reserl
Niederbayern
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« am: 29.04.06, 12:48 » |
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Im Herbst werden im Bayerischen Bauernverband die Ortsvorstände neu gewählt.
Wie sieht es in euren Ortsverbänden aus? Gibt es noch Frauen, die sich für das Amt der Ortsbäuerin zur Verfügung stellen? Wer von euch wird sich wieder zur Wahl stellen? Mit welchem Engagement steht ihr hinter diesem Ehrenamt?
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lieben Gruß Reserl
Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #1 am: 29.04.06, 14:04 » |
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Hallo Reserl machst du weiter? herzl. Grüsse maria
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #2 am: 29.04.06, 14:40 » |
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Hallo Reserl machst du weiter? herzl. Grüsse maria
Hallo Maria, eine gute Frage.  Ich werde wohl weitermachen. Aber ich gebe zu, das meine Anfangseuphorie (sofern sie mal da war) ziemlich verflogen ist. Mir fällt es immer schwerer, mich auf diese Aufgabe einzulassen. Die Aktivitäten unseres Ortsverbandes beschränken sich daher auf ein Minimum  , ein neuer Besen würde da vielleicht guttun. Allerdings sehe ich hier weit und breit keine Bäuerin, die mich beerben möchte.  Die Ortsbäuerinnen der beiden anderen Verbände in unserer Gemeinde möchten definitiv nicht mehr weitermachen. Auch da sind bisher keine Nachfolgerinnen in Sicht. Wundern tut mich das nicht... allerorten ist eine Amtsmüdigkeit zu spüren und der Bauernverband schafft es irgendwie auch nicht, seine Leute so zu motivieren, das sie sich wieder gerne für die gemeinsame Sache einsetzen.... Ein schwieriges Thema, über das ich mir auch grad viele Gedanken mache....
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lieben Gruß Reserl
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #3 am: 29.04.06, 16:45 » |
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Hallo Reserl, vielen Dank für deine ehrlichen Gedanken. Ich bin jetzt fast 15 Jahre Ortsbäuerin, auf Ortsebene läuft es bei uns eigentlich ganz gut, wir haben eigentlich einiges geschaffen, haben ein Eisstockschiessen mit anschliessendem gemütlichen und lustigen Feiern, dort treffen sich 3 Generationen, wir haben ein Sommergrillfest, wo auch alles was Beine hat, kommt, unser Stammtisch schwächelt momentan ein wenig, aber das liegt an mir, weil oft einfach noch zu viele andere Termine anstehen, bei uns ist der Bauernverband am Ort der Treffpunkt für alle- und da wir eher ein industriell geprägter Ort sind, braucht es den bäuerlichen Ausgleich. Rein von der Basis her bin ich eigentlich zufrieden. Ich habe zu Beginn meiner Tätigkeit gleich auf ein erweitertes Gremium bestanden und bis jetzt hatten wir eine sehr gute Zusammenarbeit. Im Kreisverband ist es schwieriger, meine Ansichten sind leider andere, und ich habe immer mehr das Problem, dass ich als gewählte Ortsbäuerin die Interessen von unseren Bäuerinnen zu vertreten suche- aber sie sind oft nicht identisch mit den Zielen des Verbandes. Überall gärt es an allen Ecken und Enden, viele gehen nur nicht aus dem Verband, weil sie auf die Gemeinschaft am Ort nicht verzichten wollen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in den höheren Ebenen des Bauernverbandes überhaupt nicht gesehen wird, was draussen vor Ort los ist und welche Probleme die Bäuerinnen und Bauern haben. Ich hätte noch einiges zu schreiben, aber was nützt es, ich werde in diesem Verband nichts verändern, was nützt es, wenn ich mich abmühe, dass vor Ort ein gutes Klima ist, wenn die Rahmenbedingungen von Oben her einfach nicht mehr stimmig sind. Es scheint auch im Verband niemand davon Kenntnis zu nehmen, dass die Mitglieder mehr als unzufrieden sind, Kritik ist nicht erwünscht- und so wird es eben eine andere Abstimmung geben. Und wenn ich dann immer höre, dass die Nachfolger den Verband einen und nicht teilen sollen, dann werden die kritischen Stimmen daraus verschwinden. Die wirklichen Probleme in der Landwirtschaft sind gewaltig, aber dafür bleibt eigentlich keine Kraft mehr übrig. Herzliche Grüsse maria
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #4 am: 06.05.06, 10:23 » |
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Hallo Reserl, sind wir beiden die einzigen, die eine etwas kritische Haltung haben? Gestern abend war ich von diesem Verband, für den ich in den letzten Jahren doch einige Freizeit geopfert habe, wieder einmal positiv überrascht,wir sind nach Ebersberg gefahren, dort hat der Kreisobmann eine Veranstaltung organisert, der Kanadier Percy Schmeisser gab seine Erfahrungen über die Gentechnik in der Landwirtschaft in Kanada weiter. Ein voller Saal mit Bauern und Verbrauchern an einem Tisch- Percy Schmeissers Vorfahren kommen aus dem Raum Rosenheim und sind vor gut 100 Jahren nach Kanada ausgewandert. War total interessant, wie er erzählt hat, wie früher die Menschen zusammenhelfen mussten, um dort überleben zu können und wie dank Gentechnik diese Strukturen ziemlich kaputt gemacht worden sind. dieser Kreisobmann hat mir ein Stück Bauernverband wieder näher gebracht. Der Verband ist nicht irgendwo - sondern wir alle- und wir vertreten nicht den Verband, sondern die Mitglieder. Ich war froh, dass unsere Tochter unbedingt hinfahren wollte, sie ist in der Jungbauernschaft aktiv und die Veranstaltung im Landkreis Ebersberg war eben auch mit der Jungbauernschaft. So einen unter die Haut gehenden Vortrag - da hat der Kreisobmann wirklich was für die Landwirtschaft getan. Herzliche Grüsse maria
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solara
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« Antwort #5 am: 03.06.06, 22:08 » |
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Hey Reserl und der Rest der Landfrauen, ich bin noch immer hin- und hergerissen, ob ich es im Herbst machen soll oder nicht. Schwierig wird es nicht, garantiert nicht, denn unser "Ortsverband" hat grade mal 6 offizielle Mitgliedsbetriebe. Und "gelaufen" ist in der 25 jährigen Amtsperiode der jetzigen Ortsbäuerin nicht viel. Vor allem Termine in Zusammenarbeit mit den (grösseren) Nachbarortsverbänden. Allgemein geht "man" davon aus, dass ich mich zur Verfügung stelle. Warum? Weil ich die einzige junge Bäuerin hier bin. Soll ich es tun, und hoffen, die Dorfgemeinschaft wieder etwas in Schwung zu bringen? Bis jetzt fühlten sich immer nur die ältern Frauen im Dorf angesprochen, mit meinen 36 Jahren bin ich weitaus die jüngste bei BBV-Veranstaltungen. Ist es eine Chance? Aber dann sollte ich die älteren Vernachlässigen und versuchen, die Jungen (auch nicht BBV- Mitglieder) zu mobilisieren ... Oder soll ich mich weigern, und damit einen Zusammenschluss mit den anderen Ortsverbänden erzwingen. Angeblich ist ein Zusammenschluss nur immer im Gesamtortsverband möglich - also die BBV Männer auch. Und das ist wahrscheinlich kein Thema hier. Und zu allem Überfluss sind ja auch die ganz normalen Dorfschwierigkeiten da. Je kleiner das Dorf, umso grösser die Neidigkeiten. Der eine kann nicht mit dem anderen, der schaut der schief an ... das ist bei uns schon extrem. Dazu habe ich die Schwierigkeiten, dass ich "hergeheiratet" bin, von ziemlich weit her, also das ist schon ein ganz anderer Kulturkreis...  Und evangelisch bin ich auch!!! In einem erzkatholischen Oberbayerischen Dorf! Kann das gutgehen? Im Kreisverband kenne ich so gut wie keinen ... trotz BUS. Aber die Landfrauen sind eben ein ganz besonderer Schlag. Und so schlisst sich der Kreis: wenig Bekannte, weil nicht hier aufgewachsen, keine Möglichkeit, weil Kinder noch klein, und Betrieb stressig ... Beim Nochmaligen Durchlesen meines Textes fiel mir auf, dass das ganze ziemlich pessimistisch klingt. Soll es gar nicht. Denn eigentlich bin ich recht tatkräftig, unternehmungslustig, engagiert war ich auch mal. Die zentrale Frage ist einfach: rentiert es sich noch, sich bei den Landfrauen einzusetzen? Sind die nicht ziemlich verstaubt inzwischen? Liegt der Staub nur zwischen den dritten Zähen bei uns im Dorf oder ist der auch im Gesamtverband? Freue mich auf Reaktionen Bettina
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Moni
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« Antwort #6 am: 04.06.06, 09:55 » |
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Hallo zusammen, jetzt muß ich mal ganz blöd fragen,was die Aufgaben einer Ortsbäuerin sind.Ich habe da überhaupt keinen Plan  In den schon fast 17 Jahren, die ich jetzt schon hier lebe, habe ich von der Ortsbäuerin nichts (aber echt) mitbekommen  Ich weiß nur, dasß die Frau sich nicht mehr zur Wahl stellt. Viele Grüße Moni
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züsi
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« Antwort #7 am: 05.06.06, 19:58 » |
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hallo zusammen, könnt ihr mich bitte schlau machen was eine Ortsbäuerin überhaupt ist? sowas gibt es m.w. bei uns nicht, ich habe jedenfalls noch nie davon gehört. wäre dankbar für aufklärung, muss sonst dumm bleiben  gruss susanne
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #8 am: 05.06.06, 20:47 » |
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Hallo Susanne, scheinbar gibt es die Ortsbäuerin nur in Bayern.
