Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
09.02.12, 22:55


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] 2 3 4 5 | Nach unten Drucken
Autor Thema: Wie auf Bio umstellen?  (Gelesen 5565 mal)
reserl
Niederbayern
Moderator
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6985



« am: 23.09.05, 16:50 »


Wenn ein Betrieb, der jetzt "konventionell" gewirtschaftet hat, auf Bio umstellen will, gibt es sicher viel zu beachten.

Wie läuft  eigentlich so eine Umstellung ab?
Was muss man dabei alles beachten?
Ab wann ist man dann endgültig ein anerkannter Biobetrieb?
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Doro
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2052


Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #1 am: 23.09.05, 20:02 »

Hallo Reserl,

da gibts schon einige Unterschiede von Verband zu Verband! Welchen hast den im Auge?
Gespeichert

Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
reserl
Niederbayern
Moderator
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6985



« Antwort #2 am: 23.09.05, 20:44 »

Hallo Reserl,

da gibts schon einige Unterschiede von Verband zu Verband! Welchen hast den im Auge?

Hallo Doro,

ich hab gar keinen im Auge. Wink
Wir bleiben auf der "konventionellen" Schiene.

Ein befreundeter Betrieb hat allerdings  Überlegungen angestellt, vielleicht "bio" weiterzumachen.


Muss man sich also zuallererst mal um einen passenden Verband kümmern?
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Doro
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2052


Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #3 am: 23.09.05, 21:04 »

Das wär nicht schlecht. Ist schon ein Unterschied ob DEMETER oder BIOLAND, NATURLAND... . Gibts schon Unterschiede.
Kommt auch darauf an, was vermarktet werden soll. Milch? Fleisch? Ist eine Biomolkerei in der Nähe?
Gespeichert

Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
albert
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 273



WWW
« Antwort #4 am: 23.09.05, 22:16 »

hallo ,
zuerst muß man sich im Kopf umstellen , das ist die Hauptsache .
LG albert
Gespeichert
Andreas
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 860


I mog Di !


« Antwort #5 am: 23.09.05, 23:27 »

Ein befreundeter Betrieb hat allerdings  Überlegungen angestellt, vielleicht "bio" weiterzumachen.

Muss man sich also zuallererst mal um einen passenden Verband kümmern?

Hallo Reserl,
wenn der Betrieb in der Nähe von Passau liegt, kommt eigentlich nur der Biokreis in frage.
www.biokreis.de
In Bayern ist es grundsätzlich am Leichtesten umzustellen, hier gibt es die höchsten Kulap- Prämien.
Doch nur wegen des Geldes  sollte keiner Biobauer werden, mit diesen Kollegen habe ich so meine Probleme.
Die Erstberatung von den Verbänden ist in der Regel kostenlos und unverbindlich. Daneben gibt es in Bayern auch noch staatliche Ökoberater, bei denen man/frau sich neutral beraten lassen kann.

Viele Grüße
Andreas
« Letzte Änderung: 23.09.05, 23:29 von Andreas » Gespeichert
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6234


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #6 am: 24.09.05, 06:16 »

Hallo Albert, hallo Andreas,
wir haben uns in den letzten Jahren ziemlich intensiv mit dem Gedanken - auf Bio umzustellen-
auseinander gesetzt.
@Albert, was muss sich im Kopf ändern HuhHuh
Unsere Tochter hat sich jetzt lange im Kopf damit beschäftigt, sie hat sehr viel gerechnet, betriebswirtschaftlich wäre es bei uns auch abgeklopft,
die ganzen Bioberater haben sich bei uns schon vorgestellt :-))))
Was mir aufgefallen ist,
in unserem Umfeld haben ja in der letzten Zeit einige Betriebe knall auf Fall umgestellt-
hat mir hohen Respekt abgenötigt,
wir arbeiten jetzt schon ein paar Jahre in diese Richtung.
Ich habe in die Vergangenheit zurück gesucht, wollte wissen, wie sich die ganze biologische Landwirtschaft entwickelt hat, bin dann noch weiter zurück, vor Justus von Liebig.
Der Schweizer Dr. Hans Müller und der deutsche Arzt und Mirkrobiologe Dr. Hans-Peter Rusch sind mir gedankenmässig eigentlich am nächsten an die biol. Landwirtschaft gekommen.
Leider scheinen sie in der heutigen Zeit keine Bedeutung mehr zu haben.
Freunde von uns haben einen biol-dynamischen Betrieb, dort gefällt mir die quasi "Homopathie am Acker" während ich mit der Lehre von Steiner eigentlich nichts anfangen kann,
ich bring das mit meinem christlichen Weltbild nicht auf die Reihe.
Mir haben Bücher sehr viel geholfen, vor allem das österr. Buch von Voitl und Guggenberger,Willi, oder auch Erhard Henning´s "Geheimnisse fruchtbarer Erde"
und viele alte Schriften.
Einfach nur so umzustellen, ohne den genauen Hintergrund zu kennen, damit würde ich nicht klarkommen,
andere stellen einfach um-
jeder ist eben anders.
Das Wichtigste waren und sind für mich Biobäuerinnen und Biobauern, die über ihre Erfahrungen ehrlich reden und der Grund warum wir uns überhaupt tiefer in diese Materie hineingekniet haben- war der betriebswirtschaftliche Zahlenvergleich mit einem befreundeten Biobauernfamilie.
Damals sind mir wirklich die Augen herausgefallen. Roll Eyes
Ob und zu welchen Anbauverband wir gehen- diese Entscheidung liegt dann letztlich in den Händen von unserer Betriebsnachfolgerin.
Herzl. Grüsse
maria
Gespeichert
albert
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 273



