Autor Thema: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten  (Gelesen 387811 mal)

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Offline fanni

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Re: Weihnachten etwas anders
« Antwort #165 am: 11.12.06, 16:01 »
Das hängt bei uns im Büro!


Weihnachtsfeier im Betrieb



1. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, daß unsere Firmen- Weihnachtsfeier am 13.12. im Argentina-Steakhousestattfinden wird. Es wird eine nette Dekoration geben und eine kleine Musikband wird heimelige Weihnachtslieder spielen. Entspannen Sie sich und genießen Sie den Abend... Freuen Sie sich auf unseren Bürgermeister, der als Weihnachtsmann verkleidet die Christbaumbeleuchtung einschalten wird! Sie können sich untereinander gern Geschenke machen, wobei kein Geschenk einen Wert von 20 EUR übersteigen sollte. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit. - Ihr Leiter der Personalabteilung

2. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Auf gar keinen Fall sollte die gestrige Mitteilung unsere ausländischen Kollegen isolieren. Es ist uns bewußt, daß Ihre Feiertage mit den unsrigen nicht ganz konform gehen: Wir werden unser Zusammentreffen daher ab sofort "Jahresendfeier" nennen. Es wird weder einen Weihnachtsbaum noch Weihnachtslieder geben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine schöne Zeit. - Ihr Leiter der Personalabteilung

3. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Ich nehme Bezug auf einen diskreten Hinweis eines Mitglieds der Anonymen Alkoholiker, welcher einen "trockenen" Tisch einfordert. Ich freue mich, diesem Wunsch entsprechen zu können, weise jedoch darauf hin, daß dann die Anonymität nicht mehr gewährleistet sein wird... Ferner teile ich Ihnen mit, daß der Austausch von Geschenken durch die Intervention des Personalrats nicht gestattet sein wird: 20 EUR sei zuviel Geld. - Ihr Leiter der Personalforschung

7. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Es ist mir gelungen, für alle Mitglieder der "Weight-Watchers" einen Tisch weit entfernt vom Buffet und für alle Schwangeren einen Tisch ganz nah an den Toiletten reservieren zu können. Schwule dürfen miteinander sitzen. Lesben müssen nicht mit Schwulen sitzen, sondern haben einen Tisch für sich alleine. Na klar, die Schwulen erhalten ein Blumenarrangement für ihren Tisch. - Endlich zufrieden? - Ihr Leiter der Klappsmühle

9. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Selbstverständlich werden wir die Nichtraucher vor den Rauchern schützen und einen schweren Vorhang benutzen, der den Festraum trennen kann, bzw. die Raucher vor dem Restaurant in einem Zelt platzieren. - Ihr Leiter der Personalvergewaltigung

10. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Vegetarier! Auf Euch habe ich gewartet! Es ist mir scheißegal, ob's Euch nun paßt oder nicht: Wir gehen ins Steakhaus!!! Ihr könnt ja, wenn Ihr wollt, bis auf den Mond fliegen, um am 13.12. möglichst weit entfernt vom "Todesgrill", wie Ihr es nennt, sitzen zu können. Labt Euch an der Salatbar und freßt rohe Tomaten! Übrigens: Tomaten haben auch Gefühle, sie schreien wenn man sie aufschneidet, ich habe sie schon schreien hören, ätsch ätsch ätsch! Ich wünsch Euch allen beschissene Weihnachten, besauft Euch und krepiert!!!!! - Der Idiot aus der dritten Etage.

13. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Ich kann sicher sagen, daß ich im Namen von uns allen spreche, was die baldigen Genesungswünsche für unseren Personalleiter angeht. Bitte unterstützen Sie mich und schicken Sie reichlich Karten mit Wünschen zur guten Besserung ins Sanatorium. Der Magistrat hat inzwischen die Absage unserer Feier am 13.12. beschlossen. Wir geben Ihnen an diesem Nachmittag bezahlte Freizeit. - Ihr Interimsleiter der Personalabteilung


Ich freu mich trotzdem auf die Weihnachtsfeier!!

Fanni
Herzliche Grüße von Fanni

Offline Freya

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Re: Weihnachten etwas anders
« Antwort #166 am: 13.12.06, 22:51 »
Innovatives Christmas-Marketing

Weihnachten steht vor der Tür und dieses Jahr überlassen wir nichts dem Zufall - Es muss alles ganz klar kommuniziert werden! CEO (Christmas-Event-Organizer): Dr. J. Christus v. Bethlehem

Status: Wie Weihnachten 2005 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch X-man sein! Da X-mas 2006 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab November höchste Zeit mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen;
Verzeihung- das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

Hinweis: Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (SANta Claus Road Show) findet bereits am 01.Dezember 2006 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) schon am 6. Januar abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job-Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Briefing diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen PrivateSchenking Centers sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch so genannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden. Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture  Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelt. Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarkt als Pilotprojekt eine Hotline (0,69 EUR/Minute Legion) für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Bock Release 2006.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Update.

Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahme. Ferner wurde durch intensives Brain Storming ein Konsens über das Mission-Statement gefunden.
Es lautet "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige.
"Frohe Weihnachten". X-man (formerly known as Santa Claus) hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.


