Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
23.05.13, 11:16


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] 2 3 4 | Nach unten Drucken
Autor Thema: Die soziale Absicherung der Bäuerin  (Gelesen 6593 mal)
reserl
Niederbayern
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7208



« am: 25.11.02, 10:55 »

Unfall, Tod, Scheidung, Krankheit und Alter.....

Was passiert, wenn was passiert? Huh


Wie habt ihr euch abgesichert?
Welche Möglichkeiten gibt es?

Was sollte man unbedingt berücksichtigen?

Gespeichert

lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Gertrud
Vereinsmitglied
*
Offline

Beiträge: 365


Es gibt nichts Gutes außer man tut es!


« Antwort #1 am: 25.03.03, 20:52 »

Hallo,

was passiert bei Todesfall? des Betriebsinhabers?

Die Lebensversicherung wird fällig, die Kinder bekommen eine Halbwaisenrente von der Alterkasse, bei einem Berufsunfall noch mal eine von der Berufsgenossenschaft, bis zum Ende der Ausbildung.

Der Betrieb bekommt für 2 Jahre einen Betriebshelfer, teilweise mit Zuzahlung, da bin ich momentan nicht auf dem Laufenden.

Ansonsten muß die Frau schauen wie sie den Betrieb umorganisiert oder auflöst, je nach Situation.

Ein Testament erleichtert die Sache, ebenfalls ein guter Berater.

LG Gertrud
Gespeichert
lallemande
Gast
« Antwort #2 am: 16.07.03, 23:39 »

Eine Weiterführung des Betriebes durch Frau ist hier in Frankreich nur möglich, wenn Frau auch ausgebildete Landwirtin ist. Nur dann kann sie Chef des Betriebes sein. Ist sie nicht ausgebildet, müsste sie einen ausgebildeten Landwirt (landwirtschaftliches Fachabi mit vielen regelmässigen Praktiken) einstellen und welcher Betrieb würde das finanziell schon tragen?
Es bleibt in diesem Fall meist nur die Lösung auflösen und verkaufen.

Gespeichert
lallemande
Gast
« Antwort #3 am: 17.07.03, 08:31 »

Du darfst dich in Frankreich als Landwirt nur noch mit abgeschlossener Ausbildung niederlassen. Die Zeit des Bauern aus Familientradition, der gerade mal die Volksschule besucht hat, ist vorbei.
Bis letzten Monat musste man eine Art Lehre/Mittlere Reife(2 Jahre)haben, Schule und praktische Ausbildung laufen hier ab 9. Schuljahr meist parallel und fachgebunden.
Vor ein paar Tagen waren wir zum Jubiläumsfest der Schule, an der mein LG noch seinen Abschluss gemacht hat und erfuhren dort aus den offiziellen Reden, dass ab diesem Schuljahr der, der einen Hof übernehmen will, sein Landwirtschaftliches Fachabi haben muss. Das dauert 3 Jahre und darin sind jede Menge Praktika-Blöcke,also eine Art Lehre, enthalten.
Meine Schwägerin hat vor 3 Jahren noch die 2 jährige Ausbildung nachgeholt - Hausfrau, 3 Kinder, Hof und Schule! Mann, hab ich die bewundert!
Zum Glück wurde ihr wenigstens die Arbeit auf dem eigenen Hof als Praktika anerkannt, aber nur, weil ihr Mann diese Ausbildung schon hatte!
Die beiden waren sich nämlich einig(hoch leben die Ausnahmen!!!!), dass sie im Betrieb den gleichen Status und auch später mal die gleichen Rechte (Rente usw.) haben sollte wie er.
Dafür mussten aus dem Betrieb auf dem Papier 2 Betriebe gemacht werden und sie sich als Landwirtin niederlassen und das ging nur mit der vollen Ausbildung.
Wahnsinn gell?
Aber ihr kann jetzt wirklich nicht mehr viel passieren!
Gruss
lallemande
Gespeichert
lallemande
Gast
« Antwort #4 am: 17.07.03, 09:17 »





Moin, Moin!
Das find ich gut, seeehr gut Cool.
Bei uns hier darf jeder Hans und Franz 'nen landwirstchaftl. Betrieb führen. Das ärgert mich schon lange. Werd dazu gleich mal ein neues Thema aufmachen. Wink


Die Aussteiger Hans u. Franz gibt es auch hier noch vereinzelt, kaufen einen alten Hof, schaffen sich Tiere an und los. Das kann auch hier nicht verboten werden.
Aber diese Bauern sind dann wirklich "frei": keine günstigen Kredite für Landwirte zu Sonderkonditionen, keine Subventionen, Prämien, USt-Erstattung, Entschädigungen bei Umweltkatastrophen......
Und es ist doch leider nuneinmal so: von der Hände Arbeit kann hier kein Bauer leben!
Im Grunde sind die Bauern doch verdeckte Lohnempfänger, z.T. unter Sozialhilfe-Niveau! Manch einer hier bekäme mehr Geld, wenn er mit Frau und Kindern Sozialhilfe beantragen würde und den Hof aufgäbe!
Gruss
lallemande
Gespeichert
martina
Südniedersachsen
Moderator
*
Online

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 12336


Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #5 am: 17.07.03, 09:40 »


Wir sind sogar soweit gegangen und haben einen Ehegattenhof gebildet.


