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Autor Thema: Grabbepflanzung  (Gelesen 36817 mal)
reserl
Niederbayern
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« am: 15.03.02, 09:14 »

Hallo!

Ich komme gerade vom Friedhof. Dort habe ich endlich die Frühjahrsbepflanzung fürs Familiengrab erledigt.

Ziemlich einfallsreich bin ich in der Beziehung leider nicht. Ich habe das ganze Grab mit Stiefmütterchen bepflanzt, weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe. Smiley

Dadurch das in unserem Friedhof keine Steineinfassungen erlaubt sind, ist auch die Grüneinfassung immer ein "Thema".

Wer ist bei Euch für die Grabpflege verantwortlich?

Wie bepflanzt Ihr die Gräber?
Seid Ihr gerne im Friedhof?
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
martina
Südniedersachsen
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #1 am: 15.03.02, 09:41 »

bei uns in der gegend  sind stiefmütterchen fürs frühjahr und eisbegonien im sommer die meistgepflanzten blumen.

daran können meine mutter und ich uns nicht so recht gewöhnen. opa und oma haben eine buchsbaum-hecke aussenrum, zusätzlich zur steineinfassung. größere hecken sind bei uns nicht mehr erlaubt (glaube ich), jedenfalls sieht man sie nicht mehr, früher hatte sie fast jedes grab.

außerdem haben wir schneeglöckchen oder wilde narzissen gesetzt. und minirosen als hauptbe-pflanzung. die werden von bodendeckenden stauden und einjährigen ergänzt, so daß wir nur noch ein paar stiefmütterchen, eisbegonien o.ä dazwischen setzen.

« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
lucia
bayerischer wald
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« Antwort #2 am: 15.03.02, 11:11 »

ich hab das glück, dass sich meine schwiegermutter um die zwei gräber kümmert, die wir zu betreuen haben.
sie zeigt mir zwar den blumenschmuck, den sie pflanzen will und fragt mich auch um meine meinung, aber entscheidungsbefugt ist sie alleine  Cool
hier herrscht auch absolute stiefmütterchen-front im frühjahr, gefällt mir aber ehrlich gesagt gar net.

wir haben über grabbepflanzung in der hw-schule gelernt, dass bis zu 70 % der bepflanzung als dauernde angelegt werden sollen und nur 30 % als wechselnde, damit sich die laufenden kosten und die arbeit übers jahr in grenzen halten.
ich schau mal, ob ich die entsprechende broschüre mit weiteren tipps noch in meinen unterlagen finde.
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lieben gruß, lucia
Edith
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« Antwort #3 am: 07.08.02, 17:25 »

Stiefmütterchen könnte ich auch verwünschen,weil im Herbst, wenn sie gesetzt werden, blühen sie kaum, bis zum Frühjahr sind sie zerfleddert von Winter und Schnecken, und bis sie aufgepäppelt sind, weichen sie Eisbegoniern.
In diesem Jahr haben wir uns, weil das Grab sonnig liegt, zu einem kleinen Rosenbusch durchgerungen. Ist ganz schön, ist so ein Teppich von gelben kleinen Büten.
Für den Winter haben wir eine Christrose angepflanzt, die blüht, wenn sonst garnichts da ist, und es funktioniert.
Ansonsten haben wir Dauergewächse wie Buchs und Schneeheide, die nur geschnitten werden.
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Edith
regi
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Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!


« Antwort #4 am: 07.08.02, 21:58 »

Bei uns ist es mehrheitlich üblich, dass die Gräber vom Gärtner bepflanzt werden. Einheitlich Bepflanzung ist vorprogrammiert.
Ich habe noch keine Gräber zu betreuen, möchte das aber mal selbst machen, auch mit mehrjährigen Sachen.
Ich finde es eine gute Idee, das Thema Grabbepflanzung an einer Bäuerinnenschule zu behandeln!
regi
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

Tschüss zäme
regi
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #5 am: 07.08.02, 23:00 »

guete n abig,
wir haben eine friedhofgärtnerin, nebenamt, hausfrau, gelernte gärtnerin,- normalerweise wenn keine angehörigen mehr im dorf wohnen betreut sie die gräber - ansonsten pflegen wir sie - d.h. seit einigen jahren betreue ich dei beiden gräber der se, zum glück habe ich noch die schwägerin meiner se, die giesst die gräber, ich vergesse es immer - am anfang machte es meine schwägerin aus dem nachbardorf - doch nach ihrer scheidung ist sie weggezogen und überliess es uns - nun finanziell belastet das uns nicht - nur der arbeitsaufwand - bei der erbteilung wird bei uns von amtes wegen ein "grabfonds" angelegt - der für die vorgesehenen ca. 25 jahre, die das grab im durchschnitt besteht, ausreichend sein sollte
z.g. setzt unsere gärtnerin im frühling und im herbst einige tage fest, wo sie mir einer grossen pflanzenauswahl auf dem friedhof ist und  dann ist das bepflanzen rasch erledigt - und da ich bereits einige dauerpflanzen eingesetzt habe, ist der arbeits- und zeitaufwand nicht mehr so gross
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Sally
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« Antwort #6 am: 21.09.02, 14:32 »

Gräber das ist bei mir ein ganz unleidiges Thema.
Ich mußte von Anfang an 2 große Doppelgräber versorgen. SWE + SWGE. Was bei uns in der Stadt schon eher ein Vierergrab wäre ist hier gerade mal ein Doppelgrab. Leider habe ich auch äußerst Pech mit der Dauerbepflanzung. Vom Gärtner hatte ich mir mal, auf sein Anraten hin, zur Bodenbedeckung Wachholder setzen lassen, aber das sieht einfach nur schrecklich und wie gerupft aus.

Im Moment steht die Grabpflege wieder an. Der Glücksklee hat sich wie ein Rasen darauf ausgesaet, war 5 Wochen nicht dort. Wie bekomme ich nun dieses Unkraut wieder weg?Huh??

Den Wachholder werde ich beseitigen und dafür ein anderen Bodendecker pflanzen. DerTip mit den hackschnitzeln ist gut, das werde ich mal ausprobieren, obwohl es hier nicht üblich ist auf den Gräbern.

Ich mache es nur weil ich muß-also notgedrungen--vielleicht weil ich die GE meines Mannes nicht kannte und auch weil mein verstorb. SV so extrem fies zu mir war.

Hier machen aber viele eine Doktorarbeit aus ihren Gräbern, teilweise wunderschön teilweise schon übertrieben, wenn dann schon 5 oder 6 Vasen permanentmit frischen Sträußen darauf stehen.

Na ich hoffe ich bekomme es auch wieder in den Griff mit dem Glücksklee.
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #7 am: 30.10.02, 13:41 »

Allerheiligen steht vor der Tür....

Wie sieht eure Grabbepflanzung aus?
Wer kümmert sich bei euch um die Familiengräber?
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lieben Gruß
Reserl


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martina
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« Antwort #8 am: 04.05.03, 10:13 »

*schubs*

die Eisheiligen stehen vor der Tür und somit auch die Sommerbepflanzung für die Gräber, die meisten haben ja schon die traditionellen Frühjahrs-Stiefmütterchen-Pflanzung hinter sich.


Was kommt dieses Jahr bei Euch auf die Gräber?
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Irmgard3
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« Antwort #9 am: 04.05.03, 19:48 »

Na, da habe ich doch noch die entsprechende Seite gefunden.  Cheesy
Das mit 70 % Dauerbepflanzung und 30 % Saisonpflanzung ist ein guter Anhaltspunkt.

Aber ehrlich gesagt bin ich die Begonien für den Sommer total leid. Zumal, wenn sie auf der Südseite stehen und man mal einige Tage im Sommer nicht zum Gießen kommt, kann man Heu davon machen.
Kommen Geranien besser mit direkter Sonneneinstrahlung zurecht.
Wer weiß sonstige  Alternativen?
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Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Tina
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« Antwort #10 am: 04.05.03, 21:25 »

Hallo Irmgard,
ich nehm immer eisbegonien. Die sind anspruchslos, können auch mal trocken werden und kommen auch mit Sonne und Hitze gut zurecht. Mittlerweile gibt es so viele Farben, da hat man jedes Jahr was anders.
LG
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LG
Tina
biba
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« Antwort #11 am: 04.05.03, 23:26 »

Hallo,
hier bestehen die Familiengräber oft noch aus 12-16 sogenannten Lägern, sind also im Schnitt sehr gross. Die Einfassung ist in der Regel Vorschrift, meistens mit Lebensbaum. Früher wurden die einzelnen Liegestätten noch zusätzlich mit Buchsbaum oder Stein eingefasst, da blieben keine grossen Alternativen.
In den letzten Jahren hat sich immer mehr die 70% (bei mir eher 80%) Dauerbepflanzung und 30% als Saisonbepflanzung durchgesetzt. Dabei bleibt es in den überwiegenden Fällen bei Eisbegonien und Stiefmütterchen. Mag eintönig klingen, aber durch die übrige Anpflanzung wirkt es doch sehr individuell.
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martina
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« Antwort #12 am: 05.05.03, 07:56 »

Habt ihr nur Bodendecker oder auch niedrige Stauden als Dauerbepflanzung?

Bei uns gab es das früher auch, Familiengrabstellen, die von Hecken eingefaßt waren, ist aber heute nicht mehr üblich  Sad
schade, ich fand das damals sehr schön, daß jeder seinen abgegrenzten Bereich hatte und somit auch einen Rückzugspunkt.

Als meine Oma starb, bekamen wir für unsere Doppelgrabstelle einen neuen Reihenanfang an einer Ecke neben einer großen Kiefer. Dort hat mein Opa sich eine kleines Bänkchen hingestellt, damit er mal sitzten konnte, wenn er am Grab war.  einge Damen haben sich gefreut und das Bänkchen auch genutzt, einigen hat es aber auch nicht gefallen und wir mußten es wegnehmen :\'(

Wir haben dieses Grab mit einer niedrigen Buchsbaumhecke eingefaßt und Minirosen draufgepflanzt. Außerdem auch Bodendecker und dazu dann ein paar Eisbegonien, obwohl ich die ja auch nicht so mag.
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biba
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« Antwort #13 am: 05.05.03, 19:09 »

Hallo Martina,
 
Zitat
Habt ihr nur Bodendecker oder auch niedrige Stauden als Dauerbepflanzung?


Als Bodendecker hatte ich auch schon den Kriechwacholder, der hatte eine gute Fläche bedeckt, aber ich war ihm zu lange wohlgesonnen, als er dann doch weichen musste, haben wir uns damit sehr abmühen  müssen.
Ansonsten stehen dort kleinwüchsige Rhododendren, Krüppelkiefer, Heide, Gräser, Lavendelheide, eigentlich alles, was man in einen kl. Garten setzen würde.

Diese großen Familiengräber werden aber auch schon manchmal bei Wiederkauf geteilt, wenn es geht. (hier besteht eine Liegefrist von 30 J.)  Wir hatten in der Vergangenheit 5 ! F.-Gräber,  davon haben wir zwei nicht mehr zurückgekauft. Zur Zeit haben wir zwei vierer u. eins für 14 L. Daher legt man auch Wert auf Dauerbepflanzung.
LG. biba
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ullireiter
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« Antwort #14 am: 22.07.03, 15:33 »

Griaß eich !
Da ich keinen Hof habe und daher mehr Zeit als die meisten voneuch habe ich mir eine Arbeit angeschafft:Friedhofspfleger.Bin für 18 Gräber verantwortlich.
Die Arbeit gefällt mir sehr gut aber bei der heurigen Hitze ist man schon ganz gut beschäftigt.Außerdem hatte ich schon 2 mal Hagelschaden und der ist aus meiner Tasche zu berappen.
Als soper Einfassung hat sich Sternmoos gezeigt.(Haben wir zu Hause am Grab)Efeu ist auch got und leichter zu bändigen als Bux,denn wenn der zu treiben anfängt ist er viel Arbeit. Schön finde ich auch Tagetes als Blumenschmuck sind auch nicht so empfindlich auf Nässe und Trockenheit.Aber unbedingt Schneckenkorn streuen. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Gärtnerware einfach besser ist als sogenannteBilligware(Das Mistkratzerlei schmeckt ja auch besser).Minikoniferen sind auch recht Pflegeleicht.

liebe Grüsse ulliR.
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