Bäuerinnentreff

Betriebliches => Familie & Betrieb unter einem Hut => Thema gestartet von: Clara am 12.09.14, 15:31

Titel: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 12.09.14, 15:31
Hallo mal eben in die Runde,

wer erzieht denn die Hofnachfolger?

Welche Unterschiede gibt es zwischen der Erziehung der Hofnachfolgerin und dem Hofnachfolger?

Was sollten Hofnachfolgerin/Hofnachfolger noch lernen ausser beruflichen Dingen?

Welche Bindungen herrschen zwischen Hofnachfolgern und ihrer Mama und ihrem Papa? Wie zeigt sich das in der Erziehung? Wie zeigt sich das im Alltag?

Welches Kind ist denn eigentlich als Nachfolger/in "auserkoren"? Wann wird diese Lebensfrage entschieden- mit der Geburt oder später?

Was wird von dem einheiratenden Partner "erwartet" (Ausbildung, betriebliches Engagement, "Vermögenslage - immateriell und materiell")? Was wird dann im Alltag wirklich gelebt?

Fragende Grüße,

Anja
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina am 12.09.14, 15:34
Gegenfrage: wie würdest DU denn all diese Fragen für DICH beantworten, wie würdest DU einen Hofnachfolger erziehen?


ICH erziehe alle meine Kinder gleich!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Christel Nolte am 12.09.14, 15:34
Ich habe Kinder erzogen und keine "Hofnachfolger".
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 12.09.14, 15:38
Gegenfrage: wie würdest DU denn all diese Fragen für DICH beantworten, wie würdest DU einen Hofnachfolger erziehen?


ICH erziehe alle meine Kinder gleich!

Tatsächlich; Martina?

Und was machst du, wenn deine Kinder unterschiedliche Ansprüche haben im Alltag und in ihrer Erziehung aufgrund ihrer Persönlichkeit und Individualität?

Fragende Grüße,

Anja
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: goldbach am 12.09.14, 15:40
...Was sollten Hofnachfolgerin/Hofnachfolger noch lernen ausser beruflichen Dingen?

 Grüßen
 DANKE + BITTE
 Anstand und Respekt gegenüber allen Mitmenschen
 waschen + putzen + kochen
 evtl. bügeln und nähen



Anmerkung: ist scherzhaft gemeint!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: suederhof1 am 12.09.14, 15:41
Also ehrlich.....

Was sollen diese Fragen :o :o

Da bin ich aber mehr als geschockt.
Meine Kinder werden so erzogen, in Ehrlichkeit und Fürsoge..mit gaaaaanz viel Liebe...
Auf das sie ihre Flügel ausbreiten können und in die Welt hinaus können.
Da gibts keine spezielle Hofnachfolgeerziehung...... >:(

.....und ich glaube aus dem Zeitalter sind wir wohl schon raus..... :o

Und tägliche Dinge lernen sie nebenbei.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina am 12.09.14, 15:45


Tatsächlich; Martina?

Und was machst du, wenn deine Kinder unterschiedliche Ansprüche haben im Alltag und in ihrer Erziehung aufgrund ihrer Persönlichkeit und Individualität?

Fragende Grüße,

Anja

Mach Du Dir mal keine Gedanken über meine Kinder, sondern beantworte schlicht weg mal meine Frage an Dich! Muss ich sie noch mal wiederholen?

Und wieso sollte ein Hofnachfolger eine andere Erziehung bekommen, als die anderen Kinder?


Stell Dir vor, Erziehung fängt schon im Kleinkindalter an und da stand bei uns noch lange nicht fest, wer Hofnachfolger wird!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Cendrillon am 12.09.14, 16:00
...Was sollten Hofnachfolgerin/Hofnachfolger noch lernen ausser beruflichen Dingen?

 Grüßen
 DANKE + BITTE
 Anstand und Respekt gegenüber allen Mitmenschen
 waschen + putzen + kochen
 evtl. bügeln und nähen


goldbach,
ich denke, du meinst damit nicht nur hofnachfolger, sondern alle kinder.  ;)

übrigens, wir dachte lange zeit, mein grosser bruder würde den hof einmal übernehmen. dann ist einer meiner kleineren brüder landwirt geworden.
irgenwann kirstallisieren sich interessen heraus. DA sollen die eltern ansetzten, aber zum nachvolger erziehen heisst, zum nachvolger zwingen.

anja,
interessiert dich das einfach so, oder steckt da ein bestimmter grundgedanke dahinter?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: suederhof1 am 12.09.14, 16:02
Was wird von dem einheiratenden Partner "erwartet" (Ausbildung, betriebliches Engagement, "Vermögenslage - immateriell und materiell")? Was wird dann im Alltag wirklich gelebt?



Kennst du die Heiratsanzeigen ...

"Er netter gutaussehender Mann (Anf. 30) suche nette, arbeitsfähige ,gutaussehende junge Frau (25-35) ,mindestens 150 Kühe, 200 ha Ackerland, bringe Trecker mit".
Vielleicht sollte man es bei Bauer sucht Frau versuchen. ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gini am 12.09.14, 16:05
Wir sind doch kein Königshaus!
Unsere Kinder sind alle schon junge Erwachsene. Die Chance daheim weiter zu machen, geben wir allen. Eher muss man darauf hoffen, das überhaupt noch jemand Spaß an der Landwirtschaft hat.
Wir haben immer versucht ihnen ein positives Bild zu zeichnen. Und bis jetzt lehnt auch keines die Landwirtschaft strikt ab. Und es lässt sich auch nicht verleugnen, das der künftige Partner zumindest das Leben am Hof tolerieren muss.
Wie es einmal weitergeht? ich hoffe, das wir die Stärke haben, das den Jungen zu überlassen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: frankenpower41 am 12.09.14, 16:12
Wir sind kein Königshaus.  Die Aussage ist gut.
Wir wussten doch noch nicht, als die Kinder geboren wurden, ob überhaupt eines davon Hofnachfolger wird  bzw. werden wollte.
Heutzutage wird doch dazu kein Kind mehr dazu gezwungen.
Die Kinder wurden auch nicht anders erzogen als andere ohne Hof und Erziehung sieht überall anders aus.
Dass die Kinder sich geliebt fühlen sollte selbstverständlich sein und gewisse Werte sollen sie mitbekommen, aber das gilt für alle.

Marianne
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina am 12.09.14, 16:14
Ja eben. Deswegen möchte ich im Gegenzug von Clara wissen:

- aus welchem konkreten Anlass sie fragt?

- warum sie einen Unterschied zwischen den Kindern machen will?

- und wie sie diese Erziehung in die Praxis umsetzt!


Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 12.09.14, 16:31
Hallo mal eben,

... weil die wenigsten Bauerntöchter Bäuerin (=ldw. Unternehmerin) werden (wollen)... und auch keinen Bauern heiraten wollen...

... immer wieder zu lesen ist wie "krass" eine Kindheit auf einem Bauernhof ist... (auch hier  :o)

... die Hofnachfolge bei vielen Betrieben UNgesichert ist-egal in welcher Gened Deutschlands...

... ich mehr als genug erlebe, wie sich mancher Hofnachfolger aufführt...

... ein Nachfolger (w/m) eine andere Verantwortung übernimmt gegenüber seiner Herkunftsfamilie und gegenüber der Gesellschaft im Dorf und überhaupt.

... Frauen mehr Macht und Einfluss haben, als mancher bewusst ist, weil sie das Kind austrägt und auch erzieht.

... MAMA prägt Sohns FRAUENBILD und wie man(n) mit FRAUEN umgeht.

Und wer mir Bauer sucht Frau empfiehlt... Dazu sage ich nur, was Max über Moritz sagt, sagt mehr über Max als über Moritz.

Ach ja, die Liste liesse sich noch länger schreiben, allerdings ist meine Onlinezeit für heute ausgereizt.

Viele Grüße und frohes Schaffen,

Anja




 
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mattea am 12.09.14, 16:35
und wie erzieht Clara ihren Hofnachfolger oder Hofnachfolgerin nun denn konkret?

Was ist die 1. Regel?

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: clara22 am 12.09.14, 16:47
entschuldige bitte aber so einen schmarn hab ich noch nie gelesen wie erziehe ich einen hofnachfolger.

haben wir als Ehepaar dass glück kinder zu bekommen dann werden wir sie eine Zeitlang begleiten. wir werden den kindern natürlich unsere Anschauungen mit geben aber Gott sei dank werden sie ihre eigenen idealen nachstreben. manchmal wird ihr leben nicht glatt verlaufen sie werden einige Umwege gehen und sie werden genauso lang brauchen wie wir um dinge anders betrachten können.

wir arbeiten leben und lieben unsere Landwirtschaft vielleicht werden sie irgendwann dies genauso sehen. in die Zukunft kann ich nicht schauen ich kann mir einiges wünschen ausmalen .schwiegertöchter oder söhne heiraten in erster Linie den Partner weil sie ihn lieben weil er so ist wie er  ist ( hoffe ich mal). wie die zwei dann den Hof weiter bewirtschaften i st ganz allein deren Angelegenheit denn eins ist klar wenn wir nicht mehr sind werden sie es auch genau so machen wie sie es für richtig halten und genau so soll es auch sein.

wir selbst freuen uns auf unseren Ruhestand (dauert noch) aber wir wissen ganz genau dass was wir geschafft haben ist nicht gedacht dass wir es mit nehmen sondern andere werden weitermachen anders wie wir.
lg ly
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 12.09.14, 17:10
Mannomann Anja,
du hast dich ganz schön auf "die Bauern " eingeschossen.

Ich finde es schon etwas billig alle über einen Kamm zu scheren und zu hoffen dass sie bei ihren Reaktionen auf dein Posting auch gleich in ein Fettnäpfchen treten.

Das Kinder unglücklich sind mit ihrer Kindheit gibt es in allen Gesellschaftsschichten und ebenso dass sie eine glückliche Kindheit haben.
Nachfolgeprobleme gibt es in Mittelstandsbetrieben ebenso wie bei den Landwirten,  aber auch Neu und Quereinsteiger.

Und das das Elternhaus die Kinder prägt trifft auch nicht nur auf die Landwirtschaft zu.

Irgendwie scheinst du mir etwas sehr einsam und unglücklich in deiner Arbeit zu sein, wenn du so viele negative Erfahrungen mit den jungen Landwirten zu machen scheinst.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Erika am 12.09.14, 17:16
Wir haben unsere Kinder ganz normal erzogen (was ist normal), ihnen sehr viel Freiheit gelassen und sie keine Minute auf die Landwirtschaft gedrillt.

Bei uns ist auslaufender Betrieb, weil sie alle ihre Berufung in anderen Richtungen gefunden haben, wir haben keinerlei Probleme damit, dass der Hof mit unserer Generation ausläuft.

Es mag immer noch Familien geben, wo einfach erwartet wird, dass einer der Kinder den Betrieb weitermacht. Es werden aber jeden Tag Betriebe geschlossen, auch außerhalb der Landwirtschaft, die keinen Nachfolger haben. Ich sehe da kein Problem drin.

Mich würde auch interessieren wie Clara ihre Kinder in der Hinsicht auf die Landwirtschaft *erzogen* hat.

Gibt es überhaupt Kinder ???  Mir fehlt da die Information.

Jeder soll seine Kinder nach bestem Gewissen erziehen, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit etc. jeder setzt da andere Prioritäten. Auch wenn man versucht hat, sie alle gleich zu halten, jeder entwickelt sich in seine eigene Richtung und das ist auch gut so.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 12.09.14, 17:24
Da wir bei der Geburt noch nicht genau abschätzen konnten, wer denn der Nachfolger werden wird, mussten wir einen ausgeklügelten Plan machen.
Wir haben einen(  Bio-Holz)Thron, da  dürfen die Buben abwechselnd sitzen. Der, der sich zu Zeiten der Hofübergabe am besten drin macht, bekommt einmal den Hof. Aber nur, wenn der Mond im Zeichen Wassermann steht.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 12.09.14, 17:29
Zitat
MAMA prägt Sohns FRAUENBILD und wie man(n) mit FRAUEN umgeht.
Wow Anja das ist schon ein Ausspruch!!!
Ich habe meinem Sohn gewiss nicht dazu erzogen, sich eine Frau die lügt und bequem ist, zu suchen.
Ich bin nicht tätowiert und gepierct und er hat sich eine solche gesucht. Wo bleibt da deine Theorie ?????
Mein Mann geht gut mit mir um, also hat er (Sohn) wohl die richtige Erziehungsbasis? Trotzdem er sich anders verhält?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lulu am 12.09.14, 17:38
ich sitze auf meinen Fingern....... :-X
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 12.09.14, 17:40
Wieso, hast Du keine HOfnachfolger?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 12.09.14, 17:43
Ne, sie hat joch keinen Thron geschnitzt....
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 12.09.14, 17:43
Lulu ich muss gerade mal ganz verschmitzt lächeln über deinen Satz. ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 12.09.14, 17:44
Ne, sie hat joch keinen Thron geschnitzt....
Das will auch gut geplant sein....Wenn dann bau aber einen mit guten Schwingungen, alles andere halte ich für toxisch....
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lulu am 12.09.14, 17:44
@Maja..... ;D
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 12.09.14, 17:54
Ich habe Kinder erzogen und keine "Hofnachfolger".


ich auch ...
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 12.09.14, 18:02
Hallo mal eben,

... 1.... ich mehr als genug erlebe, wie sich mancher Hofnachfolger aufführt...

..2.. ein Nachfolger (w/m) eine andere Verantwortung übernimmt gegenüber seiner Herkunftsfamilie und gegenüber der Gesellschaft im Dorf und überhaupt.



jetzt muss ich doch schrei(b)en,

1. - dann führen sich aber seine Geschwister nicht besser auf - ich denke eher noch schlechter ...
2.  -  warum das, es können auch andere Geschwister im Dorf bleiben und für das "Dorf" Verantwortung übernehmen -
     und für mich muss der Nachfolger keine Verantwortung übernehmen, dafür habe ich selbst geschaut - und wenn es mal wirklich nötig ist sind auch seine Geschwister für die Eltern zuständig ... -
denn der arme kerl muss sich sonst schon mit den Eltern "herumschlagen", also wenn sie hilfe brauchen sind auch die andern dafür da ....

und was heisst - " und überhaupt" ....


Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 12.09.14, 18:06
Also, gatterl, ich wäre mehr für die Verbindung Schütze mit Aszendent Löwe  ;D

da ich leider zuwenig Ahnung habe von der Astrologie muss ich hoffen dass bei uns das Sternzeichen und der aszendent gestimmt haben -

danke - ihr beiden -.  :-*
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: fanni am 12.09.14, 18:27
Das Thema fände ich gut,


aber tut mir leid, die Art und Weise der Einführungsfragen hat es für mich verbrannt und da kann sich der Max mal an die Nase fassen, mehr sag ich nicht.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Cendrillon am 12.09.14, 18:35
Also, gatterl, ich wäre mehr für die Verbindung Schütze mit Aszendent Löwe  ;D

da ich leider zuwenig Ahnung habe von der Astrologie muss ich hoffen dass bei uns das Sternzeichen und der aszendent gestimmt haben -

danke - ihr beiden -.  :-*

nein, der schütze in der familie bin ich. der nachfolger ist eine waage... ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 12.09.14, 18:37
 Da hammas wieder, Ihr hattet sicher keinen Holzthron.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Marina am 12.09.14, 18:45
Da hammas wieder, Ihr hattet sicher keinen Holzthron.

Ha, nu weiß ich endlich, woran´s bei uns gescheitert ist  ;D
Ich sags ja immer: BT bildet  ;)

Marina
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 12.09.14, 18:48
Also, gatterl, ich wäre mehr für die Verbindung Schütze mit Aszendent Löwe  ;D

da ich leider zuwenig Ahnung habe von der Astrologie muss ich hoffen dass bei uns das Sternzeichen und der aszendent gestimmt haben -

danke - ihr beiden -.  :-*

nein, der schütze in der familie bin ich. der nachfolger ist eine waage... ;)

so viel weiss ich, aber ob der aszendent beim hofnachfolger zur waage passt   :-\
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 12.09.14, 18:49
Da hammas wieder, Ihr hattet sicher keinen Holzthron.

jetzt hoffen wir aber dass es bei uns auch ohne holzthron gut herauskommt - bis jetzt sieht es nicht schlecht aus, er arbeitet schon einige jahre sehr gut !!!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: bienchen3 am 12.09.14, 18:55

Da hammas wieder, Ihr hattet sicher keinen Holzthron.

Du Barbara, unsere Kinder sind ja noch jünger als deine Buben - wenn du dann den Holzthron nicht mehr braucht, meinst es is für unsere dann noch bald genug? Würdest du ihn uns dann leihen?? Wär echt lieb von Dir :-* Nicht, dass wir noch einen Fehler machen.

Sabine
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Linaria am 12.09.14, 19:05
Hallo Clara
Bevor ich so viele Fragen beantworte wäre ich neugierig wie du deine Hofnachfolger erziehst?
Da du in der Erziehung von Kindern bestimmt auch sehr viel mehr Ahnung hast wie ich.
Bei manchen Fragen von Dir kann ich nur noch hilflos den Kopf schütteln  :-\
Muss meinem Göga sagen das er noch schnell einen Holzthron schnitzen soll. Grübel, Gatterl muss dabei auch auf die Mondphase geachtet werden und geht das auch noch bei über 20 jährige  :D  
Liebe Grüße von einer nicht perfekten Landwirtin, Hauswirtschafterin, Mutter, Ehefrau usw.

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 12.09.14, 20:17
Da hammas wieder, Ihr hattet sicher keinen Holzthron.

Du Barbara, unsere Kinder sind ja noch jünger als deine Buben - wenn du dann den Holzthron nicht mehr braucht, meinst es is für unsere dann noch bald genug? Würdest du ihn uns dann leihen?? Wär echt lieb von Dir :-* Nicht, dass wir noch einen Fehler machen.

Sabine
Gern, er ist noch nicht so oft besessen worden. Fast neu. Fehler kann man sich nicht erlauben. Neinnein....
hmmm
@Linaria, vielleicht mach ich mal einen Workshop. Ich bekoch Euch dann aber vegan. Der Kurs kostet 1100 Euro. Zufällig soviel wie der neue Thermomix.  8)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: apis am 12.09.14, 20:21
Ladet aber unbedingt Clara dazu ein. Ihr könntet wichtiges und wesentliches von ihr lernen.
Ihr wisst doch, Clara weiß alles.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: SiegiKam am 12.09.14, 20:28
Jetzt passt aber lieber auf den Holzthron auf, dass er nicht in die Hackschnitzelanlage kommt, wär doch blöd.

Siegi
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Linaria am 12.09.14, 20:49

Gern, er ist noch nicht so oft besessen worden. Fast neu. Fehler kann man sich nicht erlauben. Neinnein....
hmmm
@Linaria, vielleicht mach ich mal einen Workshop. Ich bekoch Euch dann aber vegan. Der Kurs kostet 1100 Euro. Zufällig soviel wie der neue Thermomix.  8)
[/quote]
 ;D ;D Der Kurs ist ja billiger als andere wo angeboten wurden bin dabei Tm muss halt bis nächstes Jahr bei mir warten  ::)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: mamaimdienst am 12.09.14, 20:51
Mädels, ihr weicht ganz schön vom Thema ab  8)

Also ich erziehe den Hofnachfolger/in genauso wie die Nicht-Hofnachfolger/in!!!!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mathilde am 12.09.14, 21:45
Hallo,

habe heute zu unserem Sohn gesagt: Sollte ich jemals mitbekommen dass er mit seiner Frau so umspringt wie Männe mit mir da würde ich Ihm dann ein paar Takte ansagen  ::)

Meinte er: das käme bei Ihnen (Er und 3 Geschwister) nicht vor weil ich alle gleich behandelt und gleich erzogen hätte  :D

LG Mathilde
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Linaria am 12.09.14, 21:53
Zum Thema
wir haben beide Töchter gleich erzogen und keinen Unterschied zwischen der Hofnachfolgering und der anderen Tochter gemacht, auch mit ihrem Freund müssen sie auskommen und leben. 
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Babaluna am 12.09.14, 22:04
Meine Kinder sind ja noch relativ jung mit 13,5 und 2 und ich erziehe auch sehr viel, irgendwie.... bestimmt, ein wenig... oder so  :P   Aber dass ich jetzt speziell nach Hofnachfolger erziehe, nein wirklich nicht, wie denn auch, was wäre da denn wichtig. Jedes Kind gleich zu erziehen ist sicher der beste Weg, ja das geht durchaus auch wenn alle komplett unterschiedliche Charaktere haben, aber die Grundrichtung ist doch gleich, dass ich induviduell auf jedes eingehe ist ja wohl klar, sonst funktioniert das doch gar nicht.

Ob hier überhaupt ein Kind die Hofnachfolge antritt ist sowieso fraglich, wird ja immer schwieriger, gerade im Gemüseanbau. Relativ sicher ist, dass mein Großer kein landwirt wird, da er einfach nicht der Typ dafür ist und auch nicht der leibliche Sohn (hört sich vielleicht doof an, aber irgendwie würde das nicht passen, zum Glück stellt sich diese Frage eh nicht, da er selbst kein Landwirt werden will).
Mein 5jähriger hat natürlich altersbedingt großes Interesse, aber das hatte der große in dem Alter auch.
Und meine 2jährige , darüber brauchen wir ja nicht reden, sie ist halt 2  ;) Sie will ein Pferd  ;D

Und was die Partnerin betrifft, glaubt hier wirklich jemand dass wir Mütter da ein wirkliches Mitspracherecht haben  :o  Wenn dem so wäre wäre ich jetzt auch nicht hier, da meine SChwiegermutter große Bedenken hatte, da ich einen 3jährigen Sohn hatte, zum Glück hat mein Mann keinen Mutterkomplex und kann eigene Entscheidungen treffen   :P
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: cara am 13.09.14, 12:59

1. - dann führen sich aber seine Geschwister nicht besser auf - ich denke eher noch schlechter ...


und was heisst - " und überhaupt" ....


vielleicht kommt ja nächstes Wochenende eine Box "Wie erziehe ich weichende Erben?"....

Ich sehe es wie Maggie. Wenn sich der Hofnachfolger nicht benehmen kann, dann auch seine Geschwister nicht, denn dann ist in der Erziehung grundlegend was schief gelaufen.

Kann auch gerne mal in die Klischee-Kiste greifen, ist wohl dort im Osten so, dass manche jetzt meinen, was Besseres als andere zu sein, nur weil sie Arbeit haben.

Anja,
überlegst du eigentlich auch mal, was für Fragen du hier stellst?
Aber da werde ich ja keine Antwort drauf bekommen, denn auf Fragen reagieren ist ja nicht so dein ding - wohl auch was in der Erziehung schief gelaufen, aber da du ja keine Hofnachfolgerin bist, ist es ja auch nicht so wild...

und überhaupt...
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 13.09.14, 13:23
Zitat
MAMA prägt Sohns FRAUENBILD und wie man(n) mit FRAUEN umgeht.
Ich bin nicht tätowiert und gepierct und er hat sich eine solche gesucht. Wo bleibt da deine Theorie ?????
Mein Mann geht gut mit mir um, also hat er (Sohn) wohl die richtige Erziehungsbasis? Trotzdem er sich anders verhält?
So eine ST habe ich auch. Macht mir aber nix. Aber da ist in der Erziehung sicher was falsch gelaufen, denn ich bin auch nicht tätowiert. Mein Söhne schon. Da ist auch was falsch gelaufen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Petra2 am 13.09.14, 13:55
@Clara
Du wirst mir bestimmt erklären können woran ich einen Betriebsnachfolger erkennen kann.
Die Erziehung und Prägung erfolgt im Kleinkindalter.
Ich habe jedoch noch kein Kind gesehen, was mit dem Brandzeichen "Hofnachfolger" auf
die Welt gekommen ist.

LG
Petra2
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Solli am 13.09.14, 15:17
Lasst Euch doch nicht immer so aushorchen! Merkt Ihr das denn nicht? Sie gibt von sich kaum was preis ... aber ihr! ;-)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 13.09.14, 15:22
in dieser box erzählen wir ja wirklich nur "Wahrheiten" -

solli, wenn sie damit was anfangen will - na ja ... dann ist sie ja noch dümmer als erlaubt
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 13.09.14, 15:33
Wenigstens rührt sich hier immer was, nachdem C. da war. Ist doch auch schön.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: fanni am 13.09.14, 15:44
in dieser box erzählen wir ja wirklich nur "Wahrheiten" -



ich hab jetzt auch die ignore-taste gedrückt  ;) und drum will ich jetzt bei diesem Thema mit diskutieren ohnee die Eingangsfrage zu kennen 8). Ich fühl mich auch nicht ausgehorcht. lesen ja auch sonst genügend mit, die nie was schreiben, das Thema beschäftigt mich schon lange, drum lasst uns drüber austauschen. Ich schreib nix, was ich nicht auch selber erlebt hab (laienhaft - eben ;D ohne Seminar- aber lebensehrlich)

@Maggie und eine solche Wahrheit ist es aber für mich schon, dass unterschiedlich erzogen wird. Vielleicht nicht bewußt aber  unbewußt.

Ich selber hab es so erlebt. Füher wars so: der Bub kriegt den Hof und das Mädel eben nicht - klare Ansage. Weder mein Bruder noch ich und meine Schwestern sind gefragt worden.
Ich will das gar nicht so negativ werten, weiß jeder woran er/sie ist...und aus allen ist was geworden, womit sie leben können - sogar glücklich......aber manchmal grüble ich schon drüber nach, was wäre gewesen wenn..........

Und ich sehe und höre das auch bei anderen........... ich weiß z.B.nicht ob die Wahl der Schule und der Ausbildung immer so frei ist. Neulich erst am Stammtisch hörte ich den Satz von einer jüngeren Frau als ich, dass sie nicht verstehen würd warum der xy jetzt auch noch studieren müsse.........der kriegt doch eh den Hof .........na wenigstens studiert der Landwirtschaft............ ???

Ich glaub dass die Rollenbilder schon noch in uns allen schlummern. Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich erzogen werden und zwar von allen, warum sollte das dann bei einem Hofnachfolger/in anders sein?

Wer sieht es denn nicht gerne wenn der Bub stundenlang mit dem Plastikodelfass den Hof wässert und die Arbeit vom Papa nachspielt.  ;D . Wird der Bub doch gelobt, wenn er mit 6 schon alle Kuhnamen weiß.........uvm.

Und was die Erziehung betrifft, so versuche ich grade an meine noch nicht vorhandenen ST´s zu denken und bin grad dabei ihnen auch mit über 20 dieses Machogehabe, dass sich grad eingespielt hat......."....nur Außenarbeit ist was wert, fürs Haus ist die Mama zuständig........" wieder auszutreiben...........boa ist das nervig.. :P...aber es ist ja unsere eigene Brut und unsere zukünftigen (wenn auch noch nicht vorhandenen) ST´s werden von dieser harten Erziehung profitieren.

Mein Bruder z.B.musste nie abtrocknen, dafür hat damals schon die Oma gesorgt........das braucht ein Bub nicht zu tun ;).........ja hier weht er der wind of change ;D
Titel: Re: Erziehung der KINDER !!!!!
Beitrag von: Hamster am 13.09.14, 17:10
Hallo Fanni,
ist schön so ein entspanntes Lesen oder  ;).

Zu der Erziehung der Kinder.
ICH wurde auch anders erzogen als mein Bruder.. Jahrgang? dürft ihr euch gern denken ;).

Meine Töchter? teilweise wurden sie ähnlich erzogen,
aber da sie andere Stellungen in der Familie hatten
1. und 2. Kind und unterschiedliche Wesenszüge haben, habe
ich mich nach einigen Jahren am Wesen der Kinder orientiert.

Also klar gesagt die KINDER wurden teilweise unterschiedlich erzogen
aus o.g. Gründen.  Das hatte nix! mit Hofnachfolger oder nicht zu tun!

LG
Hamster
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Melkerin am 13.09.14, 17:13
Also, gatterl, ich wäre mehr für die Verbindung Schütze mit Aszendent Löwe  ;D


Ich lach mich schlapp ...  ;D
DANKE, ihr habt meinen trüben Tag gerettet!!  :D

Aber wenn schon Astrologie, dann würde ich die Sternzeichen empfehlen, die dem Element Erde zugeordnet sind.
Meines Wissens Stier, Jungfrau u. Steinbock.

Allerdings sollte man sich zweckmäßigerweise schon vor der Entstehung des (Holz-)Thronfolgers (w/m) damit befassen.


Inwieweit kann man überhaupt einen Menschen "erziehen" ???  Manchmal kann man auch nur staunend zuschauen, dass sich da plötzlich etwas entwickelt und entfaltet, was man nie gedacht oder geplant hatte ...  :o
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Hamster am 13.09.14, 17:29
Hallo Melkerin,
ja aber was tust du, wenn du eine Jungfrau, einen Stier und einen Steinbock hast?
Würde dann doch Gatterls Thron zum tragen kommen?

Lachende Grüße vom Hamster
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Pierette am 13.09.14, 17:38
Hallo fanni, m.E. schätzt Du die Situation schon sehr realistisch ein
Zitat
Ich glaub dass die Rollenbilder schon noch in uns allen schlummern. Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich erzogen werden und zwar von allen, warum sollte das dann bei einem Hofnachfolger/in anders sein?
und daran wird sich auch nur langsam etwas ändern.

Nachgewiesen ist auch, dass die Anlagen von Mädels und Jungs und damit ihre kognitiven Fähigkeiten durchaus unterschiedlich zu betrachten sind.
Hoffen wir, dass diese Einsicht langsam in die Köpfe einzieht und diese alten Denkweisen weniger werden. Aber wie gesagt, das ist ein langer Weg.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gina67 am 13.09.14, 20:21
Hallo
wir haben versucht unsere Kinder 1 Junge und 1 Mädchen gleich zu erziehen. Da beide nur 17 Monate auseinander waren, gab es oft die gleichen Geschenke. So haben beide z.B. einen Puppenwagen bekommen und auch beide diverse Bruder Trecker mit Anbaugeräten. Als die Kinder ungefähr 5 und 6 Jahre alt waren, haben sie sich das Spielzeug selber umverteilt, meine Tochter hatte plötzlich 2 Puppenwagen und die anderen "Mädchenspielzeuge" und bei meinem Sohn landeten alle Trecker usw.
Genauso haben wir später bei den kleinen Arbeitsdiensten in Haus und Stall beide für alles mit herangezogen. So durfte (musste)  immer ein Kind im Stall helfen und das andere musste im Haus staubsaugen, den Geschirrspüler ausräumen und Abendbrot herrichten. Das wurde wöchentlich getauscht, aber da haben die Beiden irgendwann die Rollen so verteilt, dass mein Sohn mit im Stall war und meine Tochter im Haus.
Gewollt haben wir das so nie, aber was sollten wir machen, da waren sich die Beiden einfach einig.
Aber trotzdem ist einiges hängengeblieben, so kann meine Tochter mit der Bohrmaschine und dem Akkuschrauber umgehen und mein Sohn backt superleckere Kuchen.
LG Gina

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mucki am 13.09.14, 21:24
Also wir haben keinen Hofnachfolger großgezogen weil der Hof ausläuft .
Hab versucht jedes meienr Kinder so zu erziehen das sie anständige junge leute werden und jeder seine Persöhnlichkeit entwikeln konnte,
so weit ich des sehe ist uns des gelungen,

Unterschiede sollte es nur der pörsöhnlichkeits halber geben. An sonsten gleich und fär.

lg Mucki
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 13.09.14, 22:08
Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass jedes Kind, von anderen Eltern erzogen wird.
Wir verändern uns ja auch stetig.
Beim ersten Kind ist alles neu , man möchte nichts verkehrt machen. Beim zweiten hat man sich auch schon wieder verändert und sieht manches lockerer.
Beim dritten Kind dann hat sich im eigenen Umfeld wieder was verändert man hat neue Ansichten und Einsichten bekommen und so wird das dritte Kind eben wieder von anderen Eltern erzogen.
Ich hoffe ihr versteht wie ich es meine???? 
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 14.09.14, 13:51
Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass jedes Kind, von anderen Eltern erzogen wird.
Wir verändern uns ja auch stetig.
Beim ersten Kind ist alles neu , man möchte nichts verkehrt machen. Beim zweiten hat man sich auch schon wieder verändert und sieht manches lockerer.
Beim dritten Kind dann hat sich im eigenen Umfeld wieder was verändert man hat neue Ansichten und Einsichten bekommen und so wird das dritte Kind eben wieder von anderen Eltern erzogen.
Ich hoffe ihr versteht wie ich es meine???? 

Ja, das triffts genau.
Bei mir jedenfalls auch. Und ich liebe meine Kinder beide gleich intensiv, aber irgendwie verschieden.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 14.09.14, 21:00
Nö Quatsch,
meine Zwillinge sind eineiig haben den fast den gleichen Geschmack und die gleichen Freunde und ich hab schon in der Schwangerschaft gemerkt wie unterschiedlich sie sind. In der Erziehung hat man versucht sie gleich zu behandeln,  aber wo du die eine bremsen musstest musstest du die ander schieben. Wo die eine überehrgeizig war war es der anderen noch lange egal.
Ne, nach 4 Kindern kann ich sagen, jedes Kind ist ein Wunderwerk Gottes als Geschenk an uns. Lasst es lieben so wie es ist, damit es das Leben bejahen kann und erfahrene Liebe weiter geben kann.
Und wenn andere sie schlecht machen wollen, dann haben die meistens Probleme mit sich selber.
Werde nie den Konfirmationunterricht von Sohnemann vergessen. Ein Jahr lang einen Pfarrer der nur auf die Kinder geschimpft hat wie schlecht erzogen sie sind.Dann Pfarrerwechsel un innerhalb von 3 Wochen bekamen wir Eltern gesagt, was wir doch für tolle Kinder haben und wie gut erzogen und gemeinschaftsfähig die sind......
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 15.09.14, 12:40
Zitat
Ne, nach 4 Kindern kann ich sagen, jedes Kind ist ein Wunderwerk Gottes als Geschenk an uns. Lasst es lieben so wie es ist, damit es das Leben bejahen kann und erfahrene Liebe weiter geben kann.
Ja heidi wie wahr.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Kleopatra am 15.09.14, 13:37
Wäre ja lustig wen man sich den/die Hofnachfolger/in so schön mit der rechten Erziehung passend stricken könnte. Zum Glück können wir weder den Nachfolger noch das Wetter beeinflussen. Meinst kommt nicht gut wen der Mensch zu viel pfuschen kann. ;D
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Helhof am 15.09.14, 14:57
Ja, Heidi und Maja, das sehe ich genau so.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Frieda71 am 15.09.14, 16:14
Also ich versuche meine Kinder auch alle gleich zu erziehen. Wobei ich es schwieriger finde zwischen Junge und Mädchen als zwischen
Hofnachfolger und.......ja was denn eigentlich? Rest???

Aber merkt ihr was? Jetzt sind 5 Seiten geschrieben und die liebe Clara hat immer noch nicht eine einzige Frage beantwortet.
Sehr schade so wenig Rückrad.

Einen schönen Tag wünscht Euch Frieda
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Christel Nolte am 15.09.14, 16:24
Warum wird jedem Bauernsohn (= potentieller Hofnachfolger   ;)  ) schon als Baby ein Backstein auf den Bauch gebunden?



Damit er schon frühzeitig das Jammern lernt....



Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: annelie am 15.09.14, 19:02
Ja der Witz ist mindestens schon so alt wie ich, bei uns hiess es (allen) Bauernkindern werden zu kleine Schuhe angezogen, damit sie das Jammern lernen... ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: fanni am 15.09.14, 19:27
ihr schreibt viel von gleich erziehen......aber ich glaub hier gehts noch um was anderes

mmeine These lautet, dass den Kindern vielleicht einfach mal Schuhe hingestellt werden in die sie hineinschlüpfen sollen...weil die dem Hofnachfolger gehören........zu groß.......... zu klein.......

ich möchte nochmal auf das Thema Ausbildung zurückkommen


meint ihr, dass viele Wege die unsere Kinder schul. und beruf. einschlagen so ganz freiwillig sind oder doch die gespiegelten Wünsche der Eltern, ich bin mir da nicht sicher

- das Lebenswerk der Hof.....soll doch weitergegeben werden, das wirkt sich doch zwangsläufig aus.



Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 15.09.14, 19:33
Hallo mal eben in die Runde,

wer erzieht denn die Hofnachfolger?

Welche Unterschiede gibt es zwischen der Erziehung der Hofnachfolgerin und dem Hofnachfolger?

Was sollten Hofnachfolgerin/Hofnachfolger noch lernen ausser beruflichen Dingen?

Welche Bindungen herrschen zwischen Hofnachfolgern und ihrer Mama und ihrem Papa? Wie zeigt sich das in der Erziehung? Wie zeigt sich das im Alltag?

Welches Kind ist denn eigentlich als Nachfolger/in "auserkoren"? Wann wird diese Lebensfrage entschieden- mit der Geburt oder später?

Was wird von dem einheiratenden Partner "erwartet" (Ausbildung, betriebliches Engagement, "Vermögenslage - immateriell und materiell")? Was wird dann im Alltag wirklich gelebt?

Fragende Grüße,

Anja

Entschuldigung und ich weiss ich bin schrecklich, mich stört der Einstieg immer noch.

Der Titel in diesem doch so stark frequentierten Thread ist für mich trotzdem haarsträubend.
Und der Einstiegsbeitrag für mich auch. Immer noch.
Wer weiss schon, was kommt, wenn die Kinder klein sind?
Habt Ihr wirklich beim Erziehen schon bei den kleinen Kindern dran gedacht: Das wird der/die Hoferbe/Hoferbin?
Ich nicht. Ich hätte das glaube ich auch nicht getan, wenn ich nur ein Kind bekommen hätte.
Ich wollte immer nur, dass es den Kindern und uns gutgeht.
Der Hof kam danach, was nicht heisst, dass er nicht wichtig ist.
Aber wir haben ja auch nur einen ganz kleinen.
Vielleicht liegt es daran
Dann kann ich wahrscheinlich nicht mitreden.

Die Beiträge, die dann hier geschrieben wurden, beiinhalten bestimmt viel Wahres und Kluges. Das hat der Thread angestossen.  Aber der Anfang geht m. M nach garnicht.

Und ich hätte echt gerne gewusst, woraus Clara ihre Art der Formulierung begründet. Hat sie eigene Erfahrungen?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: annelie am 15.09.14, 20:20
ihr schreibt viel von gleich erziehen......aber ich glaub hier gehts noch um was anderes

mmeine These lautet, dass den Kindern vielleicht einfach mal Schuhe hingestellt werden in die sie hineinschlüpfen sollen...weil die dem Hofnachfolger gehören........zu groß.......... zu klein.......

ich möchte nochmal auf das Thema Ausbildung zurückkommen


meint ihr, dass viele Wege die unsere Kinder schul. und beruf. einschlagen so ganz freiwillig sind oder doch die gespiegelten Wünsche der Eltern, ich bin mir da nicht sicher

- das Lebenswerk der Hof.....soll doch weitergegeben werden, das wirkt sich doch zwangsläufig aus.

Fanni, Du stellst Fragen.... das ist gar nicht so einfach zu beantworten und jetzt zweifel ich fasst ein bischen an mir, ob es wirklich so ist, wie ich es sehe:

Unsere Tochter wußte von der 1. Klasse an, dass sie Lehrerin werden will. Das hat sich nie geändert und sie arbeitet daran, Lehrerin wäre nie ein Traumberuf für Göga oder mich und wir haben keine in der Verwandtschaft. Unser Sohn hat sich erst spät für die Ausbildung zum Landwirt entschieden, er hat zuerst in andere Berufe "reingeschnuppert" und wollte Koch werden, aber bei einem Praktikum hat er gemerkt, was von einem Koch verlangt wird und hat es sich anders überlegt. Ich weiß nicht, was für einen Beruf er alternativ erlernt hätte, hätten wir keine Landwirtschaft, aber wir haben ihn nicht in die Landwirtschaft gedrängt.
Wir sehen unseren Hof nicht als unser Lebenswerk, wir durften und dürfen ihn eine zeitlang bewirtschaften und sehr gut davon leben. Er ist die Grundlage von unserem Einkommen und wir machen die Arbeit gerne, aber deshalb müssen unsere Kinder doch nicht unser Leben "übernehmen".
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 15.09.14, 20:29
Also für mich persönlich kann ich sagen..es war so. Mir wurde der Weg vorgegeben.
Du übernimmst ja mal den Hof war die Aussage meiner Eltern, darauf wurde ich vorbereitet und auch wiederum nicht so richtig.

Für meine Kinder habe ich es abgelehnt schon im Schulalter Berufsziele anzupeilen.
Jedes meiner Kinder hat eine andere Ausbildung.
So wie sie sich das selbst ausgesucht haben.
Sohn ist Industriemechaniker
gr. Tochter Ingenieurin für Verfahrenstechnik
kl. Tochter ist Hauswirtschaftl.Betriebsleiterin mit Ausbilderbefähigung. Also alle eine Ausbildung die sie sich selbst ausgesucht haben.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Daggl am 15.09.14, 21:10
Warum hab ich hier nicht eher reingeschaut (ja, warum wohl ;)   ach ja mit dem ignorieren lebt sichs leichter.

Aber jetzt hab ich richtig was gelernt. Das mit dem Holzthron hab ich noch nicht gewusst ;), wieder mal was dazugelernt ;D da brauch ich noch einen, was hab ich nur alles falsch gemacht :P Wer Hofnachfolger wird, wird selbstverständlich schon bei der Zeugung entschieden "heute machen wir unseren Hoferben", habt ihr das anders gemacht? Kann mir mal jemand sagen in welchem Jahrhundert wir leben? Achso, zum einheiratenden Partner, da hilft der bewährte Spruch: Schönheit vergeht, Hektar besteht :-X :-X :-X

Ich erziehe meine Kinder nicht nach der Methode: Du wirst der Hofnachfolger - bei dir gelten andere Regeln
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 15.09.14, 22:05
Also für mich persönlich kann ich sagen..es war so. Mir wurde der Weg vorgegeben.
Du übernimmst ja mal den Hof war die Aussage meiner Eltern, darauf wurde ich vorbereitet und auch wiederum nicht so richtig.