Was ist ein Ehegattenhof?

Zitat

Und unsere Kinder sind auch abgesichert, falls uns beiden was zustößt. Für die haben wir  Vormund und Testamentsvollstrecker für den Betrieb bestimmt.


Habt Ihr auch jemanden bestimmt, bei denen die Kinder dann aufwachsen sollen/dürfen?

Wir haben hier einen Bekannten, dessen LAG hat testamentarisch bestimmt, daß das gemeinsame Kind trotz des gemeinsamen Sorgerechts, daß sie hatten, nach ihrem Leukämietod bei ihren Eltern (beide schon über 70) aufwachsen soll. Vater klagt vor Gericht, geht inzwischen in die dritte? Instanz.

Aber ich komme vom Thema ab, mein größtes Problem ist der Gedanke/die Frage: "Wem kann ich 4 Kinder *hinterlassen/zumuten/aufbürden* Huh"

Gespeichert

Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Mirjam
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7661


Change happens!


WWW
« Antwort #6 am: 20.04.06, 06:58 »



... auch dieses Thema ist wichtig: Ich darf Reserls Fragen durchaus noch mal aufgreifen:

Wie sichert ihr euch für den Fall der Fälle ab?

Seid ihr euch über alle (finanziellen) Konsequenzen im Klaren wenn es zu Unfällen, Krankheiten oder Eheproblemen käme?

Wo habt ihr Antworten auf Fragen / Beratung gefunden?

viele Grüsse

Mirjam
Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
landliebe
Neuling
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6



« Antwort #7 am: 23.06.06, 14:30 »

Hallo,

ich hab mal eine Frage, ich hoffe, die passt in diese Box:

Ich heirate demnächsten meinen Freund und wir möchten gerne einen Ehevertrag machen, der mich auch ein bisschen absichert, wenn ich mit Kindern zu Hause sitzen sollte und nicht mehr arbeiten kann, wenn ihm was passieren sollte etc.

Wie habt ihr das gehandhabt? Gütertrennung, Zugewinngemeinschaft, "Gehaltszahlungen" oder sonstige Sonderregeln?

Wo kann man/frau sich da kompetent beraten lassen, auch in Hinblick auf steuerliche Aspekte?

für schnelle Antworten wäre ich sehr dankbar, ganz so viel Zeit haben wir nämlich nicht mehr..  Smiley

Liebe Grüße, Landliebe
Gespeichert
landliebe
Neuling
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6



« Antwort #8 am: 23.06.06, 15:59 »

Hallo Bridda,

das ist sicher eine gute Idee - falls jemand einen guten Notar oder anderen Rechtsberater kennt - bin sehr dankbar für Tipps.

Ansonsten würde mich intressieren wie ihr das so geregelt habt - was muss man beachten, was ist sinnvoll, damit beide Partner gut damit leben können usw.

freue mich über alle Antworten - viele Grüße von Landlieb
Gespeichert
ade60
Mitglied
*
Offline

Beiträge: 94


« Antwort #9 am: 24.06.06, 14:10 »

hallo landliede
ich würde mich an die zuständige stelle des landvolkes bzw. des landwirtschaftlichen kreisvereins wenden.
die können euch entweder beraten oder kennen adressen kompetenter anwälte.
 
gruss ade
Gespeichert
landliebe
Neuling
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6



« Antwort #10 am: 29.06.06, 14:46 »

Hallo Bridda,

vielen Dank für die vielen Tipps. Hab jetzt einen Termin bei einem Notar gemacht, der sich auch mit Landwirtschaft auskennt, der hat auch schon den Übergabevertrag meines Freundes aufgesetzt. Ich werde deine vielen Anregungen mitnehmen und wir werden uns mal ausführlich beraten lassen.

Wenn was verwertbares rauskommt, werde ich gerne noch mal berichten, vielleicht interessiert es ja auch andere mit ähnlichen Fragen.

