Autor Thema: Landwirtschaft und Urlaub - wie vereinbar?  (Gelesen 65725 mal)

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Offline Biobauer

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Hallo, ^wir sind schon ein paarmal in urlaub gefahren ,bis jetzt gind das eigentlich immer problemlos,man muss halt nen bissl verständnis aufbringen .ein helfer ,der nur zum urlaub am betrieb kommt ,kann das gar nicht schaffen ,was davor der landwirt selbst geschafft hat,er kennt weder die tiere und deren eigenarten,er kennt auch nicht die maschinen und deren eigenarten.also muss man da halt mal abstriche machen . wir haben zb in spitzenzeiten imme rwieder mal einen betriebshelfer da,das war heuer ein glücksfall,weil der kante halt schon jedes feld,jede maschine  und weiss auch wo er in der werkstatt étwas findet.
ein bissl enttäuscht bin ich von meinen drescherfahrern,denen fällt wirklich bei besten wetter ein,dass sie gülle fahren müssen ,bzw irgendeinen anderern termin haben .dazu teilen sie dir dies dann ca 15 minuten bevor sie wegfahren sollen mit .da ist dann schon das fazit,was ich selbst mach ,das ist gemacht .
aber wegen so etwas auf ein paar freie tage zu verzichten ,käme mir nicht in den sinn,würde mir die freude an der landwirtschaft nehmen.
servus Herbert
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Tatu

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Nun aber meine Frage:
Dir ist schon bewusst, dass es gerade hier in BaWü sehr viele Betriebe gibt, die KEINEN Lehrling, KEINEN Praktikanten und auch KEINE mithelfenden SE/E haben? Und sich viele vor allem kleinere bis mittelgrössere Betriebe (mit deinen 90 Kühen gehörst du hierzulande zu den grösseren Betrieben) eine Fremd-AK (selbst einen Lehrling) auf Dauer auch gar nicht leisten könn(t)en? 

Und mit Bequemlichkeit hat das dann aber ganz sicher nix zu tun! Woher willst du denn wissen, dass die gar nicht fort wollen (selbst wenn sie die Möglichkeit hätten)?

[/quote]

Hallo Zara,

mir ist schon klar, dass nicht jeder Betrieb einen Lehrling oder Praktikant haben kann. Aber ich glaube nicht, dass BaWü weniger "Helfer" als andere Bundesländer hat (mit Ausnahme der östlichen BL).

Wie auch Biobauer sagte, es sind Betriebshelfer und keine Betriebsleiter. Ich kann nicht von Lehrlingen oder Praktikanten erwarten, dass sie so gut und so schnell sind wie man selbst.Man muß also schon Abstriche machen können. Und das können viele nicht, so wie in dem Beispiel mit der frisch entbunden Frau, die lieber selbst gemolken hat...
Allerdings "trimmt" mein Mann seine Helfer darauf, dass sie mit der Zeit auch alle Kühe alleine melken können. Bisher haben das noch alle geschafft.

Mein Mann sagt immer, auch er muß mal raus aus seinem Trott, dann läuft es hinterher wieder besser., wenn der Kopf mal frei ist.
 Ich kenne auch viele, die schaffen von morgens bis abends fast an 365 Tagen im Jahr und ich frage mich, wielange hält der Körper das durch?

Und, dass manche Bauern gar nicht fort wollen, merkt man, wenn man sich mit ihnen unterhält.

Aber es gibt auch andere. Bei uns macht der MR meist mindestens einmal pro Jahr mehrtägige Ausflüge. ein Jahr bleiben sie in Europa, ein Jahr fliegen sie auch mal weiter weg (Brasilien USA). Meistens fährt da eher die ältere Generation mit, so sind SE auch mal nach Amerika gekommen. Finde ich toll.

