Autor Thema: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....  (Gelesen 62883 mal)

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Offline Beate Mahr

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #30 am: 27.11.05, 17:38 »
Hallo Petra

ich hab zum Thema noch was gefunden ...
die Rechte un Pflichen der vers. Gesellschaftsformen


Kommanditgesellschaft

Wie soll denn so eine Milch KG aufgebaut sein ???

Gruß
Beate

mir gefällt deine Art mit dem Tod umzugehen
Der eine sieht nur Bäume dicht an dicht,
der andere Zwischenräume und das Licht!

~ Gelesen bei einer Wanderung ~

SHierling

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #31 am: 27.11.05, 18:37 »
Hallo,
also mein Berater sagt, Du sollst Dir auch einen suchen. (Berater) . Unbedingt.

Die Hafterei ist wohl das einfachste an der ganzen Angelegenheit - bei einer KG haftet der Komplementär (mindestens einer) mit allem, was er hat, also Privat- und Geschäftsvermögen. Der Kommanditist bzw die ~en (können mehrerere sein) haften immer nur mit ihrer Einlage (also Du z.B. mit Deiner Quote, sonst mit nix, und mit dem Rest kannst Du machen was Du willst.).

GbR hattest Du schon richtig erkannt, jeder haftet mit allem, kommt imho in Deinem Fall nicht in Frage, ist was für Leute, die "sich gegenseitig verhaften" - also bei Betrieben, bei denen jeder ein Interesse hat, daß jeder andere haftet und auch weitermacht und weitermachen will.

Ganz ohne Haftung mit persönlichem Vermögen geht eine GmbH & Co KG, dabei spielt die GmbH, die einer natürlichen Person gleichgestellt ist, den Komplementär der KG (der sonst "mit allem" haften würde), so daß insgesamt jeder nur mit seiner Einlage haftet. Ist dann günstig, wenn es bei vielen Leuten um viel Geld geht, aber keiner "der einzige sein will, der mit seinem Betrieb haftet".

Alles einfach, solange jemand Quote UND Fläche übernimmt. Schwieriger wird es, wenn Du die Quote an den einen abgibst, die Flächen aber an jemand anderen. Für die "Milch-KG" ist das kein Unterschied - Quote ist ja handelbar, aber für die Betriebsprämie - und da würde ich mir an Deiner Stelle lieber 2 oder 3 verschiedene Berater holen, und danach entscheiden - ich hab heute nur beim "mal eben rumhören" 3 Verschiedene Antworten bekommen.

:( 
Grüße
Brigitta
PS: es gibt inzwischen auch die Möglichkeit, eine Ltd. (uk-Limited) zu gründen, dabei haftet auch niemand mit dem Privatvermögen, und im Unterschied zur GmbH gibts eine Ltd schon ab 1,40 Euro (GmbH braucht 25.000).
Aber sowas sollte ein findiger Bänker oder Berater auch wissen.
« Letzte Änderung: 27.11.05, 19:19 von SHierling »

Offline Mirjam

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #32 am: 27.11.05, 20:03 »
Hallo Petra,

von der DLG gab es schon vor Jahren ein gutes Schriftenheft führender lw. Berater:

Kooperieren aber wie?

Als Fachmann bzgl. Gesellschaftsformen und Kooperationsverträge haben wir Hr. Peter Spandau von der LWK Nordrhein-Westfalen kennengelernt, der auch offen für Anfragen ausserhalb seines Bundeslandes ist und auch betriebswirtschaftlich abschätzen kann, wo der roten Faden hinführen muss.

und von der KTBL ein neueres Arbeitsheft

Kooperationen gründen und erfolgreich führen
 
Bestell-Nr. 11433 ISBN 3-7843-2177-1 Medium Schrift Ausgabe 2005, 180 S.
Wenn es in Gemeinschaften knistert, hat dies selten finanzielle, sondern meistens menschliche Gründe. Deshalb haben Kooperationsberater und Praktiker eine KTBL-Schrift verfasst, in der es um die weichen Faktoren in Kooperationen in der Landwirtschaft geht.

Da werden Kooperationsverträge bis ins Detail ausgefeilt, die Finanzierung ist doppelt und dreifach abgesichert. Die Aufgaben sind festgelegt, die Einsatzplanung perfekt. Alle spüren schnell, dass sie durch ihre Gemeinschaft viel Geld und Zeit sparen. Und doch ist schon nach wenigen Jahren wieder Schluss, weil die Partner einfach nicht miteinander können. Zum Erfolg einer Kooperation unter Landwirten gehört eben mehr als eine solide Finanzierung und eine perfekte Einsatzplanung. Denn in der Landwirtschaft sind es nicht Betriebe, die kooperieren, sondern immer Menschen und oft ganze Familien! Auch in der Kooperationsberatung nehmen aber die Betriebswirtschaft, die Produktionstechnik und das Steuerrecht einen großen Raum ein. Der schwierigste Part, die zwischenmenschlichen Aspekte in der Gemeinschaft, wird allzu gerne umschifft.

Die KTBL-Schrift ist nicht als ein Buch gedacht, das Sie von vorne bis hinten durchlesen müssen. Vielmehr ist es ein Nachschlagewerk, in dem verschiedene Autoren gleiche Themen aus ihrer Sichtweise aufgreifen. An vielen Stellen sind Praxisbeispiele eingestreut, die diese schwierige Thematik lebendig machen und in vielen Fällen beim Lesen einen Aha-Effekt hinterlassen. Die Zielgruppe sind Berater und Landwirte, die an der Gründung einer Kopperation interessiert sind und solche, die bereits in einer Gemeinschaft arbeiten.
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Abweichend von einer gewerblichen Kommanditgesellschaft gibt es noch die Möglichkeit eine landwirtschaftliche KG nach § 51 a zu gründen, hier geht es darum, dass beide (Komplementär & Kommanditist) Landwirte mit Betriebsnummer sein können und es zu einer Vieheinheiten-Übertragen usw. kommen kann; in beiden Fällen muss man eben aber auch zum Notar und es erfolgen öffentliche Meldungen im Handelsregister/ Kosten usw., das muss eben alles mit in die Kalkulation mit hinein. Im Süden ist es manchmal gar nicht einfach, einen landw. Steuerberater zu finden, der sich mit (landw.) KG usw. ausgkennt, soll in viehintensiven Regionen nördlich leichter sein.

Ich wünsche dir, dass du gute Berater findest, die dir mögliche Entwicklungswege aufzeigen (vielleicht helfen dir o.g. Schriften zur Vorinfo weiter) und du einen guten Weg für die Zukunft finden wirst.

viele Grüsse

Mirjam


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Offline Mirjam

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #33 am: 21.01.07, 10:39 »
*wiederakutell*
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline peggy

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #34 am: 09.06.07, 14:24 »
Hallo,

vielen Dank für die Infos. Habe mir die Schriften besorgt, sind sehr gut. Möchte kurz berichten, wie es bei mir weitergegangen ist. Habe auf der Suche nach einer Milch KG einen Landwirt gefunden, der bereits mit seiner Frau eine Milch KG gegründet hatte, dort hätte ich einsteigen können. Habe ich letztendlich nicht getan. Vielen Dank den lieben Btlerinnen, die mir in dieser Zeit in vielen Telefonaten und KM's zur Seite standen.

Heute ist der Betrieb verpachtet, bis auf eine kleine Restfläche am Hof, wo meine Schafe laufen und das Futter für diese geworben wird.

Bis November 2006 habe ich noch gemolken. Seit 1. April 2007 arbeite ich im Büro eines landwirtschaftlichen Betriebes, dessen Haupterzeugnisse Rollrasen, Kartoffeln und Weihnachtsbäume sind. Die Arbeit macht mir viel Freude.

LG Peggy



Offline Freya

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #35 am: 09.06.07, 14:41 »
Hallo Peggy,

gut von Dir zu lesen und zu wissen, dass es Dir gut geht .... Du hast dem BT auch viel gegeben, in dem Du uns erzählt hast, wie Du mit Deinem Schicksalschlag fertig geworden bist und Dich nicht hast unterkriegen lassen.
Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

liebe Grüße
Freya

Offline freilandrose

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #36 am: 09.06.07, 14:56 »
Weiss jemand von Euch wie es mit den Bauernkindern weiterging? Eintrag vom Nov. 2004, als die Eltern auf Kreta tödlich verunglückten? Würd mich interessieren. Durften sie jetzt auf dem Hof bleiben?
Liebe Grüsse
Freilandrose

Offline Margret

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #37 am: 26.09.08, 22:13 »
So,

jetzt hol ich dieses total wichtige Thema  "Notfall-Handbuch" wieder nach vorne,  da es zur Zeit zentrales Thema bei uns ist.

Mein Mann ist  derzeit krank  daheim   und es kann  u.U. jederzeit auch zu seiner Abwesenheit kommen  falls er doch schnell ins Krankenhaus müsste.

Richtig einsatzfähig ist er zur Zeit natürlich  auch nicht; 
der Betriebshelfer ist klasse,  hat aber kaum eine Ahnung von unserem Hauptzweig (Schweine).

Durch diese Situation sind wir nun in aller Eile alles durchgegangen  (gedanklich, in Tat und mit Aufschrieb),  was ich bisher nicht gemacht habe.
Das ist erschreckend viel !

Obwohl ich doch ganz nett im Betrieb mit drinstecke,  gibt es leider noch  gewaltig viele wichtige Dinge, die zur täglichen Aufrechterhaltung des Betriebs notwendig sind,  die aber ausschließlich er beherrschte bisher.
Von "Katastrophen" wie Systemausfall, Stromausfall usw. mal ganz zu schweigen.
Eigentlich wahnwitzig von uns,  gell ?!

Wie ist das alles bei euch trainiert ?
Wisst ihr Bescheid in allem Notwendigen ?!
Habt ihr "gute Geister" ,  die euch in so einem Notfall technisch und mit aller Hilfe beistehen würden  und alles im Betrieb überblicken ?
Also ich nicht... Da ist niemand, der mehr weiß als ich,  zumindest im technischen Bereich.   Huch !
Mein Schwiegervater weiß und kann und hilft noch viel,  aber die  Technik der letzten 15 Jahre hat er sich gar nicht mehr angeeignet, was in Ordnung ist in seinem Alter.

Habt ihr alles gut aufgeschrieben ?
Übt ihr regelmäßig ?

Mir und uns ist es gerade eine große Hilfe (praktisch und psychisch), all die notwendigen Einstellungen von Lüftungen, Heizungen, Futtermischungen, Mischvorgängen, Fütterungscomputer,... zu durchdenken, aufzuschreiben und zu üben.
Was man eben ganz regelmäßig braucht.

Ich wünschte,  ich hätte mich schon früher mehr damit auseiandergesetzt,  aber es schien im Alltag nicht möglich durch weitere Arbeitsbelastung.
Kann es euch nur ans Herz legen !

Wie ist das bei euch ?  Könnt ihr euren Mann ganz vertreten bei Ausfall ?

Margret

Offline Maja

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #38 am: 27.09.08, 00:21 »
Nein ich könnte meinen MAnn nicht vertreten wenn er aUSFALLEN WÜRDE:
Holz machen Im Wald, könnte ich nie Und auch alles an Maschinenwartung usw.
Allerdings anders rum wäre es auch nicht so einfach.
Heutzutage die vielen technischen Dinge auf einem Hof sind Immens Und es ist gut wenn Ihr jetzt sozusagen eine Qualitätssicherung macht.


Offline reserlTopic starter

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #39 am: 27.09.08, 06:51 »

Hallo Margret,

das ist ein Thema, das auch mich manchmal umtreibt...
Ohne meinen Mann wäre ich hier am Hof doch ziemlich aufgeschmissen. ::)

Ein "Notfallplan" existiert hier bei uns bisher auch nicht.
In diesem Fall hoffe ich auf die "guten Geister", wie du sie nennst, die mithelfen, dass der Betrieb am Laufen gehalten wird, solange es nur ein relativ überschaubarer Zeitraum ist, der zu überbrücken wäre.

Deinem Mann wünsch ich von Herzen gute Besserung und dir viele helfende Hände und gute Nerven! :-[

lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline Nelly

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #40 am: 27.09.08, 07:42 »
Hallo,
mein Mann hat mit knapp ü 40 schon recht viele Gebrechen ( sehr kaputter Rücken, beide Knie hinüber und dann noch Verschleiß der Halswirbelsäule und alles andere, was ich jetzt grad auf die Schnelle nicht zusammenbekomme).
Auf jeden Fall könnte er da mal gaaanz schnell ausfallen. Eigentlich sollte er ja mal in Kur, dann wär er ja sowieso weg.
Wir haben einen überschaubaren Nebenerwerb und da wäre ich eigentlich nur in der Ernte und bei den generellen Feldarbeiten aufgeschmissen, Buchführung, Bestandsregister, Stall, Tieran- und Verkauf ... ist eh meine Sache.
Futtermischungen machen ginge auch noch gerade so. Ich weiß in etwa welche Knöpfe ich in welcher Reihenfolge drücken muss, damit die Mühle rauscht.
Ich habe an unsere Trocknung in Verbindung mit Elevator und Silo, sowie geschätzen 10 Kilometern Rohr auch eine einlaminierte Kurzanleitung getackert. So nach dem Motto 1. das und wenn die rote Lampe aufleuchtet dann 2. ( sollte die Lampe nicht leuchten, dann das und das machen). Das hilft im Sommer ungemein nach einem Jahr pause von der Trocknung.
Außerdem gehe ich ja auch noch ein paar Stündchen arbeiten.

