Autor Thema: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten  (Gelesen 396918 mal)

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Offline Iris

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Re: Re: Weihnachtsgeschichten
« Antwort #210 am: 15.12.14, 23:21 »
Heute habe ich eine sehr schöne Adventskarte bekommen.
Auf der Vorderseite ist ein Bild mit den heiligen drei Königen, die zum Stern am Himmel weisen.
Folgender Text steht auf der Innenseite:

Eine Weg Weisung

spürten die drei Sterndeuter,
als sie sich gegen den Auftrag
des König Herodes entschieden,
ihm das neugeborene Kind zu melden
Die drei Weisen
folgten ihrer eigenen Vision.

Sie sahen Zukunft in diesem Kind.
Es gab ihnen Hoffnung
auf eine Welt, in der alle Lebewesen
ihrer Art gemäß
würdig leben,
auf einen Welt, in der man sich
über geografische, ethnische
oder religiöse Grenzen hinwegsetzt
und sich gegen
Ungerechtigkeit und Armut engagiert.

Sie folgten ihrer Vision bis zur Krippe,
zu dem Ort mit dem Kind,
dem glaubwürdigsten aller Orte.

Auf diese Weise Visionäre zu sein,
Wege zu suchen
und nicht aufzugeben,
das wünschen wir Euch.
Es grüßt euch die Iris

Wer will findet einen Weg, wer nicht will findet Gründe.

Offline Wiese

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Re: Re: Weihnachtsgeschichten
« Antwort #211 am: 16.12.14, 20:51 »
 Das Gedicht gefunden im Vilstalboten.



        Zwischn dem erstn und
                     viertn Advent

Zwischn dem erstn und viertn Advent
  Is grod de Zeit wo alles rennt.
A Hektik treibt uns Menschen o,
und eigentlich woaß nermd wieso!

Man red zwar vo da stadn Zeit,
wo ma se auf´d Weihnacht gfreit,
wo´s im Herzn hoamle wird
und Kerznschein end Stubn nei ghert….

Doch mit dera Athmosphär
is leider Gottes ned weit her.
Statt Glöckerlgläut dern Kassen klinga
und E-Mails Glückwünsch übabringa.

Dem Hl. Abend gilt unser Sicht,
de Wochan davor, scheint`s ham koa Gwicht.
Da tiafe Zauber dera Zeit –
werd gopfert für de Gschaftigkeit.

Ma beschenkt se groß und schee
da wahre Sinn tuat untageh.
Und mog a jeda no so laufa –
an Weihnachtsfriedn konnst ned kaufa!


Zwischn dem erstn und viertn Advent,
des war ah Zeit, de Gott uns schenkt.
Lasst´s uns de Wochan ganz neu bedenga,
 und lasst`s uns selbst mehr Friedn schenga.

( Aus dem jüngsten Gedichte- und Geschichtenband von
Ludwig Thoma, Autor in Wörth, Druckerei Ortmaier/
Vilstalbote Verlag )
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline Iris

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #212 am: 10.12.15, 15:45 »
Zitat vom Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler am Sonntag, dem 06.Dezember 2015 auf die Frage:
"Was feiern wir?"

"Wir feiern
am 11. November einen römischen Soldaten,
am 6. Dezember einen türkischen Bischof,
am 24. Dezember einen aramäischen Wanderprediger,
am 25.Dezember ein paar jüdische Hirten,
und am 6. Januar irgend so persisch-iranische Sterndeuter.
Stell dir mal vor, diese Gruppe käme geschlossen am Montag in Dresden auf den Weihnachtsmarkt."
Es grüßt euch die Iris

Wer will findet einen Weg, wer nicht will findet Gründe.

Offline gatterl

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #213 am: 14.12.15, 08:49 »
DANN IST EIGENTLICH ADVENT

Wenn wir einmal innehalten,
ganz bewusst den Tag gestalten,
wenn nichts unter den Nägeln brennt,
dann ist eigentlich Advent.

Wenn einander wir vertrauen,
wenn wir gemeinsam Brücken bauen,
wenn die inneren Schätze man erkennt,
dann ist eigentlich Advent.

Wenn unsre Worte wir bedenken,
wenn wir einander Achtung schenken,
wenn die Lieb im Herzen brennt,
dann ist eigentlich Advent.

Text: Johanna Flandorfer
Barbara

Man beachte, daß nicht jeder, der die Meinung anderer hören möchte, auch eine andere Meinung hören will.

© Maz Bour

Offline Katharina

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #214 am: 13.12.16, 00:23 »
Diesen Text hatte jemand bei einer Adventsfeier vorgelesen:

Etwas zum Schmunzeln
Wie würde eigentlich die Weihnachtsgeschichte klingen,
wenn die heiligen 3 Könige 👑💂👳 in Wahrheit 3 heilige Königinnen👸 gewesen wären?

1. sie hätten einfach nach dem Weg gefragt
2. sie wären pünktlich angekommen
3. sie hätten bei der Geburt geholfen
4. sie hätten den Stall sauber gemacht
5. sie hätten sinnvolle Geschenke mitgebracht und auch was zu essen

Aber....während der Heimreise hätten sie gesagt

1. Habt ihr die Sandalen gesehen, die Maria zur Tunica trägt?
2. man sagt, Josef sei arbeitslos...
3. Wie halten sie es mit all den Tieren im Haus überhaupt aus?
4. Mal sehen, wann wir die Schale zurück bekommen, in der wir die Lasagne mitgebracht haben!?
5. Der Kleine schaut Josef überhaupt nicht ähnlich!
6. Habt ihr die gammeligen Gäste mit den Viechern gesehen?,
7. "Jungfrau"? Das ich nicht lache! Ich kenne Maria noch von früher...
🕌💂👳👑🐂🐏🐑👪

In diesem Sinne: Auf die Frauen! 🍸💅👙💄👠
Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

   Glück findest du nicht, wenn du es suchst,
   sondern wenn du zulässt, dass es dich findet

Offline annama

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #215 am: 18.12.16, 11:49 »

  Vier Kerzen im Advent
Die erste Kerze brennt für Stille,
für Ruhe und Gemütlichkeit
für Herzlichkeit und für den Willen,
zu leben in Behaglichkeit.
Die zweite Kerze brennt für Hoffnung,
für die Kraft und für den Glauben,
für Vernunft und für die Achtung
und für die weißen Friedenstauben.
Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand
und für's eigene Gemüte.
Die vierte Kerze brennt für Liebe,
für das Wichtigste auf dieser Welt,
es gäbe nichts, das uns noch bliebe,
wär nicht sie an Nummer Eins gestellt.

 Horst Rehmann
Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama

Online martina

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #216 am: 18.12.16, 14:43 »
Weihnachten ohne Mutter

Seit Jahren läuft das Weihnachtsfest nach den selben Ritualen ab. Unsere Kinder, drei an der Zahl, mit Ehepartner und fünf Enkelkindern kommen am Heiligen Tag zum Mittagessen zu uns. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen und anach dem Kirchgang findet die große Bescherung statt.

Danach werden die Geschenke eingesammelt und der ganze Besuch fährt nach Hause, um mit den Kindern einige schöne Stunden unterm eigenen Tannenbaum zu verbringen. Wir sitzen da mit einem Berg von Geschirr und zerrisssenem Geschenkpapier. Mit Mühe schaffen wir die Herrrichtung der Wohnung für den nächsten Tag. Denn am ersten Feiertag ist die ganze Bagage wieder rechtzeitig zum Mittagessen da.

Sie bleiben über Nacht und fahren gegen Abend des zweiten Tages wieder nach Hause. Ich als Ehemann sage immer: „Die fallen wie die Heuschrecken bei uns ein!“

Doch in dieem Jahr ist alles anders. Kurz vor Weihnachten packt meine Frau die Koffer und verreist mit unbedanntem Ziel: Auf dem Küchentisch liegt ein Brief.

„Liebe Kinder“, schreibt sie hier, „liebe Kinder, dieses Weihnachsfest müßt Ihr ohne mich verbringen, denn ich bin über Weihnachten nicht zu Hause. Ich verreise ein paar Tage. Wohin ich fahre, sagt ich nicht. Ich muß mich einfach mal erholen und will das Weihnachsfest einmal ganz anders verleben. Euren Vater konnte ich leider nicht überzeugen, mich zu begleiten und so fahre ich eben allein.

Ihr könnt ja gerne euren Vater und Opa besuchen. Den Ablauf dieser Feiertage kennt Ihr ja und so werdet Ihr es in diesem Jahr auch ohne mich schaffen. Ich habe zwar keine großen Vorbereitungen getroffen, aber unter Euch sind ja einige perfekte Hausfrauen, die mir immer die guten Ratschläge gegeben haben und die alles besser wissen und besser können als ich.

Die Besucherbetten habe ich mir immer bei unserem Nachbar Schmidt geliehen und allein ins Haus geschleppt. Wir können uns die Betten in diesem Jahr wieder ausleihen, nur müßt Ihr sie selber abholen.
Das Festmal will ich Euch nicht vorschreiben, darum habe ich auch nichts eingekauft. Die Menge für zwölf Personen und drei Tage könnt Ihr ja ausrechnen. Die Kosten könnt Ihr ja durch drei Familie teilen. Ich habe immer drei Einkaufstouren mit meinem Kleinwagen gemacht, um die ganzen Waren nach Hause zu bringen. Aber Ihr mit Euren großen Limousinen schafft das sicherlich in einer Tour. Da passen die schweren Getränkekisten auch viel besser rein, als in mein kleines Auto.

Es ist für Euch ja alles viel einfacher und soviel Arbeit machen diese Vorbereitungen ja auch nicht, so habt Ihr immer gesagt, wenn ich mir Sorgen um die Ausrichtung des Weihnachtsfestes machte.

Vielleicht könnt Ihr ja auch in der Gaststätte essen, denn das Abwaschen der Geschirrberge ist doch sehr anstrengend und beansprucht viel Zeit. Ansonsten könnt Ihr ruhig das neue Geschirr benutzen. Ich habe eine Nachkaufgaratie. Sollten die Kinder mal eine Tasse oder einen Teller an die Wand werfen und es geht etwas zu Bruch, so ist das nicht so schlimm. Die Preisliste liegt in der Schublade, schreibt bitte auf, welches Teil kaputt ist, legt den Zettel und das Geld dafür in die Schulblade. So kann ich später das Service wieder vervollständigen.

Über eins mache ich mir doch große Sorgen. Wer tritt als Schlichter auf, wenn Ihr Euch bei Euren Diskussionen in den Haaren liegt und ich nicht da bin? Ihr Wißt, Euer Vater hält sich aus allen Dingen raus, um seine Nerven zu schonen. Das beste wird sein, Ihr haltet Euch alle in bißchen zurück, auch bei Erziehungsfragen der Kinder. Jeder macht bei der Aufzucht seiner Kinder Fehler. Hier muss ich mir selber auch einige Fehler eingestehen. Aber man kann ja immer dazulernen und da bin ich jetzt dabei.

Übrigens, diese Reise finanziere ich von dem Geld, das ich sonst für Essen, Getränke und Geschenke ausgegeben hätte. Eine Bitte habe ich noch, ich möchte in diesem Jahr keine Geschenke von Euch. Nehmt doch das Geld, das Ihr immer für Geschenkgutscheine für mich ausgegen habt und kauft Euch davon selber ein kleines Weihnachtsgeschenk. So muss ich nicht noch extra Geschenke für Euch einkaufen.

Ich wünsche euch ein ruhiges, besinliches Weihnachtsfest.
Bis bald, Eure Mutter und Oma.

Offline Niernderl

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #217 am: 20.12.16, 16:57 »
🎄🎁🌠Hausfrauen-Advent🌠🎁🎄

Platzerl bacha, Gschenka kaffa,
nebnbei no in d´Arbeit laffa.
Hektisch umananda hastn –
Koa Minutn Zeit zum Rastn.

D`Wohnung schnell auf Hochglanz putzn,
jede Stund vom Dog ausnutzn.
Im Keller drunt`n s`Kripperl find`n,
Astl holn, Adventskranz bind`n,
und ned vergessn – Kartn schreiben,
ja dazua kost amoi hockableibn.

Daß d`fei d`Verwandtschaft net vergißt –
Weil de sonst furchtbar zwider ist!
Und jedn Dog, es is zum Schrei´n,
feiern mit irgendoam Verein.

Ja, da muaßt hi, scho zwengs de Leit –
Aa wenn´s di um koa Fünferl gfreid!
Zwischendurch schnell Kerz`n ozündn –
Oa Sekundn Andacht finden:
Liadl mit de Kinder singa,
und mit´n Opa Glühwein trinka.

Wenn du dann moanst, jetzt konnst nicht mehr,
dann muaß no schnell a Christbaam her.

Damit`s ja alle san beglückt,
jed`s Zweigerl oanzeln werd dann gschmückt,
und steht der Baam da voller Pracht,
schlagt d`Uhr scho wieder Mitternacht!

Wennst du dann glaabst, jetzt is ois gschehn,
hast du ganz bestimmt was übersehn.
De Zeit wo d`Hausfrau rennt und rennt,
nennt ma ganz besinnlich:"`s is Advent!"

(Gedicht hab ich aus den Tiefen des Internet)
Es grüßt euch ganz herzlich aus dem Salzburger Land
                                            Regina :-)

Offline Helhof

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Re: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten
« Antwort #218 am: 26.12.16, 20:07 »
Gott lasse dich ein gesegnetes Weihnachtsfest erleben.
Gott schenke dir die nötige Ruhe, damit du dich auf Weihnachten und die frohe Botschaft einlassen kannst.
Gott nehme dir Sorgen und Angst und schenke dir neue Hoffnung.
Gott bereite dir den Raum, den du brauchst und in dem du so sein kannst wie du bist.
Gott schenke dir die Fähigkeit zum Staunen über das Wunder der Geburt im Stall von Bethlehem.
Gott mache heil, was du zerbrochen hast und führe dich zur Versöhnung.
Gott gebe dir Entschlossenheit, Phantasie und Mut, damit du auch anderen Weihnachten bereiten kannst.
Gott bleibe bei dir mit dem Licht der Heiligen Nacht, wenn dunkle Tage kommen.

(aus Irland)
Liebe Grüße,
Maria

 


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