geholfen hat es überhaupt nichts-
dann haben wir ein paar grundlegende Maßnahmen ergriffen und die Bestände verändern sich von selbst.
Du, dasss man ein paar grundlegende Dinge ändern muss, irgendwie hatte ich das voraus gesetzt. Ich bin davon ausgegangen dass man die Dinge grundlegend ändert und dann einsäht.
Der Trugschluss mit dem "von selbst" liegt in folgendem:
Wo keine Samen mehr da sind, da säht es sich auch nicht von selbst. Der Same muss ja erstmal auf die Weide kommen damit er keimen kann. Wenn du aber rundrum die Giftspritzen an Werke hast, ist die Wahrscheinlichkeit dass ein Samen seinen Weg trotz allem noch auf deine Wiese findet, eher gering. Dass man die Pflanzen natürlich ausblühen lassen muss damit sie neue Samen bilden können, das hab ich als Grundvoraussetzung angesehen, wobei es auch reicht das alle 2 - 3 Jahre zu machen, denn so lange überleben die Samen locker in der Erde. Noch besser ist es wenn du zum Beispiel ein rechteckiges Feld hast, es zum Beispiel in 3 Felder aufteilst und dann im ersten Jahr Teilfeld 1, im 2. Jahr Teilfeld 2, im dritten Jahr Teilfeld 3 ausblühen lässt. Oder ein ständig wechselnder Streifen tut's auch.
Mein verhagelter Kartoffelacker schaut inzwischen schlimm aus-
weil dort alles wächst, was ich teilweise gar nicht kenne.
Vom Franzosenkraut angefangen, bis zu ein paar anderen Kräutlein.
Wenn du die Möglichkeit hast davon Fotos zu machen und mir zukommen zu lassen, schau ich mal was ich davon kenne. Aber wie gesagt, das dauert noch.
Franzosenkraut (Knopfkraut,
Galinsoga ciliata) ist eigentlich eine Pflanze aus dem tropischen Südamerika, ist frostempfindlich und liebt stickstoffhaltige und nährstoffreiche Lehm- und Tonböden. Die Homöopathie verwendet sie gegen grippale Infekte, Futterpflanze für einige Tiere wie zum Beispiel Schildkröten. Die Pflanze hat sich so stark verbreitet als während dem Franzosenkrieg keine Zeit zum Unkrautjäten war. Tips zum Eindämmen hab ich jetzt nicht gefunden, ausser Giftspritze und auszupfen wie zu Omas Zeiten.
Die eingeschleppten Pflanzen sind echt ein Problem...
Aber was mir Kopfzerbrechen macht- Mulch auf alle Flächen- da fällt mir noch keine Lösung ein,
die meisten Probleme im Ackerbau sind lösbar, nur eben das Unkraut-
irgendwas hat uns dieses Kraut zu sagen- ich weiß, dass bestimmte (Un)kräuter Bodenanzeiger und diverses sind- ich kann mir gut vorstellen, dass die frühere Bewirtschaftung mit der Brache seinen Sinn hatte, aber Ziel ist doch einen schönen Bestand auf dem Acker zu haben :-)),
Getreide ist einigermaßen in dieser Richtung machbar,
aber beim Mais haben wir schon einiges ausprobiert, um eben nicht so lange nackte Äcker zu haben-
irgendwie widersetzt sich die Pflanze all meinen Bemühungen.
Ich gestehe dass ich vom Ackerbau keine grosse Ahnung habe. Das Einzige was ich "kenne" ist die goldene Regel von Blatt auf Halm und andersrum, sagt dir das was?
Durch den Hagel sind in unserer Gegend die Maisäcker am meisten geschädigt, die wenigen Blätter geben fast keine Bodenbeschattung und sind deshalb noch immer nackt- was das für den Boden ausmacht, kann man mit blossem Auge sehen- und das tut mir innerlich direkt weh.
Mir fällt Strohhächsel (Strohhäxel? Strohhäcksel?) dazu ein. Mal angenommen du hättest vorher Getreide auf dem Feld gehabt (Blatt auf Halm), hätte man das gleich vorher verteilen können. Ob und wie man das jetzt noch reinbringen könnte, weiss ich nicht, dafür kenn ich die Maschinen und Möglichkeiten zu wenig und weiss auch nicht wie gross das Feld ist und ob man da überhaupt noch zwischen kommt.
Ich frag mich grad wie das mit der Kartoffel ist, ich hab schon lange kein Kartoffelfeld mehr gesehen. Wird die auch gehäufelt wie der Spargel um bei der Ernte nicht die ganze Erde aufreissen zu müssen? Hab ich nämlich mal irgendwo im Ausland gesehen und hab mich darüber gewundert, nur bin ich mir nicht sicher ob das hier auch so gemacht wird. Wie gesagt, hier gibts nur Raps, Mais und Getreide.
Liebe Grüsse
Lotti