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Autor Thema: Berufsschule  (Gelesen 5886 mal)
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« am: 01.03.05, 00:03 »

Hallo @ all,
 
ich bin erstaunt, dass ich bisher noch nichts über Eure Erfahrungen mit der Berufsschule gelesen hab.

Immerhin führen ja einige Bt-lerInnen anerkannte Ausbildungsunternehmen...

Deshalb würde ich mich freuen, wenn man sich hier mal über die Situation an den Berufsschulen austauschen würde.

Klassenstärke, Schulweg, Freistellungen, Kontakte zum jeweiligen Lehrpersonal, Zwischenprüfungsmodalitäten etc., etc...

Viele Grüße
Clara
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
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Kruppa
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #1 am: 05.03.05, 18:51 »

Hallo @ all,

ich bin erstaunt, dass sich bisher noch niemand hier geäußert hat, was ihm gefällt oder mißfällt an der Berufsschule... Tja, es scheint die Beobachtung zu bestätigen, dass das Interesse nicht so gross daran ist, wie es eigentlich sein müßte...

Eine nachdenkliche Clara
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Kruppa
Daggi
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Ich arbeite um zu Leben !


« Antwort #2 am: 08.03.05, 18:46 »

Hi Clara

Meine Kinder sind noch nicht soweit, das sie zur Berufsschule gehen.

Meine Neffen lernen Möbelschreiner (3.Lehrjahr) und Dachdecker (1. Lehrjahr) und da weiß ich das die Berufsschulen sehr ansspruchsvoll und gut sind.
Außerdem achten beide Lehrherrn auf die Berichtsheftführung und erwarten auch da gepflegte , gute Arbeit.
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Tschüss,  eure Daggi.
Anemarie
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Viele Grüße aus der Hallertau


« Antwort #3 am: 08.03.05, 19:05 »

bezüglich Berufsschule habe ich da schon so meine Bedenken....

z.b. mein Sohn lernt Metzger, 2. Lehrjahr. Zur Zeit ist Zwischenprüfung angesagt. diese stellt die IHK (Industrie- und Handelskammer), aber unabhängig davon, ob der Lehrer den besagten Stoff in der Berufsschule schon durchgenommen hat oder nicht. Es waren Fragen dabei, die hatten die Schüler absolut noch nicht besprochen, tja das fällt dann sozusagen unter Allgemeinwissen, oder ob es der Meister mal zufällig gesagt hat.

Nächsten Montag ist der praktische Teil der Zwischenprüfung dran. Dazu muß jeder ein halbes Schwein !!!! mitbringen. D.h. ich muß mir von der Arbeit freinehmen, um ihn zur Schule 40 km entfernt hinzufahren, denn er kann ja wohl schlecht mit der halben Sau im Bus fahren. außerdem noch sämtliches Zerlegewerkzeut, ein Stück Braten zum füllen oder rollieren, Wurstbrät zum Wurst abspritzen, Schutzkleidung usw.

Da komme ich mir vor wie ein rollender Schlachthof, schliesslich muß ich ihm ja auch alles zur Schule reintragen helfen. Am Nachmittag muß ich ihn denn extra wieder abholen, weil ich bekomme arbeitsmäßig nur eine Stunde am vormittag frei.

Jetzt frage ich mich, wieso kann man diese Prüfung nicht am Schlachthof absolvieren, wo alles da wäre??? Huh Huh Wo bleiben jetzt die Hygienevorschriften die er für die Theorie lernen mußte, wenn dann das viele Fleisch im Privatauto transportiert wird?  Angry Da wären verdammt viele Neuerungen nötig.

Annemarie
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hoch lebe die Arbeit, so hoch, daß keiner rankommt.
Beppa
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« Antwort #4 am: 09.03.05, 07:37 »

Das ist ja echt der Hammer wie die das organisieren.

Aber das mit den Fragen die noch nicht behandelt wurden würde ich mal hinterfragen, ob das wirklich so sein darf.
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Daggi
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« Antwort #5 am: 09.03.05, 09:06 »

Hallo Annemarie

Ist das denn wirklich so, das das Schwein von dir im privaten Auto transportiert werden muss Huh

Wo bleiben denn da die Vorschriften von wegen Kühlkette Huh

Ich würd mal ganz fresch beim Geundheitsamt anrufen und fragen ob das sooo gewollt ist. Shocked

Ich denke eher, das der Chef dafür zuständig ist, der ja auch ein Kühlauto hat.

Genauso, sollte der Chef sich vor einer anstehenden Prüfung vergewissern, ob der Lehrling den Stoff kann, bzw. durchgenommen hat, der zur Prüfung ansteht.
Denn das ändert sich eigentlich kaum und wenn das nicht der erste  Lehrling ist, weiß er was ansteht.
Gute Lehrherrn sind ja auch interessiert daran, das ihre Lehrlinge gut abschneiden.
« Letzte Änderung: 09.03.05, 11:50 von Daggi » Gespeichert

Tschüss,  eure Daggi.
martina-s
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« Antwort #6 am: 09.03.05, 10:40 »

...und wer kommt für die Unkosten auf? Muß das halbe Schwein der Lehrling selber bezahlen?
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Liebe Grüße
Martina
Anemarie
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Viele Grüße aus der Hallertau


« Antwort #7 am: 09.03.05, 19:12 »

an Beppa, Daggi, Martina

leider ist das so, daß der Lehrer nicht unbedingt alles durchgenommen haben muß, das war schon zu meiner Zeit (Banklehre) so. Wenn ich keine überbetrieblichen Schulungen bekommen hätte, wäre ich mit dem Berufsschulwissen allein sicher durchgefallen.  Denn es heißt ja der Betrieb muß auch ausbilden. Nur, in einem Handwerksbetrieb mit viel Arbeit wird kaum einLehrling noch dazu, wo er der einzige ist, separat und besonders geschult. Im übrigens ist mein Sohnemann keiner, der freiwillig auch nur 1 Zeile lernt. Also paßt es ihm so ganz gut, wenn er nicht in  der Arbeit Theorie lernen muß. Die komplette Theorie hab ich ihn zu Hause abgefragt. Jetzt könnte ich jederzeit die theoretische Zwischenprüfung bestehen.

Über das Thema Hygiene beim Transport mit dem Auto habe ich mich auch schon gewundert, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Und in einem Amt nachzufragen, bzw. zu reklamieren, macht sich sicherlich nicht gut, wenn ich will, daß Martin nach der Lehre übernommen wird. Es ist auch schon die 2. Lehrstelle, denn in der 1. war es die absolute Hölle für ihn. von wegen Ausbildung oder was lernen. Einmal hatte er sich in den Finger geschnitten, bis zum Knochen durch. Er bekam nicht mal ein Pflaster. Da hieß es nur, ruf Deine Mutter an, damit sie dich ins Krankenhaus zum Nähen fährt. Als ich ihn sah, ist mir erstmal schlecht geworden. Mit einem grünen Papiertuch, das sie am Clo hatten, zum Hände abtrocknen, hab ich ihn dann notdürfig verbunden. Dann haben wir aber den Betrieb gewechselt.

Bezüglich der Kosten, er bekommt das Schwein vom Betrieb gestellt. Da aber unsere Gefriertruhe eh momentan leer ist, bezahle ich es und bekomme dann auch das Fleisch. Ich hoffe nur, es ist nicht alles zu Gulasch verschnitten. Aber dann wäre er ja eh durchgefallen, und das will ich nicht hoffen.

Zur Abschlußprüfung braucht er übrigens ein Rinderviertel.

Ich hab immer gedacht, wenn er mal die Hauptschule geschafft hat, wird es leichter mit dem Stress für meine Nerven. Aber leider ist dem nicht so, aber in  gut einem Jahr hoffe ich, daß wir es geschafft haben.

Viele Grüße
Annemarie

« Letzte Änderung: 09.03.05, 19:16 von Anemarie » Gespeichert

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Daggi
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« Antwort #8 am: 10.03.05, 08:12 »

Willst du das Rinderiertel dann ach fahren?
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Anemarie
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Viele Grüße aus der Hallertau


« Antwort #9 am: 10.03.05, 19:23 »

ich hoffe, daß er bis dahin den Führerschein hat, ansonsten fahre ich. Ich kann ihn ja schlecht in den Bus setzen (nur 1/4 Karte, weil der Bulle fährt nur zu einem Viertel mit).