Liebe Grüße von Landliebe
Gespeichert
reserl
Niederbayern
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7208



« Antwort #11 am: 02.02.10, 17:57 »


gerade gelesen bei topagrar.com

Besorgt über die schlechte wirtschaftliche Situation vieler älterer Frauen in der Landwirtschaft hat sich Staatssekretär Dr. Gerd Müller geäußert.

mehr dazu:
Viele Altenteilerinnen leben in Armut
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Clara
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1085


Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #12 am: 02.02.10, 20:47 »

gerade gelesen bei topagrar.com

Besorgt über die schlechte wirtschaftliche Situation vieler älterer Frauen in der Landwirtschaft hat sich Staatssekretär Dr. Gerd Müller geäußert.

mehr dazu:
Viele Altenteilerinnen leben in Armut

Hallo Reserl,

wundert dich das, dass die Bäuerinnen so schlecht versorgt sind im Alter?   Ganz ehrlich gesagt mich nicht. Leider wird hier  im Bt auch immer wieder drauf hingewisen, wie man Rentenbeträge sparen kann und wie schön und toll Familienversicherung ist... Mit 400 € Jobempfehlungen wird aus meiner Sicht der Weg geebnet in die Altersarmut der Frau.

Schon der alte Thaer wusste, dass Landwirtschaft ein Gewerbe ist mit dem Geld verdient werden muss... *sehr sinngemässe Wiedergabe des Zitates. :-)*

Sehr nachdenkliche Grüße

Anja
Gespeichert

... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
reserl
Niederbayern
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7208



« Antwort #13 am: 02.02.10, 21:08 »


Hallo Reserl,

wundert dich das, dass die Bäuerinnen so schlecht versorgt sind im Alter?  


@Clara: Nein, das wundert mich auch nicht.
Meine Schwiegermutter hatte eine eigene Rente von knapp unter 100 Euro monatlich. Embarrassed

Meine Eltern haben mittlerweile auch die LAK-Rente und wer sich ausschließlich auf die verlässt, ist wohl gerade in Zukunft verlassen. Undecided


Private Vorsorge ist sicher wichtiger denn je, aber gerade wo es auf vielen Höfen die finanziellen Spielräume eh schon ausgereizt sind, verschiebt man dieses Thema doch gerne.Embarrassed


Meine gesetzlichen Rentenansprüche werden voraussichtlich auch mal sehr mager sein. Roll Eyes
Ich habe eine private Rentenversicherung dazu, aber da werden sicher auch keine "Unsummen" raus kommen. Wenn überhaupt....
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Sasa
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1439


« Antwort #14 am: 02.02.10, 21:47 »

Tja- ich würde ja gerne was anderes als einen 400 Job machen, aber woher nehmen??

Ich hab mich sogar bei der Arbeitsagentur gemeldet, im letzten Sommer, ganz optimistisch, mit Fragen nach Weiterbildung, Seminare für Berufsrückkehrerinnen oder so....Schließlich hab ich ja was Anständiges gelernt und Berufserfahrung hab ich ja auch. Aber- naja. Im Dezember hab ich ein Angebot gekriegt: Zimmermädchen in Galtür, zeitlich befristet. Vollzeit. Ohne Mann und Kinder hätt ich das sogar gemacht, so wäre ich doch mal rausgekommen hier. Allerdings war ich mir ziemlich sicher, der Hotelier hätte mir zwar eine Unterkunft gestellt, aber keinen Helikopter- schließlich gehen meine Kinder hier in Ostfriesland zur Schule und irgendwie wollte ich sie auch noch selber betreuen- ich hatte ja eher an einen Job so im Mittelmaß zwischen 400 Euro und Dauerabwesenheit gedacht Grin Ich teilte der Agentur also schriftlich mit, warum ich dieses -einzige!!- Vermittlungsangebot nicht annehmen kann. Dann kam im Januar Post: Da ich dieses Angebot nicht angenommen habe, werde ich für 12 Wochen von der Vermittlung ausgeschlossen. Daraufhin hab ich mich komplett abgemeldet bei denen- Entschuldigung, aber das was da an Vermittlung kommt, das schaff ich grad noch selber....

Und privat vorsorgen: Es gab doch mal diesen Werbeslogan eines Vermögensberaters: In jedem Haushalt ist Geld versteckt. Hier nicht. Ich suche es seit Jahren (Vielleicht sollte ich mal den alten Estrich rausreißen, vielleicht liegt es ja da?). Um meine Rentenlücke zu schließen, müsste ich monatlich 500 Euro ansparen, sagte mir mal ein Versicherungsberater. Würd ich gern. Kann ich aber nicht. Also sehe ich meiner Rentenlücke bangen Auges entgegen- und mit der Hoffnung, irgendwann mal einen gescheiter Job zu bekommen...

Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 4 | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.18 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben