtet sich als Stellvertreter aufstellen zu lassen, wenn er das nicht will.
Das einzige, dessen man sich bewusst sein muss ist, dass man vielleicht an schmerzhafte Gefühle gestoßen wird, die man wirken lassen sollte, sodass sich eine Änderung ergeben kann.

So, jetzt hat die/der eine oder andere von Euch eine kleine Abendlektüre zum lesen und ich mir meine Meinung über Familienaufstellung von der Seele geschrieben  ;).

LG
Birgit (...die Neue  ;D)

Offline em

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Re: Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #42 am: 23.02.05, 08:52 »
hallo birgit,

na da bin ich aber froh, dass sich jemand betroffenen, bzw jemand, der eine aufstellung schon gemacht hat, sich zu wort meldet.
ich vermute, dass es sehr wichtig ist, nacher weiterbetreut zu werden, nach einer aufstellung, und dann nicht allein gelassen zu sein,

liebe grüsle,
em
grüssle em

Das Gras wächst nicht schneller,
wenn man daran zieht.

Birgit S.

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Re: Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #43 am: 23.02.05, 14:56 »
@em
Ich denke, man muss das von Fall zu Fall individuell für sich selbst entscheiden, ob es notwendig ist, dass man eine weitere Betreuung nach der Fam.aufstellung braucht.
Im voraus kann man nie sagen, was sich bei der Aufstellung herauskristallisiert und wie heftig es auf die Teilnehmer bzw. den Aufsteller wirkt.
Natürlich ist es gut, wenn man weiß, dass da jemand ist, an den man sich wenden könnte, wenn's denn wäre.... .
Ich denke, man kann das ganze irgendwie mit einem Zahnarztbesuch vergleichen, man hat einfach ein mulmiges Gefühl, man weiß nicht recht, was kommt da auf mich zu - wird's wohl sehr weh tun... :-\...?
Und später geht man raus und denkt sich - "hat ja gar nicht gebohrt  ;D !!"
So gehts jedenfalls den meisten von unserer Gruppe - jeder hat etwas Lampenfieber vor der Aufstellung (ich auch) und im nachhinein ist man froh, dass man's gemacht hat.
Ich erfahre es immer wieder, dass manche zur Fam.aufstellung kommen und schon bei der "Guten-Morgen-Runde" von sich geben, dass ihnen hundeelend zumute ist und sie schon gar nicht kommen wollten. Und bei der Abschlussrunde haben sich die Gemüter dann um 180 Grad gewendet und diejenigen sind dann meist wie umgewandelt und haben wieder Freude in ihren Gesichtern.
Und - ob weitere Betreuung oder nicht - das wichtigste nach einer eigenen Aufstellung ist, dass man das letzte "Lösungsbild" ganz fest in sich behält und es wirken lässt.
Es braucht sonst nichts - man muss nicht (sollte man auch nicht) die ganze Aufstellung nochmal Revue passieren lassen und alles analysieren.
Immer, wenn man merkt, dass es einem nicht so gut geht und man wieder nach alten Mustern lebt und sich verstrickt, sollte man sich einfach nur wieder das letzte "Bild" der Familienaufstellung ins Gedächtnis holen.
Das Gefühl des "allein gelassen sein"'s nach der Aufstellung kam bei mir Dank der Gruppe nicht auf. Man trifft sich zwar nur so ca. einmal im Monat, man kennt sich nicht oder kaum (nur vom Vornamen her), aber man spürt trotzdem einen großen Halt in der Gemeinschaft - fühlt sich an wie eine große Familie, wo jeder sein mehr oder weniger großes Päcklein zu tragen hat.

Liebe Grüße
Birgit


manurtb

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Re: Familienaufstellung nach Hellinger
« Antwort #44 am: 01.08.05, 14:59 »
Kenn mich ja nicht so aus, ich stells einfach mal rein.

Irmela Wiemann über Bert Hellinger: http://www.familienaufstellen.org/criticism/wiemann.htm

 


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