Kurzbeschreibung der Aufgaben: Interessenvertretung der Mitglieder bestmögliche Information der Mitglieder Ansprechpartner für andere Gruppierungen und Behörden Repräsentation der Bauern/Bäuerinnen in der Gemeinde Die Ortsbäuerin hat noch eine Stellvertreterin und 2 Beisitzerinnen. Als ich vor 15 Jahren in diesen Job gewählt worden bin, habe ich darauf bestanden, einfach 2 Beisitzerinnen dazu zu wählen, weil eine grössere Gruppe einfach mehr auf die Beine stellen kann. Inzwischen ist es gängige Praxis. Die meisten Ortsbäuerinnen sind für das soziale Miteinander im Dorf recht aktiv. Herzl. Grüsse maria
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züsi
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« Antwort #9 am: 05.06.06, 21:28 » |
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danke maria, nun muss ich nicht doof bleiben. bin froh dass es das nur in bayern gibt, so konnte ich es wirklich nicht wissen.  gruss susanne
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sandra
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BT ist super!
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« Antwort #10 am: 03.08.06, 11:33 » |
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Bin auch am Überlegen, ob ich mich mit aufstellen lassen soll oder nicht. Eigentlich würde mir erst mal eine periode als Stellvertreterin gut gefallen. Das letzte mal hab ich mich erfolgreich vor den Wahlen gedrückt (stimt gar nicht, hatte Schichtdienst!). Jetzt sind die Kinder größer, und hier übernehmen es imer mehr die jungen frauen. Na, mal sehen, was bis in den herbst passiert!
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lg Sandra
Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagen würden, wo kämen wir denn hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.
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Ingrid1
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Es ist schön bei euch zu sein
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« Antwort #11 am: 03.08.06, 18:56 » |
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Hallo Bettina und alle andern Leidgeprüften,
das mit dem neuen Schwung und mit andern Orstverbänden zusammenarbeiten ist gar nicht einfach wenn nämlich die andern nicht wollen oder dich einfach nicht haben wollen, so wie es bei mir ist.
Wenn keine Örtsbäuerinn mehr vohanden ist und der Ortsverband zusammengelegt wird dann hat das bei den Männer überhaupt keine auswirkung. Bei uns wird auch zusammengelegt aber nur bei den Frauen.
Ich würde auch gerne aufhören aber wer soll es den machen. Ich habe meine Aktiviäten auf eine Versammlung im Winterhalbjahr gefahren und bin froh wenn dort überhaupt jemand kommt.
Das ander ist ja auch noch der Papierkram. Das eine Fromular für den Veranstalltung das andere für die Berutreilung und eins für die Kosten.
Bei uns wurde auf der letzten großen Versammlung gesagt mann darf nur noch eine Referenten haben wenn mind. 30 -35 Personen kommen, wie soll ich den das machen als kleiner Ortsverband, also bleibt es aus das ich eine Versammlung mit einem Referenten halte. Die Kosten von 2 Euro die ich pro Teilnhemer einsammeln muss und dann noch auch Rosenheim fahren sollte aber bitte immer gleich nach der Veranstaltung.
Die anfeindungen gegenüber unseres Verbandes bei uns ist der BDM sehr aktiv und wenn man am Krichenplatz steht und es wird über den BBV hergezogen mit dem Obmann und der Örtsbäuerinn dann ist das einfach nicht schön.
Was können wir kleinen auf Ortseben schon machen wenn die großen wieder Mist bauen wir können das dann doch ausbaden und das finde ich nicht in Ordnung deshalb kann ich jede verstehen die dieses Amt nicht macht oder wieder abgibt.
Bei mir gehen auch jetzt die Kinder vor die Frauen mit größern Kinder die haben keine Lust dazu.
Das sind meine Gedanken zur nächsten Wahl
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Schöne Grüße von Ingrid
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solara
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« Antwort #12 am: 10.08.06, 22:22 » |
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Eigentlich sollte/könnte man da draus ein Grundsatzthema machen:
rentiert es sich noch, ehrenamtlich aktiv zu sein? Für wen rentiert es sich? Wird einem das noch gedankt?
