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Autor Thema: Homöopathie in der Schweinehaltung  (Gelesen 7952 mal)
schweinchen
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« Antwort #30 am: 12.12.06, 15:37 »

Hallo,

ich interessiere mich schon einige Zeit für Homöopathie. Behandle unsere Familie auch schon des öfteren mit Globulis. Dafür habe ich ein gutes Buch zum Nachschlagen.
Ich würde aber gerne auch in unserem Stall damit arbeiten. Weiss hier jemand ein gutes Nachschlagewerk? Gibt es in Hessen auch Seminare oder Kurse dazu. Wie habt ihr euch da "schlau" gemacht?

Gruß Schweinchen
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Morle
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« Antwort #31 am: 28.05.07, 11:04 »

Hallo Treffler,
 weiß jemand einen homöopatischen Trick
bei Ohrrandnekrose?
Wie ist es mit Zeolite oder Zeosan, welches bei Kannibalismus eingesetz werden kann?
 Ist dies evtl auch bei Ohrrandnekrose, deren Auslöser ja ein anderer ist, vielleicht hilfreich?
Noch eine Frage, wo bekomme ich Zeosan?
Gruß Morle
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schnute
OWL
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« Antwort #32 am: 28.05.07, 23:29 »

Hallo Morle,

wie würdest du die Tiere weiter beschreiben?

  • welche Farbe zeigt die Haut am Rand der Nekrose oder die Nekrose selbst - bläulich/rötlich/bräunlich
  • wie ist die Hauttemperatur am Ohr/Beine/am Rest des Körpers - kalt/warm
  • welches Verhalten zeigen die Tiere - Schläfrigkeit/Lahmheit/Unruhe oder Bewegungsdrang(können schon zwei verschiedene Verhaltensmuster sein - kann's nur nicht besser verständlich machen)/Zittern
  • zeigen sie Abmagerungserscheinungen

Das zu wissen wäre günstig, um ein passendes Mittel zu finden. Vielleicht fällt dir ja noch was besonderes bei euren Tieren auf?

Siehst du vielleicht schon Veränderungen bei noch nicht erkrankten Tieren und welche?


Liebe Grüße schnute
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Morle
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« Antwort #33 am: 29.05.07, 17:39 »

Hallo schnute, danke für deine Anfrage. Die Nekrose tritt meistens i.d. 8. Lebenswoche auf, nachdem die Tiere  bereits ca. 4-5 Wochen im Flatdeck sind. Die Farbe der Nekrose ist eher bräunlich, die Beine und der Körper sind wam, die Ohren kalt. Die Ferkel sind eher naormal aktiv, zeigen weder Abmagerungs- noch Erkrankungserscheinungen. Nur der Mäster sieht natürlich nicht gerne kaputte Ohren.  Die Luftfeuchte im Stall wurde in der letzten Woche auf ANraten des Beraters von 50 auf 60% erhöht , die Temperatur von 25 auf 23 Grad geändert, bislang keine Besserung
Noch nicht erkrankte Tiere zeigen keine Veränderungen.

Gruß Morle
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Mirjam
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« Antwort #34 am: 29.05.07, 17:50 »

Hallo Morle,

die 4- 5 Lebenswoche ist in der Ferkelaufzucht eine "heikle" - da hier das Gewichtswachstum richtig zulegt, die Buchtenbelegun eng wird.

Was für Gruppengrößen hab ihr im Flatdeck und welche Fütterungssysteme?

Wie sieht es mit der Beobachtung/Untersuchung von Streptokkoken aus?

Behandelt/e ihr bereits mal antibiotisch um Entzündungen vorzubeugen?
Zink-Ergänzung (organisch/Chelate) im Futter?

Gruß Mirjam
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Morle
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« Antwort #35 am: 30.05.07, 07:47 »

Hallo Mirjam,

unsere Gruppengröße im Flatdeck je nach Größe des Stalles:
10-11, 18-20, 30-45 Tiere. Es tritt sowohl in großen , wie auch im kleinen Buchten auf. Streptokokkenproblem ist erkannt und wird beim Einstallen antibiotisch behandelt. Zinkergänzungsfutter wäre eine Überlegung wert.