Mit freundlichen Grüssen CEO Dr. J. Christus v. Bethlehem




gefunden bei: www.weihnachtsmanndorf.de
viele Grüße
Freya

Offline jägerin

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #167 am: 14.12.06, 19:48 »
Weihnachtsstress


Als im August in den Geschäften
die Pfefferkuchenzeit begann,
da fragten viele mit Entsetzen:
Kommt denn schon jetzt der Weihnachtsmann?
Seitdem sind Monate vergangen,
nun ist es wirklich fast soweit.
Es öffneten die Weihnachtsmärkte
und in der Luft liegt Heimlichkeit.
Längst sind die Wunschzettel geschrieben,
der Stollenduft zieht durch das Land
und auf der Suche nach Geschenken,
wird selbst am Sonntag rumgerannt.
Es gibt so vieles zu bedenken,
damit man wirklich nichts vergisst.
Und mancher wünscht sich schon seit Wochen,
dass alles bald vorüber ist.
Dann ist er da, der Heiligabend,
der Weihnachtsbaum ist bunt geschmückt.
Jetzt gibt es nur noch den Gedanken,
dass auch der Weihnachtsbraten glückt.
Die Feiertage gehn vorüber,
man übt sich in Besinnlichkeit.
Doch um sich wirklich zu besinnen,
bleibt einem viel zu wenig Zeit.
Gestresst von all dem Weihnachtstrubel
schwört sich dann wieder jedermann:
Im nächsten Jahr wird alles anders!
Na, hoffentlich denkt ihr auch dran

von Monika Peschel
Es grüßt Euch Gerda!

Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.  (Mahatma Gandhi)

Offline jägerin

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #168 am: 15.12.06, 14:19 »
 Weihnachtsgruß

Lasset uns beim Feiern in der Nacht,
beim Singen und beim Schenken
an alle, die nicht feiern können,
auch ein wenig denken.
Und dafür sorgen, dass auch sie zur
Weihnacht Glück verspüren.
Lasset uns deshalb die Herzen öffnen,
aber auch die Türen.

Den Reichtum sendet gerne aus,
die Armut holt herein,
dann wird die Weihnachtszeit für uns
erst wahrhaft fröhlich sein.

In herzlicher Verbundenheit
seid froh gegrüßt zur Weihnachtszeit.
Wir wollen eines uns nur schenken,
dass wir gerne aneinander denken.

Ein Wunsch noch: Baldiges Wiedersehen !
Erfüllt er sich, das wäre schön.

Es grüßt Euch Gerda!

Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.  (Mahatma Gandhi)

Offline Freya

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #169 am: 17.12.06, 22:26 »
Habe heuer mit meinem Sohn ein kleines Lied aus meiner Kinderzeit eingeübt. Er wird es dann singend vortragen und ich brumme ganz leise die 2. Stimme dazu.

Kennt ihr das ???

Was soll das bedeuten? Es taget ja schon.
Ich weiß wohl, es geht erst um Mitternacht rum.
Schaut nur daher! Schaut nur daher!
Wie glänzen die Sternlein je länger je mehr!

Treibt zusammen, treibt zusammen die Schäflein fürbaß.
Treibt zusammen, treibt zusammen, dort zeug ich euch was.
Dort in dem Stall, dort in dem Stall,
Werdet Wunderding sehen, treibt zusammen einmal.

Ich hab nur ein wenig von weitem geguckt,
Da hat mir mein Herz schon vor Freuden gehupft:
Ein schönes Kind, ein schönes Kind
Liegt dort in der Krippe bei Esel und Rind.

Ein herziger Vater, der steht auch dabei;
Ein wunderschön Jungfrau kniet auch auf dem Heu
Um und um singt's, um und um klingt's,
Man sieht ja kein Lichtlein, so um und um brinnts.

Das Kindlein das zittert vor Kälte und Frost.
Ich dacht mir: i wer hats denn also vestoßt,
Daß man auch heut, daß man auch heut
Ihm sonst keine andere Herberg anbeut?

So gehet und nehmet ein Lämmlein vom Gras
Und bringet dem schönen Christkindlein etwas.
Geht nur fein sacht! Geht nur fein sacht,
Auf daß ihr dem Kindlein kein Unruh nicht macht!


Volkslied
« Letzte Änderung: 17.12.06, 22:29 von Freya »
viele Grüße
Freya

Online martina

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Re: Weihnachten etwas anders
« Antwort #170 am: 25.12.06, 20:54 »
Soweit ich mich erinnere, waren Maria und Josef auf dem Weg zum Einwohnermeldeamt von ihrem Geburtsort .Dieses wollte sein Bestandsregister neu ordnen und hatte von Maria und Josef lange nichts mehr gehört. Mit einer Buschtrommel wurden die Leute aufgefordert,sich im Geburtsort einzufinden.
Da Maria eben schwanger war, konnte es durchaus passieren, ein Kind unterwegs zur Welt zu bringen. Ein Stall ist im Winter praktisch.(Mein Nachbar wurde früher wenn er besoffen war, nicht von seiner Frau in die Wohnung gelassen .Er schlief dann in der Kuhkrippe)
Das war vor 2004 Jahren.
Wie würde das heute ablaufen......

Vielleicht so?

Säugling in Stall gefunden
Polizei und Jugendamt ermitteln

Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen


BETHLEHEM, JUDÄA - In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.

Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold sowie einigen, möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen aufgetragen sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Ebenso festgenommen und befragt wurde der Besitzer des Stalls, der Eigentümer des Hotels "Bethlehem Inn". Da er Gästen erlaubt hat in seinem Stall zu nächtigen, bedeutet das für ihn vermutlich den Verlust der Herbergenerlaubnis, wegen Verstoßes gegen Sicherheits- und Gesundheitsauflagen der Hotel- und Gaststättenverordnung. Die Tatsache, dass sich in dem Stall auch Lebendvieh (1 Ochse und 1 Esel) befand, bedarf ebenfalls einer Untersuchung, da fraglich ist, ob in einer Gegend mit Mischgewerbe Nutztiere gehalten werden dürfen.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Joseph hat zugegeben, Maria aus ihrem gemeinsamen Zuhause in Nazareth wegen einer vorgeschriebenen Volkszählung mitgenommen zu haben. Da sie aber wohl bereits bei der Abreise schwanger war, prüfen die Ermittler ob es noch andere Gründe gab Nazareth zu verlassen.