Für meine Kinder habe ich es abgelehnt schon im Schulalter Berufsziele anzupeilen.
Jedes meiner Kinder hat eine andere Ausbildung.
So wie sie sich das selbst ausgesucht haben.
Sohn ist Industriemechaniker
gr. Tochter Ingenieurin für Verfahrenstechnik
kl. Tochter ist Hauswirtschaftl.Betriebsleiterin mit Ausbilderbefähigung. Also alle eine Ausbildung die sie sich selbst ausgesucht haben.
ÜBernimmt jemand den HOf Maja?
Bei uns stammt ja mein Mann vom Hof. Aber er ist der zweite Sohn. Ich nehme mal an, eigentlich hätte mein Schwager übernehmen sollen...der machte sich aber rechtzeitig aus dem Staub. Der Vater trank und ließ sich scheiden, ging vom HOf und mein Mann übernahm, weil mein Schwager nicht wollte. Gefragt hat niemand. Es war halt so. Mein grosser Sohn ist 27 mein Kleiner 23. Ich habe immer noch keine Ahnung wie es weitergehen wird. Aber irgendwo reinpressen wollten wir unsere Söhne nie. Mein Mann hat mit 19 übernommen, den Hof und die Schulden meines SV. Der hat sich scheiden lassen, ist weggezogen und mit 47 in einer kleinen Wohnung gestorben.
Wir haben ewig an die Schulden an Bank und Schwager gezahlt. Zahlen heute noch. Sowas wollen wir beide unseren Kindern nicht antun.
25 Jahre hat mein Mann mit seiner "verlorenen Jugend" gehadert. Jetzt hängt er doch sehr am Hof.
So verschieden wie diese GEschichten werden auch die Erziehungen der Kinder sein, bei Euch und bei uns.

Ich weigere mich aber, jemanden der keine Kinder, keinen HOf und keine EIGENEN Erfahrungen hat ernst zu nehmen bei diesen Themen.
Jemanden, der nur immer gescheit daher redet und immer grosse Reden schwingt. Sowas mag ich im richtigen Leben auch nicht.
Oder ist es anders? Ich habe keine Ahnung, weil Clara uns ja nur an ihrem "grossen, nicht wirklich greifbaren Erfahrungsschatz" teilhaben lässt, sich aber nie richtig selbst mit Lebenserfahrung,mit eigener Erfahrung einbringt.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 15.09.14, 22:05
natürlich erziehen wir nicht alle unsere kinder gleich - die einen nerv(t)en manchmal mehr, die andern weniger -

aber ehrlich - zum hofnachfolger habe ich keinen erzogen -

die arbeiten auf dem Hof sollten alle gleich machen -
der älteste ist ein sohn, sein Interesse war nie so gross, aber arbeiten verrichten musste er auch im stall (das traktorfahren hat er immer gerne gemacht), Töchterchen musste auch in den stall - doch sie hat oft mit dem bruder abgetauscht - sie die küche (wenn er sollte) und er die stallarbeit, das war mir egal - eines musste einfach im stall sein -
später waren es dann auch manchmal 2, als die "beiden kleinen etwas älter waren", oder sie mussten nicht mehr sooft dabei sein ...

ja - der jetzige bauer hatte schon bald sehr viele Interessen an der landw., war aber ein guter schüler, trieb auch Sport (turnen allgemein und eine Zeitlang war er aktiver Geräteturner, was er auch heute noch öfter macht) -
mit 13, 14 haben wir ihm geraten, mal was zu schnuppern, ob landw. oder was anderes - er musste entscheiden - also - er war mal auf 2 betrieben (glaube ich), wir haben eine anzeige aufgegeben in einer landw. Zeitung - mit Altersangabe - und wir bekamen jede menge Zuschriften - er hätte z.t. sofort anschliessend einen Lehrvertrag unterschreiben können, für 2 jahre später -
doch wir verlangten von ihm, dass er es sich noch überlegt - da mein göga einfach hineingeschoben wurde, in diesen beruf - einziger sohn neben 3 Schwestern ..(dabei wäre die eine schwester eine ausgezeichnete landw. geworden, aber das hätte ihr vater nie erlaubt !!)

natürlich sind wir heute froh wie es ist, aber ich denke wir hätten es auch überlebt wenn wir hätten aufhören müssen - das land hätten wir ohne weiteres verpachten können, das ist hier noch immer Mangelware !!!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: fanni am 15.09.14, 22:18
@gatterl.........

aber mir z.b. hilfts auch, wenn hier einige was preisgeben -

danke dafür ;)

für alles andere hab ich die wunderbare ignore-Taste gefunden ;D

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 15.09.14, 22:22


da hast Du mir was voraus. Ich kann mich dazu noch nicht überwinden....ich muss das unfassbare lesen.   :)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Milli am 15.09.14, 22:28

Wir,bzw. ich wollte ja nicht,daß einer weitermacht.Es hat sich auch nur einer von dreien herauskristallisiert,der überhaupt möchte.Er hat auf versch. Handwerksbetrieben Praktikum gemacht,Schreiner,Landm.schlosser,Mauerer und alle hätten ihn sofort eingestellt.
Er wollte aber unbedingt Landwirt lernen,also geht er jetzt den Weg.Gedrängt haben wir aber keinen dazu,wurde jedem freigestellt was sie machen wollen.
Das Beste kommt aber noch,unsere Kleine ist jetzt 12 und ist mit Leib und Seele im Stall,kennt jede Kuh,kann schon alleine Kühe rumtreiben und melken.Sagt mir,wenn eine rindert,für den Stall läßt sie alles liegen und stehen.
Entweder sie wollen es von sich aus,oder eben nicht.Obwohl man alle gleich erzieht.

LG milli
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gatterl am 15.09.14, 22:29
Wir,bzw. ich wollte ja nicht,daß einer weitermacht.Es hat sich auch nur einer von dreien herauskristallisiert,der überhaupt möchte.Er hat auf versch. Handwerksbetrieben Praktikum gemacht,Schreiner,Landm.schlosser,Mauerer und alle hätten ihn sofort eingestellt.
Er wollte aber unbedingt Landwirt lernen,also geht er jetzt den Weg.Gedrängt haben wir aber keinen dazu,wurde jedem freigestellt was sie machen wollen.
Das Beste kommt aber noch,unsere Kleine ist jetzt 12 und ist mit Leib und Seele im Stall,kennt jede Kuh,kann schon alleine Kühe rumtreiben und melken.Sagt mir,wenn eine rindert,für den Stall läßt sie alles liegen und stehen.
Entweder sie wollen es von sich aus,oder eben nicht.Obwohl man alle gleich erzieht.

LG milli
Aber das ist doch super! Wahrscheinlich haben sie gespürt, dass ihr keinen Druck ausübt. :)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mattea am 15.09.14, 22:37

Ich weigere mich aber, jemanden der keine Kinder, keinen HOf und keine EIGENEN Erfahrungen hat ernst zu nehmen bei diesen Themen.
Jemanden, der nur immer gescheit daher redet und immer grosse Reden schwingt. Sowas mag ich im richtigen Leben auch nicht.
Oder ist es anders? Ich habe keine Ahnung, weil Clara uns ja nur an ihrem "grossen, nicht wirklich greifbaren Erfahrungsschatz" teilhaben lässt, sich aber nie richtig selbst mit Lebenserfahrung,mit eigener Erfahrung einbringt.
Ich würde ja glauben, sie sei ein Phantom, wenn nicht einige sie schon kennengelernt hätten....


danke Gatterl,... ich sehe das auch so.
Claras Beiträge können nicht auf echter Lebenserfahrung basieren.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 15.09.14, 22:51
Zu dem Thema möchte ich heute auch berichten:
Mein Mann und ich waren jetzt seit letzten Donnerstag weg.
Ich hab mir nicht sonders viel Mühe gegeben den Melkstand zu waschen bevor wir los sind.
Heute und Morgen ist der Klauenpfleger hier. Da treiben die den ganzen lieben langen Tag die Kühe durch. Und wenn ich Melkstand top hinterlasse, dann ärgere ich mich nur hinterher, wenn wieder alles so versch..... ist und niemand mal was ordentlich macht.
Da wasch ich lieber wenn ich wieder heim komme. Dann hab ich auch was davon.

Tja, dann haben die das ganze WE so super zusammengeholfen.

Unsere beiden Söhne....
Ich hatte ihnen zwar auch noch eine Aushilfe zur Seite gestellt. Normal ist der Hofnachfolger immer alleine. Der Jüngere mag gar nicht und ist auch gleich immer verschwunden.
Aber siehe da, es hat geklappt.
Sogar Milchmessen haben sie gemeistert. Hatten zwar einen Fehler drin. Aber immerhin.

Da ich an meinem Urlaubsort wegen meiner Position sehr eingespannt war, Rede vorbereiten musste und immer ein wenig Präsenz zeigen musste, konnte ich auch gar nicht großartig Hilfestellung geben. Wenn ich gesehen hatte, dass da jemand angerufen hatte, dann war das schon wieder Geschichte was die wollten und mussten zwischenzeitlich selbst reagieren und agieren.

Hat auch nicht geschadet. Jetzt abends war unser Großer auch noch im Melkstand. Und das obwohl er vorher noch beim Mähen war. Ganz neue Allüren!
Ich hoffe mal, dass das länger wie drei Tage anhält!
Die Ansätze waren schon recht gut!

Ah ja, und Melkstand war auch topp gewaschen!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: mogli am 15.09.14, 22:56
Gratuliere Martina! Das schreit nach Wiederholung! LG Helga
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Kleopatra am 16.09.14, 05:40
Gratuliere Martina! Das schreit nach Wiederholung! LG Helga

 ;)
Wie alt sind sie den? @martina-s
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 16.09.14, 06:51
Hallo Kleopatra,
Zitat
Wie alt sind sie den? @martina-s
das darf ich Dir nicht schreiben!

Die sind weit erwachsen. Der Kleinere hat ursprünglich Landwirtschaft gelernt und darin Gehilfenprüfung
Der Ältere ist sogar Meister. Und das nicht erst seit vorgestern.

Aber gerade der Ältere und Hofnachfolger hat mit Stall gar nix am Hut. Macht nur die Außenwirtschaft und füttert. Das wars dann. Ärgere mich deshalb oft sehr darüber!

Ich hab da schon alles durch. Mal mit Druck; dann wieder mit Ignoranz.

Ich geb ja schon immer eine Aushilfe mit, damit er genötigt wird aufzustehen.

Von daher freue ich mich auch über so kleine Ansätze wenn mal was ordentlich erledigt wird.
Mein Mann hatte da nämlich arge Bedenken. Es galt ja für Klauenpfleger herzurichten und umzuräumen.

Unser Sohn ist ja auch Jäger. Und am Telefon hatte ich dann mitbekommen, dass er dafür auch noch einen Nachmittag investieren musste wegen Wildschweinschaden. Da habe ich die Felle schon wieder davon schwimmen sehen.
Normal kompensieren wir das ja wenn er weg ist und wir ja da sind.
Aber siehe da: Er musste und er konnte. Tja, man wächst mit seinen Aufgaben - wenn man will!

Wir haben da schon alles Mögliche erlebt wenn wir mal weg waren. Dinge, die z. T. Reparaturen von 800 Euro nach sich zogen. Und das wäre alles vermeidbar gewesen, wenn man ordentlich gearbeitet oder reagiert hätte.
Von daher hab ich mich diesmal echt gefreut.

Die Zusammenarbeit zwischen den Brüdern klappt normal ja überhaupt nicht. Da hat der eine immer Angst, er könne vom Bruder ausgenutzt werden weil er ja auch sieht, dass der dann in der Zeit eine ruhige Kugel schiebt. Er soll dann arbeiten obwohl er oft schon einen 9 Stunden - Tag an seiner Arbeitsstelle hinter sich hat. Da mag der natürlich auch nimmer.
Aber am vergangenen WE anscheinend hat jeder gegeben was er konnte.

Vielleicht werden sie doch einmal erwachsen. Bis dato hab ich da nämlich herzlich  wenig davon bemerkt.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: streuobst am 16.09.14, 07:02
Genauso wenig wie wir unsere Kinder zum Lehrer, Mechaniker, Gärtner oder Ingenieur erziehen können, können wir sie zum Hofnachfolger sprich Landwirt erziehen. Sie sehen Tag für Tag was das Leben mit Bauernhof mit sich bringt, die Vor- und Nachteile, wenn wir als Eltern Freude an diesem Beruf haben, dann sehen sie das und finden vielleicht auch Freude daran. Die Zeiten in denen der Älteste den Hof übernimmt und die anderen von Geburt an zum Knecht bestimmt werden bis sie die Flucht ergreifen dürften doch hoffentlich endgültig vorbei sein.
Zwei von unseren Kindern haben Berufe erlernt, die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben (helfen aber trotzdem gerne in Haus und Hof mit, weil es Ihnen Freude macht) Eines hat sich den Beruf des Landwirts ausgesucht (nicht der Älteste), ist derzeit noch in Ausbildung. Wir vermeiden aber ihn darauf festzunageln dass er den Hof übernehmen muss, weil wir der Überzeugung sind, dass es von einem 17/18jährigen eine schwere Entscheidung ist sich festzulegen was er ein Leben lang machen muß.
Ja die Zeiten ändern sich - und das ist gut so -  ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 13.10.14, 16:19
Hallo mal eben,


ich danke für die rege Resonanz zu der Frage.

Ich bin der Ansicht, dass  Kinder sehr wohl dazu erzogen- mal mehr mal weniger bewusst. Und ich finde es auch gut. Es macht das Leben später einfach leichter, wenn ich weiss, wie ich mich hier und da zu verhalten und bewegen habe.
Ach ja und ich weiss es auch zu schätzen, dass da meine Wurzeln liegen, wo sie liegen- sowohl familiär als auch beruflich, denn bei uns stellen sich ganz bestimmte Fragen überhaupt nicht.

Was meine Lebenserfahrung angeht... So ist es auch ein Teil meiner Erziehung und Ausbildung, dass ich nicht alles, was mir durch mein Hirnkastl spu(c)kt, was ich weiss, sehe, höre, am Rande wahrnehme öffentlich diskutiere oder gar diskutieren muss, weil ich sonst an Herzdrücken sterbe.

Gerade die letzten Jahre liessen mich als Persönlichkeit wachsen und reifen.

Wie ich mit jungen Betriebsleitern und Hofnachfolgern umgehe? Ganz normal, ich sehe sie in erster Linie als Menschen, die sie sind und da sind für mich mehr Facetten als nur Landwirtschaft sichtbar und wahrnehmbar. Manchmal ist es für sie sicher gewöhungsbedürftig, wie ich an sie rantrete. *lächel* Immer höflich und freundlich, allerdings selten ewig um den heissen Brei redend. Was die Insider schon veranlasste, mich vorzustellen: "Mensch, das ist Anja und mit ihr kannst du reden wie mit einem Mann,  sie versteht dich und versteht das."

Beste Grüße und frohes Schaffen,

Anja
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lulu am 13.10.14, 17:03
Wie man sich selber belobhudeln kann.....*lautlacht*.....ist wirklich der Hammer  :o

Gruß
Lulu

P.S.....ehrlich Leute....meine Hand hat sich losgerissen.....habe ich draufgesessen......plötzlich war Sie an der Tastatur.....gg
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: apis am 13.10.14, 17:29
Ist Clara / Anja in der höheren Politik aktiv?
Wenn nicht, warum nicht? - Es wird Zeit, die Welt muß gerettet werden, Clara kann auch das.


Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Niernderl am 13.10.14, 17:29
Hab mir nun nicht den ganzen Thread durchgelesen will jedoch auch meinen "Senf" dazu beitragen.  ;)

In erster Linie denke ich ist es sehr wichtig dass die Kinder in einem geborgenen Umfeld aufwachsen. Dass sie merken sie sind eine eigenständige Person, und wir jeden einzelen von Ihnen lieben, achten und respektieren.

Jedes Kind hat andere Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben. Das heißt jetzt nicht, dass wir die Kinder "verhätscheln" sollen, aber auf ihre Talente und Vorzüge sollten wir sehr wohl Bezug nehmen.

Ich würd keinen zu einer Betriebsübernahme von vornherein verdonnern. Das muss sich mit der Zeit herauskristallisieren. Manche wissen von ganz klein auf schon, dass sie mal den Hof übernehmen wollen, bei manchen stellt sich das Interesse erst ganz viel später heraus.

Immer wieder von kleine auf mitnehmen zu den Arbeiten, mithelfen lassen so gut sie können, gerade als kleine Kinder sind sie ganz wild auf solche Sachen. Ausprobieren lassen, auch mal anrennen lassen wenn sie meinen sie sind soooo viel gescheiter als wir "Alten". Sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen (natürlich nur so weit, dass der Hof nicht darunter zu leiden hat).

Wichtig ist, dass man das vorlebt, was man von den Kinder verlangt. Ein Bauer, der ständig nur darüber schimpft wieviel Arbeit alles macht und dass es hint und vorne nix bringt, der wird seine Kinder kaum dazu überreden können den Hof mal weiterzuführen wenn es eh keinen "Sinn" macht.

Wenn man selber die Arbeit gerne macht, (natürlich ist das auch nicht jeden Tag so) aber im Grunde zu seinem Leben steht und die Werte vermittelt dann denke ich werden auch die Kinder erkennen, dass Landwirtschaft nicht eine ganz "brotlose" Zukunft hat. Man hat immerhin noch immer sein eigen Land und Gut und vor allem man hat eine Arbeit. Den Jungen muss viel mehr vermittelt werden dass es wichtig ist eine Arbeit zu haben als wenn man keine hat. Auch wenns nicht immer Spaß macht, aber seien wir ehrlich welcher Beruf macht jeden Tag Spaß!

Wenn sich dann aber doch kein Nachfolger findet, weil die Kinder einfach ganz andere Interessen haben und vielleicht studieren oder wegziehen, dann kann man es auch nicht erzwingen. Es wird sich dann zu gegebener Zeit eine andere Tür auftun.

Soviel meine Meinung dazu.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: hosta am 13.10.14, 18:29
Wenn Erziehung, dann erziehe ich meine Kinder, aber nicht die Hof Nachfolger
anderer Familien. Unterhalten tue ich mich wie mit anderen Menschen.

Und ich bin eine Frau,und möchte Gespräche auch als Frau fuehren und
anerkannt werden.
Nicht weil man sich  mit mir unterhalten kann, wie mit einem Mann.

hosta
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 14.10.14, 01:03
Niernderl du siehst das ganz richtig.
Dein Beitrag freut mich.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 04.06.15, 12:14

Ich weigere mich aber, jemanden der keine Kinder, keinen HOf und keine EIGENEN Erfahrungen hat ernst zu nehmen bei diesen Themen.
Jemanden, der nur immer gescheit daher redet und immer grosse Reden schwingt. Sowas mag ich im richtigen Leben auch nicht.
Oder ist es anders? Ich habe keine Ahnung, weil Clara uns ja nur an ihrem "grossen, nicht wirklich greifbaren Erfahrungsschatz" teilhaben lässt, sich aber nie richtig selbst mit Lebenserfahrung,mit eigener Erfahrung einbringt.
Ich würde ja glauben, sie sei ein Phantom, wenn nicht einige sie schon kennengelernt hätten....


danke Gatterl,... ich sehe das auch so.
Claras Beiträge können nicht auf echter Lebenserfahrung basieren.

Es ist immer wieder eine grosse Freude solche Beiträge zu lesen- so ausserordentlich liebenswürdig können nur Frauen sein.

Zu meinem Erfahrungschatz gehören mehrere Dinge, die heute wohl nicht mehr so gefragt sind... wie das nicht alles, was mich privat betrifft in aller Öffentlichkeit diskutiert wird. Und wie gesagt, mein Privatleben war und ist mir wichtig und drum bleibt privates auch privat.

Gott segne und behüte euch,

Anja
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Clara am 04.06.15, 12:25
Was wird von dem einheiratenden Partner "erwartet" (Ausbildung, betriebliches Engagement, "Vermögenslage - immateriell und materiell")? Was wird dann im Alltag wirklich gelebt?



Kennst du die Heiratsanzeigen ...

"Er netter gutaussehender Mann (Anf. 30) suche nette, arbeitsfähige ,gutaussehende junge Frau (25-35) ,mindestens 150 Kühe, 200 ha Ackerland, bringe Trecker mit".
Vielleicht sollte man es bei Bauer sucht Frau versuchen. ;)

Suederhof,

nein, ich kenne allerdings sowas... http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,14041.0.html und von solchen Themen gibt es einige, wenn auch immer in abgewandelter Form...

Beste Grüße,

Anja
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 07.09.15, 16:14
Hallo ihr Lieben,
ich befinde mich im Moment in einer sehr verfahrenen Lage.
Unser Sohn hat Landwirt gelernt und wollte unseren Betrieb übernehmen. Er hat aber enorme Probleme meinen Mann als Chef zu akzeptieren bzw. zu respektieren.
Außer am Schlepper fahren zeigt er auch wenig Interesse etwas zu lernen oder sich weiter zu entwickeln. Er weist gerne alle Fehler von sich ab, macht andere dafür verantwortlich oder kommt mit Selbstmitleid (wäre ich nur bei meinen Unfall krepiert oder mein Bruder ist ja sowieso euer Liebling). Manchmal denke ich, mein Mann und er sprechen unterschiedliche Sprachen, immer muss ich vermitteln. Das hat mich schon in Depressionen gebracht, bis hin zum versuchten Suizid. Mittlerweile denke ich, dass ich relativ stabil bin, aber die ganze Situation macht mich fertig. Der Sohn fragt nicht nach, um etwas zu lernen, der Mann sagt ihm nichts, weil er ja nicht fragt. Der Sohn will ein Lohnunternehmen gründen, der Mann sagt, das funktioniert hier bei uns nicht, es sind bereits zu viele zu billige da. Im Betrieb muss mein Mann den Sohn ständig antreiben und auf die Arbeit stupsen, von alleine sieht der nichts oder geht ihr aus dem Weg. Seit Ende der Lehre geht es ständig hin und her, wenn der Sohn sich mal wieder ungerecht behandelt fühlt, dann kündigt er halt, einmal hat er es auch gemacht und 4 Monate bei einem Lohnunternehmer gearbeitet, aber als das Maishäckseln durch war und Waldarbeit angesagt war, kam er wieder in die heimische Hängematte. Jetzt wird er Ende November Papa und gerade jetzt geht wieder die Kündigungsmasche los. Wir wissen echt nicht weiter. Ohne ihn können wir den Betrieb in der Größe nicht schaffen, jetzt sind wir schon seit 5 Jahren am Kämpfen, dass der Sohn endlich auch Unterstützung bringt und weiß was er will, aber wir drehen uns nur im Kreis. Alle Argumente gegen ein Lohnunternehmen prallen an ihm ab, aber er tut auch nichts, um selbst voran zu kommen, er macht uns nur den Vorwurf, dass wir ihn nicht unterstützen.
Jedes mal wenn es Probleme gibt, holen wir wieder die Kohlen für ihn aus dem Feuer, und er will immer nur fort laufen. Bitte gebt mir mal Ratschläge dazu.
Titel: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Bullenmafia am 07.09.15, 16:29
Ich würde den Betrieb verkleinern so dass du und dein Mann das schafft u euer Sohn soll bitte erwachsen werden u auf eigenen Füßen stehen woanders arbeiten und für seine zukünftige Familie Sorgen. Momentan ist er mit Sicherheit kein Erwachsener. Meine Meinung LG Petra
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 07.09.15, 16:48
Liebe Petra,
vielen Dank für deine Antwort. Den Gedanken hatten wir auch schon, aber verkleinern geht schnell, vergrößern wenn der Sohn dann doch will, sehr schwer wenn nicht sogar in unserer Region unmöglich. Außerdem fühle gerade ich mich verpflichtet, er ist dich unser Sohn und wir für sein Glück oder seine Zukunft verantwortlich. Er hat schon angedeutet, dass das Lohnunternehmen wichtiger ist als seine zukünftige Familie. Ist doch egal, wenn die Freundin mit Kind abhaut und so, da fehlen mir die Worte und ich habe Angst um unser Enkelkind.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: christiana am 07.09.15, 17:01
Wie wäre es mit einem Coach. Den besuchen Vater und Sohn jeweils einmal alleine und dann nochmal zusammen.
In anderen Berufssparten ist das ganz normal, warum nicht in der LW.
Ich würde schauen, dass der Coach nicht nur Betriebe sondern auch Privatpersonen coacht und auch so etwas wie wingwave macht, damit alte Gefühle verarbeitet werden.
Alles Gute
Christiana
Titel: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Bullenmafia am 07.09.15, 17:05
Susabe, klar sind wir für das Glück verantwortlich aber wenn die Kinder groß sind sollen sie erwachsen werden!!!  Und sich nicht auf die Eltern verlassen. Er weiß das er sich auf euch verlassen kann warum soll er etwas an seinem Verhalten ändern? Siehe Baby, find ich unmöglich. LG Petra
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 07.09.15, 18:40
Hallo Susabe,
das mit dem "Coach" fände ich auch gut!
Finden tut man das in der landwirtschaftlichen Familienberatung. Leider weiß ich nicht wo Du her bist. Das ist alles unterschiedlich gehandhabt. Hier auf den Seiten des Bäuerinnentreffs gibt es sogar eine Seite mit Links dazu. Da würde ich mich mal schlau machen: http://www.baeuerinnentreff.de/seite/201167/familienberatung.html

Ansonsten finde ich mit so Äußerungen, bezügl. Betrieb verkleinern ist einem in so einem Fall nicht unbedingt gedient.

Man hat wohl all die Jahre ja einen Betrieb aufgebaut in der Hoffnung, die junge Generation übernimmt, bzw. setzt das fort. Meist sind ja auch Kredite am laufen und ich glaub, so einfach resigniert man auch nicht.

Die junge Generation die in so einen Betrieb hineingeboren wird, die hat es schon nicht unbedingt leicht. Vielleicht wäre Euer Sohn für etwas ganz anderes geschaffen und kann sich das auch selber nicht eingestehen weil er ja auch schon immer diesen Weg gegangen ist den man ihm vorgezeichnet hat.

Ich kann mich da sehr gut einfühlen. Bei uns hier ist es ansatzweise ähnlich und auch sehr schwierig.

Sicher, die Kinder sollen erwachsen werden. Aber hat man ihnen Zeit dazu gegeben?
Die Zeit die heutzutage so schnelllebig ist. Die mit so manchem Fortschritt (der auch Geld kostet) einem einfach überrumpelt...

Manchmal habe ich den Eindruck, früher hätte man sich besser auf das Wesentliche konzentrieren können. Heute ist so viel drum herum und man kommt irgendwie gar nimmer zur Ruhe. Man möchte alles mitnehmen und es fehlt die Zeit zu begreifen und die Zeit um nachzudenken...

Ganz oft stelle ich fest, dass in Betrieben wo ein Betriebsleiter nicht so leistungsfähig ist der Sohn oder die Tochter dann ganz genau wissen, wo anzusetzen ist. Und sie geben dann ihr Möglichstes und noch ein bisserl mehr.
Die haben auch Interesse!
Es ist aber auch niemand da der sie bevormundet. Die müssen von alleine drauf kommen. Und sie tun es. Oftmals mit einer Hingabe.

Wir haben hier auch einen Landwirt der eigentlich vom Elternhaus her eher dahin gedrängt wurde den Betrieb dicht zu machen. Der hat jetzt neu gebaut und ist voll engagiert.

Ich finde, das lässt oft eine Generation aus. Die eine Generation kann mit dem ihnen Vorgelegten einfach nicht umgehen!

Die Folgegeneration kittet, wenn es überhaupt noch möglich ist (ist ja in der heutigen Zeit eher nimmer so machbar) das was die Altvorderen versäumt haben.
Oder sie sind traurig, weil sie den Beruf des Landwirts nimmer ergreifen können an dem ihnen so viel gelegen wäre weil eben die Eltern damit schon aufgehört haben.

Es gibt sie nämlich immer noch; "Die Landwirte aus Berufung!"

Es mag vielleicht auch daran liegen, dass die Menschheit immer das will, was sie gerade nicht erreichen kann!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Paula73 am 07.09.15, 19:25
Habt ihr keine Möglichkeit jemanden anzustellen ?

So wie du es schreibst ist deine Sohn nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Wenn es ihm nicht in den Kram passt geht er halt. Er weiß das ihr auf ihn angewiesen und damit erpressbar seid.

Die Äußerung über Freundin und Kind zeigen wie unreif er ist. Vielleicht kannst du dich ja unabhängig von deinem Sohn um Freundin und Enkel bemühen ? Je nachdem wie dein Verhältnis zu der jungen Frau ist.

Euer Sohn sollte sich erst einmal in der Fremde die Hörner abstoßen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Bullenmafia am 07.09.15, 19:28
Danke, genau das meinte ich.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gschmeidlerin am 07.09.15, 19:45
Ich seh das genauso wie Paula - mach dich nicht erpressbar. Wenn er wieder mal gehen will, so stellt jemanden ein. Vielleicht wenn der Weg zurück für ihn nicht so einfach ist, sieht er dann, was er am Betrieb zu Hause eigentlich hat. Ab und zu soll man die Jungen auch eigene Wege gehen lassen. Vielleicht belastet es ihn ja auch, dass er unbedingt zu Hause bleiben muss und im Prinzip keine Wahlmöglichkeit hat. Mit einem Arbeiter schafft man ihm die Wahlmöglichkeit und vielleicht wählt er nach einiger Zeit freiwillig den Arbeitsplatz zu Hause oder er findet einen, der wirklich zu ihm passt.

Wünsch euch alles Gute, das ist wirklich keine leichte Situation!

Eva
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Ingrid2 am 07.09.15, 19:51
susabe - ihr seid doch nicht für das Glück eures Sohnes verantwortlich. Das ist er schon selbst. Letztendlich seid ihr auch nicht für seine Zukunft verantwortlich. Da muß schon auch was von ihm selbst kommen. Wir können unseren Kindern das Laufen beibringen, laufen müssen sie dann schon selber. Es ist doch ein geben und nehmen, bei euch ist euer Sohn doch nur am nehmen, wir vor schon geschrieben, seid ihr erpressbar. Und damit in einer denkbar schlechten Lage. Wenn ihr ihn aber so weitermachen lässt, dann wird sich nie etwas ändern.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 07.09.15, 20:16
ihr schreibt das so locker wie wenn das gar nix wäre!
Es hat schon Firmen/ Betriebe gegeben, da hat man Arbeiter/ Angestellte ausgestellt und die Situation wurde je nach emotionaler Lage des Gekündigten sehr brenzlig für den Betrieb.

Sicher, wenn der ehem. Mitarbeiter dann zur Sabotage greift, so kann man das strafrechtlich verfolgen. Nur kann auch Schaden entstehen, der nicht wieder gut zu machen ist.

Ich will jetzt hier keine Schwarzmalerei beginnen.
Aber ich hab solche Dinge schon erlebt.
Und es hat hier in der Nähe auch Höfe gegeben wo innerhalb der Familie Strafanzeige erstattet wurde. Kein Honiglecken das Ganze. Und meist ist hinterher das Vertrauen endgültig zerstört und der Hof kaputt!

Also unser Sohn würde zur Sabotage neigen und der würde über Leichen gehen. Dessen bin ich mir sicher. Der würde sich nicht einfach vor die Türe stellen lassen und eine Kündigung akzeptieren.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: cara am 07.09.15, 20:46
er will doch selbst kündigen....
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 07.09.15, 20:48
Ihr Lieben,
vielen Dank für die antworten. Er sagt ja von sich aus, dass er woanders arbeiten will. Da er aber gar keine Kritik verträgt,  wird das wohl auch schwierig. ER will alle Lohnarbeiten anbieten, Silo machen, dreschen, spritzen, säen, Mais abfahren, und alles mit unseren Maschinen. Wobei er auf Maschinenwartung und Pflege  nichts haelt.  Da sieht mein Mann rot. Die Interessen der anderen gehendes vor, unser Betrieb kann ja hinten anstehen. Es spielt doch keine Rolle, ob man zur richtigen Zeit saet oder spritzt.
Die Freundin geht auch mal mit zum Melken, will aber nach Babyphone wieder arbeiten gehen.  Sie haelt sich aus der Diskussion heraus, da schon einmal eine Beziehung aus ähnlichen Gründen scheiterte. Ich glaube, aber sie ist sich über die Konsequenzen nicht bewusst...
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 07.09.15, 21:16
Hallo Susabe,
das kommt mir alles verdächtig bekannt vor.
Nur dass mein Mann nicht viel Einfluss auf die Technik nimmt. Da müsste ich das dann regeln.
Was sagt allgemein Dein Mann dazu? Redet der mit dem Junior? Oder soll die Vermittlung über Dich laufen?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maggie am 07.09.15, 21:29

. Außerdem fühle gerade ich mich verpflichtet, er ist dich unser Sohn und wir für sein Glück oder seine Zukunft verantwortlich.

liebe susabe,
dieser satz hat mich ehrlich geschockt - euer sohn ist erwachsen, ihr seid nicht mehr für sein glück und seine Zukunft verantwortlich !

wie alt seid ihr, wenn ihr jetzt verkleinert könnt ihr den betrieb alleine führen und euer sohn kann ihn ja dann übernehmen wenn ihr ins 2. Glied treten wollt/könnt/müsst - denn wie es aussieht wird es auch in den nächsten jahren nicht passen bei vater und sohn,
also - macht euch nicht kaputt und zieht die Konsequenzen, so wird euer sohn definitiv nie erwachsen -

wie heisst es so schön - "der papa wird's schon richten" - nur bei euch ist es scheinbar die Mama ....
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: freilandrose am 07.09.15, 21:42
Ihr Lieben,
vielen Dank für die antworten. Er sagt ja von sich aus, dass er woanders arbeiten will. Da er aber gar keine Kritik verträgt,  wird das wohl auch schwierig. ER will alle Lohnarbeiten anbieten, Silo machen, dreschen, spritzen, säen, Mais abfahren, und alles mit unseren Maschinen. Wobei er auf Maschinenwartung und Pflege  nichts haelt.  Da sieht mein Mann rot. Die Interessen der anderen gehendes vor, unser Betrieb kann ja hinten anstehen. Es spielt doch keine Rolle, ob man zur richtigen Zeit saet oder spritzt.
Die Freundin geht auch mal mit zum Melken, will aber nach Babyphone wieder arbeiten gehen.  Sie haelt sich aus der Diskussion heraus, da schon einmal eine Beziehung aus ähnlichen Gründen scheiterte. Ich glaube, aber sie ist sich über die Konsequenzen nicht bewusst...
Hallo Susabe68, dann lass mal deinen Sohn machen. Das wird bald Mord und Totschlag geben. Er kann doch nicht einfach auf Eure Maschinen zugreifen, das geht doch nicht. Ausserdem wie will er das denn machen...Silo, dreschen, spritzen, saen. Manchmal überschlägt sich alles und man sollte 1000 Hände haben. Wer organisiert das? Dann braucht man Traktoren, einen Drescher, eine Spritze, eine Sämaschine... hat er Leute, die hinter ihm stehen? Freunde, die mitmachen oder Menschen an der Hand, die fahren. Alles kann er auch nicht alleine machen. Wer macht das Büro?  Hat er einen guten Steuerberater? Wer richtet, wenn mal was kaputt geht? Wo kommt der Diesel her für die Maschinen? Habt ihr soviel Platz? Wer macht Telefondienst? Ok, heute ist das keine Frage mit dem Handy. Aber er hängt dann dauernd am Handy und sollte doch arbeiten. Ich kenn das alles. Vor allem, geht er noch arbeiten oder arbeitet er bei Euch am Hof? Wenn Vater und Sohn nicht miteinander können, seh ich da keine Perspektive. Das gibt täglich Reibereien.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: mogli am 07.09.15, 21:45
Sinnvoll wäre es sicher er würde bei einem LU eine zeitlang mitarbeiten, damit er weiß wie der Hase läuft.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Steinbock am 07.09.15, 22:17
Also ehrlich, ich finde das Verhalten Deines Sohnes völlig unreif, um nicht zu sagen kindisch?
Mir tut die werdende Mutter jetzt schon leid.

Es ist an der Zeit, dass Ihr entweder den Betrieb verkleinert oder einen Angestellten nehmt,
um ohne Euren Sohn um die Runden zu kommen. Dann kann der sich besinnen, oder einen
anderen Beruf suchen. - Wie lange willst Du diese Zerrissenheit noch ertragen? Bis zu Deiner
nächsten Krise? - Entschuldigung, dass ich so direkt bin.

Alles Gute!

Elisabeth
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 07.09.15, 22:55
Oh, ich glaube, da krankt es an vielem.
Man geht ja immer von dem aus wie man es selber daheim erlebt.
Und wenn alle Gleichstrang ziehen, dann funktioniert das auch.
Aber wenn einer gleiten lässt und der andere die Richtung weist, dann genau passiert das, dass der Sohn sich den Weg des einfachsten Widerstandes sucht.
Aber andere Frage: Könnt Ihr so einfach den Betrieb  verkleinern? Einfach so?
Ich denke mal, dass da unsere Bank einen Aufstand machen würde!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: annelie am 08.09.15, 08:27
Euer Sohn hat nach der Lehre keine weiterführende Schule oder den Meister gemacht?
Wie alt ist er?
Kann es sein, dass Kühe nicht sein Ding sind?
Ist Euer Sohn von der Situation genauso frustriert wie Ihr?

Ich fände eine Meditation (soll Mediation heissen, danke zu Steinbock  :-*)  sehr gut, kann natürlich sein, dass dabei nicht unbedingt das Resultat kommt, dass Dein Mann und Du Euch vorstellt.
Bestände die Möglichkeit dahingehend einen Kompromiss zu schließen, dass er sich fortbildet, möglichst was betriebswirtschaftliches, wie z. B. eine Fachschule, wo er Euern Betrieb mal durchrechnet und sieht was möglich ist und ihr dann gemeinsam entscheidet wie es weitergehen könnte oder auch Landmaschinenmechaniker (oder heisst das zwischenzeitlich Mechatroniker), wenn er Lohnunternehmer werden möchte?

Sehr bedenklich finde ich, dass Du Depressionen hast, das ist ein sehr deutliches Zeichen, das eine Veränderung notwendig wäre, aber ich weiß auch, dass das nicht einfach ist und die Kraft vielleicht nicht vorhanden ist.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Daggl am 08.09.15, 08:51
Mal eine andere Frage: Kann es sein, dass dein Sohn auch in Richtung Depression geht?

Ansonsten kann ich mich den anderen anschließen, das Sinnvollste wäre ein neutraler Vermittler.  Ich denke so kommt ihr allein nicht weiter, da ist die Situation schon  zu verfahren. Ich seh das schon als Teufelskreis, wenn ich das richtig verstanden habe.. Vater will anders wie Sohn, Sohn hat keine Lust, die Arbeiten so,  wie Vater es haben will, zu machen(irgendwo auch verständlich), ist deswegen schlampig, Vater ist (auch wieder zu Recht) sauer... Sohn hat dann noch weniger Lust....
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 08.09.15, 12:43
Hallo ihr Lieben,
danke für eure Gedanken und Lösungsvorschläge. Eine weitere fachliche Weiterbildung kommt für unseren Sohn nicht in Frage. Er hat einen qualifizierten Hauptschulabschluss, dank sehr engagierter Lehrer und seine Lehre auch geschafft, aber der schlauste ist er halt nicht. Er hat auch mit der Winterschule angefangen, mit viel Elan, aber schon nach kurzer Zeit wieder hingeschmissen, weil es zu schwer wurde. Er hat auch schon mal ein paar Monate bei einem Lohnunternehmer gearbeitet und auch viel von dessen Problemen mitbekommen, aber er redet sich halt alles schön. Die Maschinen für seine Lohnarbeiten wären ja schon da, wir sind da schon recht gut ausgestattet, da wir auch für einige Nachbarn Lohnarbeiten machen, aber da wissen wir halt auch ziemlich sicher, dass das Geld kommt und das passt auch immer ganz gut mit unseren betrieblichen Arbeiten zusammen.
Heute Morgen hatten wir noch mal gemeinsam ein Gespräch mit ihm, in dem wir klar gestellt haben, dass er seinen eigenen Weg gehen muss, um sein Glück zu finden ohne Rücksicht auf uns und unseren Betrieb. Wir haben jetzt schon fünf Jahre gewartet, bis er weiß was er will, bzw. bereit ist an einem Strang zu ziehen.
Die ganze Sachen, die außer Schlepper fahren noch an einem eigenen LU hängen, haben wir ihm auch schon aufgezählt, aber das ignoriert er einfach - total stur -.
Wir haben ihm jetzt empfohlen sich Arbeit beim Bodenverband oder einem LU zu suchen, mit seiner Freundin in ihre Heimat zu ziehen (weil wir das Gefühl haben, dass auch sie sich hier nicht zurechtfinden wird, bzw. sie Heimweh hat) und so durch den Abstand zu uns und unserem Betrieb erwachsen zu werden, damit nicht auch noch unsere Familie zerbricht. Er will jetzt wohl auf die Suche gehen. Mein Mann ist ganz schön angekratzt, sieht aber auch keinen anderen Ausweg.
Warten wir mal ab, wie es weitergeht.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Paula73 am 08.09.15, 12:51
Da kommt dann aber auch die Frage auf in wie weit er überhaubt in der Lage ist einen Betrieb selbständig - mit allem drum und dran unter den heutigen Bedingungen zu führen. Vielleicht ist es auch schlicht überfordert, kann es aber euch, oder auch sich selbst gegenüber nicht eingestehen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Ingrid2 am 08.09.15, 14:20
susabe - ich würde mal sagen, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wenn euer Sohn jetzt nicht kapiert, dass er für sich selbst verantwortlich ist, dann kapiert er es wohl wirklich nicht. Aber irgendwann muß auch mal Schluß sein.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: maria02 am 08.09.15, 19:06
Hallo,

manche junge Männer brauchen anscheinend etwas länger um erwachsen zu werden!
Unser Junior ist 21 und denkt auch das leben mit Landwirtschaft wäre ein Traum!!
Auf dem Schlepper ist er glücklich und brauchbar, der Stall wenn wir mal weg sind  1 oder 2. Tage auch kein größeres Problem!

Aber Sonntags aufstehen?? Kontoauszüge sortieren und Bafög Antrag stellen da merkt man schon
das die nötige reife noch fehlt.

Ich möchte und ihr müsstet...bekomme ich öfters zuhören...

Lohnunternehmer das wäre auch sein Traum, oder für einen Stall mit AMS könnte man ihn auch begeistern ....
Nur mit unseren paar Hektar möchte ich mir das finanziell nicht mehr antun.
Das würde sich auch nicht mehr rechnen, ich bekomme da auch schon zu hören wir verbauen ihn die Zukunft!!

ER hat noch nicht mal eine Landwirtschaftliche Ausbildung, besucht gerade die Meisterschule im Handwerk!
Danach kann er immer noch eine landwirtschafltiche Ausbildung beginnen, da hätten wir auch nichts dagegen.

Seine 3 Schwestern sind ihn in  zumindest in der geistigen Reife um einiges Voraus !!!

Lieber Gruß
Maria


Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gschmeidlerin am 08.09.15, 19:55
Liebe Susabe, ich möchte Dir zu Eurem Schritt gratulieren, das war sicher nicht einfach. Aber ich bin auch überzeugt, dass man mit klaren Fronten besser lebt. Es wird sich alles weisen!

Liebe Grüße Eva

PS.: Wäre echt schön dich kennen zu lernen, vielleicht schaffst du es nach Gießen!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 08.09.15, 21:25
Unser Klauenpfleger hat heute wohl zu meinem Mann gesagt, dass viele gerne wieder auf AMS verzichten würden weil die Kosten einfach nimmer zu den Einnahmen stehen. Und der Mann kommt wirklich in viele Ställe!
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lisa am 09.09.15, 11:07
Martina-s,
Kosten verursacht ein Roboter schon,aber die Erleichterung gibt niemand mehr her.
Kürzlich sagte Sohn,du kannst alles von mir kaufen,nur der Robbi ist unverkäuflich.
Warum?Da müsste er sich oft selber in die Melkgrube stellen und das wollen sie nicht
mehr und wir als Altenteiler haben unseren Teil schon geleistet(GsD sieht er es auch so).
ST. ist auch froh morgens nicht im Stall zu müssen ohne schlechtem Gewissen.
Tagsüber schaut sie oft nach und abends ist sie voll dabei weiss überall Bescheid.
Finde es ist für eine junge Familie von Vorteil wenn der tägliche Arbeits Rytmus entschleunigt
wird.Von selber geht es allerdings auch mit Robbi nicht.Die Frischmelker mit den Euterödem
machen öfters zu schaffen,die verbleiben mir im Melkstand bis sie melktauglich sind.
Bin froh noch einen Teil vom Melkstand zu haben den teuer wird der Robbi erst wenn man alle
Kühe merzen muss nur weil sie vorübergehend nicht oder nur beschwerlich zu melken sind.
Es gibt immer weniger  die von Neujahrstag bis Sylvester sich unter die Kühe buckeln .
Darum glaube ich auch nicht das es so viel Milch werden wird. Meine Meinung!!! Lisa
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: frankenpower41 am 09.09.15, 11:43
Hallo

Ich gebe Lisa vollkommen recht, die Zahl derer, die täglich (selber) melken will wird immer weniger und von Vorteil kann ein Robbi sicherlich sein.  Habe ich Dich jetzt richtig verstanden, die Problemkühe werden bei Euch im Melkstand gemolken?.
Ich frage mich dann aber, wie läuft das dann auf Betrieben, in denen kein Melkstand vorhanden ist?
Unser längerfristiges Ziel (bzw. das des Hofnachfolgers) ist auch ein Roboter, aber man wird sehen.
Vielleicht bin ich pessimistisch, aber rosig sehe ich die Zukunft in der Landwirtschaft nicht und das nicht nur wegen des derzeitigen Milchpreises.
Zum Thema mehr Milch gehe ich davon aus, dass die Milchmenge sich erhöhen wird.
Dazu steht in der aktuellen Ausgabe der Elite  das Ergebnis einer Umfrage der European Dairy Farmer von 2015, dass jeder zweite wachsen will. Lt dieser Studie wollen 60 % der befragten Betriebe ihre Milchproduktion bis 2020 um mehr als 20 Prozent steigern.
Warten wir es ab.

Zum Thema Hofnachfolger denke ich, dass es in den meisten Fällen Reibereien gibt. Ich kann da auch mitreden und Schlepperfahren ist bei fast allen mehr angesehen als die Stallarbeit. Da verlässt man sich gerne noch auf die Eltern, wobei ich schon sagen muss, dass Junior bereits einige sinnvolle Änderungen eingeführt hat.


LG
Marianne
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 09.09.15, 14:02
...ups, nein, ich wollte den Roboter nicht schlecht reden. Um Gottes Willen!
Ich könnte mir so ein Melksystem schon auch vorstellen und ich hätte auch kein Problem wenn es die Jungen schöner hätten wie die Generation davor.

Ich weiß auch nicht, wie ich sagen soll. Ich kam eben wegen dieser Äußerung von unserem Klauenpfleger schon ins Grübeln.
Das Geld ist heute nimmer so leicht verdient wie vor 30 Jahren.

Und je mehr Technik im Einsatz ist, umso mehr kann auch kaputt gehen. Dinge die man selber ohne Fachmann nicht reparieren kann.
Das und auch gute Wartung kostet Geld!

Es wäre sicher interessant eine Rechnung aufzustellen ohne jetzt die Lebensqualität der einzelnen Familien als Entscheidungsaspekt zu erwähnen, was eine 60 Kuh - Herde an Unterhalt kostet, sprich was letztendlich erwirtschaftet werden kann mit oder ohne AMS.

Dann letztendlich zeigt sich, was die Lebensqualität die man damit herausholt wirklich wert ist.

Das ist das Gleiche wie der Vergleich zwischen meiner Generation und derer meiner Großmutter.

Oma ist weite Strecken übers Land gegangen, das hat Zeit gekostet. Zeit in der sie nichts verdient hat.
Ich fahre solche Strecken mit links mit dem Auto. Verbinde Erledigungen, mache vieles in minimaler Zeit und  manches so nebenher wo die Großeltern extra Aufwand betreiben mussten.
Dafür hatten sie es aber vielleicht ruhiger. Sie haben gemacht was machbar war, haben aber auch vieles gar nicht machen brauchen weil das gar nie zum Thema stand. Man hat ja nicht erfahren was man versäumt hat. Gelebt hat man mit mehr Anstrengung und mit Entbehrungen aber.... eben doch! Die Frau ist auch 83 geworden. Hatte keine kaputten Knie. Vielleicht weil sie sich eben mehr bewegt hat wie ich.

Hat alles seine Vor und Nachteile. Seine Licht und Schattenseiten.

Man geht halt immer den Technischen Trend mit. Man ist im Zugzwang durch andere die das schon haben.
Nur wenn man extra neues Gewerbe beginnen muss um noch mehr zu verdienen, dass ich eben auch die Technik mit finanzieren kann, dann frage ich mich letztendlich schon für wen ich arbeite. Für mich oder für die Wirtschaft?
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lisa am 09.09.15, 14:27
Ja,wir haben noch die hälfte vom Melkstand und finde es gut so.
Man sollte auch ganz ehrlich sein jeder hat mal Kühe die nicht nur
Bilderbucheuter haben oder Färsen die sich unmöglich benehmen.
Da muss ich zwei drei Monate keine im Melkstand melken und dann
habe ich mal wieder drei,vier Stück.Zur Zeit habe ich eine 2.Kalb
mit Euterödem da siehst du keinen Strichen und da bin ich wesentlich
schneller,da müsste man sich auch beim Robbi dazustellen und hält auf.
Nach zehn Tagen geht es dann problemlos und fertig.Junior hat da auch
wenig Geduld und spricht auch gleich vom Schlachthof da kommt er mit
mir in Konflikt ,wenn ich mich streite dann ist das die Ursache.
Zum Trockenstellen gehen sie auch durch den Melkstand,Euterkontrolle
ist halt einfacher.Eine kleine Möglichkeit würde ich auch bei einem Neubau
schaffen,meine Erfahrung und wenn es hundertmal heißt das braucht man nicht.

Die Jungen sind Technikbegeistert auch gut so und warum sollte man es sich nicht
leichter machen wenn es möglich ist.

Profitieren tut die ganze Familie auch wir im Altenteil.  LG.Lisa
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: AnniH am 09.09.15, 14:29
Martina,
ist es nicht oft so, dass Klauenschneider, Viehhändler, vielleicht auch LU oft das Gras wachsen hören.
Bei uns stelle ich das immer wieder fest,da wird über DEN und JENEN geredet, der hört auf weil.....und der hat nur Ärger usw. usf...
Ich höre mir solche Geschichten grundsätzlich nicht an, dann komme ich ich auch nicht ins Gerede.
Was wurde über uns schon geredet, weil Junior noch außerhalb arbeitet und das bei unserer Betriebsgröße, was wurde über uns gelästert als beide Söhne studierten und wir mit der Arbeit allein waren, was werden wir beobachtet, ob das mit den Beeren auch gut geht, ob genug gepflückt wird oder ob die Beeren faulen wenn es mal länger regnet .
Da hört man schon so manche Spekulation über uns und keiner wills gesagt haben.

Muß nicht sein, ich meine jetzt die Ratscherei, aber einer sagt was, der Andere verkündet das weiter und plötzlich ist es eine Feststellung, wie z.B Melkroboter, derweil ist doch jeder Betrieb individuell.

Grüße Anni
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: annelie am 09.09.15, 15:23
Ja so ist es Anni und oft wird einem auch erzählt, was man gerne hören möchte... ;) ;D

Mag sein Gammi, aber manchesmal ist die Info aber aus 2. bis 5. Hand und ob das immer so stimmt?

Ich hab ja die beste Einkommensquelle überhaupt erschlossen und das schon seit Jahrzehnten, ich verkaufe immer einen großen Teil meiner Fläche. Dabei kenne ich den Käufer (der aber den anderen namentlich bekannt is  :ot) überhaupt nicht, geschweige denn, das ich jemals mit ihm geredet hätte. Mir wird dann auch immer erzählt, wieviel ich eingenommen habe. Das Modell läuft sooo gut, dass es sich alle paar Jahre wiederholt, denn im Grundbuch stehe immer noch ich als Eigentümerin.... ;) ;D Es soll immer noch Leute geben, die das dann glauben und weitererzählen....., ich kann da nur drüber lachen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 09.09.15, 19:49
Hallo,
also unser Klauenpfleger hat hier bei uns ein Auswahlverfahren. Der macht nicht alle Betriebe. Nimmt fast keinen mehr an. Ich hab vor Jahren lang getrampelt bis der zu uns kam.
Und er stammt aus dem Saarland. Eigentlich von Beruf Metzger.
Ist auch nicht einer der Informationen zusammenträgt und weiter verkündet.
Das war nur so im Gespräch.
Und ganz ehrlich kenne ich auch Betriebe, die haben den Roboter wieder entfernt.
Warum? Wieso? Keine Ahnung! Werden sie vielleicht auch nicht unbedingt schonungslos gegen sich selber zugeben.

Es ist nicht so, dass bei uns evt. der Junior mal nicht auch den Schritt geht. Wenn mir der Roboter dann aber auch so bleibt wie momentan sein Jagdhund, dann hab ich was dagegen!

Bei uns in der Umgebung laufen auch Roboter. Und bei einem war Junior im Winter mal als Betriebshelfer. Er kannte das aber auch von anderem Betrieb hier im BT. Und von dem neuen Lely Astronaut, oder wie der sich schimpft war er schon begeistert.

Nichte mit Mann gehen auch geraden diesen Weg und sind am Bauen. Mal sehen wie das alles sich bewährt und weiter geht.

Nur billig sind die Dinger sicher nicht! Auch nicht die Gebrauchten!
Man müsste das mal, wie gesagt gegen rechnen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Paula73 am 09.09.15, 21:40
Wir melken seit Mitte Juni mit 2 Lely A4 . Der Melkstand ist inzwischen abgebaut und der Umbau zu neuen Liegeboxen läuft. Kühe sind wegen
dem Roboter keine abgegangen. Bis auf eine melken alle problemlos und mit Begeisterung.
Es gibt ganz sicher Betriebe wo es mit AMS nicht läuft, ich denke aber auch das in den seltensten Fällen tatsächlich die Technik Schuld ist.

Billig war der Umbau ganz sicher nicht, trotzdem würde ich es auf alle Fälle wieder tun. Die Arbeit ist um einiges leichter und die Daten welche man
über den Roboter bekommt machen vieles einfacher.

LG Paula
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Internetschdrieler am 09.09.15, 21:42
Wenn jemand, weil der potentielle Hofnachfolger  in Kühen nicht so sein "Ding" sieht, in einem Melkroboter die Lösung sieht, wird Schiffbruch erleiden.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: mogli am 09.09.15, 21:44
Da stimme ich dir voll und ganz zu.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Paula73 am 09.09.15, 21:50
Wenn jemand, weil der potentielle Hofnachfolger  in Kühen nicht so sein "Ding" sieht, in einem Melkroboter die Lösung sieht, wird Schiffbruch erleiden.

Sehe ich auch so. Obwohl ich auch einen Betrieb kenne wo es so läuft und (ohne die Bücher zu kennen) scheinbar auch funktioniert. Zumindest besser
als vorher. Die Kühe da sind glaube ich ganz froh wenn sie niemanden zu sehen bekommen. Laut Aussage vom BH gab es vorher einen sehr rauen Umgang mit den Tieren.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Lisa am 10.09.15, 08:26
Wir haben Fleckvieh und achten jetzt verstärkt auf gute Euter bei der Bullenauswahl
dann dürfte das in Zukunft kein Problem sein.

Zum Hofnachfolger kann ich nur sagen das Vater Sohn Verhältnis ist sehr gut,war eigentlich
von klein auf schon, Vater wird heute oft noch um seine Meinung gefragt und ich komm nur
manchmal im Stall nicht ganz mit. Mein Mann belehrt mich dann, ALLES kannst du nicht haben,
stell dir vor er wäre bei den Maschinen und der Technik ein Trottel,da bekommt er nämlich auch von
mir eine glatte Eins.Also muss man auch das Gute sehen und das Beste darf ich nicht vergessen
er hat uns eine liebe ST. auf den Hof gebracht und zwei Mädels haben wir auch das sind unsere
größten Schätze. LG. Lisa
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: silberhaar am 10.09.15, 08:53
Ist zwar ein anderes Thema als Erziehung der Hofnachfolger!

.
Und ganz ehrlich kenne ich auch Betriebe, die haben den Roboter wieder entfernt.
Warum? Wieso? Keine Ahnung! Werden sie vielleicht auch nicht unbedingt schonungslos gegen sich selber zugeben.


Wir waren einmal auf einer Vereinsreise und der Betriebsleiter des besichtigten Hofes meinte, er habe den Roboter wieder entfernt, weil er zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwie präsent sein musste bei einem Störrfall.

Er hat wieder einen Melkstand installiert und sein portugiesisches Arbeiterpaar hat wieder das Melken übernommen.

Er meinte, jetzt kann ich wieder "Durchschlafen"


Bestimmt ist es von Vorteil, wenn mehrere mit der Technik umgehen können und Abwechslungen für's Piket gegeben ist.


silberhaar

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Ricka am 11.09.15, 16:55
Auch wir melken mit einem Roboter und wir möchten ihn auch nicht mehr missen. Wenn aber ein Roboter angeschafft werden soll, weil die Kühe nicht so das Ding vom Betriebsnachfolger sind dann kann auch nur sagen Hände weg vom Roboter.Der Roboter erleichtert wirklich die Stallarbeit aber ohne Kontrolle der Daten kann man gewaltig Schiffbruch erleiden.

LG Katrin
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Romy am 11.09.15, 18:18
Ist zwar ein anderes Thema als Erziehung der Hofnachfolger!

Da hast du vollkommen recht. Wenn ihr die Diskusion von Pro und Contra Melkroboter weiter führen möchtet ist es das falsche Thema. Wäre schade, wenn ich eure Diskusion verpflücken müsste  ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 14.09.15, 12:37
Hallo ihr Lieben,
es war nicht das Problem, dass unser Junior keine Kühe machen wollte, sondern einfach ein Problem damit hat den Vater als Chef oder Lehrmeister zu sehen. Er fühlte sich als "Familiensklave", obwohl mein Mann ihn schon immer eher die Schlepperarbeiten als die Stallarbeiten machen ließ. Leider gibt es aber auf so einem Bauernhof nicht nur Schlepperarbeiten. Es ging wohl auch um andere Sachen, die einfach nicht gesagt wurden. Jetzt haben wir das erste Wochenende ohne ihn geschafft. Wie es nun weiter gehen soll, wird sich dann zeigen. Im Moment versuche ich erstmal Rinder zu verkaufen.
Habt ihr eine Ahnung an wen man sich wenden kann oder muss bzgl. Betriebsverkleinerung oder Umstrukturierungen. Wir wollen keinen betriebsfremden Arbeiter einstellen.
LG Susabe
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mara am 14.09.15, 13:35
Hallo Susabe68,
informier dich mal beim euerem Maschinenring.
Ich weis ja nicht aus welchem Bundesland du kommst.
 In Bayern gibt es eine Maschinenring consult, die machen Betriebsberatungen.

http://www.kbm-info.de/content/was-ist-mr-consult

http://www.kbm-info.de/content/betriebsorganisations-check

Viel Erfolg und herzliche Grüße
mara

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 14.09.15, 14:43
Hallo Mara,
ich komme aus Nordhessen. Mit Maschinenring und BV haben wir nicht so sehr viel am Hut. Vielleicht weiß ja noch jemand, welche Möglichkeiten es gibt.
Vielen Dank Susabe
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gina67 am 14.09.15, 14:49
Hallo
wir würden uns an die Landwirtschaftskammer wenden, die sind bei uns in Niedersachsen sehr kompetent in solchen Fällen.

LG Gina
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: apis am 14.09.15, 15:08
Wir wohnen in Niedersachsen, nutzen auch die Kammerberatung.

Aber für manche Beratungsthemen holen wir Fachleute aus Nord-Rheinwestfalen, die sind kaum teurer als niedersächsische.
In deinem Fall sind sicher in Hessen und NRW kompetente Fachberater erreichbar.

Und manchmal möchte man ja auch etwas zwischenmenschlichen Abstand haben, zumal so eine Umstellung auch die Seele belastet.  :-X

Ich wünsche euch alles Gute

apis
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 09.11.15, 10:28
Hallo ihr Lieben
Mittlerweile ist nun einige Zeit ins Land gegangen und es hat sich viel ereignet.
Unser Sohn war ja mit der schwangeren Freundin ausgezogen, in die Nähe ihrer Heimat wegen Unterstützung durch ihre Familie und Freunde usw.
in ein altes Haus (von der Oma geerbt, also ohne Mietzahlungen) - dort wurde ihr Hilfe beim Renovieren u.ä.  zugesagt. Es stellte sich nun heraus, dass das wohl mehr oder weniger nur Seifenblasen waren und unser Sohn ebenso wie seine Freundin sehr unorganisiert und nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen. Da die Wohnung dort eigentlich unbewohnbar, wegen zugiger Fenster usw. ist, suchen sie nun eine andere Wohnung in unserer Nähe, weil wir scheinbar doch zuverlässiger sind, obwohl er ja aus dem Betrieb geflüchtet ist und uns mit der Arbeit allein gelassen hat.
Sie haben aber noch keine geeignete Wohnung gefunden und haben irgendwie auch die Ruhe weg, immerhin kommt das Baby schon Ende dieses Monats. Ich selbst kann das alles nicht verstehen, man muss doch Nest bauen, damit das Kind gesund aufwachsen kann und nicht ins Chaos kommt.
Zu allem Übel ist jetzt auch noch die Mutter der Freundin mit 48 Jahren gestorben, nun haben mein Mann und ich die Zwei wieder bei uns aufgenommen, damit die Freundin nicht ganz alleine da steht mit ihrem Baby, wenn der Sohn an der Arbeit ist, und um sie etwas aufzufangen, damit sie nicht Amok läuft. Aber wie das alles weiter gehen soll, weiß ich auch nicht. Ich halte euch auf dem Laufenden.
LG Susabe
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Mucki am 09.11.15, 14:58
susabe68 seit einfach für die beiden(drei) da und alles wird seien gang gehen, gerade Junge Leute sind in solch eienr Situation oft übervordert, und brauchen dann doch die Eltern.

Wünsch euch allen viel kraft und geduld .

lg Mucki
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Internetschdrieler am 06.03.16, 14:09
Auf der Seite der Jüngzüchter (http://www.jungzuechter-bayern.de/) bin ich über angefügten Schnappschuß vom vergangenen Samstag gestolpert........he Die kenn ich ja :D

ein begeisterte Jüngzüchterin/Hofnachfolgerin aber nicht dazu erzogen, einfach ihren Weg gehen lassen.........
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: annelie am 06.03.16, 14:11
Eine sehr hübsche Hofnachfolgerin  :D
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: saba am 06.03.16, 16:07
Eine richtig fesche junge Frau.  :D
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Maja am 07.03.16, 15:38
Gute Augen
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gammi am 07.03.16, 15:55
Und so eine schöne Kuh........................ 8) ;D
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Internetschdrieler am 07.03.16, 21:13
Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte und das Bild zu diesem Thema einstellte
.........dem Foto sieht man einfach an, dass es zwecklos gewesen wäre, ihr den Berufswunsch aus zureden.

Und so eine schöne Kuh........................ 8) ;D

Der Ringrichter war anderer Meinung - unsere Kuh ging "unter ferner liefen"
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Milli am 07.03.16, 21:36

Mir gefallen beide gut Georg,deiner Tochter sieht man die Begeisterung direkt an und   BV Kühe sind immer schön.  ;)

LG milli



Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: mogli am 07.03.16, 23:20
So ist es! Ganz der Papa.  ;)
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: bienchen3 am 08.03.16, 10:22
Das mit der Berufswahl haben wir auch grad erfahren müssen

Unsere mittlere Tochter geht ab Herbst in Salzburg auf die Landwirtschaftsschule, und schwebt seit der Zusage auf Wolke 7.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 08.03.16, 10:35
Klasse Bienchen, 
Ich hatte am Anfang auch Bedenken als unser Sohn nach Klessheim wollte und als die erste Euphorie verflogen war und es harte Arbeit wurde auf der Schule, hatte ich so manchmal meine Zweifel ob er es durchzieht.
Aber jetzt am Ende der Ausbildung muß ich sagen es war das Beste was uns passieren konnte. Egal ob er sein Leben lang Bauer bleiben wird oder nicht,  er hat sehr viel fürs Leben gelernt was er immer wieder gebrauchen kann.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 08.03.16, 10:37
Wenn deine Tochter Glück hat, bekommt die die Klassenlehrerin von meinem Sohn, der jetzt fertig ist und die ist echt spitze. Ich wünsche ihr auf jeden Fall alles Gute
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: bienchen3 am 08.03.16, 10:44
Sie hat im Februar an Probetag in Klessheim gmacht, und der war voll geil (O-Ton).
Zeitgleich hat sie dann von Klessheim und vom Krankenhaus eine Zusage bekommen und postwendend im Krankenhaus abgesagt.

Jetz macht sie im Sommer den T-Führerschein mit ihrer Klassenkameradin, die bei der BayWa Landmaschinenmechaniker lernt.

Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: gschmeidlerin am 08.03.16, 21:58
waren gestern bei einer Viehversteigerung und haben festgestellt, dass es scheinbar mehr Jungbäuerinnen gibt als Jungbauern, zumindest bei den Auftreibern! Finde ich ganz toll!

Eva
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 09.03.16, 06:29
Ja Eva,  an Seite einer jungen hübschen Dame verkauft sich eine Kuh eben gut.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: martina-s am 09.03.16, 09:52
Stimmt, wir haben, als wir noch immer auf den Markt gegangen sind mit den Jungkühen, auch immer Anna führen lassen. Das hat immer einige Euros mehr gebracht.
Das Auge kauft einfach mit.
Zudem gehen viele davon aus, dass, wenn die Kuh von so einem jungen Mädchen geführt wird eine Brave sein muss.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: samy am 09.03.16, 10:33
Oh Martina da wären die Käufer uns aber ganz schön auf den Leim gegangen. ;D
Bei uns führt meine Tochter immer die Wildesten. Weil sie das am besten kann und sie bei ihr alles ganz brav sind. Sie hat den Trick mit Zuckerbrot und Peitsche richtig gut raus. 8)

Bei uns im Betrieb sind manchmal Klassen der Landwirtschaftsschule zu Besuch. Bisher waren da deutlich mehr Jungen als Mädchen bei.
Allerdings sahen die Mädench die Chancen und Schwierigleiten in der Zukunft realistischer. Viele der Jungen hatten schon noch ganz schön große Rosinen im Kopf was sie alles mit dem Hof machen wollen und verdienen wollen. Die brauchten alle noch den Dämpfer der Realität.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: frankenpower41 am 09.03.16, 11:03
Samy, Deinen  Schlußsatz hätte ich vor ein paar Wochen auch noch so gedacht.
Unser Sohn ist ja seit gestern mit der Landwirtschaftsschule fertig, er hat zwar auch so seine Pläne, weiß aber, dass wir (so wir noch was zu sagen haben), aus finanziellen Gründen schon immer etwas realistischer sind und dämpfen.
Anfangs stand er in der Klasse mit seiner kritischen Haltung noch ziemlich alleine, in den letzten Wochen wurden die nachdenklichen Stimmen der Mitschüler zum "wachsen, wachsen....." aber immer mehr.
Heute ist bei uns in der Zeitung ein Artikel mit der Überschrift  "Bauern müssen sich der Kritik an ihrem Berufsstand stellen"
Am Ende des Artikels wird ihr Lehrer (Landwirtschaftsdirektor) zitiert. "Bei seinen Schülern stellt er große Verunsicherung fest. Angesichts der Krise täten sie sich schwer, Weichen für die Zukunft ihrer Bauernhöfe zu stellen"

Marianne
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: samy am 09.03.16, 11:22
Würde heute eine Abschlußklasse auf dem Hof stehen sähe sicher die Sache anders aus.
Mir ist eben aufgefallen, dass die Mädchen schon vor einem Jahr die Situation kritischer sahen.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: susabe68 am 10.03.16, 13:45
Auch bei uns in Nordhessen wird in der Berufsschule und Winterschule die Theorie vom Wachsen verbreitet. Leider werden die Jungbauern in der Schule sehr einseitig und verbandslastig unterrichtet, hat man dann eine andere Meinung, muss man schon sehr selbstbewußt sein, um diese zu vertreten.
Unser Junior hatte da echte Probleme, mittlerweile erkennt er sogar schon manchmal, dass seine Lohnunternehmerträume wohl auch nicht so ganz realistisch sind. Schauen wir mal wie es so weiter geht.
Titel: Re: Erziehung der Hofnachfolger (w/m)
Beitrag von: Heidi.S am 10.03.16, 14:08
Und unser Betriebshelfer hat erst erzählt das die Krankheitsfälle bei den Bauern momentan sehr zunehmen.... die die in die Bezirksklinik eingewiesen werden 😨
Die finanzielle Situation macht anscheinend vielen zu schaffen