Lade ich mir bloss Streß auf, oder gibts auch Leute, die das wirklich gerne machen? Denn überall da, wo man aktiv ist, vornedran steht, wird man natürlich auch angefeindet.... Sei´s der Neid oder pure Böswilligkeit.
Ich war während meiner Jugendzeit (und auch darüber hinaus) wirklich aktiv in der Landjugend. Mir hätte was gefehlt und diese Zeit hat natürlich auch ganz positive Effekte für mich gehabt: Rhetorik, Organisationstalent, Bekanntschaften usw. Und bis vor einigen Jahren wäre es für mich gar keine Frage gewesen; freilich, das pack mer scho.
Und jetzt? Schwirren mir Fragen im Kopf rum: was bringt es mir? Mehr Ärger oder mehr Freude? Klar, wenn ich es nicht ausprobiere, weiss ich es nie...
Aber mittlerweile gilt es halt, die Zeit einzuteilen. Und die freie Zeit, die ich habe, will ich mir ja nicht mit Problemen vertreiben. Aber ist es richtig, zu sagen; machen kann ich es ja mal, wenn es nicht so geht, wie ich das will,dann lasse ich die ganze Sache halt schleifen, so ging es die letzten 20 Jahre ja auch... Darf man das?
Ich glaube, diese Gedanken drehen sich nicht nur um die Ortsbäuerinnenwahl, sondern ganz allgemein um das Übernehmen von Ehrenämtern.
Gibt es da draussen Frauen, die gerne im Ehrenamt sind? Was brings Euch?
Grüsse Bettina
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #13 am: 11.08.06, 07:56 » |
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Hallo Bettina, du stellst interessante Fragen. Mir haben die verschiedenen Ehremämter für mich selbst sehr viel gebracht. Fähigkeiten und Kenntnisse, die ich gar nicht in mir vermutet hätte, zum Vorschein gebracht. Irgendwie war und ist es für mich selbstverständlich, auch für andere etwas zu tun, von den Gaben, die mir der Herrgott geschenkt hat, auch anderen helfen zu wollen, sich für Dinge, die mir wichtig sind, einzusetzen. Allerdings habe ich viele Illusionen verloren- oft müht man sich vor Ort, was zu verändern, aber die Rahmenbedingungen verändern sich total gegenteilig. ich war eine sehr lange Zeit ehrenamtlich im Bauernverband tätig, aber in diesem Verband stehe ich vor der Frage: vertrete ich die gewählten Mitglieder oder die Interessen des Verbandes- das widerspricht sich für mich zu oft. Vor Ort habe ich eigentlich keine Probleme,wir haben einen sehr aktiven und rührigen Ortsverband, leider will bis jetzt niemand weitermachen, die einen haben keine Lust, die anderen ganz kleine Kinder, da kann ich es auch verstehen, die anderen wollen zwar mithelfen aber nicht vorne dranstehen und die Prügel beziehen  . Bin gespannt, ob sich jemand findet der weitermacht. Auf der einen Seite bedauere ich , dass sich niemand findet- aber ich gebe die Hoffnun noch nicht auf- auf der anderen Seite verstehe ich auch die Argumente dagegen. Denn mit allem Einsatz- die Fäden und Strippen werden woanders gezogen - und dort spielen die Interessen der Bäuerinnen und Bauern nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich habe ein paar klitzekleine Ehrenämter, die mir sehr viel Freude und Spass machen, die werde ich mit Sicherheit weitermachen. Ohne Ehrenamt schauts in der Gesellschaft um einiges dunkler aus, aber es fehlen die Ziele am Horizont, die alle sehen und sich dafür einsetzen wollen. Es ist halt um einiges gemütlicher, am Sofa zu sitzen und zu meckern. Irgendwie macht sich auf der einen Seite un unheimliches Anspruchdenken breit, auf der anderen Seite wollen sich viele in ihrer Freizeit einfach nur entspannen und relaxen. Auf alle Fälle wäre das ein Grundsatzthema, Ehrenamt- mehr Lust oder mehr Frust. Herzliche Grüsse maria
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #14 am: 11.08.06, 08:28 » |
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Hallo Bettina und Maria, eure Fragen gehen mir momentan genauso durch den Kopf. Gestern wurden bei uns alle Ortsbäuerinnen angeschríeben, ob sie sich wieder für die Wahl zur Verfügung stellen und ich bin doch auch sehr im Zwiespalt.  Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, das sich eine andere aus unserem Ortsverband um diesen Job "reisst".  Zum Thema "Ehrenamt" im allgemeinen haben wir auch eine Box. Schaut mal hier: Das Ehrenamt
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lieben Gruß Reserl
Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
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