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Autor Thema: Alkoholkrankheit  (Gelesen 14729 mal)
Stadtkind
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« Antwort #45 am: 24.06.09, 19:43 »

Hi,

das klappt nur, wenn Dein Bruder ganz unten ist und von selber merkt, dass er Hilfe braucht und diese dann auch annehmen kann.

Ich kenne jemanden, der es geschafft hat vom Alk loszukommen und der andere hat es trotz Scheidung und Verlust seiner Frau an einen anderen und Kind nicht geschafft (war bei den AA und hat nebenher ganz normal gearbeitet und die Firma, die ihm schon jahrzehntelang versprochen wurde, hat er nicht bekommen => Erbstreitigkeiten).

CIao
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Luetten
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« Antwort #46 am: 24.06.09, 20:12 »

Dorotee es gibt in jeder Stadt AA-Gruppen, die auch Hilfe für Angehörige anbieten, da findest du Hilfe und Rat!
Viel Glück Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
bauernhof
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« Antwort #47 am: 24.06.09, 20:46 »

Aus Erfahrung weiß ich, das eine AA-Gruppe nur hilfreich ist, wenn der Betroffene selbst einsieht das er Hilfe braucht und freiwillig dort hin geht.
Wie Petra schon schreibt gibt es auch Gruppen für Angehörige, eine gute Hilfe.
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Liebe Grüsse von der Höri
Walburga

 
Marone
Niederbayern
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« Antwort #48 am: 24.06.09, 21:24 »

Inzwischen habe ich ihm schon gesagt, dass er eigentlich ein Quartalsäufer ist, denn mittags und auch tagsüber trinkt er gar nicht. Er müßte für meine Begriffe zu den anonymen Alkoholikern gehen.

Kommt darauf an, ob er jeden Tag seinen Feierabend ziemlich feucht abrundet oder nur gelegentlich einen über den Durst trinkt.
Gelegentlich mal einen in der Krone zu haben ist bestimmt noch kein Grund, jemanden als Alkoholiker zu bezeichnen.

Hatte einen Arbeitskollegen, der trotz Alkoholverbot täglich (innerhalb seiner Arbeitszeit) seine 5 bis 8 Halbe getrunken hat, da kannst schon eher von einem Alkoholproblem sprechen, vorallem, wenn schon um 7.00 Uhr das erste Bier angezapft wird.
Tja, um seine Gesundheit und sein Leben zu schützen, schließlich musste der Betreffende ja auch an rotierenden Maschinen arbeiten, bzw. vor und nach der Arbeit auch am Straßenverkehr teilnehmen, gab es dann, nach Kenntnisnahme der Gegebenheiten, ein klärendes Gespräch, mit dem Ergebnis gleich Null, denn der Kollege sah einfach nicht ein, dass es so nicht funktioniert, bzw. erkannte auch in seinem Alkoholkonsum keine Abhängigkeit.
Muss dazu sagen, der Chef hätte ihm die Chance gegeben, wenn er mit dem trinken aufhört, ihn weiter zu beschäftigen. Nun, er hat es vorgezogen, die Arbeitsstelle zu wechseln.
Wenn die Einsicht des Betroffenen fehlt, dass ein Alkoholproblem vorliegt und sich etwas ändern muss, dann kann auch ein Außenstehender nichts daran ändern.




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Stadtkind
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« Antwort #49 am: 25.06.09, 19:32 »

Es gibt auch die Quartalssäufer und das ist genauso gefährlich!

Die Leber geht kaputt, die Gehirnzellen usw!

Bei den anonymen Alkoholikern auf der Homepage gibt es einen Fragebogen, der auch von problematischen Trinkverhalten spricht und regelmäßig, an Ostern, Fasching, Pfingsten, erster Mai einen in der Krone zu haben, finde ich nicht soo toll und auch bei einer gewissen Alk-Menge als problematisch!

Z.B. kein Disco-Besuch ohne 3 Halbe und anschließend Schnaps, ist in meinen Augen ein Alk-Problem....


Ciao
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Mirjam
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« Antwort #50 am: 27.06.09, 12:05 »

Hallo

ich unterschreib bei Ciao - ein "Alkoholproblem" oder klar gesagt Sucht, kann man nicht daran festmachen, ob es regelmäßig passiert:

Sondern ob jemand in der Lage ist Nein zu sagen oder eben auch Stopp.

Eine Bekannte hatte einen Exmann der immer wieder mal "über den Durst" (welch runterspielende Beschreibung) getrunken hat und dann gewaltätig wurde - hatte dieser "kein Alkoholproblem"? Mir wäre da einer lieber der sich gemütlich jeden Abend ein Glas Wein gönnt (oder auch mal eben nicht) und "sich und anderen keine Probleme" macht.

Gruß Mirjam
« Letzte Änderung: 27.06.09, 12:17 von Mirjam » Gespeichert

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Hansaline
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« Antwort #51 am: 27.06.09, 12:55 »


Hallo,

ich habe einen Bruder, der seit Jahren alkoholsüchtig ist. Er lehnt jede Therapie ab, ist wohl schon mal zur Entgiftung gewesen, aber dann anschließend nicht weitergemacht. Er sollte schon mal ein halbes Jahr weg(mindestens), auch abgebrochen. Was haben meine Eltern alles versucht, um ihm zu helfen. Wo die mit ihm überall gewesen sind und Kosten hatten. Aber auch alles was möglich ist, alles vergebens. Und er ist eigentlich ein lieber Kerl, wird nicht agressiv oder so. Aber an ihm ist nicht ranzukommen, teilweise wussten wir jahrelang nicht wo er ist und wohnt. Zur Zeit ist uns das wieder bekannt, meine Eltern fahren auch wohl mal hin, aber anschließend sind sie fix und fertig. Meine Eltern sind daran zerbrochen, vor allen Dingen meine Mutter, sie ist ein Nervenbündel. Sie akzeptieren nach vielen Gesprächen mit Therapeuten, das sie nichts machen können, wenn er selber nicht will. Aber sie sind dadurch alt geworden und meine Schwester und ich denken oft an ihn, aber auch wir können nichts für ihn tun. Was haben wir schon geredet mit ihm, es ändert nichts und so lange er selber nicht will, keine Chance. Nur allmählich macht seine Gesundheit das auch nicht mehr mit.

lg
hELGA
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Marone
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« Antwort #52 am: 27.06.09, 17:27 »

Hallo

ich unterschreib bei Ciao - ein "Alkoholproblem" oder klar gesagt Sucht, kann man nicht daran festmachen, ob es regelmäßig passiert:

Sondern ob jemand in der Lage ist Nein zu sagen oder eben auch Stopp.

Eine Bekannte hatte einen Exmann der immer wieder mal "über den Durst" (welch runterspielende Beschreibung) getrunken hat und dann gewaltätig wurde - hatte dieser "kein Alkoholproblem"? Mir wäre da einer lieber der sich gemütlich jeden Abend ein Glas Wein gönnt (oder auch mal eben nicht) und "sich und anderen keine Probleme" macht.

Gruß Mirjam


Sorry, wenn ich das nicht ganz so sehe, aber nicht mehr "Nein" sagen zu können, oder einfach nur mal den Zeitpunkt für ein "Stopp" übersehen zu haben,  ist schon ein Unterschied.
Der Exmann von deiner Bekannten hatte wohl mehr ein Persönlichkeitsproblem, als ein Alkoholproblem.
Der Alkohol war nur der Auslöser für seine aggressives Verhalten. Ist halt so, manch einer, der etwas zu tief ins Glas geschaut hat, sitzt da und schläft und der andere wird groß und stark. Liegt aber an der  Persönlichkeit jedes einzelnen, wie man auf übermäßigen Alkoholkonsum reagiert.
Aber geb dir da schon recht, bevor man sich und anderen unnötig Stress macht, sollte man halt überhaupt keinen Alkohol mehr trinken oder eben nur bis zu dem Punkt, wo man noch die Kontrolle über sich hat. 
 
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Mirjam
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« Antwort #53 am: 27.06.09, 17:30 »

Marone, einmal, ja. Aber wenn er das immer wieder macht und wieder besseren Wissens WIE er im/nach dem Alk-Konsum reagiert dann trotzdem: Ist das ein Alkoholproblem!

Ja und die Diskussion / Entscheidung - wann man noch Kontrolle über sich/sein Leben hat siehe vorhergehend: Da gibts ja unterschiedlichste Ansichten und das ist ja das Problem der Süchtigen, dass sie DAS nicht mehr erkennen können!

Gruß Mirjam
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Marone
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« Antwort #54 am: 27.06.09, 17:53 »

Marone, einmal, ja. Aber wenn er das immer wieder macht und wieder besseren Wissens WIE er im/nach dem Alk-Konsum reagiert dann trotzdem: Ist das ein Alkoholproblem!
Dann ist es klar auch "mit" ein Alkoholproblem. Aber, ob derjenige damit schon ein Alkoholiker ist, der konstant jeden Tag seinen Alkohol braucht, weil er sonst zu zittern beginnt, sich nicht mehr konzentrieren kann, etc. vor lauter Entzugserscheinungen, das sei dahingestellt.
Sicher, ein normal denkender vernünftiger Mensch, würde wohl, in Hinsicht auf die Folgen, aus Rücksicht auf die Mitmenschen in seiner Umgebung, die ja von seinen Gewalttätigkeiten unmittelbar betroffen sind, auf Alkoholkonsum komplett verzichten, da er anscheinend den Zeitpunkt, wann es genug ist, nicht mehr richtig einschätzen kann. Also, in jedem Fall auf dem besten Wege zum Alkoholiker. Wobei dem guten Mann der Psychiater auch nicht schaden würde, um mal dem Grund seiner Gewaltbereitschaft auf den Grund zu gehen und unter Kontrolle zu bringen. Denn auch in nüchternem Zustand schlummert diese Agressivität wohl in ihm und kommt dann, allem Anschein nach, unter Alkoholeinfluß zum Vorschein.
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wildsauschreck
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« Antwort #55 am: 24.10.09, 19:32 »

hallo ,
ich habe den begriff alkoholismus mal eingegeben und bin hier gelandet !
ich trinke schon seit jahren keinen tropfen alkohol, nicht etwa wil ich ein "trockener alkohohiker bin
" , sondern als angehöriger mit dem thema konfrontiert wurde .
ich lese hier immer " dem säufer helfen" wollen, aber wer bitte hat schon mal daran gedacht , den betroffenen angehörigen zu helfen  !?
oft ist die co-abhängigkeit die schlimmere krankheit und endet genauso tötlich wie die alkoholsucht .
der heilungsprozes eines alkoholkranken beginnt erst nach dem sich der oder die direkte angehörige zu ihrer co-abhängigkeit bekennen kann und dazu braucht es hilfe von außerhalb !
sollte hier jemand hilfe und verständnis bei diesem tabu-thema brauchen, kann er oder sie mir gerne eine pm schicken , vieleicht kann ich jemanden ,der weder ein noch aus weis weiterhelfen .
l g
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Luetten
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« Antwort #56 am: 24.10.09, 19:44 »

Wildsauschreck, da gebe ich dir vollkommen recht! Ich habe diese co-abhängigkeit auch mitgemacht (Vater) und wer da nicht stark genug ist sich zu lösen, hat schlechte Karten. Mein Mann trinkt auch fast keinen Alkohol und bekommt oft dumme Sprüche zu hören, wo er natürlich drüber steht Wink
LG Petra
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LunaR
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« Antwort #57 am: 24.10.09, 20:34 »

@wildsauschreck: Was meinst Du mit Co-Abhängigkeit, dass die Angehörigen mittrinken, also auch abhängig sind oder eine persönliche Abhängigkeit besteht, weil die Angehörigen die Trinkerei tolerieren, oder in irgendeiner anderen Form (Geld leihen, Schnaps besorgen etc.) unterstützen?

Ahnungslose Grüße

Luna
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Luetten
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« Antwort #58 am: 24.10.09, 21:03 »

Luna er meint damit was Angehörige alles durchmachen müssen...in erster Linie Angst - was passiert heute - von Agressivität bis suchen müssen weil jemand besoffen irgendwo liegt oder Geld versoffen hat das nicht vorhanden ist usw.
LG Petra
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LunaR
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« Antwort #59 am: 24.10.09, 21:07 »

Danke Petra, ich wußte nicht, dass sich das so nennt.

Luna
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