Hallo
nochmal - egal was für NACHRICHTEN über Opel laufen: Auf der Homepage von Opel steht DAS hier:
http://www.opel.de als WERBUNG. Egal welche Berichte im Fernsehen laufen - das würde ja nicht daran hindern anders in der Werbung aufzutreten? Das meine ich - wir in der Landwirtschaft halten "Berichterstattung" über uns für "Werbung", während sich "draussen" ein Image der Bauern ggf. so zwischen heinrischem Schäfersong aus BsF, nackten Tatsachen im Jungbauernkalender und ewiger Jammerei verfestigt

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Können wir ja noch froh sein, dass da "industrielle Ernährungskonzerne" wie Mc-Donalds mit modernen Videos da "für" uns gegenhalten siehe nachfolgenden Link.
Übrigens sind die "phösen" Discounter Kaufland und Lidl Hauptsponsoren für
http://www.naturparke.de/partner1.php mit riesigen Plakaten hier in der Gegen für regionale Produke aus Naturparken ergo "Genussregionen"... ich halte es für eine Illusionsblase hier ständig über "Berichte" den Verbraucher glauben machen zu wollen, die Discounter wären ein Feindbild.
@ Marjellchen, ja Qualitätsscouts.
http://qualitaet.mcdonalds.de/, nur WO findest du den Hinweis auf "artgerechte" Tierhaltung? Warum meine Bedenken? Artgerechte Haltung bedingt nicht nur artgerechte Fütterung - sondern eben auch Bewegung. Das kriegt man nirgends mit Anbindehaltung unter einen Hut, das kriegt man nicht hingebogen.
Ich komme aus dem Fleischbereich und in das Mc-Donalds-Rindfleisch kommt zum großen Teil Schlachtkuhfleisch aus Bayern.
Wie will man dem Verbraucher verkaufen - egal welche Laufstallbilder dort gefilmt sind auf der Homepage - das hier auch Fleisch von Kühen aus ganzjähriger Anbindehaltung dabei ist/sind und das ganze noch artgerecht nennen? Grad in Bayern mit noch dem größten Anbindehaltungsanteil...
Edeka baut derzeit ein Qualitätsschlachtbullenprogramm auf ähnlich wie beim Schwein. Mit 4 D-Garantie (geboren, aufgezogen, geschlachtet etc. in Deutschland) UND eben dieser Prämisse: Keine Anbindehaltung der Mastbullen, sondern Laufboxen. Das ist auch am Schlachthof nicht so schwer - da kommen eben alle für das Gutfleischprogramm erschlachteten Hälften auf eine Schiene im Kühlhaus raussortiert und dort aus als Partie gen Verarbeitung/Zerlegung.
Wie will man das bei der Milch hinkriegen? Extra Tankwagen die auf der Tour zwischen Anbindeställen und Laufställen unterscheiden? Vor-/Erfassungskosten ähnlich Biomilch?
Beim Geflügel ist das weniger schwierig, Wiesenhof fährt sowieso die GVO-freie Soja-Futterschiene, Gruppenhaltung und die Tiere können laufen, im Einstreu scharren. Und Schwein hat McDonalds nicht...
Andersheru gehört zu der Unternehmensgruppe Edeka mit dem Ambitionen für regionale Spezialitäten wiederum der Discounter Netto...
@ Maria66 - die Autoindustrie hatte aber auch große Exporte nach USA, ich hatte das Beispiel schon mal genannt mit 15.000 BMW´s monatlich... und na klar die können die Produktion auch zurückfahren, ich müsste aber mal googeln ob das die Japaner auch tun die v.a.
Autos in einer anderen Preislage verkaufen...?
Das ist doch das Problem: Warum sollen alle Bauern in Deutschland die Produktions freiwillig zurückfahren, wenn bei dem einen der Gleichgewichtspreis zu dem er bereit ist zu produzieren vielleicht bei 27 Cent liegt (haben wir hier ja im Forum schon angesprochen) - beim anderen bei 37 Cent? Natürlich wird derjenige, der mit z.B. dann 28 Cent Milchpreis noch im Plus ist seine Produktions ausweiten. Oder eben WIR unsere Produktion beschränken, während dann die Niederlande/Dänen zu niedrigeren Preisen produzieren und hineinliefern - wie sie´s schon im Ferkelbereich tun?
@ Mädchenfüralles: Ich bin ehrlich, ich bin in letzter Zeit derart oft mit Rindersteaks aus dt. Qualtiätserzeugung auf die Nase gefallen in Restaurants, dass ich nix dagegen haben, wenn wie kürzlich das Steak aus Südamerika ist. Dt. Rindersteaks - gerne, aber nur noch wenn ich selbst einkaufte und zubereite.
Ernährung steht denke ich bei Deutschen nicht im Hintergrund. Die Frage ist, wie´s verkauft wird. Siehe Nestle LC1, Vittel-Wasser..., die bewerben das ganz anders...Und es gibt viele Deutsche, die können es sich nicht leisten, viel für Ernährung auszugeben, aber das ist ein anders Thema um das Dilemma von Alleinerziehenden, Kinderbetreuung etc.
Aber du hast Recht - dieser kleine Stempel ist ein Problem, deswegen bräuchten wir ja ein großes "Wiedererkennungslogo" auf den Milchpackungen.
@ Fanni: Beispiel Opel, nachdem ich in den Jahresberichten nicht schlau geworden bin muss ich auf Wikipedia zurückgreifen. Immerhin ist Opel unter GM ein Arbeitgeber, der ~ direkt 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland aufgebaut hat und hier Familieneinkommen und Steuereinnahmen dran hängen.
Ja die Steuern zahlen meinetwegen hauptsächlich die Mitarbeiter, aber auch deren Gehälter kommen ja wohl vom Arbeitgeber, oder? Mal von den Arbeitsplätzen drumherum ganz zu schweigen.
Mich würd eher mal interessieren, wieviel Steuern jährlich aus Finanzspekulationen etc. in die dt. Kasse und in unseren Wirtschaftsboom geflossen sind. Wir hatten das ja schon mal, dass die dt. Landwirtschaft mit einem ~ beeindruckenden ~ 1 % zum Bruttosozialprodukt Deutschland beiträgt.
Was die Gelder betrifft, so
http://www.n-tv.de/851149.html mal kucken: Der Bereich "Ernährung, Landwirschaft und Verbraucherschutz" nimmt fast soviel Geld vom Bundeshaushalt 2009 wie der ganze Ressort Familien, kriegen wir nicht einen nicht unerheblichen Teil des Kuchens in Milliarden im Vergleich zu den anderen Ministerien ab?
Gruß Mirjam