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Autor Thema: Bekommt der Bauer keine Frau mehr??  (Gelesen 19458 mal)
Mirjam
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« Antwort #300 am: 25.01.07, 17:14 »

Hallo,

ist mir grad bei web.de in die Hände gefallen....

Könnte ihr euch so was auch in Deutschland vorstellen ?

Britische Bauern suchen Partner per Milchflasche
London (dpa) - Die Milch soll's machen: Mit einer ungewöhnlichen Aktion versucht eine Reihe von allein lebenden Landwirten aus Wales, einen Partner fürs Leben zu finden. Zum St. Dwynwen's Day - vergleichbar dem Valentinstag in anderen Länder - an diesem Donnerstag ließen sie ihre Fotos auf mehrere tausend Milchflaschen kleben.



Die Milch soll Appetit auf mehr machen.

© dpa
Auf den Aufklebern findet sich außer dem Abbild der einsamen Bauern auch die Adresse einer Partneragentur, die Milchtrinkern mit ernsthaftem Interesse bei der Vermittlung weiterhelfen soll. Die Aktion geht auf die Idee einer Biomilch-Genossenschaft zurück, die von jüngeren Landwirten getragen wird. Deren Vorsitzender Iwan Jones - ebenfalls Single - verbrachte nun viel Zeit damit, Tausende Porträtaufnahmen von sich auf Milchflaschen zu kleben.

"Die Provinz ist ein toller Platz, um hier zu leben. Aber es kann verdammt schwierig sein, hier ein Date zu bekommen", sagte der 30-Jährige der Tageszeitung "The Times". "Wenn wir keine Frauen bekommen, haben wir auch keine Kinder, die unser Geschäft fortsetzen."

Die eigenen Aussichten, mit der Aktion eine Frau fürs Leben zu finden, beurteilte Jones eher zurückhaltend. "Die anderen sehen alle besser aus als ich", sagte der Single-Bauer. "Wahrscheinlich wird meine Flasche die letzte sein, die im Kühlregal stehen bleibt." An der Partnervermittlung beteiligen sich außer Männern auch einige Bauerntöchter. Die Aktion läuft unter dem Motto "Fancy A Farmer?" ("Lust auf einen Bauern?")
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Clara
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« Antwort #301 am: 25.01.07, 17:28 »

Ich habe den Artikel heute auch gelesen und ich finde den Spass nicht schlecht. Also , wenn man zum einen so den Milchabsatz fördern kann und den ldw. Aktiven so zu einer Partnerschaft verhelfen kann. Warum nicht, immer noch besser als solche Fernsehformate wie "Bauer sucht Frau" zu produzieren.

Liebe Grüße

Anja
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Kruppa
cara
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« Antwort #302 am: 25.01.07, 20:04 »

witzige Idee ;o)

ob es was nutzt, mag dahin gestellt sein, aber es ist 1. ein guter Marketingzug für die Molkerei und 2. ruft es das Problem vielleicht mal wieder ein bisschen in das Licht der Öffentlichkeit..
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LiGrüss cara

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Mirjam
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« Antwort #303 am: 25.01.07, 20:06 »

Genau, Öffentlichkeit, wie verzweifelt müssen Landwirte sein!? Roll Eyes
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fanni
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« Antwort #304 am: 25.01.07, 21:03 »

Das wäre doch mal ne gute Idee für die Milchvermarktung. Die Mädl und Buam, die sich für die Kalender für Bauern und Bäuerinnen haben fotografieren lassen, rauf auf die Milchflaschen und ab geht es.

Aber Spass beiseite, ich gebe Miriam recht, hier ist die Verzweiflung und Einsamkeit schon sehr groß.



Jeder sollte jemanden haben.

Fanni
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Herzliche Grüße von Fanni
Beppa
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« Antwort #305 am: 26.01.07, 09:46 »

Ich finde die Idee gut. Es zeigt doch, dass es auch in der Landwirtschaft Menschen gibt die richtig was auf dem Kasten haben. Sie sind witzig, aufgeschlossen, einfallsreich. Sie stecken nicht den Kopf in den Sand und sagen: "keiner hat mich lieb", sondern sie gehen raus und sagen "hier bin ich und wo bist du".

Es ist doch auch keine Schande öffentlich zu sagen, dass man auf der Suche nach einer passenden Partnerin ist. So lange es nicht, wie bei "Bauer sucht Frau" bis ins letzte Detail geht.


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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #306 am: 26.01.07, 14:49 »

Hallo @ all,

ich finde die walisische "Partnerwerbung" durchaus nachahmenswert, weil keiner bloss gestellt wird und das Privatleben gewahrt bleibt. Kein Kamerateam turnt durch´s Bad oder Schlafzimmer und sagt, diese Szene bitte noch mal...  und bitte etwas mehr Dramatik, weil das die Quoten hebt...

Vielleicht könnte man die deutsche Variante als Aufdruck auf den Papiertüten verschiedener Hofläden starten ohne Bild nur mit Text???

Anja
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Kruppa
Heti
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« Antwort #307 am: 26.01.07, 20:59 »

In meiner Umgfebung gibts viele Reiterhöfe, Pferdepensionshöfe. ich meine dass es da weniger an Partnerinnen mangelt (manchmal löst sogar die eine die nächste ab  Roll Eyes ) als auf den Milchvieh u. Verdelungsbetrieben ... Pferde ziehen scheinbar doch, da kann der Bauer noch so ..., zumindest nicht so attraktiv u. schlau wie der Milchviehbauer sein  Cool
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Gruß Hedwig
aymankatze
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« Antwort #308 am: 26.01.07, 21:59 »

Hallo, mir fällt auf, daß es oft gar nicht um die Arbeit geht, die getan werden muß, oder die wenige Freizeit. In fast allen Fällen, die mir bekannt sind, geht es um die Kommunikation und die Emotionen oder besser nicht gezeigten Gefühle. Die Frauen verhungern emotional neben ihren schweigenden Männern. Sie strengen sich an, arbeiten noch mehr, belasten sich und es kommt nichts......., aber auch gar nichts, geschweige denn etwas Positives oder Anerkennendes. Das Problem daran, die Söhne die so aufwachsen, werden wahrscheinlich auch wieder nicht reden, sie haben es nicht gelernt, es gab kein Vorbild. Dieses Klima fällt auch jungen Frauen, die in eine solche Familie kommen auf, und wenn sie es anders erlebt haben werden sie nicht bleiben.
Manchmal ist es schwer zu sehen, was Frauen sich alles zumuten.
Gruß Aymankatze
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Mirjam
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« Antwort #309 am: 27.01.07, 08:58 »

Heti,

Gelegenheit macht Liebe und Pferdefreizeitsport ist in festen Frauenhänden  Wink.

Und um den Anschluss an Amaykatzes Posting zu finden: Jemand der Pensionspferde einstellt muss kommunizieren und mit dem "schwierigen Klientel" Pferdefrau umgehen können - und Verständnis für (dieses) ein Frauen-Hobby haben. Schon mal gut Voraussetzungen  Wink *lach*

Gruß Mirjam
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Alice
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« Antwort #310 am: 27.01.07, 17:32 »

Hallo,

ich glaube amykatze könnte recht haben.. Ich kenne genügend junge und ältere Bauern, die nur das große Schweigen kennen und das zu eigentlich allen Belangen des Lebens...

Zum Beispiel wird häufig die Arbeit der Frau nicht einmal in Worten gewürdigt oder noch schlimmer sie "darf" früher aus dem Stall gehen, aber muss dafür das Abendessen richten, während er schon gemütlich unter der Dusche steht und dann plötzlich da steht und sagt "gibts immer noch nix zum essen?"... Ich finde diese Sprachlosigkeit (nicht nur bei Bauern) furchtbar, auch werden viele großartige Leistungen nicht anerkannt, z.B. werde ich die blöden Sprüche nie vergessen, als ich mich zum ersten Mal abmühte einen Hänger zu parken.... Stehen sich die Männer da net selbst im Weg???!

Ich glaube auch manche Bauern machen sich keinen Gedanken über die Perspektive der Frau, die es z.B. im Stall oder die lange Leiter zu Heuboden hinauf schon mal Überwindung kostet und weil mann das schon immer so macht gibt es nicht einmal ein nettes Wort...

Alice
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