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26.05.12, 07:26


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Autor Thema: Auf der Alp ... ist vieles anders?  (Gelesen 4456 mal)
Lotti
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« Antwort #45 am: 19.08.05, 09:17 »

geholfen hat es überhaupt nichts-
dann haben wir ein paar grundlegende Maßnahmen ergriffen und die Bestände verändern sich von selbst.

Du, dasss man ein paar grundlegende Dinge ändern muss, irgendwie hatte ich das voraus gesetzt. Ich bin davon ausgegangen dass man die Dinge grundlegend ändert und dann einsäht.
Der Trugschluss mit dem "von selbst" liegt in folgendem:
Wo keine Samen mehr da sind, da säht es sich auch nicht von selbst. Der Same muss ja erstmal auf die Weide kommen damit er keimen kann. Wenn du aber rundrum die Giftspritzen an Werke hast, ist die Wahrscheinlichkeit dass ein Samen seinen Weg trotz allem noch auf deine Wiese findet, eher gering. Dass man die Pflanzen natürlich ausblühen lassen muss damit sie neue Samen bilden können, das hab ich als Grundvoraussetzung angesehen, wobei es auch reicht das alle 2 - 3 Jahre zu machen, denn so lange überleben die Samen locker in der Erde. Noch besser ist es wenn du zum Beispiel ein rechteckiges Feld hast, es zum Beispiel in 3 Felder aufteilst und dann im ersten Jahr Teilfeld 1, im 2. Jahr Teilfeld 2, im dritten Jahr Teilfeld 3 ausblühen lässt. Oder ein ständig wechselnder Streifen tut's auch.

Zitat
Mein verhagelter Kartoffelacker schaut inzwischen schlimm aus-
weil dort alles wächst, was ich teilweise gar nicht kenne.
Vom Franzosenkraut angefangen, bis zu ein paar anderen Kräutlein.

Wenn du die Möglichkeit hast davon Fotos zu machen und mir zukommen zu lassen, schau ich mal was ich davon kenne. Aber wie gesagt, das dauert noch.
Franzosenkraut (Knopfkraut, Galinsoga ciliata) ist eigentlich eine Pflanze aus dem tropischen Südamerika, ist frostempfindlich und liebt stickstoffhaltige und nährstoffreiche  Lehm- und Tonböden. Die Homöopathie verwendet sie gegen grippale Infekte, Futterpflanze für einige Tiere wie zum Beispiel Schildkröten. Die Pflanze hat sich so stark verbreitet als während dem Franzosenkrieg keine Zeit zum Unkrautjäten war. Tips zum Eindämmen hab ich jetzt nicht gefunden, ausser Giftspritze und auszupfen wie zu Omas Zeiten.

Die eingeschleppten Pflanzen sind echt ein Problem...

Zitat
Aber was mir Kopfzerbrechen macht- Mulch auf alle Flächen- da fällt mir noch keine Lösung ein,
die meisten Probleme im Ackerbau sind lösbar, nur eben das Unkraut-
irgendwas hat uns dieses Kraut zu sagen- ich weiß, dass bestimmte (Un)kräuter Bodenanzeiger und diverses sind- ich kann mir gut vorstellen, dass die frühere Bewirtschaftung mit der Brache seinen Sinn hatte, aber  Ziel ist doch einen schönen Bestand auf dem Acker zu haben :-)),
Getreide ist einigermaßen in dieser Richtung machbar,
aber beim Mais haben wir schon einiges ausprobiert, um eben nicht so lange nackte Äcker zu haben-
irgendwie widersetzt sich die Pflanze all meinen Bemühungen.

Ich gestehe dass ich vom Ackerbau keine grosse Ahnung habe. Das Einzige was ich "kenne" ist die goldene Regel von Blatt auf Halm und andersrum, sagt dir das was?

Zitat
Durch den Hagel sind in unserer Gegend die Maisäcker am meisten geschädigt, die wenigen Blätter geben fast keine Bodenbeschattung und sind deshalb noch immer nackt- was das für den Boden ausmacht, kann man mit blossem Auge sehen- und das tut mir innerlich direkt weh.

Mir fällt Strohhächsel (Strohhäxel? Strohhäcksel?) dazu ein. Mal angenommen du hättest vorher Getreide auf dem Feld gehabt (Blatt auf Halm), hätte man das gleich vorher verteilen können. Ob und wie man das jetzt noch reinbringen könnte, weiss ich nicht, dafür kenn ich die Maschinen und Möglichkeiten zu wenig und weiss auch nicht wie gross das Feld ist und ob man da überhaupt noch zwischen kommt.

Ich frag mich grad wie das mit der Kartoffel ist, ich hab schon lange kein Kartoffelfeld mehr gesehen. Wird die auch gehäufelt wie der Spargel um bei der Ernte nicht die ganze Erde aufreissen zu müssen? Hab ich nämlich mal irgendwo im Ausland gesehen und hab mich darüber gewundert, nur bin ich mir nicht sicher ob das hier auch so gemacht wird. Wie gesagt, hier gibts nur Raps, Mais und Getreide.

Liebe Grüsse

Lotti
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albert
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« Antwort #46 am: 19.08.05, 09:32 »

hallo Lotti ,
ist wohl keine Alm  , wo du wohnst
LG albert
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Lotti
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« Antwort #47 am: 19.08.05, 09:41 »

Hallo Albert!

Nee, wirklich nicht  Cool Aber wir können ja nicht alle auf den Almen wohnen, sonst hätten wir dort schicke Hochhäuser und würden uns stapeln  Grin

Liebe Grüsse

Lotti
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Lotti
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« Antwort #48 am: 19.08.05, 09:44 »

Hallo Maria!

Sorry, ich bin halt nicht vom Fach, hoffe aber dass ich trotzdem verstanden werde. Ich finds auch schwierig in einer Unterhaltung plötzlich irgendwo anders weiterzuschreiben, aber ich werd mir Mühe geben Smiley

Liebe Grüsse

Lotti
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albert
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« Antwort #49 am: 19.08.05, 09:54 »

hallo Lotti ,
schau mal nach Crans-Montana , Hochsölden usw. da würdest du vor Neid erblassen wegen der schicken Hochhäuser  Grin
LG albert
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Lotti
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« Antwort #50 am: 19.08.05, 09:57 »

Hi Maria!

Na, du bist ja lustig! Wie soll ich dir denn antworten ohne wieder am Thema vorbei zu sein? Darum meint ich doch: Lass uns das in der Inbox machen, dann sind wir nicht am Thema vorbei und du weisst mehr über deine Kräuter auf dem Kartoffelacker Smiley

Liebe Grüsse

Lotti, die hofft die Inbox heute noch zu schaffen, ansonsten nächste Woche
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Lotti
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« Antwort #51 am: 19.08.05, 10:00 »

Hi albert!

Au ja, gib's mir!!! Ich wollt schon immer mal gestapelt vorkommen  Shocked

Cheesy

Liebe Grüsse

Lotti, laut lachend
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Lotti
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« Antwort #52 am: 19.08.05, 15:01 »

Hallo Maria nochmal!

Wenn du in deinem Privatnachrichtenordner mal Platz machst, kann ich dir auch den 2. Teil zum Ampfer noch schicken :-)

Liebe Grüsse

Lotti
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brit
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« Antwort #53 am: 19.08.05, 18:51 »


würd mich  interessieren von welchen kräuter ihr eigentlich redet,
die unbedingt auf jeder wiese vorhanden sein sollten??

und punkto einsäen,  ist doch so, je nach schnittzeitpunkt/ häufigkeit kommts der einen oder andern art entgegen, auch bei den kräutern, so dass auch hier übersaaten dazugehören??

und wie stehts mit den gehalten bei kräuterwiesen??  muss da kuh doppelte portion fressen um aufs gleiche zu kommen ? Wink

« Letzte Änderung: 19.08.05, 18:57 von brit » Gespeichert
esther4
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« Antwort #54 am: 26.08.05, 23:16 »

habe noch etwas gefunden in meinem privaten archiv...
viel vergnügen beim lesen... Grin Grin Grin


Alpsommertag Erinnerung aus Kinderzeit   Summer 2003

Ikesslet simer gsi , Felswänd uf beed Site . Ich weiss no , wieni defor zue gstande bi und eifach gstunet han , eifach drahere gstunet ! Bim ruche Wetter hets d Nebel öber die Felslig ie oder abeputzt und bim schöne Wetter het  d Sunn Stei för Stei agfange aschiene. Es Schauspiel , so nebis imposants gsiehsch selte und wenn , denn isch das e sternschoge früeni am Morge !
Wösse tueni seb , willi gnau um di seb Zit  han döre , bewaffnet mit Melchstuhl und Melchchessel de Tier no ! Mer hend verrusse gmolche wenn’s nu irgend wie mögli gsi isch . Wie hani das emel gliebt ,  i freier  Natur , d Chüe au freilaufend und nöd mösse uf di Achti id  Hütte ! Denn wenn’s Vech umegsi isch , denn isch s Zit gsi . Chessel um Chessel hets geh und es bitz Sport hemer au no drus gmacht , de Schum het zehlt….
 Bim abetriebe isch denn schoono öppe en Schweisstropfe cho , genau wie bim buddere het mer vo Hand müesse triebe ! S `Schmalz uschnete mit Wasser wo mer am Brunne het müesse hole , isch nebis gsi , wo sogär ich han chönne.Aber de Model werfe , nei , seb hani nie here brocht . Seb hend starchi Manne müesse mache .
Zmorge esse isch gsi wie för ander z Mittag , mer het jo bis do scho en cheche Hunger gha und drum au e währschafteri Choscht ! Nöd gad en Brunch , aber secher en Vorläufer devo . Mer het eigne Speck ufem Tisch gha und nattürli Chäs , vielfach Blodechäs , ganz frisch , en Gnuss . I gsiehne hüt no , wiet d `Manne Brot I ehri Chacheli bröchlet hend , Chäs dezue gschnitte und denn süttigi Milch dröberabe , en Aelplerzmorge und guet au no ! öppedie hends üs au e Röschti gmacht  und de Trick vo de Schofbode – Theres wendi hüt no a , en Gutsch Wasser dezue , dass sie nöd z feiss wird , oder dass mer nöd zviel Schmalz brucht?
 Under Tage hani im Wirtschäftli ghulfe und d Senne sind ehrem no . Uchrut mähe , d `Schöf weder emol ue jage , luege wegem Wasser , öppe nebis noehage und amene ruche Tag au mol es Jässli mache !
Geg de Obet hemer denn weder s `glich Schauspiel gha wie am Morge , und i has halt gliebt , s verrusse melche….
Hüt denki mengmol , wie wärs no schö , und gad i weiss eso gots nüme . Zit isch z gschwind und vor allem , mit so wenig simer nüme z frede ! I los emel nomol die Erinnerige dör mi döre und denke……..wie hanis gliebt !!!!!!!
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Mathilde
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« Antwort #55 am: 27.08.05, 10:30 »

Hallo,

also wenn ich ja nicht auch aus dem Süden wär dann hätte ich wahrscheinlich ein Problem gehabt aber so konnte ich beide Beitrage gut verstehen  Cheesy

Wahrscheinlich ergeht es den Nordlichtern hier wie mir, wenn ich platt höre, da versteh ich nämlich nur Bahnhof  Wink

LG Mathilde
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esther4
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« Antwort #56 am: 27.05.06, 09:51 »

So, nun wäre heute unsere z Alp fahrete.  Cheesy Da wird nicht gefahren sondern gewandert, aber... wir mussten verschieben.
Einerseits wäre es schön gewesen, bei diesem Wetter die Kühe auf die Alp zu bringen. Hier zu Hause können wir fast nicht mehr weiden. Bei nur 12 ha Wiesboden muss man etwas vorsichtig sein.  Wink
Jetzt hat der Wetterbericht  Dienstags auf 1000m Schnee gemolden.... Undecided Cry Undecided Die Alp liegt aber auf gut 1200m. Auch unser Zuhause ist auf rund 1000m... aber Göga meint, er futtere einfacher hier zu Hause... stimmt, hat er recht.  Wink
Jetzt ist unsere Alpfahrt auf Dienstag Abend verschoben... Juhui denn beginnt das Aelperleben wieder
Grüsse esther
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spike
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« Antwort #57 am: 14.06.06, 21:39 »

Also, ich stell mir die Alp-Wirtschaft auch nicht so einfach vor, aber wenn wir mal in Rente gehen und es bis dahin noch einen Almabtrieb gibt, werde ich mir das auch mal anschauen.

Es wird bei Euch in den Bergen nicht einfacher sein als bei uns im Norden. Wir haben hier eigentlich von allen noch das beste Wetter.Auch wenn es bei uns oft grau ist.
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gundi
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« Antwort #58 am: 15.06.06, 09:07 »

Guten Morgen!

Unsere Kühe geniessen das herrliche Sommerwetter auf der Alm, nachdem die Kälteperiode von Ende Mai vorbei ist, und hoffentlich die sog. Schafskälte nicht zu heftig ausfällt Undecided

Die zwei schauen der Sonne zu wie sie hinter den Bergen verschwindet--an solchen Abenden vergisst man die Arbeit und Plage des ganzen Tages


* Alm 06.jpg (19.67 KB, 412x297 - angeschaut 38 Mal.)

* Abendsonne 06.jpg (10.45 KB, 446x314 - angeschaut 51 Mal.)
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Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #59 am: 15.06.06, 11:28 »

Hallo Gundi,
darf ich unsere Jungrinder auch vorbeischicken?
Solche wunderbaren Momente mit Sonnenauf- und Untergängen sind in den Bergen noch tiefgehender.
Aber mir gehts auch oft so, wenn ich in der Früh oder am Abend den Wechsel der Sonne sehe, da wird mir so richtig warm ums Herz- und so wie gestern, wo wir endlich auch mal Zeit hatten, uns abends rauszusitzen, zu beobachten, wenn die Sonne untergeht, die Vögel leise werden,
das Leben auf dem Land hat schon was für sich. Cheesy
Grüss mir die geliebten Berge und danke für die beiden wunderschönen Fotos.
Herzliche Grüsse
maria
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