Also im Bekanntenkreis ist gerade ein junger Mann unheilbar erkrankt, aber keine Landwirtschaft. Ich weiß nicht, was ich machen würde.....
Also mit meinen Schwiegereltern auf dem Hof ist das nochmal ein gaaaaaaaaanz anderes Problem!!!!!

die Nell

Offline mary

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #41 am: 27.09.08, 08:55 »
Hallo Margret,
wünsche deinem Mann auch gute Besserung. Mein Mann ist schon ein paar Mal für längere Zeit ausgefallen, der Betrieb lief einigermaßen weiter, aber den Anspruch, dass ich alles genauso gut machen kann, den hab ich mir im Laufe der Zeit abgeschminkt.
Denn umgekehrt, wenn ich ausfallen würde, würden sicher auch viele Dinge liegen bleiben.
Schau auch auf dich Margret, meine Freundin, deren Mann gestorben ist, sie hat den Betrieb weitergeführt- hat mir einen Spruch auf den Weg mitgegeben:
Wenn ein Taktor viel leistet, dem gesteht man auch einen höheren Verbrauch zu- wenn Frau Familie, erkrankten Eheparter, Haus und Betrieb so einigermaßen auf die Reihe bringen soll- dann braucht sie auch mehr Energie.
Nimm alle Hilfe an, die du kriegen kannst- und verigss nicht, der Tg hat nur 24 Stunden.
Alles Gute für Euch,
herzliche Grüsse
maria

Offline amber

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #42 am: 27.09.08, 18:33 »
Hallo Margret,

ich wünsche deinem Mann gute Besserung und dir, daß für dich nicht der Ernstfall eintritt und du alleine dastehst für einige Zeit.

Bei uns ist es genau umgekehrt. Wenn ich ausfalle ist mein Mann der leidtragende und derjenige, der in vielem nicht bescheid weiß.

Alles Gute wünscht euch Gitte
Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus

Offline Margret

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #43 am: 27.09.08, 22:28 »
Hallo Gitte,

ich meinte das mit Betriebsleiter auch eigentl. nicht ans Geschlecht gebunden.

Was machst du,  um ihn "tauglich" zu machen für eine evetn. notwendige  Abwesenheit ?
Will er davon nichts wissen ?  Dann ist er naiv ! ;D

@ alle:
Ich sehs eigentl. inzwischen schon als notwendig an,  dass der Partner ziemlich Beschied weiß.
Wobei ich auch jezt wieder manche Bereiche ausklammere für mich,  da ich alles gar nie  schaffen würde.

Ich habs z.B. nicht so mit dem Ackerbau  und würde dafür auch relativ leichter jemanden findne, der mir vielleicht im Notfall helfen könnte auf dem Feld.

Daheim im Stall und allem was dranhängt,  hat einfach neimand von außen einen rechten Überblick  und  es geht  hier  beim Ausfall des Betreibsleiters nicht um  "Eitelkeiten" oder Wünsche,  was man können will und was nicht.

Da sind einfach Abfolgezwänge im Betriebsablauf da,  die eingehalten werden müssen - und zwar immer und sofort.
Die Tiere brauchen ein Futter,  müssen geimpft und  "erstversorgt" werden,  müssen einen Stall in entsprechende Größe und Temperatur haben usw.
Wenn ein Ablauf verpasst wird,  gehts nicht mehr weiter.
Entweder sie werden z.B  krank ,   oder wir haben ganz schnell ein Platzproblem o.ä....

Hat jemand von euch so ein richtig gutes Notfallhandbuch  und ist fit und gut eingewiesen darin ?

Ich hab mir fest vorgenommen,  dass ich auf diesem Ausbildungsstand bleiben will und nie mehr zurück will in die "Unwissenheit".    Das wird leider nur gehen durch regelmäßiges Üben.

Margret


Offline Marina

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Re: Wenn der Betriebsleiter ausfällt....
« Antwort #44 am: 28.09.08, 10:17 »
Hallo Margret,

leider ist der Mensch träge von Natur aus  :-\

Als mein Mann vor Jahren nachts um drei Uhr mit akutem Blindarm ins Krankenhaus
musste, stand ich vor dem Problem, dass um 7 Uhr das Milchauto kam und ich nicht
melken konnte! Ich habe damals meinen Schwager noch nachts aus dem Bett geholt
(Steine gegen Fenster geworfen, weil er weder das Telefon noch die Haustürklingel  hörte).

Damals hab ich mir auch ganz fest vorgenommen, dass ich alles mögliche noch lerne, damit
ich nicht wieder so dämlich dastehe. Aber was ist daraus geworden: nix  8)

Was mich damals sehr gefreut hat: es kamen viele Bauern und habe ihre Hilfe angeboten und
teilweise die Arbeiten auch gleich gemacht, ohne lange zu fragen.

Gruß
Marina

 


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