Viele Grüße

Annemarie
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Daggi
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« Antwort #10 am: 11.03.05, 08:43 »

Hallo Anemarie

Schön das du bei dem ganzen Mist nicht den Humor verlierst Wink Grin

Ich ärger mich nur das solche Lehrherrn die Situation nach dem Motto "du kannst ja froh sein das du hier die Lehre machen darfst " ,ausnutzen und sich nicht kümmern. Angry
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Clara
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« Antwort #11 am: 12.03.05, 22:00 »

hallo @ all,

was die prüfungsmodalitäten angeht, da haben die lehrer bei der schriftlichen prüfung fast keine möglichkeit einfluss zu nehmen.

wer ist denn von euch mitglied in einem prüfungsausschuss? wie ist da die zusammenarbeit untereinander?

die die von euch kinder in der bs haben, wer war denn von euch schon mal in der schule zum elternsprechtag?
kennt ihr einige lehrer von angesicht zu angesicht?

was wisst ihr über den schulalltag und das, was der lehrling theoretisch beigebracht bekommt?

tja, das sind eigentlich die fragen, die mich interessiert haben zu diesem themenkreis, aber es wird ja über alles mögliche lieber diskutiert.

eine nachdenkliche clara
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Kruppa
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« Antwort #12 am: 13.03.05, 09:10 »

Hi Clara

Ich find die Disskusion hier zwar trotzdem interessant, denn es geht doch auch da um BS, aber ich will gerne versuchen auf dein Thema einzugehen.

Wie gesagt, ich hab noch kein Kind auf der BS, aber ch würde das mit dem besuch des Elternprechtages so halten, wie ich es auch auf den weiterführenden Schulen handhabe.

Ich finde es kommt da ganz auf das Kind an und wie es selbst in der Schule zurrecht kommt und dort seine Vorstellungen durchsetzten kann.
Wichtig sind da wohl vorllem Das Alter
                                        Lernbereitschaft des "Kindes"
                                        Was der/die Berufsschülerin zuhause von der BS erzählt.

Bei unserer fast 18jährigen geh ich schon seit Jahren nicht mehr zum Elternsprechtag, ist einfach nicht nötig.
Die 15jährige ist da ganz anders, sie braucht meine Unterstützung und die gebe ich gern.



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Erika
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« Antwort #13 am: 13.03.05, 09:23 »

Ich kann nur aus meiner Zeit in der Berufsschule berichten...

Meine Meinung ist, dass die Jugendlichen spätestens ab dem Zeitpunkt des Lehrbeginns die volle Verantwortung für ihr Lernen übernehmen müssen. In einem guten Lehrbetrieb wird sicher auch etwas Druck in dieser Hinsicht auf die Lehrlinge ausgeübt. Manche Betriebe schulen auch zusätzlich noch innerbetrieblich.

... und so war auch ich auf mich alleine gestellt und es hat mir nicht geschadet!!!
Soweit ich weiss, hat es in unserer Berufsschule gar keinen Elternsprechtag gegeben. Man musste als Schüler schon den Lehrer direkt ansprechen und ist in dem Alter auch in der Lage dazu. Wenn nicht in dem Alter, wann dann???



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Isabellla
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Viel schöner bist Du wenn Du lachst.......


« Antwort #14 am: 13.03.05, 16:29 »

Ich hab immer gedacht, wenn er mal die Hauptschule geschafft hat, wird es leichter mit dem Stress für meine Nerven. Aber leider ist dem nicht so


Hallo Anemarie,

ich wünsche Dir weiterhin viel Geduld und gute Nerven.
Weiß ganz genau von was Du redest.
Und ich hoffe echt ganz doll, dass es nach der Lehrzeit
besser wird und Du nie mehr halbe oder viertel Karten für
den Bus brauchst... ;)und vor allen Dingen, dass Du Deinen
Humor behälst.
Du weisst ja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Mir ist der manchmal, beim "Kämpfen" verloren gegangen.

Liebe Grüße aus Hessen
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wenn du willst, was du noch nie gehabt hast,
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