Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ? II  (Gelesen 46668 mal)

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Offline maggie

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Maggie, sehr viele in der Landwirtschaft tätige Frauen, zumindest in Familienbetrieben, sind Quereinsteigerinnen. Die meisten von ihnen, weil sie einen Bauern geheiratet haben. Ich würde ihnen nicht die Kompetenz absprechen. Ein großer Teil kümmert sich um die Finanzen , eine sehr wichtige Aufgabe. Gerade auf Milchviehbetrieben sind sie oft für das "Herdenmanagement" zuständig und tragen ausschlaggebend zum Betriebserfolg bei.

anneli,
das annerkenne ich auch - und ich sage oft, ich habe hier die ersten 2 jahre mehr gelernt über Milchvieh als vorher die fast 30 jahre von meinem mann - gut ich habe ihn wahrscheinlich auch nicht so viel gefragt ...
aber - mir geht die frage durch den kopf ob eine quereinsteigerin ohne Ausbildung die zahlungen vom Staat bekommt - bei uns geht das nicht !
und zudem finde ich es eigentlich eine Frechheit von den Eltern, dem sohn m. Ausbildung die schwester mit weniger Fachwissen gleichberechtigt zur seite zu stellen ... -
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline apis

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Bei einer Hofübergabe an zwei Geschwister sollten beide in Ausbildung, Arbeitsleistung und Interesse möglichst gleich sein. Ansonsten ist ständiger Ärger, der letzten Endes den Betrieb in Frage stellt, vorprogrammiert. Ich kenne da zwei Beispiele, es ist noch viel schlimmer als Generationenstreit.

Hier gibt es einen alten Spruch: Zu jedem Hof gehört ein Misthaufen und auf jedem ordentlichen Misthaufen kann nur ein Hahn krähen. Hat sich scheinbar seit Generationen bewährt.   ;D ;D


Offline Gräfi

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@apis: Was ist in diesen beiden Fällen passiert, wenn ich fragen darf?

Offline apis

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In einem Betrieb hat einer der Brüder ohne Rücksprache sehr hohe Investitionen getätigt, obwohl der andere Bruder damit nicht einverstanden war. Beide hatten ja auch die finanzielle Vollmacht. Dann fiel der Milchpreis auf sein niedrigstes Niveau, Maschinen und Gebäude konnten nicht mehr abgezahlt werden. Die Insolvenz drohte, man verfeindete sich total und der Betrieb wurde zwecks Teilung verkauft.

Im zweiten Fall waren Bruder und Schwester gleichberechtigte Eigentümer. Die Schwester wollte ihren langjährigen Freund heiraten. Ihr Bruder ängstigte sich um den Hof und seine Wohnung. Schließlich beendete er sein Leben.

In beiden Fällen hatten die Geschwister eine gute, bzw sehr gute ldw. Ausbildung.

Offline Rohana

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Ich finde es schade dass Rohanna da abgeblockt wird mit neuen Ideen, denn neue Ideen können nur gut tun -auch Misserfolge.
Teils ist es durchaus begründet - ist ja nicht immer alles umsetzbar, klar. Aber der (gefühlt!) kleine Horizont meiner neuen Familie in mancher Hinsicht, das ist schon Kulturschock. Ist ja in Ordnung, aber leicht isses nicht...  ich weiss halt nicht wo die Grenze ist, wieviel ich mich wirklich zurücknehmen *muss*. Und damit fühle ich mich ziemlich allein gelassen. Vielleicht hab ich zu hohe Erwartungen, man kann ja nicht alles haben.

Offline geli.G

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und zudem finde ich es eigentlich eine Frechheit von den Eltern, dem sohn m. Ausbildung die schwester mit weniger Fachwissen gleichberechtigt zur seite zu stellen ... -

Hat Gräfi das geschrieben, dass die beiden Geschwister gleichberechtigt den Hof weiterführen sollen?

Ich finde, dass in solche doch sehr persönlichen Familiengeschichten oft recht viel hineininterpretiert wird, das man als nur hier Lesender niemals wissen kann.
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline cara

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Hat Gräfi das geschrieben, dass die beiden Geschwister gleichberechtigt den Hof weiterführen sollen?


hat sie, vier oder fünf Beiträge vor diesem hier.

Gräfi,
wie sieht es denn die Schwester deines Lebensgefährten? Will sie denn auch mit in den Hof rein oder ist das mehr der Wunsch der Eltern?
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy. Let's go exploring!

Offline FlottelotteTopic starter

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@Rohana:
Das kenn ich auch! Irgendwann weißt du wo deine Grenze ist. Das ist nicht leicht, ich hab auch schon viele Tränen deswegen vergossen. Da kann einem manchmal echt die Lust auf Landwirtschaft vergehen!  ::)
Aber es wird besser...  :)

Offline apis

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@Rohana, u. Flottelotte, schade das es heute noch solche Situationen gibt. Mir ging es vor fast 40 Jahren auch so. Als sich die Situation auf dem Hof dann grundlegend geändert hatte war es für manche Entwicklung einfach zu spät.
Last euch nicht kleinreden, habt den Mut euch auch mal durchzusetzen.
« Letzte Änderung: 08.02.18, 20:08 von apis »

Offline Gräfi

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@cara: Sie will helfen, ob nun als Angestellte oder als Partner. So habe ich das verstanden.

 


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