Autor Thema: Tageskinder auf dem Hof  (Gelesen 3936 mal)

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Offline maliTopic starter

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Tageskinder auf dem Hof
« am: 24.01.07, 14:35 »
Nachdem wir gebaut haben,ist mein Schwager mit Frau und Kind in unsere alte Wohnung gezogen.Unten im Haus wohnen meine Schwiegereltern.
Das alte Haus liegt zieimlich zentral auf dem Hof,da dieser wie ein "Schlauch" lang und schmal ist.
Das Haus liegt mit den alten Stallungen in einem Komplex,teilweise nur 3 m bis zur Stalltür.Die großen Tore zum Bullenstall stehen im Sommer oft ganz auf.
Meine Schwägerin ist Kinderpflegerin und möchte ab Sommer-wenn ihr Kind im Kindergarten ist-Tagesmutter sein.Außer der Wohnung hat sie noch einen großen,eingezäunten Garten zur Verfügung,allerdings grenzen da direkt Pferdeauslauf und Eselweide dran.Außerdem wird der Hof viel befahren.

Die BG war im Herbst noch da und hat ncihts beanstandet (staun) und da wir selber Kinder haben,sind wir in gewisser Weise ja auch eingerichtet.

Ich weiß nur nicht,wie es sich bei fremden Kindern verhält,die von meiner Schwägerin bereut werden,die mit unserer Landwirtschaft ja gar nichts zu tun hat.
Was dürfen die Kinder,was nicht?
Kann man uns noch Auflagen machen?

Ich persönlich bin nicht so ganz begeistert von der Idee,ich bin immer froh,wenn den eigenen Kindern und deren Freunden nichts passiert.
Sicher werden sich auch Tageskinder finden,da ein Bauernhof ja auch einen gewissen Reiz hat.
Oft ist hier hektisch,mein Schwiegervater kann beim Fahren nicht mehr rückwärtsgucken usw.....ich habe echte bedenken!
Mali
Gruß Mali
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Offline amazone

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #1 am: 24.01.07, 14:49 »
hallo mali,
ich kann deine bedenken nachvollziehen.
bei xtrac wurde mal über einen kinder-finder diskutiert,
der am schlepper warnsignale abgibt, wenn kind/er inner nähe sind.
les doch bitte mal hier nach: http://www.xtrac.de/index.php?topic=291.0

laut georg geht diese iniative von der BG aus.
zu beachten sind die kosten, die zwar in keinem verhältnis zu einem evtl. gerettetem
menschenleben stehen, aber doch enorm sind.

mich würde im vorfeld interessieren, was versicherungen und sonstige behörden zu so
einem vorhaben sagen!
Beste Grüße von
Amazone

Offline maliTopic starter

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #2 am: 24.01.07, 21:46 »
Also meine Schwägerin war wohl heute beim Jugendamt um sich zu informieren....
Sie kann das machen,muß aber selber Versicherungskosten und auch BG einzahlen,das schreckt sie wohl auch ab.Wahrscheinlich hat sie sich das anders vorgestellt.Außerdem würde das Amt vorher alles checken hier.
So wie es scheint,wird im Sommer in unserem Kiga eine Stelle frei,da will sie sich nun bewerben und nur wenn das nichts gibt,die Sache mit der Tagesmutter wieder aufgreifen.
Ich hoffe,der Kelch zieht an uns vorüber....

Ja,ich habe von diesem Kinder-Finder gelesen.Aber mal abgesehen davon,daß ein Menschenleben durch nichts zu bezahlen ist...müssen WIR uns diese Kosten da ans Bein hängen?
Das ist ja das,was käme in einem solchen Falle auf UNS zu?
Die Familie meines Schwagers hat ja mit unserer Landwirtschaft nichts zu tun,sind ja Mieter auf dem Hof.Da müssen wir uns doch nciht um die Sicherheiten zur Ausübung ihres Berufes kümmern und alles so absichern,daß es für "andere Leute" gerecht ist.Arbeit haben wir sowieso genug,nach Kyrill erst recht.....
Mali
Gruß Mali
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Offline Sasa

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #3 am: 25.01.07, 20:29 »
Hallo Mali,

also ich denke mal, aus dem Bauch raus, wenn ich eine Wohnung bzw. ein Haus miete, dann muß ich mit dem Vermieter absprechen, wenn ich die Räume gewerblich nutzen will, und Kinder gegen Entgelt zu betreuen, ist ja gewerblich. Und wenn Deine Schwägerin Tagesmutter sein möchte, wird sie wohl die Auflagen bekommen- ich glaube nicht, daß sie Euch zwingen kann, Euren Betrieb darauf abzustellen. Eine Bekannte von mir, die in der Stadt zur Miete wohnt, mußte eine schrifliche Erklärung ihres Vermieters vorlegen, daß er mit der Tagesmüttertätigkeit einverstanden ist. Und bauliche Maßnahmen mußte sie selbst zahlen, und falls sie mal auszieht, auf eigene Kosten beseitigen.