Gruß Tatu




Offline geli.G

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Hallo,

wir sind schon in Urlaubsstimmung.....am nächsten Sonntag geht´s wieder nach Italien (zum 12 x in Folge). Ich seh das genau wie Biobauer. Wenn man mal wegfährt muss man damit rechnen, dass nicht alles so läuft wie wenn man daheim geblieben wäre. Ich verlang auch nicht von meiner SM, dass sie mir die Blumen 3 x am Tag gießt..... ;)

Wir hatten auch schon Betriebshelfer, die nicht so toll waren. Aber der jetzige ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Wir sagen ja schon immer, dass er uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.  :D

Ich könnte mir mein Bäuerinnendasein ganz ohne Urlaub nicht vorstellen. Mal ausschlafen können, morgens mit den Kindern im Bett rumtollen, am Nachmittag nicht immer auf die Uhr schaun, ob schon Stallzeit ist ::).....all das ist für mich einfach eine schöne Sache und ich freu mich schon wieder sehr auf nächste Woche.

Ich bin mir sicher, dass es für jeden eine Möglichkeit gibt, und wenn es nur ein mal ein WE ist. ;)


Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline zara

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da muss ich Dir sagen dass auch bei uns kein Urlaub möglich wäre wenn unsere Kinder noch klein wären.

Hallo Mathilde,

DAS glaub ich dir auf's Wort!

Auch ich war nie im Urlaub (ausser 2 x Schullandheim, falls das mitzählt - aber ich hab damit echt kein Problem, nicht dass jetzt jemand meint...).

Bei uns war es so, wo ich klein war, dass meine Eltern maximal fünf Mal im Jahr Sonntag Mittags drei oder vier Stunden mit uns irgendwo hingingen, das war dann aber echt das höchste der Gefühle. Und als ich zwölf war, war das schlagartig auch vorbei (wg. Betriebsvergrösserung usw.). Und ich kenn einige Betriebe mit kleinen/kleineren Kindern, da ist das HEUTE kein Haar anders.

Ich denk, es kommt auch immer darauf an, wie man aufgewachsen ist. Wie gesagt, ich hab damit kein Problem, nicht in den Urlaub zu können, mitunter sicher auch, weil ich von klein auf nix anderes kenne. Also bitte @ all, ich brauch kein Mitleid oder so deswegen *gg*

Und noch was: ich gönn jedem seinen Urlaub, der es sich zeitlich/betrieblich leisten kann!
 

Der Betrieb ist mittlerweile so strukturiert dass der Sohn das mal ein paar (ich betone längstens 1 Woche) Tage alleine machen kann. Dann dürfen aber keine oder höchtsens eine Kuh abkalben und keine Färsen (wie will man denn alleine ziehen wenn Männe keinen Geburtshelfer anschafft  >:()

Echt jetzt? Keinen Geburtshelfer? Das fass ich ja nicht...
Also auf den würd ich ja GAR NIE mehr verzichten wollen - der hat schon viele Kälberleben gerettet!
Da würd ich auch sagen, schau mal nach einem... und wenn er dann da ist, wirst sehen, er wird ihn auch benutzen ;-)
Schau in die Augen einer Kuh und Du weisst, wofür Du arbeitest!

Offline mary

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Hallo Mathilde,
ich bin auch kein Freund vom Geburtshelfer, habe einen auf den Alteisenlastwagen mitentsorgt- und bisher auch noch nichts gefunden, was mir so richtig gepasst hätte-
wir haben jetzt einen anderen, aber richtig zufrieden bin ich noch nicht damit-
aber im allernotwendigsten Fall muss es halt hin- und wieder sein.

@zara, in meiner Kindheit war Urlaub bei den Bauern kein Thema,
wir hatten auch leider keine Grosseltern, zu denen wir in den Ferien fahren konnten.
Ferien waren bei uns zu Hause richtig schön, wir hatten einen Bach, in dem wir nach Herzenslust planschen konnten, ein Altgewässer, wo wir tagelang im Schlamm bauen konnten, Wald und Wiese war unsere Heimat und dazu noch eine grosse Rasselbande von gleichaltrigen Kindern, weil halt noch niemand in den Urlaub fuhr.
Als Kind ist mir Urlaub sicher nicht abgegangen, unsere Eltern fuhren ein paar Mal in schöne Fleckchen mit uns, das Essen wurde von zu Hause mitgenommen, irgendwo auf dem Berg ein Picknick, oder mit einem kleinen Schiff auf dem See in aller Ruhe Brotzeit machen-
unser Vater hat mit den Mitteln, die auf dem Hof vorhanden waren, tolle Schaukeln und Karusells gebaut, er schleppte uns sämtliche Tiere, die verletzt und Hilfe brauchten, heran-
wir lernten aus Weiden Pfeifchen zu schnitzen, sammelten Him-Heidelbeer- und Brombeeren, durften auf einer Insel in einem grösseren Gewässer zelten,
so gesehen zehre ich noch heute von dieser Art Ferien.
Wir konnten auch nicht leicht weg, weil bei uns keine Schwiegereltern mehr waren,
unsere Kinder kamen mit uns auch nur einmal für ein paar Tage gemeinsam weg,
aber wir haben versucht, ihre Ferien Ferien sein zu lassen,
sie durften mit den Pferden weitere Strecken reiten, sie dort bei Freunden unterstellen,
im Zelt schlafen, oder im Heu, wir haben weite Radtouren gemacht, sind mit ihnen in die Berge gegangen- haben ihnen die Sehenswürdigkeiten unserer näheren und weiteren Umgebung versucht nahezubringen.
Urlaub und Erholung hat sicher für jeden eine andere Bedeutung.
Aber ein paar Tage rauszukommen, wieder einmal ganz etwas anderes sehen,
schöne Bauwerke, andere Landschaften, Menschen aus ganz anderen Regionen kennenlernen zu dürfen, andere Sinneseindrücke, raus vom Alltag, sich ein paar Tage nicht um Frühstück und Mittagessen kümmern müssen,
das ist mir inzwischen auch wichtig geworden.
Ich brauche heute nicht mehr unbedingt in den paar Tagen Auszeit tolle Kuhställe anschauen, ich sehe die Welt sowieso durch die Augen als Bäuerin,
und dann kann ich wieder mit neuer Kraft meinen Alltag bestehen.
Erholung kann das in ein paar Tagen gar nicht sein, aber es ist machbar.
Und ich möchte gerne noch ein paar schöne Fleckchen anschauen dürfen.
Wir sind auch ein sogen. "Wachstumsbetrieb"- aber Lebensqualität muss man sich selbst schaffen- es wird alles getan, dass sich die Tiere auf dem Hof wohlfühlen können, man macht sovieles zum Wohle des Betriebes, aber dass es einem selbst gut geht, dass muss man für sich herausfinden.
Jeder hat andere Bedürfnisse-
Herzliche Grüsse
maria

Mathilde

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mir ist schon klar, dass nicht jeder Betrieb einen Lehrling oder Praktikant haben kann. Aber ich glaube nicht, dass BaWü weniger "Helfer" als andere Bundesländer hat (mit Ausnahme der östlichen BL).



Hallo Tatu,

wie darf ich den Satz in Klammern intepretieren ?
Haben wir nun mehr oder weniger Betriebshelfer  ???

Ich habe an anderer STelle schon mal geschrieben dass mein Mann ganz schnell in Krankenhaus musste (nicht bestätigter Verdacht auf Herzinfarkt) und unser Sohn gerade eine Bruch OP (glaube war noch keine 10 Tage aus dem Krankenhaus) hinter sich hatte.
Es wurde mir kein Betriebshelfer gestellt denn Sie hätten keinen war die Aussage der BG und der Krankenkasse  >:( Solle doch unseren Sohn nehmen  :o Unser Ältester war auch nicht zugegen denn der hatte Arbeit in BaWü  ;)
Zwei Orte weiter wohnt eine Familie die das als Selbständige anbieten also die kommen auch wenn man in Urlaub will oder so nur die waren grade beide vergeben  :(
So haben wir uns eben beholfen und beim Kalb rausziehen da war mir echt nicht wohl  mit Blick auf die Bruch OP

LG Mathilde

Tatu

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Hallo Mathilde,

habe ich mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt, mit Helfer meinte ich Lehrlinge, Praktikanten und auch feste Angestellte, nicht Betriebshelfer, die im Falle von Krankheit kommen.
Die östlichen Betriebe sind in der Regel von der Geschichte her größer und haben mehr feste Angestellte.


Gruß Tatu

Mathilde

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Hallo Tatu,

Du musst hier aber scharf trennen zwischen Familienbetrieben und anderen Betriebsarten. Schon bei einer GBR kann man evtl. etwas auffangen  ;)

LG Mathilde

Offline geli.G

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Damals wars allerdings Anbindestall mit ca. 20 Kühen. Das ist schon was anderes als Melkstand. Da kannst du markieren so viel du willst, wenn z.B. Markierungsband abgeht, kennt ein Fremder die Kühe eben nicht.

Hallo Marianne,

ich wollte zu diesem Beitrag noch was schreiben. Meine SE kennen die Kühe auch nicht. Drum bekommt bei uns jede Kuh zum normalen Markierungsband noch am anderen Bein ein blaues Band von den Strohballen dran. Beides ist noch nie verschwunden..... ;)
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Viele Grüße von Geli

Offline Romy

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Mit meinen Kids war ich jedes Jahr mindestens 1-2 Mal in den Ferien und wenn es nur 3-4 Tagen war. Das habe ich durchgezogen. Dann ging ich ins Tessin, machte Velotouren, zu meinen Eltern nach Hause und meistens einmal im Jahr in den Europapark. Göga kam mit als wir nach Grand Canaria reisten und 2x nach Italien in die Toscana.
Es ist nicht mehr wie früher, das Bedürfnis Ferien ist halt einfach vorhanden und ich merke je älter ich werde umso mehr brauche ich mal ein bisschen Ferien. Viel ist es ja nicht, eine Woche so all zwei Jahren und ab und zu ein Wochenende. Meine Eltern waren auch selten fort. Auch in meiner Schulzeit gingen wir in den Ferien einfach zu meinen Grosseltern, man kannte ja nichts anderes. Auch meine Schulkollegen gingen nicht so oft in die Ferien, das war nicht üblich. Wir haben eine Familie als Stammgast die kommen mindestens drei Mal bei uns in die Ferienwohnung. Im Sommer habe ich eine Ansichtskarte aus Spanien von ihnen bekommen. Da komm ich halt auch manchmal ins grübeln.

Wenn ich dann Tag für Tag arbeite, 10-14 Stunden und auch kaum ein Sonntag für mich habe. Wenn ich sehe wie das meiste Geld immer wieder in den Betrieb fliesst und dann bekomme ich Ansichtskarten von allen Teilen der Erde... ist es das wirklich! Wieso soll gerade uns Landwirten Ferien ein Fremdwort sein.
Ich bin jetzt auch am planen, weiss aber noch nicht genau, wann ich die Ferien einschieben soll. Unser Sohn ist noch bis ca. Mitte Oktober zu Hause.

