Autor Thema: Auf was lassen sich Frauen, die auf den Hof kommen, ein.... ?  (Gelesen 119614 mal)

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Offline MirjamTopic starter

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... oder auf was besser nicht !?  8)

.... klingt doch zumindest provokanter als "100 Goldene Regeln für junges Glück am Hof"...  ;)

Scherz beiseite - was für Tipps, Tricks und Erfahrungen habt ihr mal so ganz kurz in einem Satz zusammengefaßt, was ihr denkt, was wichtig ist (jungen) Frauen (die nicht aus der Landwirtschaft kommen) mitzugeben?

Eine Tüte Nerven für die Erntezeit? 2 Kartons Humor?

Wie kann sich eine junges Paar "einig" werden, auf was sollte man sich keine Hoffnung machen und was ist unabdingbar, dass man dranbleibt?

Der eine feste Tag in der Woche, wo man mal zusammen fortgeht? Das beibehalten eines Hobbys? Oder.....?

viele Grüsse

Mirjam
« Letzte Änderung: 25.08.13, 22:18 von Naima »
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline ChristineN

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Oh je Mirjam,

am besten alles zusammen!  ;D
Ich komme ursprünglich auch nicht aus der LW, sondern der Gastronomie.
In Bezug auf die SE würde ich heute nicht mehr so viel um ihre Gunst betteln und nur noch bis zu einem gewissen Grad mitmachen. Ist der Punkt erreicht, an dem man merkt, man ist nicht willkommen, ist Ende. Heute denke ich, ich hätte mir wohl viel früher Respekt verdient, wenn ich mich mehr durch gesetzt hätte. Aber am Anfang will man ja noch mit aller Gewalt den SE gefallen.
Junge Paare sollten sich auf jeden Fall nicht 24 Stunden am Tag in die Arbeit stürzen, denn sonst kommt die Beziehung zu kurz. Kuschelpausen sowie freie Abende dürfen nicht Luxus werden. Das kann auf Dauer nicht gut gehen! Wie man die Freizeit verbringt, muß jeder selbst entscheiden. Ideal wären natürlich gemeinsame Unternehmungen.
In der Saison, also März bis ca. Oktober, muß ich heute noch oft auf die Zähne beißen, wenn der Streß zu groß wird. Sich streiten bringt hier nichts. Das geht vorbei. Aber das sind Dinge, die man erst im Laufe der Jahre lernt, denke ich.  ;)
Unabdingbar ist in meinen Augen der absolute Zusammenhalt der beiden Liebenden. Dann ist vieles einfacher und der Rest kommt in der Regel von selbst. Äußere Einflüsse tun dann nicht ganz so weh.

Das ist es, was mir jetzt spontan eingefallen ist.

Bin mal gespannt, was die anderen schreiben.
Liebe Grüsse von Christine!

Offline MirjamTopic starter

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Wie oft muss das Thema eigentlich noch durchgekaut werden? Dazu ist in mindestens 5 anderen Threads doch schon mindestens alles einmal gesagt worden ...

Siehst Michi, schön dass du hier gelandet bist! Als typisches Beispiel woran man sich am Hof evtl. gewöhnen muss:

Das wenn man mit einer Idee kommt - erst mal der Mann eine abweisende Bemerkung macht und gleichzeitig auf die "Unnötigkeit" einer Maßnahme hinweist unter der Voraussetzung, dass mann es ja diesbezüglich besser weiß...

Regel für die Frau am Hof: Sich von sowas nicht entmutigen lassen!  8)

Hättest du dagegen gefragt, WARUM ich vielleicht diese Box eröfnet habe, dann HÄTTE ich dir geschrieben: Als ZUSAMMENFASSUNG für so viele andere Boxen bzw. Einzelbeispiele.

Ich wiederum kann dich nur ermutigen - dich hier nur zu beteiligen, wenn du etwas Produktives beitragen möchtest.


Mirjam





« Letzte Änderung: 31.10.06, 12:14 von Mirjam »
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline Susanna

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Ich bin gespannt ...