Es kommt ja auch drauf an, was sie plant. Will sie ein Tageskind aufnehmen oder mehr? In welchem Alter? Nur stundenweise oder ganztags, evtl. mit Übernachtung?

Außerdem finde ich, es ist ein Unterschied, ob Freunde der eigenen Kinder zum Spielen kommen oder Tageskinder, die ja oft über Jahre bei derselben Tagesmutter bleiben, da sind. Spielfreunde lädt man sich an Streßtagen ja nicht unbedingt ein bzw. ich spreche mit den Mütter ab, ob nicht dort gespielt werden kann, weil hier so ein Trubel ist.

Erkundige Dich doch mal beim örtlichen Jugendamt, hier ist es so, daß Tagesmütter über das Jugendamt vermittelt werden ( und auch überprüft). Die müssten Dir doch sagen können, ob und in welchem Umfang Euch Auflagen gemacht werden können. Falls Du Sorgen hast, es könnte Deiner Schwägerin zu Ohren kommen, nimm das vom Nachbarkreis- vielleicht nicht der beste Stil, aber...

Offline fanni

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #4 am: 25.01.07, 21:16 »
Ich hab ein bisschen mitgelesen und komme nicht ganz mit. Wem gehört eigentlich der Hof? Kann da jeder aus und eingehen wie er will und sein eigenes Ding machen? Auch wenn der Garten abgegrenzt ist, so ist der Bauernhof wohl doch zu nahe!

Ich kann dich gut verstehen, mir langt es schon, wenn unsere Kinder ihre Freunde anschleppen. mit so Zeitgenossen, die meinen ein Bauernhof ist ein kostenloser Hort und Gasthaus (ich habe eine Nachbarin, die ist Vegetarierin und deren Kinder haben mir regelmäßig den Kühlschrank leergefressen) habe ich so meine Probleme. Ich meine deine Schwägerin wird doch auch Werbung machen mit der "heilen Welt" Bauernhof. Das kann sie doch nicht im Alleingang tun. Mir wäre das zuviel und ich würde auf getrennte Bereiche bestehen.

Meine Mieterin hier am Hof hat auch mal gemeint, dass ich außer auf ihr Kind, das wirklich ständig bei uns rumhängt, weil Mami wieder mal zu gestresst ist und keine Zeit hat auch auf ihre Gastkinder aufpasse. Da hat es schon gerumst und wir haben einen Zaun gezogen. Die Verantwortung trage ich nicht mit und wir haben ihr das auch unterschreiben lassen (obwohl ich mich auch bei der BG informiert habe und weiss, das man hier ganz schwer rauskommt, der Betrieb haftet eigentlich immer, und muss auch alle vorkehrungen selbst treffen aber das weiss sie nicht). Komischerweise kommen seither nicht mehr soviele, weil sie da ja selber etwas leisten müsste.

Trotzdem ist unser Haus kinderfreundlich. Wie gesagt es hängen dauernd welche rum, aber ich ziehe jetzt regelmäßig und rechtzeitig auch die Notbremse, wenn es mir zuviel wird und ich das Gefühl habe, dass es ausgenutzt wird.


Fanni

« Letzte Änderung: 25.01.07, 21:18 von fanni »
Herzliche Grüße von Fanni

Offline Sasa

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #5 am: 25.01.07, 23:02 »
Die Notbremse ist auch notwendig, finde ich. Ich bestehe außerdem auch auf feste Zeiten, wegen Hausaufgaben und sonstwas. Wenn mich eine Mama fragt,  ob es ok ist, wenn Sohnemann oder Tochter früher kommt oder länger bleibt, weils anders nicht geht, meinetwegen. Aber ein "wer kommt, der kommt", gibts hier nicht. Außerdem hat man bzw. Kind sich an Ansagen zu halten, wo gespielt werden darf und wo nicht. Anderswo dürfen Kinder ja auch nicht wüst durch die Gegend toben, das hat nichts mit "kinderunfreundlichem" Haus zu tun, meiner Meinung nach...Ich führe doch keinen kostenlosen "Erlebnis-Spielplatz". Wenn was passiert, ist das Geschrei dann groß.

Aber verwirrend sind die "Wohnverhältnisse" bei Euch schon,Mali. Also, oben wohnt die Schwägerin mit Familie, unten die Schwiegereltern? Was sagen denn die dazu- es wird dann in der Oberwohnung ja nicht gerade leise zugehen, wenn mehrere Kinder da sind?

Offline maliTopic starter

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #6 am: 26.01.07, 14:23 »
Wieso verwirrend???
Also der Hof gehört meinem Mann.Mit allem Zipp und Zapp.
Vor ein paar Jahren haben wir ein Betriebsleiterwohnhaus gebaut.Dies steht am Anfang des Hofes (wie gesagt,die Hofstelle ist lang und schmal).
Im Prinzip mittig des Hofes ist die ursprüngliche Hofstelle,mit dem alten Haus und dem alten Kuhstall und der Scheune.Dahinter befindet sich der neue Stall.
Und eben in diesem alten Haus wohnt mein Schwager mit Frau und Kind oben und meine Schwiegereltern unten.

Was die Lautstärke betrifft,sind meine Schwiegereltern Kindern  gegenüber sehr tolerant,meine Schwiegermutter stellt ihre eigenen Bedürfnisse sowieso IMMER hinten an.Meine Schwiegervater ist da schon ein anderes Kaliber..Ich denke,daß meine Schwägerin nicht mehr als 3 Vormittage die Woche ein Kind nehmenwird-dazu ist sie zu bequem.....

Eigentlcih war die wohnliche Situation so auch nie geplant.Mir persönlich ist es zuviel Familie auf einem Drubbel.Ich ecke auch des öfteren mit der Schwägerin an.Sie putzt nicht,fegt nichtmal kurz vor ihrer eigenen Haustür,läßt wo sie geht und steht Zigarettenkippen fallen usw....Sie wohnt zwar hier,"aber ist ja nicht mein Hof" oder "ist ja nicht mein Haus".Diese Argumente sagt sie,wenn sie -für Mieter normale-Dinge machen soll.Ich fürchte,wenn sie auszieht ist die Wohnung ein Sanierungsfall....
Sie suchen auch "was eigenes"-ich will nicht wissen,wie es da dann aussieht!Sie fordert immer nur ihre "Reche",aber tut nichts dafür.Sie soll ja nicht großartig im Stall helfen,das schaffen wir schon,aber man kann doch wenigstens verlangen,daß der Mülleimer zur Straße gebracht wird oder das Haus mal gelüftet wird,zumal sie ihre Wäsche auf dem Ständer innerhalb der Wohnung trocknet...
Naja,hier schweife ich vom Thema ab,könnte Romane drüber erzählen.Ich denke,ich weiß darüber auch nur Bescheid,weil wir uns mal unterhalten,wenn die Kindern draußen speilen und ich den Pferde-Stall nachmittags vorbereite.
Jedenfalls finde cih es auch etwas dreist,daß sie ncihtmal mit meinem Mann als Hofeigentümer darüber gesprochen hat,sondern erstmal mit dem Jugendamt alles geklärt hat.
Wir werden dann vor vollendete Tatsachen gestellt....
Leider (oder zum Glück) hat mein Mann eine sehr hohe Toleranzgrenze,bis der was sagt muß einiges passieren.Ich denke mir meinen Teil,werde mich aber nicht "öffentlich" da einmischen,da ich keinen Streit zwischen den Brüdern verursachen möchte.Das müßen die schon untereinander ausmachen,auch wenn es mir schwerfällt.
Ich hoffe,sie bekommtden Job im Kindergarten....
Gruß Mali
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Offline Sasa

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #7 am: 26.01.07, 14:49 »
Jetzt hab ichs verstanden. Tut mir leid, aber ich hab absolut kein räumliches Vorstellungsvermögen.

Na, deine Schwägerin ist ja ein Herzchen! Mit dieser Dame würde ich nicht nur anecken, sondern ich würde platzen. Kippen rumwerfen! Wahrscheinlich würde  ich in einem Wutanfall alle umherfliegenden Kippen auffegen und wutentbrannt über ihrem Kopf ausleeren. Ich rauche selbst, trotzdem hab ich für sowas kein Verständnis. Und von wegen "ist ja nicht mein Haus"! Mit Sachen, die einem nicht gehören, geht man eigentlich doch vorsichtiger um, gerade weil es nicht meins ist...Das mal dazu. Du hast mein volles Mitgefühl- und besitzt anscheinend Nerven wie Drahtseile.

Also, wenn es ein Mietverhältnis gibt ( und das muß - so meine ich zumindest- nicht schriftlich fixiert sein ), muß der Eigentümer einwilligen. Es wäre ja allen zu wünschen, wenn sie im Kiga unterkommt, aber zur Vorsicht würde ich mich doch mal erkundigen.

Ich drücke Dir die Daumen!

Offline fanni

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #8 am: 26.01.07, 17:03 »
Also wenn ich das  so lese, kann man euch nur wirklich wünschen, dass die Sache platzt.

Die hält euch doch nur für einen Selbstbedienungsladen und wird euch auch ein nicht zu kleines Stück von der Arbeit, die sie annimmt und für die sie bezahlt wird aufbrummen.


Viel Glück

Fanni
Herzliche Grüße von Fanni

Offline maliTopic starter

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Re: Tageskinder auf dem Hof
« Antwort #9 am: 28.01.07, 11:56 »
Lach!!!! ;D
ICH  habe alles-aber keine Nerven wie Drahtseile!!!!
Im Gegenteil-ich explodiere regelmäßig!!!!!Aber eben um das brüderliche Miteinander nicht zu belasten,halte ich mich da raus.Obwohl ein reinigendes Gewitter manchmal nciht schlecht wäre.Aber mein Schwager ist dann so beleidigt und schmollt ....hat er mit der SM gemeinsam!!!
Mali
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