WWW
« Antwort #7 am: 24.09.05, 08:31 »

Hallo,
Mit dem Kopf mein ,ich muß das wollen aus Überzeugung ,Andreas hat das beschrieben , es dürfen nach meiner Meinung nach nicht die staatl.Zuschüsse entscheiden ,ob ich Bio mache oder nicht.
Mit denen die es nur wegen der Subvent. es machen hab ich auch so meine Schwierigkeiten.
Das andere ist ja schon gesagt , an eine Kontrollstelle oder ähnliche Stellen sich wenden und beraten lassen .
Bei uns hat die Entwicklung zum Biobetr. auch an die 10 Jahre gebraucht
LG albert
« Letzte Änderung: 24.09.05, 08:35 von albert » Gespeichert
SHierling
Gast
« Antwort #8 am: 24.09.05, 09:45 »

Hallo reserl,
Zitat
Muss man sich also zuallererst mal um einen passenden Verband kümmern?
Um "auf Bio umzustellen", muß man soweit ich weiß eigentlich nur dafür sorgen, das einen eine der 24 zugelassenen Öko-Kontrollstellen auf die Einhaltung der entsprechenden EU-VO kontrolliert , hier ist die Liste http://www.bio-siegel.de/index.php?id=35 .
Danach (nach der entsprechenden Umstellungszeit, ist für verschiedene Bereiche unterschiedlich lang), darfst Du das Bio-Siegel benutzen, Dich Bio-Betrieb nennen und Öko-Produkte vermarkten.

Ob man dann dazu noch einem der großen oder kleineren Verbände beitritt, kommt auf die jeweilige betriebliche Situation an, auf den Beratungsbedarf, auf die Vermarktung, und wie schon oben geschrieben, wohl auch auf die seelische Befindlichkeit. Pflicht ist es soweit ich weiß jedenfalls nicht - und die Verbände sind halt erheblich unterschiedlich in ihren zusätzlichen Vorschriften, das reicht von "gerade eben EU-konform" wie z.B. bei Biopark - was meines erachtens langfristig am sinnvollsten ist - bis hin zu regelrechten Glaubensbekenntnissen wie bei den Antroposophen. Demeter-Betrieb kannst Du nicht werden, ohne quasi Dein ganzes Leben danach auszurichten, Biopark-Eier kann man schon nach einem halben Jahr auch mit 7 Hühnern verkaufen (hab ich auch mal vorgehabt,  mir ist aber bei Huhn und Schwein das Bio-Futter zu problematisch). Eine kleine Übersicht gibts da:
http://www.biohoefe.de/anbauverbaende.php4

Grüße
Brigitta
« Letzte Änderung: 24.09.05, 10:04 von SHierling » Gespeichert
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6234


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #9 am: 25.09.05, 08:41 »

Hallo Brigitta,
wir haben uns schon vor 1o Jahren mit dem Gedanken getragen- und haben ihn dann wegen wieder fallen lassen.
Eine Kontrollstelle zu suchen, nach einem Anbauverband ausschau zu halten-
ist ein wichtiger Punkt.
Bei uns ist die Entscheidung ob üherhaupt und wie weiter noch ziemlich offen.
Rein von den Zahlen alleine würden wir uns  nie für die eine oder andere Wirtschaftsweise entscheiden.
@Albert, du schreibst von der Umstellung im Kopf und dass man nie wegen der Prämien umstellen sollte-
mich interessiert eher die andere Seite- die Ausgabenseite.
Wichtigste Frage zuerst :
Kann man davon leben,
kann mann seine Tiere füttern
will ich so leben-
Verstandesmässig sind 2  Fragen zu klären,
aber ebenso wichtig ist die 3. Frage, sie ist eine Gefühlsentscheidung.
Interessant, scheinen sich doch viele  eine längere Zeit damit auseinandersetzen.
Mir ist in meinem Umfeld noch keiner untergekommen, der nur wegen dem Geld umgestellt hat, jeder hatte seine ganz persönlichen Gründe dafür.
herzl. Grüsse
maria
Gespeichert
SHierling
Gast
« Antwort #10 am: 25.09.05, 10:26 »

Hallo,
ich denke, die "psychologische Seite" beeinflußt doch eher OB man umstellt oder nicht, und hat mit dem "WIE" nicht viel zu tun, das ist für alle gleich und gesetzlich geregelt.

@Mary: Für mich persönlich wäre Geld ganz klar das einzige Argument gewesen, "Bio-Eier" und "Bio-Schweine" anzumelden, Geld und die Idee, eine etwas andere Zielgruppe ansprechen zu können.
Ich denke aber, man muß da auch ein wenig nach den Betrieben schauen - als Milchviehbetrieb oder mit Mutterkuhhaltung, mit Schafen oder als Marktfruchtbetrieb haben Deine Tiere ja bei Bio weiter keine Probleme, da ist der Gedanke, "mit Tier und Boden gut umzugehen" ganz angebracht -als Schweine- oder Hühnerhalter sieht das etwas anders aus, da mußt Du um als Bio-Betrieb anerkannt zu werden, Deinen Tieren schon einige - in meinen Augen sogar erhebliche - Nachteile zumuten. Das das jemand "aus Idealismus" macht, kann ich mir nicht denken.

Grüße
Brigitta
 
« Letzte Änderung: 25.09.05, 10:42 von SHierling » Gespeichert
brit
Gast
« Antwort #11 am: 25.09.05, 10:58 »

hallo,

ich weiss ja nicht welche prämien ihr habt für bio?? je nach produktionsart kanns sichs mit den prämien rechnen, bei andern muss man doch auch entscheidende einschränkungen in kauf nehmen, und hat je nachdem schlussendlich sogar mehraufwand.


ich finds entscheidend, was man mit der umstellung erreichen will.
entweder ist man davon überzeugt mit bio sich und der welt gutes zu tun!?
und/ oder man hat gewisse produkte im auge , die man auf diese weise gerne produzieren und vermarkten möchte!?
hierbei muss man sich schon mit dem  aufwand, und dem möglichen erlös auseinandersetzen( auch bei bio, muss das ganze meist inem verhältnis sein Wink )

was  brigitta anspricht:  die tiergesundheit, und da gibts schon verordnungen, die mir auch bissel kopfweh machen. weil da zum beispiel prophylaktische massnahmen nur in ausnahmefällen erlaubt sind. und man so in produktionsarten nen grössern tierverlust in kauf nimmt. ob das ethisch immer die bessere variante ist Huh
ist noch viel zu  diskutieren...

was ich wichtig finde, vor der umstellung sollte man die unkrautsituation der wiesen gut angucken. und sonst vielleicht das noch verbessern vor der umstellung, dann kann man die situation nachher besser inem guten bereich halten.

lg    brit
Gespeichert
albert
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 273



WWW
« Antwort #12 am: 25.09.05, 19:34 »

Hallo ,
@ Mary , also wir leben davon , wir bekommen auch über Meka ( das ist das BW-kulap)  Prämien ,aber ich denke die sind auch für  ökologische Leistungen für die ganze Bevölkerung , nicht nur für die ,die diese Bioprodukte kaufen .
Übrigens gibt es meines Wissens in BW für Neueinsteiger keine Prämien mehr, wegen Neuaurichtung von Meka ab nächstes Jahr.
Wir haben zwar nur Rindviecher , aber die sind " mindest." so Gesund wie als konv.Betrieb vorher.
@ brit ,ein konv.Betrieb hat doch keine Probl. mit den Wiesen , @ oder doch Huh
LG albert

ps.hab gar nicht gewußt dass man uns unter dem link  Biohoefe.de findet  Grin
« Letzte Änderung: 25.09.05, 20:21 von albert » Gespeichert
Doro
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2052


Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #13 am: 25.09.05, 19:37 »

@Brigitta, wenn Geld der Grund, ist sollte man die Finger lieber davonlassen!
Gespeichert

Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
SHierling
Gast
« Antwort #14 am: 25.09.05, 19:49 »

Hallo Doro,
wieso? Glaubst Du, in anderen Bereichen , oder bei den landw. Investoren leistet sich irgendjemand anderes eine Produktion unterhalb den Break-Even-Points, oder nutzt seine Gewinnspanne nicht voll aus? Das ist ganz normales, betriebswirtschaftliches Denken (Opportunitätskostenrechnung), das darf jeder.
Mit der Art und Weise des Wirtschaftens hat das in meinen Augen und zumindest in meinem Fall auch überhaupt nichts zu tun - ich hab für meine paar Tiere hier Freilandhaltung, setze so wenig Medikamente wie möglich ein, ich hätte so gesehen keine Probleme, die entsprechenden VOen auch als normaler Tierhalter einzuhalten - aber ich sehe nicht ein, warum ich Hühner mit 20% Verlust halten muss, nur um "Bio" an die Eier schreiben zu können.
In dem Bereich "bio" ist meiner Meinung nach noch lange nicht alles Gold, was Gold einbringt, und deswegen bleib ich lieber "konventionell", habe weniger Verluste und verdiene eben nichts mit Eiern. Wer das anders sieht , lebt in meinen Augen mehr auf Kosten seiner Ressourcen als ein konventioneller Betrieb.
Aber das paßt dann wohl auch eher in "Bio oder nicht" und können wir gerne da weiter verhandeln Wink - hat nämlich schon wieder nichts mit "WIE" auf Bio umstellen zu tun :/ 

Grüße
Brigitta
« Letzte Änderung: 25.09.05, 19:52 von SHierling » Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 4 5 | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben