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Autor Thema: Hausarztmodell  (Gelesen 2348 mal)
Imke
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Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« am: 09.02.10, 13:28 »

Hallo, viele Krankenkassen bieten seit längerer Zeit das Hausarztmodell an. Das heißt, beim Hausarzt verpflichtet
man sich mit seiner Unterschrift, immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen, bevor man einen Facharzt aufsucht,
damit es keine Doppeluntersuchungen usw. gibt. Die Praxisgebühr von 10.- Euro muß man dann nur 1 mal
jährlich zahlen, bleibt eine Ersparnis von 30.- Euro pro Jahr, vorausgesetzt man geht jedes Quartal zum Hausarzt.
An sich finde ich die Sache ganz gut. Bisher hatte ich meine Unterschrift zu diesem Hausarztmodell noch nicht
abgegeben. Doch in der Hausarztpraxis wird man jetzt regelrecht darauf angesprochen und hingewiesen, sogar
hingeschoben, entlich dem Hausarztmodell beizutreten. Stammgast war ich bisher zum Glück noch nie beim
Hausarzt, doch irgendwie habe ich meine Bedenken. Soll ich wegen 30.- Euro Geldersparnis meine freie
Arztwahl aufgeben? Im Grunde bin ich mit meinem Hausarzt(in) sehr zufrieden, es kam nie Zweifel auf.
Doch möchte ich frei sein, mit meiner Entscheidung, wenn ich einen Arzt ( Facharzt ) bräuchte, mir diesen
selber auszusuchen, da verzichte ich lieber auf die 30.-Euro Gelderparnis. Bei anderen Hausarztpraxen sollen
Patienten sogar längere Wartezeiten und eine schlechtere Behandlung bekommen haben, die keinen Hausarzt-
vertrag abgeschlossen haben. Nun zu meiner Frage an Euch: Habt ihr euch mit dem Thema schon befasst, bzw. eine
Entscheidung getroffen?
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Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
Nanne
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Beiträge: 932



« Antwort #1 am: 09.02.10, 13:38 »

Hallo,
meine gesamte Familie einschl. meinereiner haben schon seit Jahren dieses Hausarztmodell. Da ich sehr zufrieden bin mit meinem Hausarzt, hab ich damit auch kein Problem. War erst vor kurzem dort, das 1. mal dieses Jahr und mußte gar nichts bezahlen. Wenn ich eine Überweisung brauch für Augenarzt, Frauenarzt etc. ruf ich einfach an und hol mir dann die Überweisung. Und zu anderen Fachärzten geh ich sowieso nur auf Anraten meines Hausarztes, d.h. bei ernsthafter Erkrankung geht man eh erst zum Hausarzt und wird von dort dann zu einem Facharzt überwiesen, wenns nötig ist. Hab da kein Problem mit.

LG
Nanne
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Beppa
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Beiträge: 1035


« Antwort #2 am: 09.02.10, 13:53 »

Bei der Barmer wurde dieses Model wieder abgeschaft, weil es angeblich (Huh) nicht sein darf, dass die einen 10 Euro pro Quartal zahlen müssen und die anderen nur 1 x im Jahr. Das gibt mir jetzt aber zu denken, dass es das bei euch immer noch gibt.

Aber Grundsätzlich ist das Programm gut. Die freie Arztwahl hat man ja immer noch, weil man vom Hausarzt nur eine "namenlose" Überweisung bekommt und hinterher sich den Facharzt selber herraussuchen kann. Und ohne Überweisung kommt man doch eh kaum bei einem Facharzt rein.
Und man hat nicht mehr den Druck zu überlegen "gehe ich nun zum Arzt oder warte ich noch 2 Wochen, weil das dann schon in`s nächste Quartal fällt".
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Imke
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Beiträge: 981

Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #3 am: 09.02.10, 14:18 »



Aber Grundsätzlich ist das Programm gut. Die freie Arztwahl hat man ja immer noch, weil man vom Hausarzt nur eine "namenlose" Überweisung bekommt und hinterher sich den Facharzt selber herraussuchen kann. Und ohne Überweisung kommt man doch eh kaum bei einem Facharzt rein.
eine namenlose Überweisung vom Hausarzt bzw. seinen Bürodamen an den Facharzt  ist ja Routine, es gibt doch noch
einige mehr oder weniger fleißige Hausärzte, die meinen, alles selber machen zu können, damit Geld in die
Kasse kommt, und keinen Überweisungsschein ausstellen - was dann?
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LG Imke
Erika
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Beiträge: 827


« Antwort #4 am: 09.02.10, 14:32 »

Die LKK in NRW hat mit Beginn des neuen Jahres die Zuzahlungsbefreiung für das Hausarztmodell wieder gestrichen. Das haben wir schriftlich bekommen.

Beim Hausarzt wurde ich dann aufgeklärt, Hausarztmodell an sich besteht noch, also weiterhin gilt alles in einer Hand, der Hausarzt muss Überweisungen ausschreiben wenn man zum Facharzt möchte - die 10 Euro Quartalsbeitrag dürfen wir aber wieder bezahlen. Irgendwie eine versteckte Preiserhöhung, oder  Huh Huh Huh

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samira
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« Antwort #5 am: 09.02.10, 16:11 »

Wir sind seit November bei der AOK versichert und seitdem hab ich auch für das Hausarztmodell unterschrieben, bei der BKK wo wir bis dahin waren gab´s das nicht.
Göga hat einen anderen Hausarzt als ich und die Kinder und bei dem gibt´s das anscheinend nicht.

Bei der BKK wurden mir allerdings am Ende des Jahres die 40 € Praxisgebühr zurück erstattet da ich wegen meines Diabetes am DMP-Programm teilgenommen habe.
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Liebe Grüße Samira
Beppa
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Beiträge: 1035


« Antwort #6 am: 09.02.10, 16:35 »

... es gibt doch noch einige mehr oder weniger fleißige Hausärzte, die meinen, alles selber machen zu können, damit Geld in die Kasse kommt, und keinen Überweisungsschein ausstellen - was dann?

Wenn er das kann ist es doch prima. Ansonsten würde ich einfach auf einer Überweisung bestehen und wenn er nicht will mir einen anderen Hausarzt suchen.
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manurtb
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« Antwort #7 am: 09.02.10, 16:51 »

es gibt doch noch einige mehr oder weniger fleißige Hausärzte, die meinen, alles selber machen zu können, damit Geld in die
Kasse kommt, und keinen Überweisungsschein ausstellen - was dann?
Dann musst Du nochmal 10 Euro in die Hand nehmen und dem Facharzt die Gebühr auch noch entrichten.

Ich mach da nicht mit, weil ich keine Lust habe, immer erst zum Hausarzt zu gehen. Beim ersten Arzt im Quartal lass ich schon mal alle Überweisungen für das Quartal für alle möglichen Ärzte ausschreiben, dann brauch ich mir da nichts mehr holen.

Meine Mutter war beim Hausarztmodell der AOK und sie wollte, weil sie sich wahnsinnig über ihren Hausarzt geärgert hat, das Modell wieder verlassen. Das war echt ein Terz und sie hat jetzt die KK gewechselt (als sie das gesagt hatte, war bei der der AOK plötzlich auch das Verlassen des Modells ohne Probleme möglich, zu spät).
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #8 am: 09.02.10, 17:55 »

Hallo,
wir sind bei der LKK Niederbayern und sind seit vieln jahren im hausartzt model die ganze Familie und wir sind zufrieden damit.

L Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
lindenblüte
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« Antwort #9 am: 09.02.10, 20:10 »

Ich bin schon das 3. Jahr beim HA-modell und war bisher immer sehr zufrieden. Mein HA schickt mir Rezepte und Überweisungen auch per Post zu.
Muß halt in dem Quartal  noch die karte einlesen lassen!
Und wenn ich mal zu einen anderen Arzt gehe - wegen 2. Meinung - zahl ich halt mal die €10,00 extra.

Kündigen kann man das HA-modell ca 6 Wochen vor Jahresende bei der Krankenkasse - genaue Fristen bei der kasse erfragen!

lg lindenblüte

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Wer in der Jugend keinen Spass hat,
hat ihn auch im Alter nicht.
Sasa
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« Antwort #10 am: 09.02.10, 22:47 »

Unsere Kasse hat das vor einigen Jahren mal angeboten- da war man dann aber völlig von der Praxisgebühr befreit. Wir haben dran teilgenommen, und ich fands recht ärgerlich, daß das Programm abgeschafft wurde. Ich hab das bisher eh immer so gemacht, daß ich mir immer eine Überweisung vom Hausarzt geholt hab, wenn ich zum Beispiel zum Gynäkologen musste/wollte, zum Augenarzt- die Beiden brauch ich je zweimal im Jahr, einmal im Quartal wünscht meine Neurologin mich zu sehen- oder auch nicht, ich lasse mir vom Hausarzt Blut abnehmen, der gibt meine Blutwerte telefonisch durch, informiert meine Neurologin über meinen Gesamtzustand - die bestellt mich dann entweder ein oder wünscht alles Gute bis zum nächsten Quartal.
Liegt aber vielleicht daran, daß ich, als ich anfing mit eigenen Arztbesuchen, noch ein Krankenscheinheft hatte. Den Krankenschein brachte man zum Hausarzt und erklärte den Damen, man hätte gerne eine Überweisung zu diesem oder jenem Facharzt.
Vom Augenarzt wegen jährlicher Sehkontrolle oder dem Gynäkologen wegen der Vorsorgen mal abgesehen  geh ich eigentlich auch nur zu einem Facharzt, wenn der Hausarzt mich weiterschickt. Ich wohne auf dem Dorf, den Hausarzt hab ich in der Nähe, die Fachärzte sitzen alle weiter weg. Daher geh ich meist erst zum Hausarzt- geht am schnellsten Grin
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #11 am: 09.02.10, 22:54 »

Unsere Krankenkasse hat es auch leider wieder abgeschafft. Ich bin früher gerne direkt zum Facharzt gegangen, hatte zu der Zeit aber auch einen anderen Hausarzt. Damals dachte ich es wäre eine Einschränkung, wenn ich erst eine Überweisung benötige, ist es aber nicht, 1. weil ich die telefonisch anfordern kann und dann wenn es paßt abhole, ohne Warterei beim HA und 2. steht auf der Überweisung nicht der Name des Facharztes drauf und ich kann ihn mir also immer noch aussuchen. Meine Hausärztin ist in so einem Verbund verschiedener Fachrichtungen die sich gerne untereinander auswählen, weil sie eine Abmachung haben, möglichst keine Doppeluntersuchungen vorzunehmen, sondern austauschen der Ergebnisse. DAs ist aber ein Angebot und ich kann mir auch trotzdem einen anderen Facharzt aussuchen.

Luna
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