Joseph wird ohne Kaution festgehalten. Die Anklagepunkte lauten auf:
Misshandlung, Entführung, Gefährdung und Unzucht alles im Zusammenhang mit Minderjährigen.

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Auch sie kann mit einer Anklage Wegen Fahrlässigkeit rechnen. Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen, weil sie behauptet sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.


In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht:
"Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - Ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."


Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info. Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag "hoch leben" zu lassen.

Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."
Wie man es macht, ist es falsch. Macht man es gleich verkehrt, ist es auch nicht richtig.

Offline Sigrid

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Re: Weihnachten etwas anders
« Antwort #171 am: 25.12.06, 21:28 »
Perfekt!

Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie
begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie.
Die Hochzeit war einfach perfekt und ihr Zusammenleben war
selbstverständlich ebenso perfekt.

An einem verschneiten,stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses
perfekte Paar eine kurvenreiche Strasse entlang, als sie am Straßenrand jemanden
bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Da sie ein perfektes Paar
waren, hielten sie an, um zu helfen.

Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke.

Um die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht zu enttäuschen, luden
die perfekte Frau und der perfekte Mann den Weihnachtsmann mitsamt
seiner Geschenke in ihr Auto. Und bald waren sie daran, die Geschenke
zu verteilen.

Unglücklicherweise verschlechterten sich aber die ohnehin schon
schwierigen Straßenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie
einen Unfall.

Nur einer der drei Autoinsassen überlebte.

Wer war es? Zuerst überlegen und dann nach unten scrollen!
------------------------------------------------------------------------------





Es war natürlich die perfekte Frau!

Warum?

Sie war die einzige, die überhaupt existiert hat. Denn jeder weiss,
dass es keinen Weihnachtsmann gibt,und erst recht keinen perfekten
Mann!

Für Frauen endet der Texthier. Nicht weiter lesen!
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Männer bitte weiter lesen :
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Wenn es keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, dann
muss also die "perfekte"Frau am Steuer gesessen haben. Und das erklärt auch,
warum es überhaupt einen Unfall gegeben hat!

PS:
Wenn Sie eine Frau sind und trotzdem bis hierher weiter gelesen
haben, wird dadurch gleich noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das,
was man ihnen sagt!!

« Letzte Änderung: 25.12.06, 21:30 von Sigrid »

Offline Vöglein

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Re: Weihnachten etwas anders
« Antwort #172 am: 02.01.07, 17:01 »
Mein Sohn behauptet Josef war auch Landwirt und hat die Krippe mit
einem Traktor ausgestattet...... ;D :D
Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !

Offline Sigrid

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #173 am: 26.11.07, 21:38 »
Ich hab' diese hier gefunden:

Die Legende vom Weihnachtsstern
Eine alte Weihnachtsgeschichte berichtet von einem kleinen mexikanischen Mädchen, daß so arm war, daß es kein Geschenk kaufen konnte, um es am Heiligen Abend in die Kirche zur Krippe zu bringen.
Traurig blieb es vor der Kirchentür stehen und sah zu, wie die anderen ihre Geschenke hineintrugen.
In der Nähe befand sich eine steinerne Engelsfigur, die fast ganz von Unkraut überwuchert war. Das kleine Mädchen begann das Unkraut auszureißen, als es eine Stimme hörte: “ Bringe dieses Unkraut in die Kirche, und das Christkind wird dich und die Pflanzen segnen.”

Das Mädchen sammelte einen Arm voll Unkraut und ging in die Kirche zur Krippe. Da wurden die Blätter an der Spitze jedes Stengels plötzlich leuchtend rot, als würden sie brennen.
Seither ist diese Blume ein Weihnachtssymbol. Sie heißt Poinsettia, aber die Menschen nennen sie Weihnachtsstern.

                                                                                                                                               Liebe Gruesse,
                                                                                                                                                                       Sigrid

Offline pauline971

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #174 am: 27.11.07, 12:25 »
Hi Küken, ich kenne eine total lustige. Ich könnte mich da hinlegen vor lauter Lachen.

8.Dezember: Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

9.Dezember: Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

12.Dezember: Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahreswechsel so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

14.Dezember: Schnee, wundervoller Schnee! 30cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20°C gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist ein Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich so viel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so pusten und schnaufen.

15.Dezember: 60cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei extra Schaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

16.Dezember: Eissturm heute morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17.Dezember: Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

20.Dezember: Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht, eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass sie lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt mache es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

23.Dezember: Nur 10cm heute. Und es hat sich auf 0°C erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit - ich muss schaufeln! Warum hat sie mir das nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

24.Dezember: 20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eier durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runter gerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

25.Dezember: Frohe Weihnachten. 60cm mehr von der !*?^@$. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich habe ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich noch einmal ihre Weihnachtsmusik anhören muss, werde ich sie umbringen.

26.Dezember: immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27.Dezember: Die Temperatur ist auf -30°C gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember: Es hat sich auf -5°C erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!!!

29.Dezember: Noch mal 30cm. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30.Dezember: Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 25.000€ Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25cm vorhergesagt.

31.Dezember: Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.

8.Januar: Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich ans Bett gefesselt?


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Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.
Antoine de Saint-Exupéry

Offline Sonnenblume2

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #175 am: 27.11.07, 13:37 »
Es ist Heilig Abend.
Genauer gesagt, eigentlich erst "Heilig Mittag".
Mit glänzenden Gesichtern und frisch gewaschenen Haaren sitzen die beiden Kinder auf dem Sofa im Wohnzimmer und trinken warmen Kakao.
Draußen vor dem Fenster tanzen Schneeflocken, es duftet herrlich nach Weihnachten und der Tannenbaum glänzt in seiner Pracht:
Rot-polierte Holzäpfelchen und feine Strohsterne schmücken ihn, und zarte, glitzernde Goldfäden hängen von den Zweigen.
Unter dem Baum steht die Krippe mit all den vertrauten Figuren.
Maria und Joseph, Ochs und Esel und der Engel der Verkündigung.
Hirten gibt es keine, auch keine Schafe, dafür aber drei altehrwürdige Könige, die huldvoll vor der Futterkrippe knien.
Und in der Krippe liegt es -
- das Jesuskind. Ihm zu Ehren feiern wir Weihnachten.

Das wissen auch die beiden Kinder, die das Figürchen mit dem feinen Babygesicht ganz besonders in ihr Herz geschlossen haben: Jesus hat heute Geburtstag !
Schon in aller Frühe hatten sie das Jesuskind feierlich in den roten Kipplaster gesetzt und waren mit ihm kreuz und quer durch die Wohnung gebraust. Anschließend war es in der Puppenstube zu Gast gewesen, um mit der dort lebenden Puppenfamilie zu frühstücken, und zur Feier des Tages durfte das Jesuskind dann noch im Playmobil-Hubschrauber um den Weihnachtsbaum fliegen....
Huiii, war das ein Spaß gewesen !
Bis Mami in das Weihnachtszimmer getreten war und dem Spiel Einhalt geboten hatte.
Schließlich sei das Jesuskind ja noch ein Baby und gehöre zu seinen Eltern.
Naja, das hatte die beiden Kinder eingesehen.

Und so liegt es nun wieder in der Krippe, in Windeln gewickelt und geduldig lächelnd.
Die beiden Kinder auf dem Sofa indes können es kaum noch erwarten.
Wenn es nach ihnen ginge, dann könnte das Christkind jetzt zur Bescherung kommen !
Aber - es ist eben erst Mittag,..... und es dauert noch drei lange Stunden, bis es zum Krippenspiel in die Kirche geht.

Während Papi sich mit Geschenkpapier und Klebeband ins Schlafzimmer zurückgezogen hat ( "...muß noch dringend was am Computer arbeiten.....") springt Mami eben unter die Dusche, natürlich nicht, ohne die Sprößlinge vorher noch einmal zu ermahnen, ganz friedlich und artig zu bleiben.
Das aber ist gar nicht so einfach, an einem Tag wie diesem, wo die Uhren ohnehin schon viel langsamer laufen, als sonst, und man vor lauter Spannung gar nicht weiß, wie man die kommenden Stunden überstehen soll.

Unter dem Vorwand, sich heute ganz besonders wohlgefällig zeigen zu wollen, beschließt die Große, noch einmal das Weihnachtszimmer zu saugen und holt zu diesem Zweck den Staubsauger aus der Kammer. Natürlich ist den Kindern der unbeaufsichtigte Umgang mit diesem Gerät normalerweise verboten, aber, so redet sie sich ein, ist es ja sicher auch in Mamis Sinne, wenn das Wohnzimmer heute ganz besonders gründlich gesaugt wird.
Und doppelt hält nun einmal besser, das weiß doch jedes Kind. Mit der ganzen Kraft ihrer vier Jahre hievt sie das schwere Gerät in den Raum, steckt das Kabel in die Steckdose ( - ist zwar auch verboten, aber der Zweck heiligt bekanntermaßen die Mittel... - ) und heissa, los geht es !
Der Kleine klatscht begeistert in die Hände, denn auch er liebt dieses Gerät heiß und innig, und unter großem Jubel und den bewundernden Blicken des kleinen Bruders fährt die Große mit dem Staubsauger schwungvoll durch das Zimmer.
Huiii, hat der eine Kraft....!
.... schon haben die unteren Äste des Bäumchens keine Goldfäden mehr.... schwups......sind die Sternchen, die unter die Tanne gestreut worden waren, verschwunden, und da:
Klirrr - schepper - kling ........ist es geschehen.....! - ein Schrei des blanken Entsetzens hallt durch die Wohnung.

Innerhalb von Sekunden stürzen beide Eltern ins Wohnzimmer, angetrieben von dem Glauben, ein Blutbad vorzufinden.
Doch, Gottlob, der Kleine sitzt unversehrt auf dem Teppich, fasziniert mit einem Auge in die Tülle des Staubsaugers spähend, während die Große daneben hockt und herzzerreißend heult.
Und da erfahren die Eltern auch schon die grausame die Tragödie:
Der böse Staubsauger hat das Jesusbaby gefressen.

Da sitzen sie nun, es ist Heilig Abend, und das Jesuskind ist fort. Anklagend steht die leere Futterkrippe im Stall, und auch Maria scheint etwas wehmütiger zu gucken, als sonst.
Wie sollen die Kinder das bloß dem Christkind erklären ?
Daß sie verbotener Weise mit dem Staubsauger durch das Weihnachtszimmer getobt sind und dabei das arme kleine Jesulein im Müllbeutel versenkt haben ?

Mit ernster Miene schicken die Eltern ihre beiden Sprößlinge ins Kinderzimmer.
- Lange, ...sehr lange dauert es, bis die Uhr drei mal schlägt, und sie gemeinsam zum Krippenspiel gehen.
Doch die Gedanken wandern immer wieder nach Haus.
Was, wenn`s Christkind den fehlenden Heiland sofort bemerkt und tatenlos wieder verschwindet ?
Und wie überhaupt sollen sie Weihnachten feiern, wenn das Jesuskind nicht unter ihnen ist, heute an seinem Geburtstag ?

Ohne Jesus kann man nicht Weihnachten feiern, so viel steht fest.
Diese Erkenntnis verursacht kein schönes Gefühl im Bauch.
Und wie sollte das Jesuskind da sein können, wenn es nicht greifbar ist ?
Nein, das wird kein schöner Heilig Abend werden.

Die Eltern hingegen tun so, als sei nichts geschehen.
Singend wandern sie mit den beiden nach dem Gottesdienst durch die Strassen.
Zuhause angekommen betreten sie leise die Wohnung und öffnen feierlich die Wohnzimmertür.
Wie angewurzelt bleiben die Kinder da auf der Schwelle stehen:

Die Kerzen am Weihnachtsbaum leuchten und bunt verschnürte Päckchen stehen unter dem Baum.
In der Krippe aber, geborgen von Maria und Joseph, liegt das Jesuskind und lächelt.
So, als wäre es nie fort gewesen.
 

Offline Sonnenblume2

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #176 am: 27.11.07, 13:48 »
Lustig, lustig, trala lala la!
Oder: Eigentlich haben wir es doch ganz gut getroffen ...


"Mami ! Er war da !" - der aufgeregte Schrei unserer Tochter läßt mich aus dem Tiefschlaf aufschrecken. Es ist 5:58 h und draußen ist es noch stockdunkel.
Ich sitze augenblicklich senkrecht im Bett, zucke nur kurz zusammen, als unser Sohn ohne Vorwarnung die Deckenbeleuchtung aufflammen läßt, und versuche vorsichtig meine Orientierung wieder zu erlangen.
"Kommt doch mit hinunter und seht selbst !"
Nun blinzelt auch mein Mann unwirsch in das grelle Licht: "Was ist passiert?"
"ER WAR DA !" Mit zwei Sätzen springt unsere Tochter in die Mitte unseres Bettes.
Ihr kleiner Bruder wählt die behutsamere Variante und kriecht mit seinem feuchten Pampers-Popo unter meine Decke, um sich an mich zu schmiegen.
"Der Nikolaus war da. Wir ham`s schon gesehen. Ehrlich! In jedem Schuh steckt was, auch in Deinem, Papa.", werden wir aufgeklärt, "los, kommt, aufstehen!"

Ich versuche das Unabwendbare abzuwenden und beginne zu diskutieren:
"Leute, ey, langsam, es ist noch mitten in der Nacht und ..."- in diesem Moment schaltet sich der Radiowecker ein "....es ist sechs Uhr, Guten Morgen, WDR2 bringt Ihnen die Nachrichten mit Florian Fröhlich... - Berlin. Auf dem gestrigen Parteitag der...."
"Mami, hast Du nicht gehört, der hat eben GUTEN MORGEN gesacht", stellt meine Tochter lakonisch fest.
"Neeeiiinnn !" schreie ich und ziehe mir die Decke über den Kopf.
Heute ist Samstag. Und samstags ist sechs Uhr früh noch mitten in der Nacht, basta, grmpf.
Da fällt mir ein: "Warum hast Du den dämlichen Wecker nicht ausgestellt?"
Ich tauche unter der Decke hervor, puste mir die Haare aus dem erhitzten Gesicht und blicke den Vater meiner Kinder strafend an.
Dieser winkt ab: "Hab ich vergessen...."-
"Na toll!", schnaube ich, "da ist es Wochenende und wir könnten ENDLICH mal etwas länger schlafen und was machst DU....??!!"
Mein Mann spielt den Unschuldigen: "Aber wir waren doch schon wach bevor der Wecker..."
Ich sag da nur: Männer.
Männer und ihre PRIMITIVEN Schutzbehauptungen !
- Derweil beenden unsere Kinder den Disput kurzerhand indem sie uns lachend die warme Bettdecke vom Körper ziehen.
Tolles Spiel. Gänsehaut vom kleinen Zeh bis zum Po-Ansatz. Das ist genau das, was mir zu einem vollkommenen Glücksgefühl gerade noch gefehlt hat.
"Ma-mi, lo-hos, auf-ste-hen !" brüllen die beiden im Chor.

Da quäkt es nebenan aus dem Babyzimmer.
Super. Jetzt haben sie den Junior auch noch wach gekriegt.
Ich quäle mich aus dem Bett, stolpere im Flur über eine Handvoll Duplosteine und angle dann unseren Jüngsten aus dem Gitterbett. Der grinst mich zahnlos an und stinkt dabei dermaßen, daß man in der Nähe von offenem Feuer Angst vor einer Verpuffung haben müßte.
Uaaah. Volle Windel auf leeren Magen, - das hat noch nie dazu beigetragen, meine Morgenstimmung auf den Höhepunkt zu bringen.
"Ma-mi, mach schnell-ler, ko-hom!" werde ich von den herzigsten aller Kinder beim Wickelvorgang auch noch angefeuert.
Und dann tapsen wir schlaftrunken im Gänsemarsch die Treppe hinunter.
- Tatsächlich. Vor unserer Haustür stehen fünf Paar Schuhe (- auch die kleinen Fell-Puschen des Jüngsten sind dabei-) und alle sehen sehr geheimnisvoll aus:
In jedem linken Schuh steckt eine Apfelsine, aus jedem rechten blitzt eine rote Zipfelmütze aus Staniolpapier und zwischen jedem Paar steckt ein Buch.
Da glänzen die Kinderaugen, und sogar mir läuft ein Schauer über den Rücken (- was aber auch an diesen unbeschreiblich kalten Fliesen liegen kann....im Gegensatz zu meinen Kindern habe ich nämlich keine warmen "Stopper-Socken" an den Füßen.) Nun ja.

