Autor Thema: Obstbäuerinnen, wo seid ihr?  (Gelesen 67792 mal)

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Offline KatharinaTopic starter

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #30 am: 25.11.03, 15:54 »
Hallo Werner

ich will dich ja nicht dumm sterben lassen, aber dieses Thema ist zu groß um es hier kurz abzuhandeln.
Für das Spritzen sind mein Mann und mein Sohn bei uns zuständig.
Ich kann dir hier keine pauschalen Tipps geben, da die Mittel, die für den Obstbau zugelassen sind, zum einen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Dann verlieren jedes Jahr altbewährte Mittel die Zulassung.
Für Hobby-Gärtner ist die Auswahl ebenfalls wesentlich eingeschränkter.
Für den Erwerb von Pflanzenschutzmitteln ist in Deutschland ein Sachkundenachweis erforderlich. Hast du den?

Ich werd aber bei Gelegenheit einen meiner beiden Männer löchern, um dir ein paar grundlegende Empfehlungen geben zu können.
« Letzte Änderung: 25.11.03, 15:55 von Katharina »
Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

   Glück findest du nicht, wenn du es suchst,
   sondern wenn du zulässt, dass es dich findet

Offline KatharinaTopic starter

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #31 am: 26.11.03, 10:52 »
Hallo Mary,

Wasserglas findet in erster Linie im biologischen Anbau Verwendung.

Ich hab von meinem Sohn folgende Info erhalten:
  • Salz der Kieselsäure
  • hochbasisch pH 12
  • soll Schorfsporen 'verkleben, fixieren'
  • soll die Eier überwinternder Schädlinge durch Luftabschluß abtöten
  • gutes Haftmittel, bildet einen mechanischen Schutzfilm auf dem Blatt
  • Widerstandsfähigkeit der Blätter wird erhöht
  • Ausfärbung soll erhöht werden
  • Sonnenbrandgefahr
  • Schalenbräunegefahr
Wasserglas ist ein Zusatz zur Wirkungsverbesserung bei der Schorfbekämpfung.
« Letzte Änderung: 26.11.03, 11:03 von Katharina »
Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #32 am: 22.02.04, 09:54 »
Hallo,

wer kann mir eine Astschere (ausziehbar) empfehlen,
mit der ich das meiste beim Schneiden von unten
machen kann ?

Offline Margret

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #33 am: 29.04.04, 22:10 »
Hallo Katharina,
damit Du die Obstbau-Box nicht fast allein füllen musst, will ich (bin erst seit einigen Wochen dabei) mal von unserem Obstbau berichten.   Wobei ich allerdings "ein ganz kleiner Obstbau-Fisch" bin.   Wir leben im Kreis LB in Bad.-Württ., wo wir z.Zt. 60 ar Äpfel (wir hatten schon bis 120 ar) in einer sog. Gemeinschaftsanlage haben.     Diese Gemeinschaftsanlage ist ca. 30 Jahre alt.  Damals hat gutes Tafelobst bei den Leuten noch was gegolten und Im Rahmen der Flurbereinigung (glaube ich)  ließ sich fast jeder, der Äcker hatte, 5 oder 10 ar in die Obstanlage legen und hat sich, seine Großfamilie, Arbeitskollegen,.....mit dem Obst versorgt

Die entstandenen Kosten für Pflanzenschutz, Mulchen, Verwaltung usw. wurde über die Raiffeisenbank abgerechnet, es handelt(e) sich um eine Genossenschaft.   (Gestern haben sie beschlossen, diese genossenschaftl. Form endlich aufzugeben, da dadurch erheblicher Mehraufwand wg. Prüfungen, Abrechnungen usw. entsteht.)  Früher wurde überschüssiges Obst über die WLZ verkauft, aber deren Abzüge für Lagerung, Werbung usw. sind so horrend, dass es niemand mehr machen will.
Bis gestern wurde auch das HQZ (0Herkunfts- und Qualitätszeichen) verwendert, was einige Kontollen mehr und mehrere hundert Euro mehr pro Jahr bedeutet hat.   Dieses HQZ wird nun durch ein anderes Zeichen abgelöst,  dessen Gebrauch noch teurer und aufwändiger ist.  Desh. hat die Gemeinschaft beschlossen, nun auszusteigen.   Es soll trotzdem weiterhin nach den Berartungen des Landratsamtes (Obstbauberatungsstelle) nach den Richtlinien des integrierten Anbaus gearbeitet werden.
Traurigerweise hat in den vergangenen Jahren nicht ein einziger Verbraucher   Lob geäußert, dass wir HQZ hätten und integriert arbeiten....  
Da mein Mann hier der Vorstand der OEG ist und gleichzeitig der "Pflanzenschutzminister" sind mir Deine Sorgen wg. den dauernd nicht mehr vorhandenen/zugelassenen Mitteln sehr geläufig.....

Die Vermarktung erfolgt völlig an Privatkunden und wenn möglich/nötig direkt an Kollegen aus der allernächsten Umgebung.
Wir haben selber nur einen Kühlraum und müssen natürl. unbedingt viel im CA-Lager zwischenlagern.     Wir waren Jahrzehnte lang im gleichen WLZ-Lager , aber das haben sie (ich denke aus politischen Gründen) ohne jegliche Ankündigung letzten Herbst nicht mehr betrieben, um an anderen Orten zu bündeln.  Echt der Hammer,  es war uns nicht mitgeteilt worden.   Wir hatten das Glück, dass andere Pech hatten:  wg. Hagelschaden und Dürre gab es in fahrbarer Nähe in einem privaten Lager Platz für uns zum Einlagern.   Wir zahlen ähnlich viel wie bei der WLZ und hier hat man das Ein-und Auslagern viiiiel besser im Griff!  Wir sind froh hier gelandet zu sein  und durch das Ausscheiden eines Mitgliedes uns Einlieferungsrechte erwerben zu können.
Je weiter es in den Frühling geht, desto mehr Äpfel brauchen wir - aber eben nur erstkklassig knackige, so dass ein CA-Lager unerläßlich ist.

Übrigens, Katharina,  woher hast Du z.B. Werbeplakate für Äpfel ?    Ich hatte bisher schon große Probleme, sie bei unserer Marketingstelle zu erhalten - und jetzt werde ich sicher keine mehr kriegen, da ich ja das neue HQZ-Zeichen nicht mehr führen werde.

Für heute genug !
Viele Grüße  von   Margret

Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #34 am: 12.05.04, 14:31 »
Hallo,

nachdem mich einige wohl dumm sterben lassen wollen
( wegen Baumspritzen)versuch ichs nochmal.


Wer arbeitet mit einem Hochentaster von Stihl und kann mir sagen ob es sich lohnt einen zu kaufen.

Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #35 am: 15.05.04, 18:47 »


Gibts hier noch Obstbäuerinnen ???

Kanns kaum Glauben das alle Ihre Bäume in Wurzelnähe schneiden

Offline mary

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #36 am: 15.05.04, 19:50 »
Hallo Werner,
wir haben so einen Hochentaster, hauptsächlich für die Randbäume am Wald, für den Obstgarten eigentlich weniger.
Mit dem Baumschneiden sind wir viel sparsamer geworden, aber wir haben nur Streuobstbäume, die wir hobbymässig betreiben.-
Praktisch ist das Teil schon, die Äste sind wesentlich schneller abgeschnitten als mit der verlängerten Handsäge.
Hast Du viele Bäume, manchmal kann man só ein Stück auch ausleihen.
Ich habe Deine Spritzliste gelesen, wir leben nicht von unseren Bäumen, deshalb sind wir da ziemlich nachlässig, komme mit ein paar Hausmitteln klar.
H.G.
maria
Herzl. Grüsse
maria
« Letzte Änderung: 15.05.04, 19:54 von mary »

Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #37 am: 15.05.04, 20:24 »
Hallo Mary,

ich hab zuviele bekommen und in einem schlechten Schnittzustand deshalb such ich solch ein Entaster
die verlängerte Säge ist zu mühsam

Gruß
Werner

Offline Margret

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #38 am: 16.06.04, 22:41 »
Hallo Katharina,  hallo alle Erwerbsobstbäuerinnen,

wo habt ihr eigentlich Apfel-Werbeplakate her ?
Wie seid ihr dort zufrieden  mit Preis und Leistung usw. ?

Habt ihr dieses Jahr auch so schrecklich viele Läuse an den Apfelbäumen ?   Wir können  (trotz entspr. sachkundigem Vorgehen dagegen)  mehrere Arten in rauhen Mengen bieten.  

  Dafür fallen die Äpfel runter,  was vermutlich eine Spätfolge des vergangenen Hitze- und Trockensommers ist.   Seufz !  So macht das nicht arg Spaß...     Elstar tragen wg. Alternanz dieses Jahr nicht,   Rubinette und Deli  haben mäßig angesetzt,   Jonagold  und Idared haben super geblüht und angesetzt   und fallen nun kräftig runter.    Hoffentlich bleiben  noch welche...
Bewässert ihr eure Obstanlagen ?  

Fragende Grüße
Margret

Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #39 am: 21.06.04, 05:10 »
Guten Morgen.

Wer kann mir ein Spritzmittel für Kirschen empfehlen mit dem der Wurmbefall verhindert werden bzw zumindest eingedämmt werden kann ?

Wie kann man(n) Kirschen rationel ernten ?

Offline Margret

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #40 am: 21.06.04, 15:54 »
Hallo Werner,

ich kenn mich selber nicht so gut aus,  aber:

1.  Hängt das ja davon ab,  ob du Sachkundenachweis
    o.ä. hast  (sonst kriegst du ja kaum was)

2.  Kann ich dir und allen Fragenden  die jeweiligen
    Obstbauberatungsstellen  (i.d.R.  beim zust. LRA)
    wärmstens empfehlen.  Unsere Berater (in LB)  
    kennen sich natürl. gut aus und geben fachkundig
    Antwort.

3.  Wg.  rationellem Kirschenernten  muss ich leider auf
    andere Beantworterinnen  hoffen !!!

Margret

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #41 am: 21.06.04, 22:03 »
Ha,

jetzt ist mir doch noch eine praktische (nicht ganz stilvolle)  Erntemethode eingefallen,  mit der wir unsere Kirschen (nur Hobby)  immer vom  Baum  kriegen.
Bitte nicht lachen.  Klappt hervorragend  und man kann auch die  "Nicht-Helden" (also die,  die sich nicht so recht in die Höhe trauen)  beschäftigen:

Wir schneiden entweder von der Leiter od. von einem Wagen aus  od.  mit langer Schere  einfach  die Äste mitsamt den Kirschen dran  runter !

Einfach Ast unten abfangen  und an geeigneter Stelle abpflücken.

Klingt dilettantisch,  klappt hervorragend,  dämmt das Wachstum des Baumes etwas ein,  ist deutlich ungefährlicher  und hat dem Baum  noch nicht geschadet.   Außerdem  kann man beschädigte Früchte  gleich wegsortieren,  da man sie besser erkennt.

Grüße
Margret

Viele Grüße

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #42 am: 21.06.04, 22:14 »
Hallo Margret

Zu deinem Problem mit den Blattläusen:
Wir haben zur Zeit kein Problem damit, aber von Berufkollegen weiss ich, dass bei denen auch viele verschiede Blattlausarten aufgetreten sind. Kaum haben sie die eine bekämpft, tritt die andere auf. Vermutlich haben mein Mann und mein Sohn doch den idealen Zeitpunkt zur Bekämpfung erwischt.

Bei uns ist der Behang auch sehr unterschiedlich. Jonagold dürfte es hier auch nicht so viele geben, aber Delicious tragen recht gut.  Anlagen, die sich im letzten Jahr verausgabt haben, tragen dieses Jahr weniger.
Delbarestivale gibt es bei uns fast gar keine. Schade, weil das ein so gut schmeckender Frühapfel ist.

Auch bei den anderen Obstarten fallen eine Menge Früchte ab. Die Trockenheit des letzten Jahres macht sich deutlich bemerkbar.
Bei einigen Anlagen haben wir von Hand ausgdünnt, damit wir eine einigermaßen gute Fruchtgröße erreichen können.

Die Plakate und anderes Werbematerial für das Obst und den Spargel bestelle ich bei der CMA. Das ist zum Teil kostenlos für uns.

Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #43 am: 21.06.04, 22:26 »
Hallo Werner

Gegen die Kirschfruchtfliege wenden wir hier Adimethoat an. Wir können es in der Genossenschaft beziehen mit Absprache des Landespflanzenschutzamtes. Selbstverständlich braucht du dafür einen Sachkundenachweis.
Das Mittel hat eine Karrenzzeit (Wartezeit) hier bei uns in Deutschland von 3 Wochen. In Frankreich sind es nur 14 Tage.
Es dürfte für eine Anwendung hier bei uns zu spät sein.
Die Süßkirschen müssen bei dem ersten Gelbwerden der Füchte bereits behandelt werden. Danach nützt es nicht mehr.
Die Kirschfruchtfliege steuert die gelben Kirschen an für die Eiablage und sticht diese an. Daraus entwickelt sich dann der Wurm in der Kirsche.
Alternativ zum Spritzen könntest du Gelbtafeln aufhängen. Aber einen vollständigen Schutz kannst du damit nicht erreichen. Wenn die Fliege vor der Gelbtafel eine gelbe Kirsche entdeckt, fliegt sie diese an und legt ihre Eier dort ab. Auch für die Gelbtafeln ist es jetzt zu spät.

Das rationelle Ernten der Kirschen hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen musst du die Bäume gut zurückscheniden und auslichten, damit die Zweige frei hängen und du nicht in einem Gewirr von Ästen die Kirschen suchen musst.
Dann ist es vorteilhaft, wenn du die Bäume zu einem niedrigeren Wachstum erziehst. Wir ernten unsere Kirschen fast alle ohne Leiter (nur für einige Süßkirschen brauchen wir noch kleine Leitern). Wir pflücken vom Boden oder sogenannten Pflückschlitten.
Natürlich ist es vorteilhaft, wenn du den Korb oder Eimer, in den du pflückst, möglichst nahe bei dir hast. Also am besten in den Baum hängen, oder irgendwie an den Gürtel...

Wir lassen in den letzten Jahren einige Anlagen mit Sauerkirschen maschinell ernten, das heisst schütteln. Das ist wohl die rationellste Art der der Ernte.
Aber ob dir damit geholfen ist, bezweifle ich  ;)

An sonsten hilft nur üben, üben, üben ...
Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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Werner

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Re:Obstbäuerinnen, wo seid ihr?
« Antwort #44 am: 22.06.04, 05:34 »
Hallo Katharina.
Bin in Sachen Obstbäume aller Art Anfänger, alles Erbstücke meiner Frau.

Sachkunde ist vorhanden.

Was ist ein Pflückschlitten ?

Wie geht das maschinel ?

Die Kirschbäüme sind schon fast Wolkenkratzer und  ich bin leider kein Affe der sich von Ast zu Ast schwingen kann gg

Die Bäume wurden von SV  wegen Krankheit (seit 10 Jahren Tod) wahrscheinlich vor  15 Jahren das letzte mal  geschnitten .

In der Ortenau Spritzen sie Schwefel, was hat das für einen Zweck ?



 


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