Ich staune immer wieder, wenn ihr vom Abkalben schreibt. Wieso müsst ihr da dabei sein? Ist das so ein Problem? Wir haben eine Abkalbbox, da kommt die Kuh rein und hat ihre Ruhe. Von allen Kühen müssen wir bei ca. 1% Hilfe leisten. Alle anderen Kühe brauchen unsere Hilfe nicht die kalben ganz alleine. Ab und zu schauen wir nach ob es ihr gut geht, aber sonst... Wenn es wirklich mal Komplikationen gibt, rufen wir schnell die Nachbarn oder gleich den Tierarzt. Wir schauen schon beim besammen darauf das Erstkalbkühe keine grosse Kälber auf die Welt bringen müssen. Und wenn wir in die Ferien gehen, wissen wir, da sind noch sechs andere Landwirte im Dorf, ein Anruf genügt uns schon stehen sie im Stall. Wenn die Nachbarn in die Ferien gehen können sie auch auf uns zählen falls etwas schief läuft. Der Lehrling kann sogar beim Nachbar essen in dieser Zeit, das ist überhaupt kein Problem. Das letzte Mal fing es ausgererchnet als wir in den Ferien waren an zu schneien. In Italien bekamen wir gar nicht viel davon mit. Jedesmal wenn wir anriefen meinte der Lehrling "Alles im Griff, überhaupt kein Problem" Zu Hause erfuhren wir dann, dass er sich einfach links und rechts die Leute die er brauchte zusammen gerufen hat und so klappte alles wunderbar und er platzte fast vor Stolz.
Dieses Jahr ist es noch einfacher weil unser Sohn den Karren schon schmeisst.
en hübsche tag
Romy

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Offline Biobauer

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Hallo, wen die kinder grösser werden und am betrieb eingearbeitet sind,ist das natürlich ne supersache.ich sehs an meinen grade,denen würde ich ohne weiters zutrauen den stall zu schmeissen ,problem istr bis jetzt .von denen hat noch kener den autoführerschein,und wir müssen mittlerweile zweimal wöchentlich zum schlachthof fahren ,aber dann kann man dann auch ne spedition kommen lassen oder geländegängigen opa oder nachbar einspannen.
meine holde und ich wollen in zukunft sogar vermehrt wegfahren,allerdings nicht in der viereckigen weltgeschichte rum ,sondern eher in ne gegend ,wo es uns einfach von den land  und leuten her gefällt,toskana steht da ganz oben bei uns .sollte irgendwer da nen alten resthof oder häusl loswerden wollen ,wir würden es günstig übernehmen  ;D  ;D .es ist einfach zum entspannen gedacht , auch wenn ich mir daheim mal ne auszeit nimm,so ganz abschalten kann ich da nie,es kommt einfach zuviel tele,post etc jeden tag rein .
servus Herbert
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Offline passivM

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..und wir geniessen jetzt (nachdem ich mein Werk schnellstens und mit Nachdruck vollendet habe)  "Bauwagenromantik": Märchen vorlesen bei Kerzenlicht (Elf wilde Schwäne - Chr. Andersen) während mein Mann für uns Burger geholt hat. Irgendwann wollen wir auch mal alle drei dort übernachten. Drei mal gut zwei Meter, einschl. Vorraum. Mein Mann hat schon ein kleines Öfchen versprochen. --- Ist zwar kein Urlaub, ist aber auch schön.  :D Und so was hat ja schließlich auch nicht jedes Kind... (vonwegen der tollen Urlaubsberichte der anderen Kinder in der Schule und leider auch schon im Kindergarten :-\).

lieben Gruß
Anna
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline strop

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Auch ich muss mittlerweile sagen, Urlaub ist etwas, das man in den Jahresablauf einplanen sollte, wenn es betrieblich möglich ist.
 Ich selber bin erst nach meinem 36. Lebensjahr das erste Mal im Urlaub gewesen und habe festgestellt, dass es wirklich gut tut, einmal vollkommen aus allem "raus" zu sein - und sei es nur für 2 Tage - oder auch länger, je nachdem. Es gab Zeiten, in denen ich es wie Zara ("Winke zu zara") hielt und es ÜBERHAUPT KEINE Motivation oder Veranlassung, geschweige denn Überzeugung gab, Urlaub zu machen, betrieblich wäre es auch gar nicht einzurichten gewesen.
 Auch jetzt habe ich kein "Fernweh", ABER es ist einfach schön, auch einmal fremde Kulturen, Menschen und Länder nicht nur aus dem Fernseher oder Büchern zu sehen, einfach mal die Seele baumeln zu lassen, ganz ohne den "unsichtbaren" Druck, der uns im Alltag begleitet.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, wäre es GERADE für meine Familie und mich -  GERADE wegen der vielen Arbeit, die wir hatten, als die Kinder kleiner waren - so wichtig gewesen, einige Tage nur mit ihnen zusammen weg zu fahren - jetzt, wo sie größer sind, habe ich manchmal das Gefühl, dass IHNEN und MIR diese gemeinsame Erfahrung fehlt. Jetzt sind sie so groß, dass sie mit ihren Partnern oder mit Gruppen fahren.
strop
« Letzte Änderung: 26.08.06, 15:39 von strop »

Offline mary

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Hallo Anna,
wenn ich von deinem Bauwagen lese, dann muss ich immer an ein Buch von Astrid Lindgren denken, ich habe mir schon den Kopf drüber zerbrochen, welches es war-
mir ist es noch nicht eingefallen, aber das kommt schon wieder.
Das ist bestimmt eine ganz tolle Atmosphäre, hat auch nicht jeder.
Von Mama Märchen vorgelesen zu bekommen, dazu Kerzenlicht,
kann mir vorstellen, dass deine Tochter das jetzt geniesst und wunderschöne Erinnerungen daran behält.
Ob man jetzt in den Urlaub fährt, oder versucht zu Hause Urlaubsfeeling zu verbreiten,
ist immer von den Umständen abhängig.
Aus dem was möglich ist, eine gute Zeit zu haben-
das ist das Wichtigste.
Wenn du mal ein Bild von deinem Bauwagen und deinem Garten hast,
darüber würde ich mich sehr freuen.
Viel Freude und Erholung auf eurer kleinen Bauwageninsel-
herzliche Grüsse
maria

Offline Melitta

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hallo....

gerade komme ich aus holland... und hatten sogar 3 tage strandwetter... :-)

auch ich bin der meinung, man muss zwischendurch mal wegfahren... noch nicht mal unbedingt der erholung wegen...sondern es tut einfach gut, mal was anderes zu sehen... ich habe zwar in holland (auf zeeland) 2 große schafbetriebe besucht.. aber denen ihre fetten, vollgefressenen texelschweinchen kann man mit unseren schafen hier eh nicht vergleichen..

und auch nicht so viel an die arbeitsprobleme denken zu müssen, da sie nicht unmittelbar vor augen sind...

es ist wichtig, sich mit anderen leute über andere themen zu unterhalten und den betrieb sein zu lassen... vor allem die erfahrung, dass ich entbehrlich bin, tut mir gut... ich war alleine mit unserer kleinen unterwegs und mein mann hatte hilfe von einem jungen aus einer jugendhilfeeinrichtung, der gerne in der lw arbeiten möchte...
die beiden haben unheimlich was weggeschafft und ich war ganz gerührt... die küche war blitzblank und alles im haus picobello...

das holz für den winter komplett fertig... scheune und stall aufgeräumt und alle einzelbuchten gemistet.. das war der richtige urlaub, das heimkommem...

3 tage im jahr fahren mein mann und ich zusammen weg.. wir entspannen ab der 1. minute und reden auch sehr wenig über den betrieb, sondern versuchen uns ganz auf uns zu konzentrieren, das kommt oft im arbeitsstress zu kurz... da erhole ich mich auch sehr gut.. das ist ein guter ausgleich zum alltag... unsere schafe sind dann ja auf der sommerweide und werden von einem bekannten umgetrieben, auf den man sich absolut verlassen kann... wir rufen auch nicht an.. wir könnten ja eh nix ändern, wenn was passiert wäre.. aber dieser verlass ist sehr wichtig, sondern wär es nichts mit der entspannung...


viele grüße

melitta

 


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