Hallo @all,
Wahnsinn, dass Innovationen nicht nur bei uns auf dem Hof soo schwierig sind... Was mann toll findet, wird gemacht, alles andere ist Humbug... kenne ich irgendwoher.
Manchmals könnte man das Gefühl bekommen, die Bauern im allgemeinen wollen keine gescheiten Frauen, die auf drei zählen können und sich ihre Gedanken machen und ihre Wünsche gerne verwirklichen möchten.... Hauptsache nix verändern, denn das alte ist soo gut...
Da kommt man doch nie voran!!!!!!!!!!!!! Gerade jetzt, wo im der lw. Politik auch soo viel im Umbruch ist (Anbindestall, Steuer auf Biodiesel, Biogasanlagen)....
Besonders schwierig finde ich die allgemein herrschende Angst (nicht bzgl. Auswandern), sondern im Inland was zu wagen, zu riskieren und zu investieren. Man kann doch nicht immer nur reparieren und nach alter Väter Sitte (die auch was für sich hat) arbeiten! Ich denke da an Kleinigkeiten (




??!!!!!!!!!!!) wie das Arbeiten mit dem PC oder dreschen lassen oder mann deckt den Tisch...
Warum wird nicht mal kräftig auf den Tisch gehauen?



? Gut, man kann pleite gehen, sich übernehmen, scheiden lassen........... Aber zumindest im kalkulierbaren (nicht nur finanziell) Rahmen Neues wagen?


?? Warum nicht Homöopathie, obwohl der Senior das nicht kennt?! Warum soll nicht er den Stall machen und sie geht ihrem erlernten Beruf nach?
Warum so starr im Verhalten?


Wo bleibt Euer Mut?




??
Gut, ich kenne einige wenige, die sich wirklich was trauen - Biogasanlage Format rießig, Ferien auf dem Bauernhof, Solaranlagen, modernste Ställe, aber da muss der Senior auch gut vorgearbeitet haben und nicht nur ein altes Klump hinstellen und dann sagen mach was draus! Heute ist ein Landwirt ein Unternehmer und nicht nur jmd. der Tiere und die Natur gerne hat!
Bzgl. Frustration als Motivation möchte ich sagen, soo schlecht finde ich das so allgemein nicht. Wenn ich sehe "so kann ich nicht mehr schaffen" (zu wenig Technik, zu viele Viecher, zu viel Arbeit), warum soll ich dann nicht eines Morgens aufwachen und dann nicht nur nörgeln, sondern was tun (zuschließen, jmd. einstellen, Viecher wegtun, neuen Stall bauen, zur Familienberatung gehen, separate Wohnung anbauen...). Heißt es nicht so schön "jeder ist seines Glückes Schmid".... Ja, alles geht nicht (Gesundheit einfach so herbeizaubern, nette Schwiegermutter haben...).
Aber ich denke einiges lässt sich bewegen, aber nur, wenn die Familienmitglieder mittun und meistens (meine Erfahrung) tun die Männer nicht mit und wenn die mittun, dann die Senioren auf'm Hof nicht, denn ist alles neumodisches Klumpp, die Ideen sind von der "neuen" Schwiegertochter, braucht man eh net....
Auswandern ist denke ich schwer zu bewerten, denn die fremde Sprache/ Kultur etc. ist happig, vor allem, wenn man keine Freunde hat, niemanden hat, der einem mal schnell hilft, weil Kuh kalb/ Kind krank ist, keiner der mal schnell Deutsch mit einem redet und einen schon ewig kennt und auch die Situation mit Mann/ Kindern,.... Das nicht unerhebliche finanzielle Risiko, evt. die Scham, wenn man zurück kommt und sagen muss "mir hat es nicht gefallen oder hat nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben". Ich denke so für ein paar Jahre ganz nett, aber das Thema Heimweh ist ein großes Problem - eine Freundin von mir fliegt spätestens einmal im Jahr heim....... (von Australien).
Viele Grüße,
Alice