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Autor Thema: Schnupperlehre  (Gelesen 1362 mal)
Doro
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« am: 29.12.04, 17:54 »

Hallo,
mich würden Eure Ehrfahrungen mit ,,Schnupperlehren" interessieren!

Wird den Jugendlichen was gezeigt oder sind es nur billige Arbeitskräfte?

Das zweite kommt mir bei meiner Tochter so vor, die jetzt als Hauswirtschafterin in einem Altersheim schnuppert. Von bis jetzt 3 Tagen hat sie 2 1/2 nur geputzt! Angry
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Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
ulliS
Oberbayern
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Geschlecht: Weiblich
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« Antwort #1 am: 29.12.04, 18:45 »

Hallo Doro,
es ist halt ganz unterschiedlich.Mein Jüngster wollte eigentlich Schreiner werden, aber er musste die meiste Zeit nur kehren, ihm wars viel zu langweilig.
Das 2. Praktikum wurde dann auch seine Lehrstelle.Dort durfte er auch schon in der Schnupperlehre sehr viel machen.

Einen großen Vorteil hat die Schnupperlehre, daß sie nur 1 Woche dauert.Stell Dir vor Deine Tochter würde dort lernen und müsste die ganze Lehrzeit aushalten.
Ich war auch 1 Jahr in einem Privathaushalt und wurde auch voll ausgenutzt.
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Liebe Grüße von Ulli
Anemarie
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Viele Grüße aus der Hallertau


« Antwort #2 am: 29.12.04, 19:02 »

Hallo Doro,

unser Sohn hat auch seine Lehrstelle nach dem Schnupperpraktikum bekommen. Es hat ihm super gefallen. Dann kam sein zukünfiger Chef (Metzger) noch auf die Idee, er soll in den Weihnachtsferien noch einmal "schnppern", damit er sich auch sicher ist, ob es ihm gefällt. Das gleiche dann nochmal in der Karwoche. Natürlich alles ohne Bezahlung (insgesamt 3 Wochen). Und das Ende vom Lied, kaum hatte Martin seine Lehre begonnen, wurde er nur noch gemobbt, ausgenützt und seelisch fertig gemacht.

Gott sei Dank fanden wir nach 1 Jahr eine andere Lehrstelle, die ihn problemlos ins 2.Lehrjahr übernommen hat.

Deshalb meine Erfahrung: eine Schnupperlehre ist auch oft eine reine Glückssache. Manchmal wird einem der Wunschberuf dermassen vermiest, weil man nur ausgenutzt wird.

Ein Vorteil ist, daß man in etwa sieht, wie so ein Tagesablauf aussieht und man hat größere Chancen auf einen Ausbildungsplatz.


Viele Grüße

Annemarie
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hoch lebe die Arbeit, so hoch, daß keiner rankommt.
Doro
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #3 am: 26.03.06, 12:21 »

Hallo,

letzte Woche hat unser Junior als Maschinenbauer geschnuppert. Es hat ihm schon gefallen, obwohl er dort mit dem ihm anvertrauten Arbeiten eher unterfordert war.
Seine Lehre würde er aber dort nicht machen wollen. Er hatte eine 42 Stundenwoche und hat dafür 20€ bekommen. Sad Ich weiß schon, daß Bezahlung nicht sein muß. Aber im Vergleich zu seinen Kumpels war daß schon sehr wenig.
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Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
Biobauer
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Beiträge: 1140



« Antwort #4 am: 26.03.06, 18:34 »

Hallo,ich seh ne schnupperlehre auch als möglichkeit mal  einen beruf anzugucken ,den man eigentlich nicht machen möchte.unserer geht morgen zb ins büro,obwohl er schreiner werden möcht.geld muss nicht sein ,ich hatte auich scho mal schnuppperer hier,da wäre jeder euro zuviel gewesen für die .
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
heikemarina
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« Antwort #5 am: 31.03.06, 11:18 »

Hallo Doro,
meine Kids haben zur Zeit ein dreiwöchiges Praktikum. Über fegen und Kaffee holen lernen Sie dort aber auch sinnvoll den Beruf kennen.

Meine 14 jährige Tochter ist in der Buchhandlung.
 -Lieferscheine sortieren
- gelieferte Bücher kontrollieren mit Aufkleber versehen
-als Geschenk verpacken
- mit PC Plakat herstellen für Sonderangebote
- Bücherregale sortieren
-Bank Geld wechseln
- Bestellte Bücher mit ausliefern
- heute Einführung in Kasse und Buchbestellung

Mein Sohn ist in einer Maler und Lakier, Trockenausbau Firma
Er durchläuft alle 3 Bereiche bei den Kunden des Betriebes da es bei ihn um eine Lehrstelle geht.

Regibsplatten schleppen aber auch zuschneiden und anschrauben durfte er schon Dämmwolle herrichten usw.
Im Moment befindet er sich im Malerbereich innen und außen.

Er lernt dort wie es wirklich in der Arbeitswelt zugeht.
Frühes Aufstehen ist angesagt, voller Arbeitstag von 8 Std.

Letztes Jahr war er bei Raiffeisen im Baustoffhandel(die Förderschulen haben in der 8. und 9.Klasse ein 3 wöchiges Praktikum) .Regale auf und abbauen. Fliesen umlagern war dort seine Hauptaufgabe.
Sein Eindruck dort von der Arbeitswelt war einfach besser als Schule.

Ich bin Hauswirtschafterin im Altersheim und Reinigung gehört dort zu meinen täglichen Arbeitsablauf, egal ob kalte Küche oder Reinigung. Ich denke mal es wird deiner Tochter durch Reinigung gezeigt welcher Arbeits-Ablauf in den einzelnen Tätigkeiten einzuhalten sind.

Liebe Grüße
Heike
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Jacqueline
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Bäuerin, 44 Jahre alt, Mutter von 5 Kinder


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« Antwort #6 am: 31.03.06, 17:28 »

Bei uns, meiner Firma, gibt es ein Wochenpraktikumsprogramm:

Zum Beispiel eine zukünftige Detailhandelsfachfrau im Genuss- und Nahrungsmittelsektor wird während 5 Tagen an jedem Tag in einem anderen Rayon arbeite;
wie Milchprodukte, Früchte und Gemüse, Brotwaren, Kolonial, ...

Der Schnupperlehrling muss einen ausführlichen Bericht schreiben, was er jeden Tag gemacht hat und wie er sich einschàtzt. Der zukünfte Lehrmeister fühlt auch einen Bericht aus und wenn das ganze Aufnahmeverfahren und alle 4 Etappen potisitve überstanden sind, können die Chance gut um einen Lehrstelle zu erhalten.

Die verschieden Etappen:

1. schriftliche Bewerbung, mit Lebenslauf, Motivationsbrief und Kopien der Schulnoten
2. Einladung zum interen Eignungstest
3. 30 Minuten Aufnahmegespräch
4. Schnupperwoche

Kläre ab, wie seriös die Firma die Schnupperwoche organisiert.
Ich kann auch nicht glauben, dass eine Praktikantin, die nur 1 - 2 Wochen in einem Betrieb arbeitet ausgenütz werden kann, es braucht ja schon 1 - 2 Wochen alles zu erklären, also ausnützen ist ja gar nicht möglich.

Als wenn ich bei den Kanditaten das Gefühl haben, die haben auf dem Betrieb keine Chance die Lehrstelle zu erhalten, schicke ich die gar nicht hin, weil ich weiss das die schon soviel Arbeit haben und ein Praktikant ihnen noch mehr Arbeit gibt als bringt.

Ein Schnupperwoche sollte einen Einblick in die Berufsrealität geben und dem Jugendlichen die Möglichkiet gebe, die offene Lehrstelle zu erhalten, also will ein Arbeitsgeber auch sehen, ob er eine gewisse Leistung bringt oder nicht und vorallem ob die Motivation für den Berug vorhanden ist.

 Eine Lehre ist eine Lehrzeit, doch auch er ist in einer Arbeitswelt und eine gewisse Leistung muss vorhanden sein.

Vielleicht wollten die im Altersheim, deine Tochter teste, den zur Arbeit einer Hauswirtscahfterin gehört hat Putzen dazu. Hatte die während den anderen Tagen des Praktikums andere Arbeiten errichten können ?
« Letzte Änderung: 31.03.06, 17:34 von Jacqueline » Gespeichert

Jacqueline "Wenn wir uns von unseren Träumen leiten lassen,
wird der Erfolg all unsere Erwartungen übertreffen..."
Henry David Thoreau
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