Das glaube ich. Mir persönlich vergeht da schon die Lust, überhaupt irgendwas in dieser Box zu schreiben. Obwohl ich schon was zu sagen hätte, nach 20 Jahren auf dem Hof.

Lieber Michi, kannst du nicht bitte aus den Boxen bleiben, wenn du nichts hilfreiches dazu beitragen KANNST?!
Das ist eine einfache Bitte.
Viele Grüße
Susanna

Offline Gitta

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tja mirjam,

mit ein oder zwei sätzen ist es bestimmt nicht getan.

hier meine erfahrungen:

die erste zeit im Betrieb und fremden Familie ruhig von außen her beobachten und regristieren, mit welchen abläufen und gewohnheiten man zu recht kommt und mit welchen nicht.
nicht gleich zu anfangs mit pauken und trompeten einzug halten und somit den eindruck vermitteln: jetzt bin ich da und nun wird alles anders. das schreckt ab.

als nächstes überlegen, wie ich was ändere, mit dem ich nicht leben kann, mit der gewohnheit mit der ich nicht zu recht komme.
dabei kennt man die Familie schon besser und man kann schon abschätzen ob es nur mit miteinader reden schon geändert wird oder ob man selber dieses oder jenes ändern muß oder ob göga miteingeschaltet werden muß, als vermittler quasi.

oder ob göga dieses selbst ändert; so wie man als eingeheiratete es sich vorstellt.

mit dingen, die ich nicht ändern kann. abfinden und es auf sich beruhen lassen, nicht immer aufregen oder ärgern. schadet einem selber.

seinen eignen Freiraum schaffen um sich und seine Beziehung leben lassen zu können, hier ist eigener Wohnraum und Privatsphäre ganz wichtig.

der neuen familie klar machen, dass man ein eigenes Leben leben will und auch lebt und somit klare Grenzen ziehen und sich in gewissen Dingen auch durchsetzt.

die anderen leben lassen und selber auch leben.

für mich ist auch wichtig, gemeinsame ziele mit dem Partner zu haben und dann gemeinsam dafür zu arbeiten, zu wirtschaften oder zu kämpfen.
z.B. haus bauen, Betrieb modernisiern, Familie gründen, Firma gründen ,Direktvermarktung aufbauen, Fremdenzimmer ausbauen oder die Welt anschauen, durch mehr reisen etc....
Ziele bei denen du als eingeheiratet einen wesentlichen Beitrag leisten kannst und  willst, und bei dem die fremde Familie (SE, Schwagern etc..) nicht viel mitreden können.

tja mehr fällt mir dazu momentan nicht ein.

Gitta



Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden.
Liebe Grüße
Gitta

Offline Danny

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Wer zwingt dich eigentlich, dich ständig irgendwo einzumischen, obwohl es dich ja deiner Aussage zufolge eh nicht interessiert? Dann lass es doch einfach.
« Letzte Änderung: 31.10.06, 16:36 von Danny »
Liebe Grüße
Danny

Auch an Tagen, da Regendunst den Berg verhüllt, bleibt er wunderschön.

Offline ChristineN

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Michi,

irgendwie kann ich dir aber auch nicht mehr folgen.
Wie ich das interpretiere sind hier Erfahrungen gefragt. Erfahrungen heißen nunmal: dadurch ging es mir gut, durch was anderes widerum schlecht. Man kann versuchen, alles sachlich zu gestalten. Auf jeden Fall hab ich bis jetzt noch keinen Beitrag gesehen, wo sich irgend jemand beschwert, wie gut oder schlecht es ihm ging.

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn mich ein Thema nicht so anspricht oder ich will mich dazu nicht äußern, dann tu ich das auch nicht. Und schreib nicht: wie langweilig *gähn*
Liebe Grüsse von Christine!

brit

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ja weils halt so schön ist :)

 vor allem oder hauptsächlich lässt man sich auf die liebe ein...und ist ja schon bereit dafür einiges in kauf zu nehmen..(aber bestimmt nicht alles!!)

drum alls einziger tip von mir, steigt in die arbeitsklamotten und helft mit, da kann man die leute am besten kennenlernen..

und wenns vom klima nicht passt nix wie weg.... :)

ansonsten geniesst die vorteile *dies-nämlich-auch-hat*  :)

Offline MirjamTopic starter

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und schon ein praktisches Beispiel für die nächste Regel zum Umgang mit Un-Umgänglichkeiten von unserem Michi:

Auch wenn es andere a) nicht betrifft b) nicht interessiert so sind sie doch allzeit bereit ihren Senf dazuzugeben.

Merke: Sich davon abgrenzen und nicht abhalten lassen.

Meine Güte Michi - geh halt deinen X-Trac putzen wenn mers dir hier net recht machen können:
Vielleicht wollen wir das ja auch nicht!?

 Mirjam

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

lazy_woman

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Ich hätte mir vor meiner Heirat und meinem Einzug auf dem Hof eine Probezeit gewünscht. Aber meine Eltern hätten das nie erlaubt, dass ich vor der Heirat mit ihm zusammengelebt hätte (streng katholische Erziehung ::)). Es war für mich wie ein Sprung ins kalte Wasser. Hätte ich das gewusst, was auf mich zukommt....

Und, lieber Michi, das Thema kann gar nicht oft genug angesprochen werden, es gibt ja noch junge Frauen, die das alles noch vor sich haben und hier mitlesen.

Ich würde übrigens jeder raten, die vor hat, einen Landwirt zu ehelichen, diese "Probezeit" zu absolvieren, in dieser Probezeit Augen und Ohren offen zu halten und so viele Gespräche wie möglich mit den zukünftigen Schwiegereltern zu führen und dabei ganz angestrengt auf die Zwischentöne in den Gesprächen horchen.
« Letzte Änderung: 31.10.06, 17:48 von lazy_woman »

Online Erika

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Ne, Michi, das sehe ich aber völlig anders  ::)

Als ich hier mit 20 Jahren auf den Hof kam, hatte ich erst kurze Zeit meine Lehre hinter mir und kannte den Betrieb hauptsächlich nur aus der Wochenendperspektive. In der Woche hatte ich wegen eigener Berufstätigkeit und Wohnung im Nebenort nur ganz wenig vom Hof mitbekommen.

Ich muss sagen, dass ich hier viele Dinge doch recht blauäugig angegangen bin. Erst Wochen oder Monate später ist mir das ganze Ausmaß an Arbeit hier bewusst geworden  8)

Jungen Frauen, die auf einen Hof ziehen kann ich nur raten, sich ALLES ganz genau anzuschauen und das Leben nicht nur durch die rosarote Brille zu sehen. Mit am wichtigsten ist auch heute noch die eigene Wohnung, eine eigene Küche und wenn es eben geht eine eigene Haustüre, die man jederzeit hinter sich abschliessen kann  :-X

Von Anfang an Selbstbewusstsein zeigen und sich nicht in alles reinreden lassen. Den Mut haben, Arbeitsabläufe auch mal nach anderer Weise zu gestalten, es muss nicht Jahrzehnte lang so ablaufen, wie die *Vorfahren* es für richtig gehalten haben oder immer noch halten  ;D

Wenn die Arbeitseinteilung auf dem Hof es zulässt, ruhig den eigenen Beruf beibehalten um nicht irgendwann wenn die Kinder gross sind den Anschluss zu verlieren oder für einen Job außer Haus einfach zu alt zu sein. Alt ist man heute schon mit Ende 30  ;)

Die Probezeit, die meine Vorschreiberin angesprochen hat, gar nicht so verkehrt. Wer weiss, wer weiss, vielleicht hätte ich meinen *Vertrag* hier während oder nach der Probezeit gar nicht erst unterschrieben  ;D



« Letzte Änderung: 31.10.06, 17:52 von Erika »

Offline ChristineN

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Du hast absolut recht, Erika!

Es geht ja hier um Frauen, die nicht aus der Landwirtschaft kommen. Ich kann z. Bsp. von mir sagen, ich hatte überhaupt keine Ahnung, was auf mich zukommen könnte. Ich war verliebt und wollte mit meinem Mann eine Familie gründen. Ich war schon vorher beruflich selbständig und dachte, das wäre das gleiche. Obwohl ich gewohnt war, 15 Stunden und mehr zu arbeiten. Pustekuchen! Wer Landwirtschaft nicht kennt, kann sich überhaupt kein Bild davon machen, was wirklich abgeht. Angefangen bei der vielen Arbeit, über sehr wenig Freizeit oder Urlaub über die SE, die in alles reinreden. Und das ist nicht überall so. Schon meine Eltern gründeten einen eigenen Betrieb, den sie meinem Bruder übergaben. Ich kenne viele Betriebe aller Arten und die Familien dazu. Aber nirgends ist es familiär so schwierig wie in der LW.
Heute sag ich: man soll natürlich weiterhin sein Möglichstes versuchen, mit der Familie des Partners auszukommen. Aber wie du schon schreibst, Erika: Selbstbewußtsein zeigen und sich nicht in alles reinreden lassen! Mut zu Veränderungen zeigen! Vieles hätten wir schon 10 Jahre früher anders machen sollen. Aber bekanntlich ist man ja hinterher immer schlauer. Das sind die Erfahrungen, aus denen andere evtl. lernen können.
Liebe Grüsse von Christine!

Offline passivM

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Eben, es geht um die vielen Mitleserinnen - und auch um uns "alte Glucken" *lach,bin41*, die wir ja gerne und oft notwendigerweise solche Dinge durch wiederkäuen.

Ich finde, die Box: Kind da - Sex weg hat sich richtig gut entwickelt. Aber es gibt noch jedemenge mehr "wertvolle" Boxen. ...auch wenn die Männer das frustet.

Das wäre vielleicht so ein Tipp:
Ich glaube, wir gehen den Männern mit unserem Bedürfnis, Probleme zu durchzukauen schon ganz schön auf den Wecker. Ab und zu sollten wir Ihm da vielleicht mal eine Auszeit gönnen. (Gut dass es den BT gibt).

ABER, ihr lieben Männer, ihr geht uns auch oft ganz schön auf die Nerven mit euerem Bedürfnis, Probleme auszusitzen, um nicht zu sagen: zu ignorieren. So was nehme ich auch nach einigen Ehejahren manchmal immernnoch persönlich.

Gänzlich unromantisch würde ich meiner Tochter raten, erstmal zu schauen, ob die Sache mit dem Betrieb / bzw. Hofübergabe u.s.w. geregelt ist. Denn, wenn nicht, muss in erster Linie sie diese Suppe auslöffeln, weil sie sich eben nicht einfach aus allem raushalten kann. Sie ist immer von allem mitbetroffen, und sie kann nie auf einem Hof ihren Platz finden, wenn diese Konflikte nicht geklärt sind, solange der Vater sich vom Sohn und die SM sich von der ST verdrängt fühlt, die Geschwister vom "Hofübernehmer" u.s.w. - Meine Meinung, mit der ich mich sicher nicht beliebt mache. Ich weiß:
Wie kann eine Frau um alles in der Welt nur sooo eine (unverschämte) Frage stellen:
"Wurzeln (Betrieb und Eltern) oder Herz (Ehefrau) ? "   Das tut weh. Aber oft gründen viele Eheprobleme darauf, dass diese Frage beantwortet werden muss - vom Mann, weil die Betriebsübergabe endlos aufgeschoben wird, und weil es aber auch kein klares NEIN zur Übergabe gibt.   ----  Dieses Problem zieht sich, meiner Beobachtung nach, wie ein roter Faden durch sehr, sehr viele Boxen in diesem Forum. Ich kann nur raten: "Lesen, lesen, lesen."

Ich würde meinem Mann übrigens am liebsten sagen: "Die Wurzeln sind immer da, wo das Herz ist." Aber es gibt Dinge, die hören manche Männer einfach nicht. Das muss so ein Gen sein, das manche geerbt haben... ;)

Letztendlich muss eine Bäuerin, oder die Frau eines Landwirts (ist auch so'ne Box: wann ist die Frau des Bauern einen Bäuerin? oder so) eine starke Frau sein oder werden. Wachsen oder weichen !    -   Ich glaube, die meisten von uns sind eher auf's wachsen ausgelegt  ;)  allerdings haben bestimmt viele von uns, mich eingeschlossen, schon oft über's weichen nachgedacht...

Da fällt mir ein Spruch ein:

Das Schicksal geht mit uns
wie mit Pflanzen um:
Es macht uns durch kurze Fröste reifer.

(Jean Paul)

lieben Gruß´
Anna



@ Michi: haben wir nicht Frieden geschlossen, und hattest du nicht vor, dir deine unkonstruktiven Kommentare zu verkneifen  :-*  Schau mal: Ich habe unter dem schönen Stichwort LIEBE extra eine Box aufgemacht, wo ich euch Männer gebeten habe, mal darzulegen, was euch an uns frustriert. Nutze sie doch bitte, wenn du dir Luft machen musst, weil wir schon wieder unsere "Lieblingsprobleme" wälzen, genüsslich. Michi, man muss auch gönnen können...
« Letzte Änderung: 31.10.06, 19:12 von AnnaAnna »
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline MirjamTopic starter

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Hallo,

das mit dem Probearbeiten. Ich denk da immer an den "theoretischen Teambildungskreis" (ihr wißt scho die 4 Phasen: Kennenlernen, Kämpfe, Neuorganisieren, Perfektionieren).

Und da ist eine Woche oder einen Monat arbeiten auf dem Hof - oft nix. Da gibt man sich noch Mühe (hoffenlich) - aber irgendwann "fällt" die Maske (wurscht auf welcher Seite) und dann gehts konkret ums Neuauspendeln der Rollen, Bereich....

Wie schon mal zitiert hab ich auch eine Freundin, die mit einem jungen Mann bekannt war - aber nach einem Wochenende Probearbeiten "noch die Kurve gekratzt" hat - weil dieser daheim - so ganz anders war als er sich sonst nach aussen gegeben hat....  ;)

Mein Tipp ist: Die Erwartungen die frau hat an die Zukunft (wie Familie führen, Haushaltsbeteiligung, wieviel Mithilfe draussen, Altenpflege ja oder nein, finanzielle Absicherung...) DEUTLICH VORHER aussprechen oder sogar mal schriftlich.

Schön war kürzlich mit meinem Mann drüber zu sprechen: Wo will ich  - wir miteinander in 5 Jahren, in 15 Jahren stehen? Privat und beruflich?

Gruß Mirjam

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Offline fraenkin

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Hallo,

aber ich denke, man kann auch reinwachsen. Ich komme zwar auch aus einem Bauernhof, aber meine Eltern wollten damals nicht, daß ich das lerne, und da wurde ich Arzthelferin. Mein Mann hat einen kleinen Nebenerwerb, den er in den letzten Jahren etwas erweitert hat, und, seit die Kinder größer sind, bin ich auch mehr dabei, und es macht (meistens) Spaß.  Und, ich muß da meine Schwiegereltern loben, es gibt wirklich auch welche, die sich Mühe geben, die Jungen machen zu lassen, die zwar in den ersten Jahren schon ab und zu mal die Krise kriegen, wenns der Junge ganz anders macht, aber die das dann doch akzeptieren. Ich weiß aber auch, daß es genug Betriebe gibt, wo das nicht funktioniert, wo man einfach nicht zusammenkommt. Aber, wie ihr ja auch schreibt, wichtig ist die Liebe und der Zusammenhalt des jungen Paares, daß man miteinander Probleme und Sorgen bespricht und da keine Geheimnisse voreinander hat. Und daß man auch mit den Schwiegereltern oder Eltern Klartext spricht.

Viele Grüße
Doris
Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir lieben.
Wilhelm Busch

 


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