Die Kinder stimmen lauthals das Lied "Laßt uns froh und munter sein" an, brechen aber nach der ersten Strophe ab und nörgeln vorwurfsvoll:
"Mensch, Ihr müßt doch mitsingen, sonst ist es gar nicht echt feierlich."
Gar nicht echt feierlich darf es natürlich nicht sein, an einem Morgen wie diesem.
Schon klar, und allen Fröschen im Halse zum Trotz fangen wir noch einmal zusammen an.
Ach ist das schön.
Kleine familiäre Musikeinlage um Viertel nach sechs, barfuß auf eiskalten Fliesen sitzend.... - haben wir davon nicht immer geträumt ?

Kaum ist der letzte Ton verklungen, wird der erste Schoko-Nikolaus auch schon geköpft. Armer Kerl. Mit braun verschmiertem Mund strahlt mich unser Sohn selig lächelnd an.
Unsere Tochter vertieft sich in ihr neues Bilderbuch, während mein Mann reflexartig ein Knäuel Silberpapier aus der Mundhöhle des Babies fischt.
"Können wir jetzt, bitte, bitte, wieder ins Bett zurückkehren?", frage ich hoffnungsvoll, während meine Zähne vor Kälte aufeinanderschlagen.
Lieber toleriere ich Schokoflecken auf meiner Bettdecke, als daß ich mir hier im Flur den A....llerwertesten abfriere.
"Eine ausgezeichnete Idee !" befindet mein Mann, " geht Ihr schon einmal vor, ich komme dann gleich mit warmem Kakao hinterher...."
Allein für diesen wunderbaren Gedanken würd` ich ihn vom Fleck weg heiraten, wenn ich das noch könnte, und so dirigiere ich unsere aufgeregt schnatternde Kinderschar zurück ins Elternschlafzimmer.

Ein wenig später sitzen wir zusammengekuschelt im großen Bett und lesen aus den neuen Kinderbüchern vor, im Radio spielen sie Weihnachtslieder und die Kinder füttern uns mit klebrig-weichen Schokoladenstücken.
Versonnen blicke ich auf meine Lieben und denke:
Es gibt Schlimmeres, als am frühen Morgen den Nikolaus-Brauch zu feiern.
- Wenn ich da zum Beispiel an das amerikanische Weihnachtsfest denke.....!
.....Da kommt das Christkind nicht (- wie in unseren Breiten -) zu elternfreundlichen Zeiten,
sondern verteilt seine Geschenke mitten in der Nacht ....!
Mal ehrlich:
In aller Herrgottsfrühe Nikolauslieder zu singen ist das eine.
Aber womöglich mit den Kindern auf der Strasse das neue Fahrrad auszuprobieren..... .... im Winter !.... Morgens um sechs !.... ich weiß ja nicht.
Ich meine, so gesehen haben wir es eigentlich doch noch ganz gut getroffen, oder ?

In diesem Sinne, euch allen noch einen frohen Advent,

Offline Bärbel

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #177 am: 27.11.07, 19:14 »
Der Wunschzettel vom Björn Wurzbauer

Sehr geehrtes Christkind, liebes Jesukindlein!
Mein Name ist Björn Wurzbauer und ich werde sieben Jahre alt.

Ich bin nicht sicher, ob es dich wirklich gibt. Falls ja, schreibe ich dir jetzt diesen Wunschzettel. Falls nein, ist es sowieso wurscht und du brauchst ihn gar nicht lesen.

Jetzt ist zwar erst der 2. September, aber ich habe mir gedacht, ich schreibe schon jetzt, dann kannst du die Sachen in Ruhe einkaufen und brauchst nicht so hudeln wie meine Mutter, wenn Besuch kommt. Außerdem kriegst du jetzt alles noch viel billiger, weil es im Angebot ist. Aber ich glaube, dass du die Sachen eh nicht bezahlen musst, weil du ja das Christkind bist. Oder stiehlst du sie vielleicht in einem großen Geschäft, wo es nicht auffällt, wenn etwas fehlt? Wahrscheinlich nicht, weil sonst würde dich dein Vater, der wo der Chef im Himmel ist, nicht mehr hineinlassen.

Im Prinzip ist es mir wurscht, wo du die Sachen hernimmst. Hauptsache, ich kriege sie! Oma hat gesagt, die meisten Geschenke kriegt der, der wo das ganze Jahr schön der Mama folgt und immer das tut, was die Mama will. Ich habe gesagt: das ist der Papa. Da hat die Oma gelacht und gesagt, das gilt natürlich nur für Kinder und nicht für große Leute. Da war ich sehr froh. Ich mag zwar meinen Papa gern, aber dass er die meisten Geschenke kriegt, vergönne ich ihm nicht. Außerdem raucht er, wenn die Mama nicht daheim ist und als Belohnung, weil ich ihn nicht verrate, darf ich mir im Fernsehen einen greislichen Monsterfilm anschauen.

Von uns Kindern bin ich bestimmt der bravere, weil meine Schwester, die wo erst fünf Jahre alt ist, ist ein wahrer Deifl. Sie hat mir zum Beispiel im Sommer einen ganzen Schübel Haare ausgerissen - wegen nichts und wieder nichts. Nur weil ich ihrem blöden Goldhamster ein Bier gegeben habe, wie sich nicht da war. Dann habe ich ihn in sein Laufrad gesetzt und zugeschaut, wie er läuft und es war recht lustig. Nach einer Weile habe ich ihn darin total vergessen, weil mein Freund Kevin gekommen ist und wir Fußball gespielt haben. Als nach einer Stunde meine Schwester heimkam, hatte sich das dumme Vieh schon derrennt... Sie hat geschrieen wie noch was und gesagt, dass ich ein Mörder bin, derweil war es ja praktisch Selbstmord. Er hätte nur das Rennen aufhören brauchen, aber er tat es nicht. Selber schuld. Und ein Schoppen Bier kann doch einem Hamster nichts ausmachen. Außerdem habe ich ihn eh nicht leiden können, weil er hat immer recht gemuffelt. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, ich bin und bleibe ein totaler Grobian.

Dann haben sie den Hamster im Garten neben dem Kompost beerdigt. Als Sarg haben sie eine Bigmäc- Schachtel hergenommen - aber ohne Bicmäc. Ich musste zur Strafe einen Zettel schreiben. Den haben sie auf einem Holzstecken aufgespießt und neben das Grab hingesteckt. Darauf musste ich schreiben:

Hier ruht mein Hamster Fridolin,
erst lebte er, jetzt ist er hin.
Schuld an dem Verdruss
ist mein Bruder, die dumme Nuss.

Da kannst du sehen, liebes Christkind, wie geschert meine Schwester ist. Zum Schluss hat sie noch ganz scheinheilig gesagt: "Herr, gib Fridolin die ewige Ruhe." Aber ich habe genau gemerkt, dass sie mich meint, weil sie mich so angeschaut hat.

Ich beantrage hiermit, dass du ihr heuer nichts bringst, höchstens eine leere Schachtel, wo ein Zettel drin liegt und darauf soll stehen: "Wer seinem Bruder wegen nichts und wieder nichts einen Schübel Haare ausreißt, kriegt vom Christkind einen Dreck!" Dann hat sie es. Ich wünsche mir dafür heuer etwas mehr, damit es sich wieder ausgleicht. Ich bräuchte unbedingt ein Fahrrad mit 21 Gängen, weil ich bin in der Klasse der einzige, der wo nur 3 Gänge hat. Mein altes Rad mit den 3 Gängen kannst du dafür mitnehmen und einem armen Negerkind in Afrika bringen. Für ein solches sind 3 Gänge schon ein totaler Wahnsinn. Dann bring mir bitte noch einen Extra-Fernseh für mein Zimmer, damit ich nicht immer den Käse anschauen muss, den meine Mutter und mein Vater sehen wollen. Die schauen die ganze Zeit Tok-Schous und so Zeug an.

Weißt du, Tok-Schous sind Sendungen, wo lauter Narrische dortsitzen und über was reden, was keinen interessiert. Außerdem brauche ich noch einen Dress vom FC Bayern München und vorsichtshalber vom FC Kaiserslautern, falls diese Hundlinge wieder deutscher Meister werden. Sonst fällt mir momentan nichts ein. Du könntest mir aber noch ungefähr 1000 Mark in bar bringen, falls mir später noch etwas einfällt. Dann kaufe ich es mir selber und du hast nicht soviel Arbeit mit mir. Bitte vergiss nichts, weil sonst bin ich enttäuscht. Und in der Zeitschrift, die wo meine Mutter immer liest, steht drin, wenn ein Kind oft enttäuscht wird, wird es psychisch gestört und später eventuell richtig narrisch.

Das willst du doch bestimmt nicht, oder?

Hochachtungsvoll Dein Björn
 
Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

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Offline Bärbel

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #178 am: 27.11.07, 19:21 »
Der Christbaumständer

Beim Aufräumen des Dachbodens - ein paar Wochen vor Weihnachten -entdeckte ein Familienvater in einer Ecke einen ganz verstaubten, uralten Weihnachtsbaumständer. Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer eingebauten Spielwalze. Beim vorsichtigen Drehen konnte man das Lied "O du fröhliche" erkennen. Das musste der Christbaumständer sein, von dem Großmutter immer erzählte, wenn die Weihnachtszeit herankam. Das Ding sah zwar fürchterlich aus, doch da kam ihm ein wunderbarer Gedanke. Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie am Heiligabend vor dem Baum säße und dieser sich auf einmal wie in uralter Zeit zu drehen begänne und dazu "O du fröhliche" spielte. Nicht nur Großmutter, die ganze Familie würde staunen.
Es gelang ihm, mit dem antiken Stück ungesehen in seinen Bastelraum zu verschwinden. Gut gereinigt, eine neue Feder, dann müsste der Mechanismus wieder funktionieren, überlegte er. Abends zog er sich jetzt geheimnisvoll in seinen Hobbyraum zurück, verriegelte die Tür und werkelte. Auf neugierige Fragen antwortete er immer nur "Weihnachtsüberraschung". Kurz vor Weihnachten hatte er es geschafft. Wie neu sah der Ständer aus, nachdem er auch noch einen Anstrich erhalten hatte.
Jetzt aber gleich los und einen prächtigen Christbaum besorgen, dachte er. Mindestens zwei Meter sollte der messen. Mit einem wirklich schön gewachsenen Exemplar verschwand Vater dann in seinem Hobbyraum, wo er auch gleich einen Probelauf startete. Es funktionierte alles bestens. Würde Großmutter Augen machen!
Endlich war Heiligabend. "Den Baum schmücke ich alleine", tönte Vater. So aufgeregt war er lange nicht mehr. Echte Kerzen hatte er besorgt, alles sollte stimmen. "Die werden Augen machen", sagte er bei jeder Kugel, die er in den Baum hing. Vater hatte wirklich an alles gedacht. Der Stern von Bethlehem saß oben auf der Spitze, bunte Kugeln, Naschwerk und Wunderkerzen waren untergebracht, Engelhaar und Lametta dekorativ aufgehängt. Die Feier konnte beginnen.
Vater schleppte für Großmutter den großen Ohrensessel herbei. Feierlich wurde sie geholt und zu ihrem Ehrenplatz geleitet. Die Stühle hatte er in einem Halbkreis um den Tannenbaum gruppiert. Die Eltern setzten sich rechts und links von Großmutter, die Kinder nahmen außen Platz. Jetzt kam Vaters großer Auftritt. Bedächtig zündete er Kerze für Kerze an, dann noch die Wunderkerzen. "Und jetzt kommt die große Überraschung", verkündete er, löste die Sperre am Ständer und nahm ganz schnell seinen Platz ein.
Langsam drehte sich der Weihnachtsbaum, hell spielte die Musikwalze "O du fröhliche". War das eine Freude! Die Kinder klatschten vergnügt in die Hände. Oma hatte Tränen der Rührung in den Augen. Immer wieder sagte sie: "Wenn Großvater das noch erleben könnte, dass ich das noch erleben darf." Mutter war stumm vor Staunen.
Eine ganze Weile schaute die Familie beglückt und stumm auf den sich im Festgewand drehenden Weihnachtsbaum, als ein schnarrendes Geräusch sie jäh aus ihrer Versunkenheit riss. Ein Zittern durchlief den Baum, die bunten Kugeln klirrten wie Glöckchen. Der Baum fing an, sich wie verrückt zu drehen. Die Musikwalze hämmerte los. Es hörte sich an, als wollte "O du fröhliche" sich selbst überholen. Mutter rief mit überschnappender Stimme: "So tu doch etwas!" Vater saß wie versteinert, was den Baum nicht davon abhielt, seine Geschwindigkeit zu steigern. Er drehte sich so rasant, dass die Flammen hinter ihren Kerzen herwehten. Großmutter bekreuzigte sich und betete. Dann murmelte sie: "Wenn das Großvater noch erlebt hätte."
Als Erstes löste sich der Stern von Bethlehem, sauste wie ein Komet durch das Zimmer, klatschte gegen den Türrahmen und fiel dann auf Felix, den Dackel, der dort ein Nickerchen hielt. Der arme Hund flitzte wie von der Tarantel gestochen aus dem Zimmer in die Küche, wo man von ihm nur noch die Nase und ein Auge um die Ecke schielen sah. Lametta und Engelhaar hatten sich erhoben und schwebten wie ein Kettenkarussell am Weihnachtsbaum. Vater gab das Kommando "Alles in Deckung!" Ein Rauschgoldengel trudelte losgelöst durchs Zimmer, nicht wissend, was er mit seiner plötzlichen Freiheit anfangen sollte. Weihnachtskugeln, gefüllter Schokoladenschmuck und andere Anhängsel sausten wie Geschosse durch das Zimmer und platzten beim Aufschlagen auseinander.
Die Kinder hatten hinter Großmutters Sessel Schutz gefunden. Vater und Mutter lagen flach auf dem Bauch, den Kopf mit den Armen schützend. Mutter jammerte in den Teppich hinein: "Alles umsonst, die viele Arbeit, alles umsonst!" Vater war das alles sehr peinlich. Oma saß immer noch auf ihrem Logenplatz, wie erstarrt, von oben bis unten mit Engelhaar und Lametta geschmückt. Ihr kam Großvater in den Sinn, als dieser 14-18 in den Ardennen in feindlichem Artilleriefeuer gelegen hatte. Genau so musste es gewesen sein. Als gefüllter Schokoladenbaumschmuck an ihrem Kopf explodierte, registrierte sie trocken "Kirschwasser" und murmelte: "Wenn Großvater das noch erlebt hätte!" Zu allem jaulte die Musikwalze im Schlupfakkord "O du fröhliche", bis mit einem ächzenden Ton der Ständer seinen Geist aufgab.
Durch den plötzlichen Stopp neigte sich der Christbaum in Zeitlupe, fiel aufs kalte Buffet, die letzten Nadeln von sich gebend. Totenstille! Großmutter, geschmückt wie nach einer New Yorker Konfettiparade, erhob sich schweigend. Kopfschüttelnd begab sie sich, eine Lamettagirlande wie eine Schleppe tragend, auf ihr Zimmer. In der Tür stehend sagte sie: "Wie gut, dass Großvater das nicht erlebt hat!"
Mutter, völlig aufgelöst zu Vater: "Wenn ich mir diese Bescherung ansehe, dann ist deine große Überraschung wirklich gelungen." Andreas meinte: "Du, Papi, das war echt stark! Machen wir das jetzt Weihnachten immer so?"

Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

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Offline Bärbel

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Re: Weihnachtsgeschichte
« Antwort #179 am: 07.12.07, 20:23 »
Hallo

Der Sinn der Weihnachtszeit
Und schon wieder, ist es wahr
wie im Flug verging das Jahr.
Jetzt ist es wieder mal soweit
die allseits gefürchtete,
gute alte Weihnachtszeit.

Mit Grausen denken wir dann daran,
was man den andren kaufen kann!
Mehr aus Pflichtgefühl statt Liebe
auf das der Andre uns für ehrlich hielte.

Weihnachtszeit, oh Weihnachtszeit!
Was ist nur passiert!
Wo ist das Licht in der Dunkelheit
wenn man den Glauben dran verliert.

Sind wir denn so weit ab vom Weg,
dass wir das Leuchten nicht mehr sehn,
das in aller Menschen Seele wohnt
und uns hilft beim Weitergehn?

Du brauchst nicht viel um es zu finden:
Liebe & Geborgenheit
hat nichts zu tun mit Geschenken kaufen
Das ist nicht Sinn der Weihnachtszeit!

Nimm für dich und deinen Nächsten
lieber etwas freie Zeit,
sprich ganz offen, das schafft Nähe,
Vertrauen und Gemeinsamkeit.

Hab' Respekt vor allem Leben
schau dir alles genau an!
Erkenne, da ist noch so viel im Leben
was man mit Geld nicht kaufen kann!

Richte deinen Blick nach innen,
sieh genau mitten in dein Herz.
Dort kannst du dein Leuchten wiederfinden
und nicht in einem Laden, weit auswärts.

Lerne dieses Licht zu tragen
in dieser unser dunklen Zeit,
denn so können andere es auch finden.
Das ist Sinn der Weihnachtszeit!

Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

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