Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
26.05.12, 04:24


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: 1 [2] 3 4 5 ... 20 | Nach unten Drucken
Autor Thema: 100 Gründe, um KEINE Bäuerin zu werden  (Gelesen 18857 mal)
martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3195


leben und leben lassen


WWW
« Antwort #15 am: 02.01.05, 10:37 »

Hallo Mirjam,
unsere Beiträge kreuzten sich.
Finde Deinen Beitrag sehr gut.
Und was ich meinem noch anfügen wollte:

Ich bewundere Bäuerinnen, die ihre Aufgabe als Berufung und Hobby sehen. Hört sich dumm an. Aber solche gibt es!
Ich habe zum Beispiel den PC hier als mein Hobby. Dafür bleibe ich sogar bis in die Früh auf, wenn es gilt daran was zu reparieren oder neu einzustellen. Habe Leute, die bringen mir ihre Kisten. Ich mach das gern und will dafür auch nix. Die Technik ist immer schon meine Leidenschaft gewesen und ich zerlege auch so manche Geräte und schau immer dass ich die Teile wieder zum Laufen bringe. Da hab ich dann meine Bestätigung.
Ich kenne Bäuerinnen, die haben ihre Bestätigung, wenn alles sauber blitzt, wenn alle Kühe trächtig, wenn... Das ist deren Lebensaufgabe, einfach ihre Berufung. Sie tun dies ohne, wie wir hier nachzudenken, ob 100 Punkte pro oder 100 Punkte kontra.
Das finde ich, ist entscheidend...
Gespeichert

Liebe Grüße
Martina
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6431


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #16 am: 02.01.05, 12:31 »

Hallo Martina,
das ist doch das schönste Geschenk, das man im Leben finden kann-
seine Talente einzusetzen und Freude daran zu haben-
der eine als Bäcker, der andere als Metzger, als PC- Fachmann oder Frau-
der eine findet im Beruf seine Berufung, der andere hat Hobbies, die ihn tragen,
ein anderer lebt für seine Ehrenämter-
ich habe irgendwann eine Geschichte gelesen, die ich leider nciht mehr ganz genau wiedergeben
kann-
es geht auf alle Fälle darum, dass wir irgendwann die Verantwortung an den Schöpfer unseres Lebens  wieder zurückgeben dürfen oder müssen-
und dann steht unser Leben auf dem Prüfstand,
nicht als Kopie von jemand, nicht als Frau von Jemand, nicht als Mutter von Jemand,
sondern als die Person, die Gott geschaffen hat.
Das heißt sicher nicht, keine Verwantworung für andere zu übernehmen-
aber es gibt ein viel grösseres Maß an Freiheit.
Bäuerin zu werden war in jugendlichen Jahren sicher nicht mein Traum-
aber ein liebenswerter Bauer hat viele meiner Bedenken zerstreut,
ich habe auch schon mal drüber nachgedacht,
was meine früheren Träume waren-
als Kind wäre ich zu gerne Köchin geworden- mit irgendwann einen kleinen, feinen Lokal, mit guter Küche und Wohlfühlatmosphäre,
leider hat mir damals der Hausarzt diesen Traum ausgeredet, angeblich sei ich nicht stabil genug für diesen harten Knochenjob- so habe ich aus einer anderen Vorliebe, gerne unter Menschen zu sein,
einen anderen Beruf erlernt, ich war in einer Gemeinde in der Verwaltung- hatte viel Kontakt mit anderen Menschen, nur etwas ging mir damals furchtbar ab- es war vieles so oberflächlich, mir fehlte ein Tiefgang im Leben-
und den habe ich bekommen im wahrsten Sinne des Wortes-
Und erst mit dem auf die Nase fallen- bin ich auf meine wirkliche Berufung gekommen-
ich könnte mir heute keinen schöneren Beruf mehr vorstellen, als mit dem Leben in jeder Variation zu tun zu haben-
aber dafür mussten viele Überzeugungen über Bord,
es war wie ein Neuanfang- und das mitten im fortgeschrittenen Alter.
Ich beneide heute noch junge Menschen, die schon als Kind ganz klar wissen, wohin sie wollen,
bei mir war das eine lange Fahrt, bis ich wirklich wusste, wohin meine Reise gehen soll.
Dass zum Sonnenschein der Schatten gehört, das ist halt so,
alles passt auch mir in meinem Beruf nicht unbedingt,
aber seit ich mich an das Gebet halte:
Gott schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Seither bin ich einfach zufrieden mit meinem Leben.
Denn die Person, die ich jetzt bin- die bin ich zu einem grossen Teil deswegen, weil ich Bäuerin geworden bin- und für die vielen grossen und kleinen Steine, die im Weg lagen, bin ich sehr dankbar.
Und trotz allem Schwierigen- ich würde diesen Weg wieder wählen-
mit dem Wissen, das ich heute habe-
nochmals anfangen können-
ein unmöglicher Wunsch Grin,
aber sehr reizvoll.
Wenn mich meine PC Kiste wieder mal über Gebühr ärgert und mir zeigt, dass ich PC mässig ein Volldusel bin- dann glaube ich muss ich Dich plagen, Du hast Freude daran-