Gruß Morle
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schnute
OWL
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« Antwort #36 am: 30.05.07, 09:13 »

Hallo Morle,

aus der Ferne betrachtet ist die Mittelfindung noch schwieriger als aus der Nähe, also Aug in Aug.

Bläuliche Verfärbung wäre mir jetzt lieber gewesen  Wink Roll Eyes und kalte Beine auch.  Grin

Nach deiner Beschreibung tendiere ich eher zu Silicea, das Mittel habe ich den Ferkeln direkt nach der Geburt gegeben. Ist wichtig zur Behandlung von Stoffwechselentgleisungen und für die Entwicklung eines kräftigen Knochengerüstes.

Vielleicht schaffst du es auf diese Weise, die Ferkel so zu stärken, dass erst gar keine Nekrose entsteht.
Ich gebe das Mittel in der C 30, den Ferkeln direkt in die Seitentasche ins Maul. Du kannst es aber auch auflösen in Wasser und per Sprühflasche entweder auf die Rüsselscheibe (weil neugeborene Ferkel fressen ja noch nichts) oder übers Futter geben. Dann muss aber sichergestellt sein, dass jedes Ferkel auch etwas davon bekommt. Ich weiß ja nicht welche Art der Fütterung ihr habt.

Diese Nekrose kann auch Ursachen haben, die gar nicht bei euch liegen. Falls ihr die Ferkel nicht selbst erzeugt, können die Sauen des Ursprungsbetriebes Probleme machen. So etwas hatten wir auch mal, da waren unsere Sauen die Urheber, dass wir im Maststall anschließend so große Probleme hatten.

Könnte auch mit den Antibiotikagaben zusammenhängen, in solchen Fällen gebe ich Sulfur. Es bringt gestörte Entgiftungsmechanismen wieder in Gang, vor allem dient es zur Ausleitung vorangegangener allopathischer Behandlungen (z.B. eben diese Antibiotikagaben).

Beobachte ev. mal inwiefern das Alter der Tiere zum Zeitpunkt der Antibiotikagabe mit dem Zeitpunkt der Erkrankung zusammenhängen könnte. Irgendetwas schwächt die Tiere zu einem bestimmten Zeitpunkt und löst dann entsprechende Erkrankungen aus.

Ist auch, wenn man die Tiere direkt vor Augen hat, 'ne langwierige Sache bis man die Lösung hat.

Liebe Grüße schnute
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Resi
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« Antwort #37 am: 04.10.07, 10:30 »

Hallo, hat jemand von euch schon mal Räude im Schweinestall homöopathisch behandelt?  Huh
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Mirjam
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« Antwort #38 am: 04.10.07, 10:54 »

Hallo Resi,

wenn Räude also Ektoparasiten am Werk sind - würde ich wie bei Endoparatisten (Würmern) und Co:

Nicht lange herumprobieren sondern mit dem Tierarzt ein vernünftiges Behandlungs/Waschkonzept aufstellen und den Grabmilben ein Ende machen.

Neben dem Waschen mit z.B. Phosphorsäureester-Präparaten kann man man auch (soweit ich weiß) mit einem "Antiparasitikum" wie Ivermectin als Injektion "allem" dem Garaus machen, ggf. beobachten und unterstützen in wie weit hier Zinkmangel (Hautbildung/Schorfung) eine Rolle spielt und hier v.a. organische Zinkverbindungen (sog. "Bio-Zink" als Zink-Chelat) einsetzen/füttern.

Viel Erfolg wünscht euch

Mirjam
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lucia
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« Antwort #39 am: 04.10.07, 12:12 »

hallo resi,

ich hab von schweinen nur küchentechnische ahnung ;-), aber öfter mal mit räude beim rindvieh zu tun:
dort behandeln wir räudebefallene stellen mit kernseife und sulfur. laut homöopathin soll es sehr gute erfolge mit verfaulten äpfeln geben, das kenn ich aber nur vom lesen und hörensagen.
wenn du daran interesse hast, such ich in meinen unterlagen drüber.
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lieben gruß, lucia
Mirjam
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« Antwort #40 am: 04.10.07, 12:45 »

Hallo nochmal ich:

Resi magst du uns genaueres schreiben?  Wer ist betroffen (Sauen, Eber, Mastschweine, Ferkel), was für Haltungssysteme habt ihr (Gruppenhaltung, Holzaufstallung etc.)?

Bei einer hohen Reinfektionsgefahr nützt wahrscheinlich Einzeltierbehandlung nicht viel, da muss dann ein ganzes Behandlungskonzept her.

Gruß Mirjam
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Resi
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« Antwort #41 am: 04.10.07, 17:54 »

Hallo Mirjam, Hallo Lucia, ob das nun Räude ist... der Hans meint schon, er mekt halt, das die Sauen schon mit Juckreiz Probleme haben.   Er wundert sich halt, der Stall ist neu. Er soll heute mal noch was schreiben dazu.  Wink Ich dachte einfach, schaden kanns doch nicht, erst mal was homöopathisches zu probieren.  Nach den Unterlagen, die ich von Birgit Gnadl habe, hätte ich auch Sulfur C 200 versucht, in eine Sprühflasche eine Gabe und versprüht. Das mit der Kernseife habe ich auch gelesen.  Aber bei den über 70 Sauen, die im Wartebereich stehen, werd ich da arm, wenn ich alle abwaschen muss. Aber auch das würde ich machen, wenn ich kein Mittel anwenden muss, das evt. unseren hochträchtigen Sauen schaden würde.  Huh Ich kann mir vorstellen, das Em- versprühen sehr viel bringt. Das haben wir demnächst vor... wir warten nur noch auf den Sprühwagen, dann möcht ich EM auch im Stall versprühen. Momentan wende ich es nur zur Güllebehandlung an.
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« Antwort #42 am: 04.10.07, 19:59 »

Hallo,

meine Frau hat ja zu unserem Räudeproblem schon einiges geschrieben.
Vielleicht noch ein paar Ergänzungen.
Unser Stall ist seit 6 Monaten belegt, wire haben 120 ZS die in Gruppen gehalten werden.
Von Anfang an hatten wir Probleme, angefangen mit Fundamentschwäche bis PRRS.
70 - 80 % der JS hatten Fruchtbarkeitsprobleme, was sich als genetisch bedingt herausstellte.
Die Tiere sind sehr unruhig und haben Juckreiz, im Ohrinneren sind sie meist ganz schwarz .
Auch am Rücken bilden sich Verkrustungen, TA meint Vorstufe von Räude.
Und das alles in einem neuen Stall.
Die derzeitigen Preise  passen zur ganzen Misere.

Das wars in Kürze


                                     Hans
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Mirjam
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« Antwort #43 am: 05.10.07, 08:44 »

Hallo Resi,

also Räudebehandlung gehört schon seit Jahren zum Standardprogramm in der Wartesauenhaltung und ich wüßte da von keinem Fall, dass hier die Ferkel Schaden genommen hätten.

Ich würde mich da mehr sorgen, dass die Räude die tragenden Tiere (Futteraufnahme, Unruhe etc.) derart "stresst" - das die Embryonen nicht richtig ausgebildet werden etc.

Zudem können "verstopfte" Ohren etc. auch zu Ohrenentzündungen führen, die krustige Haut ist dann auch Eintrittserreger für Staphylo & Streptokokken und meiner Meinung nach muss es Ziel sein, das VOR dem Abferkelstall in den Griff zu bekommen, nicht das die Infektionskette dann über Ferkel, Aufzucht, Mast weiterläuft...

Gruß Mirjam

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Gisela
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« Antwort #44 am: 19.10.07, 15:40 »

Hallo Mirjam,

stimmt ganz genau. Mein Ferkelerzeuger ist da sehr konseqent. Und auch in diesen Zeiten bin ich dann bereit seinen Aufschlag zubezahlen.
Homöopatihie bei der Räudebehandlung einzusetzen finde ich schwierig, doch nicht unmöglich. Ich denke da an Darmprobleme als Auslöser für die Hautirrtationen. Immer wieder an Hahnemann denken : Gleiches mit Gleichem zu behandeln. Nie gegen etwas.
Gruß Gisela
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