Ich bin auch auf einer Landwirtschaft aufgewachsen, hab mir immer geschworen, daß ich nie und nimmer Bäurin werde

so darfst du nicht denken, was glaubst du was auf dich noch zukommt, eines Tages mußt du Oma und Opa pflegen....
Hallo Landmama,
eine Gegenfrage "Warum hast du dir immer geschworen, dass du nie und nimmer Bäuerin wirst?"

Warum darf ich derzeit so nicht denken? Mein Freund, als er mich kennengelernt hat, hat ja auch gewußt, dass ich den ganzen Tag arbeiten gehe und sich dann für mich entschieden - er darf nicht einfach von dem ausgehen, dass ich immer wenn ich frei habe, mithelfe. Wie schon geschrieben, wenn Not am "Mann" ist, wegen Krankheit, wenn SE fortfahren wollen oder in arbeitsreichen Zeiten, dann helfe ich neben meiner Arbeit selbstverständlich mit. Aber während meines Urlaubs auch noch? Ich denke früher oder später wird es wohl eh so kommen, dass ich auch dann mitanpacken muss - aber derzeit muss es noch nicht sein.
REDET MITEINANDER.
Es stauen sich sonst soviele unnötige Dinge auf, die nicht nötig sind und das Leben erschweren.
Es müssen klare Fronten herrschen, jeder dein Partner und du, sowie auch die Eltern müssen wissen
was ihres bzw. nicht ihres ist.
"Reden bringt die Leut´ zaum!"
lg
Marianne
Hallo Marianne,
REDET MITEINANDER - ja, das hätten wir vor. Es ist bis jetzt immer so gewesen, dass
wir immer den ersten Schritt gemacht haben bezüglich miteinander reden. bzw. auf mein Drängen hin ich meinen Freund soweit gebracht habe, dass wir uns zuviert einmal zusammensetzen müssen.
Auch bei der Hofübergabe wurde von SE bis fast zum Schluß zu mir nichts gesagt. Bis ich halt wieder den ersten Schritt gemacht habe. Dann muss man mit ihnen immer so vorsichtig reden, denn sie verstehen dann auch gleich manches falsch.
Hallo Mirjam,
dein Vergleich mit dem Wasserkrug ist sehr passend.
hilfst du nochmal auf die Sprünge in wie weit deine Partnerschaft auf dem Papier schon geklärt ist? Kinder habt ihr ja (noch) keine und du gehts vollzeit ausserhalb arbeiten, richtig? Ich denke, dass ist als Diskussionsbasis wichtig.
Stimmt so.
Das dein Partner seinen Eltern nun ihre wohlverdiente Pensionszeit verschaffen will (und soll) finde ich auch richtig - vielleicht kann man hier Kompromiss-Lösungen in Wochenwechsel usw. finden?
Einfach mal Perspektiven, Möglichkeiten, Vorschläge aufschreiben.
Das währe auch einer meiner Vorschläge, dass ein WE wir und ein WE SE die Stallarbeit machen.
So ähnlich war ja auch die Reaktion deiner SM zu der Johannisbeersaftgeschichte - hat sich in ihrem Verhalten hier was geändert?
Das Problem ist, SM jammert zwar, dass ihr dies und jenes zuviel wird, aber Abstriche will sie auch nicht machen. Weil du schon das mit dem Johannisbeersaftgeschichte bringst - wenn ich ihr bei der Saftmacherei nicht helfen will oder beim Beerpflücken, dann macht SIE es und veruscht mir dafür eine andere Arbeit, welche aus ihrer Sicht auch zu machen ist, abzuschieben.
Ich denke nicht, dass deine Schwiegereltern, nur weil jetzt der Hof übergeben ist, von heute auf morgen nichts mehr tun wollen. Sie bleiben ja weiterhin am Hof leben, oder?
Auch für das mittägliche Tankspülen findet sich sicher eine Lösung.
Marianne
Hallo Marianne (frankenpower41)
Nein, das denke ich auch nicht (hoffe ich zumindest). Sie bleiben weiter am Hof. Unter der Woche ist es sicher kein Problem, wenn das wie bisher SM macht, aber an den Wochenenden müssen wir eine Lösung finden. Das dumme ist, an den schönen Tagen wollen SE warhscheinlich nicht gerne Zuhause bleiben und wir auch nicht. An den etwas wetter schlechteren Tagen, ist es für uns und auch für sie kein Problem zuhause zubleiben.
Noch eine Frage: Müsst ihr die Milch zur Sammelstelle fahren, oder kommt das Milichauto auf den Hof. Dann würde ich nämlich, wie hier schon geschrieben, mit dem Tankwaschen warten bis zur abendlichen Melkzeit.
Das Milchauto kommt täglich auf den Hof, wir müssen also den Tank nicht irgendwo hinbringen. Wie ist das, jetzt speziell an heißen Tagen, wenn der Milchtank einige Stunden ungewaschen ist? Gibt es da Probleme?
Ich hätte auch schon an einen Tank mit automatischer Waschanlage gedacht - aber der Kostet und das eingentlich "nur" wegen den Sonn- und Feiertagen

Du hast viele Fragen hier gestellt, aber die grundsätzliche Frage ist, in wie weit ihr als Übernehmer schon über die Ziele, Veränderungen und Perspektiven am Hof gesprochen habt, denn soweit ich mich erinnern kann ist euer Hof nicht groß und dein Einkommensbeitrag(Anerkennung) und darüber zu sprechen finde ich auch wichtig, weil auswärts voll arbeiten gehen UND Betrieb UND vielleicht mal Kinder - treibt so manche Frau in den Burn-Out... und dir viel Kraft zum Finden und Vertreten deiner Position wünscht dir
Mirjam
Derzeit wird es keine größeren Veränderungen geben. Sollange es irgendwie möglich ist, möchte ich arbeiten gehen, auch wenn einmal Kinder da sind (dann nur noch halbtags) ... aber wer weis was wirklich einmal ist

Von einer Hoferweiterung bin ich nicht besonders erfreut, denn die Arbeit wird meist deswegen nicht weniger, sondern im Gegenteil, noch mehr.
An alle, dehnen ich nun nicht direkt geantwortet habe,
Danke für eure Antworten.

Vielleicht läßt sich das eine oder andere umsetzen z.B.: Wochenendstallarbeit abwechselnd
Wie ich oben schon geschrieben habe, es icht nicht leicht mit SE über solche Themen zureden. Es ist schwierig die passenden Worte zu finden, dass sie sich nicht abgeschoben fühlen und sie auch nicht das Gefühl haben, dass sie kein bißchen etlastet werden.
Hoffe die meisten Fragen beantwortet zu haben,
Gruß Sonnenblume (Maria)