Wer hat Lust und Mut eine neue Box aufzumachen-

wir wir es schaffen, dass es uns gutgeht-
Freude ist sicher in starker Motor-

ich habe gestern eine ganze Menge Tips und Ratschläge in verschiedenen Fachzeitschriften gefunden,
wie man sich das Leben ein bischen schöner machen kann- ohne grosse Kosten.
Interessant war, dass vieles, was mir so in den letzten 2 Jahren als für mich wichtig erschien,
in den verschiedensten zeitschriften zu lesen war, egal ob in Top- Agrar, in einer Beilage für die Schweinebauern, in noch ein paar andere Zeitschriften.
Egal ob als Bäuerin, als Hausfrau, als Mutter, als Verkäuferin, als ...........
das Leben hat überall seine Sonnen- und Schattenseiten-
an seinem Platz das beste zu machen-
und versuchen, sich diesen Platz gemütlich einzurichten -
in Anbetracht der grossen Katastrophen und den vielen Elend
auf der Welt sowieso nicht ganz einfach.
herzliche Grüsse
maria
Gespeichert
gatterl
Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1327



WWW
« Antwort #17 am: 02.01.05, 18:00 »

Hallo,

ich mache jetzt mal eine neue Box auf, warum frau nicht Bäuerin werden sollte.

Freue mich auf Eure Antworten!

Alice


1. Der Bauer bestimmt alles!  Angry

2. Alle reden überall hinein - Kindererziehung, Essen, Kleidung, Ausgehen,...

3. Frau = Haus- und Putzfrau



Seit Tagen schau ich mir die Box an.
Anfänglich fand ich es irgendwie unmöglich- unpassend vor allem in DIESEM Forum, wo soviele wirklich ambitionierte Frauen (und Männer) sind.
Aber trotzdem find ich sie zunehmend interessamt- obwohl der Anfang wirlich der reine Frust zu sein scheint. ( Alice, siehst Du das Ganze wirklich so, ist es bei Euch so? Dann hast Du mein ehrliches Mitgefühl )
Schlimm, wenn man so schwarzsehen muss- aber es gibt wirklich auch viele Schattenseiten in diesem Beruf- Berufung.
Irgendwie find ich sie fast *anregender* als die Pro- Box- ( rosarot und himmelblau...... Roll Eyes )wenn wir mal das Selbstmitleid weglassen.... Wink

Aber vielleicht kann ich auch nicht *wirklich* mitreden, bin ja nur Nebenerwerbler...... Cool
« Letzte Änderung: 02.01.05, 18:04 von gatterl » Gespeichert

Bis bald
Barbara

Die Stimmen der andern aufmerksam hören,
sie in dir nachklingen lassen, um anschliessend zu handeln.
Nach der deinen.

r.b
martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3195


leben und leben lassen


WWW
« Antwort #18 am: 02.01.05, 20:37 »

Hallo Barbara,
nur zu! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Nebenerwerbler die besseren Bäuerinnen sind. Zumindest waren von mir viele im Kurs, da habe ich diese Überzeugung gewonnen....
Gespeichert

Liebe Grüße
Martina
reserl
Niederbayern
Moderator
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7016



« Antwort #19 am: 02.01.05, 22:17 »


Oh, ich denke schon auch das diese Box hier ihre Berechtigung hat. Roll Eyes

Wenn man Bäuerin ist, ist das tatsächlich nicht alles "rosarot und himmelblau" wie Barbara so schön geschrieben hat. Cool
Auch ich hab Phasen, wo ich alles in Frage stelle. Huh

Wie gerne würde ich öfters mal ausschlafen. Embarrassed
und jeder Ausflug oder Urlaub setzt eine generalstabsmäßige Planung voraus.  Undecided

Und mir fallen sicher noch eine ganze Menge anderer Punkte ein......


@Alice: Dir wünsche ich, das sich für Dich auf dem Hof was zum Positiven verändert!
Wehr dich, wenn Dich andere verplanen oder über dich bestimmen.
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Antonia
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 467

BT- ein Lebenselexier für Frauen auf dem Lande


« Antwort #20 am: 02.01.05, 23:07 »

ich muß gestehn ich früher nie eine Bäuerin war aus Überzeugung dass das Agrarierleben für mich das "gelbe vom Ei" , sondern dazu kam, weil mein Partner eben Landwirt ist.
Tat mir mit vielem verdammt lange schwer, und muß sagen seit ich hier im BT bin, ich eine andere Einstellung zu vielem bekommen habe.
Mir aber auch Freiräume erkämpft habe, wie z.B. mir erlaube einem Teilzeitjob nach zu gehn, den ich eigentlich nicht machen sollte weil ich ja zu Hause genug zum schaffen hätte.

mir stößt heute noch auf, dass ich das Gefühl nicht los werde, der Hof geht immer über alles und dann erst kommen die Menschen die ihn bearbeiten und am Leben erhalten .

Vielleicht liegt es daran, ich zwar auf dem großelterlichen Hof groß geworden aber eben nicht direkt Landwirtstochter bin, die diese Liebe mit der Muttermilch eingesogen, wie man so schön sagt.
Heute bin ich etwas optimitischer und denke es ist gut wie alles gekommen, jeder wird an den Platz gestellt der für ihn auf dieser Erde geschaffen. Natürlich ist man seines Glückes Schmied, und die sonst eher Pesemistische sieht plötzlich auch die Positiven Seiten.
Gespeichert

herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia
Doro
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2110


Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #21 am: 03.01.05, 07:58 »

Hallo Barbara,

was heißt hier: bin ja NUR Nebenerwerblerin??

Siehst Du Dich nicht als vollwärtige Bäuerin?
Gespeichert

Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
gatterl
Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1327



WWW
« Antwort #22 am: 03.01.05, 08:03 »

Nein und das bin ich auch nicht!!!
Viel von der Bauernarbeit macht noch meine SM und ich muss nicht immer in den Stall. Anfänglich war mir das gar nicht recht- aber jetzt genieße ich es richtig und weiss es zu schätzen- auch, wenn ich oft schweigen muss, wenn ich lieber meine Meinung sagen möchte- wer weiss, wie lange es noch geht- sie wird nicht jünger.
Wenn ich lese, was hier von den Frauen geleistet wird, die eine Riesenlandwirtschaft haben- Hut ab- fühl mich aber trotzdem nicht *minderwertig* wenn Du das meinst- Ich bin eben auch eine *Führende Kraft in einem erfolgreichen Familienunternehmen*  Cool 
*Global Manager*

mit allen Vor- und Nachteilen
und sehe lange nicht mehr alles so eng wie am Anfang meiner *Karriere*
Immer locker bleiben Kiss
Gespeichert

Bis bald
Barbara

Die Stimmen der andern aufmerksam hören,
sie in dir nachklingen lassen, um anschliessend zu handeln.
Nach der deinen.

r.b
suederhof1
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1814


Wir haben die Welt nur von den Kindern geliehen


« Antwort #23 am: 03.01.05, 09:28 »

Hallo

Heute , wenn ich so zurückblicke, bin ich ganz schön blauäugig in dieses Unternehmen" Landwirt heiraten" gegangen.
Die Liebe macht eben kurzsichtig.

Alle hier auf dem Hof haben mir zwar den Weg geebnet, Hilfestellungen gegen und auch heute kann ich mit vielen Problemen  im Stall an SM und SV treten.

Bin selber ein Stadtkind, war nur als Kind auf einem Bauernhof in Bayern.
hab mit der Materie nicht viel zu tun gehabt und mir auch nie Gedanken darüber gemacht.
Dann bin ich so in das Waser geschubst worden, das ich erst mal tiel Luft holen musste.


Heute , nach über 12 Jahren, bin ich soweit, das ich mir nicht alles vorschreiben lasse, das ich auch mal nein sage, wenn ich mal wieder in der "GEMA" sein sollte.Aber das schlechte Gewissen kommt dann doch.
Aber es gibt viele Gründe, warum ich nicht wieder in die LWS heiraten würde. Lips Sealed
Da ist das frühe Aufstehn nur ein kleiner.

Jungen Frauen wird an Anfang viel zugemutet, wenn sie in die LWS einheiraten und wenn sie vorhar gar nichts damit zu tun hatten ist es eigentl ich eine Zumutung.
Hätte ich eine Beamten oder Dachdecker geheiratet, wär ich ja auch nicht in seinem Beruf tätig !!!
Aber bei der LWS ist das wie selbstverständlich.

Leider sehen das sie Männer und die Altenteiler immer anders.
Es ist immer besser einen eigenen Betrieb mit dem Mann aufzubauen, als einen fertigen hineinzuheiraten.
Die Entwicklungschancen sind nicht sehr groß, außer man hat die Kraft sich gegen alle Wiedrigkeiten durchzusetzen.
Leider bleibt dann immer einer auf der Strecker.

LG Barbara


 
Gespeichert
gatterl
Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1327



WWW
« Antwort #24 am: 03.01.05, 09:39 »

Da hast Du wohl recht....
Nicht umsonst scheuen sich Bauerntöchter oft davor, einen Landwirt zu ehelichen- wissen Sie doch, was auf sie zukommen würde....
Andererseits ist´s wohl gut so- sonst würde kein Bauer mehr eine Frau kriegen und keine Bauerntochter, die die Hofnachfolgerin wird, einen Mann.

Manche gehen später in der Bauernarbeit voll auf- ohne es vorher geahnt zu haben und wenn jemand einen Schreiner, Kaufmann etc mit eigenem Betrieb heiratet, steigen die Frauen schon auch oft mit ein, oder?

Obs gut ist oder gut geht ist oft nicht vorhersehbar- egal, ob mit oder Landwirtschaft........
Gespeichert

Bis bald
Barbara

Die Stimmen der andern aufmerksam hören,
sie in dir nachklingen lassen, um anschliessend zu handeln.
Nach der deinen.

r.b
lucia
bayerischer wald
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3211



« Antwort #25 am: 03.01.05, 10:42 »

ich komme aus einem landwirtschaftlichen betrieb und trotzdem hat mich das in keinster weise davon abhalten können bzw. hab ich nie dran gedacht, meinen mann nicht zu heiraten, obwohl er auch landwirt ist.

weiter unten hab ich gelesen, dass ich mit dem mann nicht automatisch seinen beruf mitheirate.... ist das wirklich so?
ich darf den beruf meines mannes doch nicht mit dem eines arbeiters oder angestellten vergleichen, sondern mit einem freiberufler oder selbständigen unternehmer.... und da ist es sehr wohl so, dass auch dort die ganze familie mitziehen muss, weil es ohne oftmals nicht geht.

bei bekannten von uns hat der mann früh angefangen, sich als kfz-mechaniker selbständig zu machen; seine frau erzählt oft, dass ihre kinder (v.a. die ältesten) quasi im büro oder auf dem rücksitz von irgendwelchen fahrzeugen großgeworden sind, wenn sie autos ab-, an- oder ummelden mußte, zu irgendwelchen kunden hinbringen oder ersatzteile holen oder sonstwas.
große teile der büroarbeit wurden nach feierabend gemacht oder an den we oder feiertagen, auch sonst blieb net viel zeit für familie oder hobbys.

das ist doch net unbedingt ein makel der landwirtschaft.
sicher, das immer angehängt sein (aber auch das kann man in den meisten fällen für nen urlaub oder so ändern, wenn man wirklich will) ist oft net so einfach, aber trotzdem überwiegen aus meiner sicht die positiven dinge.
Gespeichert

lieben gruß, lucia
gatterl
Obb.
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1327



WWW
« Antwort #26 am: 03.01.05, 10:54 »

Lucia, das war ja auch nicht *global* gemeint- aber bei uns ist es oft so, dass Bauerndirndln keine Bauern heiraten wollen.
Vielleicht haben Deine Eltern Dir das auch besonders positiv vorgelebt....so oder so:
Du hast natürlich recht- mein Vater hat ein Heizungsbaugeschäft, Dachdeckerei, Installation - jeden Heiligabend saßen wir ohne Männer da, weil in irgendeinem Hotel oder Gaststätte in Klo verstopft war- Notfall
Oder bei strengem Frost waren immer alle im Einsatz, die Frauen im Telefoneinsatz, weil alle möglichen Rohre geplatzt waren, jeden Samstag und Sonntag ging irgendjemandem das Gas aus und wir waren selbstverständlich immer erreichbar-------das hab ich auch in meinem vorherigen Beitrag sagen wollen.
Oder nimm mal Hotel - und Gaststätten, auch da arbeiten oft alle mit, Samstag, Sonntag, Feiertag oder Gärtnereien, die Blumen wollen auch am Wochenende versorgt sein.
Die LIste liese sich ewig fortfürhen- auch dort- gibt es *gebrannte Kinder*, die niemals wieder einen solchen Betrieb haben wollen......
Gespeichert

Bis bald
Barbara

Die Stimmen der andern aufmerksam hören,
sie in dir nachklingen lassen, um anschliessend zu handeln.
Nach der deinen.

r.b
martina
Südniedersachsen
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 11146


Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #27 am: 03.01.05, 11:06 »

Naja, Lucia, sicher: der Landwirt ist selbständig und somit als Freiberufler zu betrachten.

Aber ich habe auch oft wie Barbara gedacht:
Zitat
Hätte ich eine Beamten oder Dachdecker geheiratet, wär ich ja auch nicht in seinem Beruf tätig !!!
Aber bei der LWS ist das wie selbstverständlich.

Zu Zeiten als wir noch verlobt bzw. grad frisch verheiratet waren, da hatte mein Mann den Hof noch nicht übernommen, sondern war angestellt! Und ich bin ganz verwundert gefragt worden: "Wie? Du gehst nicht mit in den Stall???" Nein, ich bin nicht mit in den Stall gegangen, und ich habe mich schon geärgert, weil eben von der Frau des angestellten Elektrikers auch nicht wie selbstverständig verlangt wird, daß sie Strippen ziehen kann!

 Und von der Frau des zukünftigen Elektrik-Fachbetriebes in spe wird das auch nicht verlangt! Zumindest nicht, solange der Vater noch den Betrieb hat! Sicher, wenn sich er Betriebsnachfolger eine Frau sucht, die Branchenvorkenntnisse hat, wird das gern gesehen, aber nicht so vorrausgesetzt, wie in der Landwirtschaft. Ich habe doch auch einen Beruf, ist der nichts mehr wert, nur weil ich einen Landwirt geheiratet habe???

Ich denke schon, daß es einen Unterschied macht, ob jemand einen eingeführten Betrieb übernehmen wird, oder sich eigenständig selbstständig macht. Das da (die vorhandene Frau) mitziehen wird/muß/sollte ist eine Sache der Abstimmung und der Partnerschaft zwischen den Beiden. Aber niemand verlangt, daß der Partner automatisch seinen Beruf aufgibt und voll mit in den Betrieb einsteigen wird. Wenn er es macht, ist ok. Und die meisten werden es wohl auch machen, das ist auch ok.

Aber ich glaube, wir weichen vom Thema ab.

Was mir den Spaß an der Landwirtschaft vermiest?

- Dass uns die Politik immer wieder Knüppel zwischen die Beine wirft
- wir inzwischen einen großen Teil unserer Zeit im Büro verbringen müssen mit Dokumentation hier
- Aufschreiben da
- seitenlange Anträge auf Unterstützung/Einkommensausgleich ausfüllen müssen, die bei gerechten Erzeugerpreisen überflüssig wären,
- immer gläsener werden für die Allgemeinheit, die  beim kleinsten Verstoß gegen den Datenschutz schon aufschreit, der aber für uns in manchen Bereichen nicht zu gelten scheint!
- ein Landwirt bei vielen Kontrolleuren und übergeordneten Stellen schon als potentieller Betrüger angesehen zu werden scheint, sonst gäbs ja nicht unter jeder Dokupflicht den Hinweis auf Bußgelder und Prämienkürzungen


« Letzte Änderung: 03.01.05, 11:11 von martina » Gespeichert

Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
suederhof1
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1814


Wir haben die Welt nur von den Kindern geliehen


« Antwort #28 am: 03.01.05, 12:01 »

Hallo
Lucia, in meinem alten Beruf hab ich auch teilweise Sonn- und Feiertagssgearbeitet, auch nachts.
Das hat mich alles nicht gestört.

Warum ich nicht noch mal Bäuerinn werden möchte ist,
Die Probleme im  Stall und auf dem Hof, werden in die Familien mitgenommen, ob man will oder nicht.
Alle leiden mit der Zeit, wenns mal nicht rund läuft.
Ärger, Nöte ,Verzweiflung werden immer in die Familie getragen. Man kann nicht einfach die Tür hintersich zu machen und die Sorgen bleiben am Arbeitsplatz.

Dazu noch der Druck von außen, vielleicht auch noch Probleme in der Familie selber  und das Elend nimmt seinen lauf.
Das macht einfach kaputt.

LG Barbara





 
Gespeichert
Vöglein
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2657


Ich liebe dieses Forum !


WWW
« Antwort #29 am: 03.01.05, 12:39 »

Die Probleme im  Stall und auf dem Hof, werden in die Familien mitgenommen, ob man will oder nicht.
Alle leiden mit der Zeit, wenns mal nicht rund läuft.
Ärger, Nöte ,Verzweiflung werden immer in die Familie getragen. Man kann nicht einfach die Tür hintersich zu machen und die Sorgen bleiben am Arbeitsplatz.

Dazu noch der Druck von außen, vielleicht auch noch Probleme in der Familie selber  und das Elend nimmt seinen lauf.
Das macht einfach kaputt.

Hallo Barbara,

ich danke dir für diesen Beitrag und möchte gerne meinen Namen darunterschreiben.

Grüße Vöglein, Andrea
Gespeichert

Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !
Seiten: 1 [2] 3 4 5 ... 20 | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben