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Autor Thema: Nebenerwerb - Zukunft oder Auslaufmodell?  (Gelesen 5285 mal)
Corina
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« Antwort #15 am: 27.01.07, 21:30 »

Hallo!
Anna, deine Worte sind hart. Sorry, das ich das hier so sage.
Wenn die Flächen nur mehr von ein paar Vollerwerbslandwirten bewirtschaftet würden, dann würden (zumindest hier bei uns) viele Hangflächen oder andere schwerer zu bewirtschaftende Flächen brachliegen, verwildern und zuwachsen.
Und ob das das Landschaftsbild verschönern würde bezweifle ich. Klar eine "Fleischfabrik" oder "Milchfabrik" ist vielleicht rentabler als ein paar Kleinbauern, aber mir sind ehrlich gesagt, die Bauern lieber, die ihre Tiere noch kennen und nicht nur den Computerbildschirm.
Für die meisten Nebenerwerbsbauern ist die Landwirtschaft mehr als ein Hobby und durch die Arbeit "außer Hof" können sie sich Investitionen leisten, die sonst nicht möglich wären.
Beim Ackerbau im Flachland ist die Sache vielleicht anders, das kann ich nicht beurteilen. Aber hier im Gebirge ist der Nebenerwerb eine Chance für die Betriebe, die auch gut genutzt wird. Bei uns in Österreich gibt es auch einige land-und forstwirtschaftliche Tätigkeiten (bis zu einer gewissen Einkommensgrenze) die bei pauschalierten Betrieben für die Steuer nicht angerechnet werden, z. B. Klauenpflege, Besamungstechnik, Privatzimmervermietung bis zu 10 Betten, Kulturpflege im ländlichen Raum, ...
Und ich kenne auch Betriebe, die mit ein "paar Ziegen", guten Kenntnissen der Käserei und Direktvermarktung mehr aus ihrem Betrieb machen, als andere mit 100 Stück Milchvieh.
Sorry, so Pauschalurteile stinken mir einfach gewaltig und ich finde, daß jeder der mit und von der Landwirtschaft lebt, seinen eigenen Weg finden muß.
LG
Corina
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passivM
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« Antwort #16 am: 27.01.07, 23:48 »

Corina,

wenn ich mir unsere beiden Beiträge so durchlese, stelle ich fest, sooooo uneinig sind wir uns doch gar nicht - mit der Ausnahme: Ich komme aus keiner gebrigigen Gegend, sondern aus dem (flachen) Ballungsgebiet Rhein-Main. Da reißen sich die Bauern um jeden Hektar. Das kannst du mir ruhig glauben.

...und wenn ich "ein paar Ziegen" schreibe, dann meine ich auch ein paar Ziegen und keine 80 oder 100.

Dass dir Pauschalurteile stinken, das glaube ich dir gerne, und deswegen lies doch mal genau, was ich geschrieben habe. So undifferenziert ist das nämlich gar nicht.

Und du musst nicht "sorry" schreiben, wenn du anderer Meinung bist, als ich.  Wink Aber davon mal ganz abgesehen, kommst du aus einer ganz anderen Region als ich. Es ist ja durchaus möglich, dass die Situation da anders ist, als bei uns.

Da fällt mir noch was ein, wenn ich dich so lese: Vielleicht sollte man auch zwischen Nebenerwerb wo das Haupteinkommen aus außerlandwirtschaftlicher Arbeit kommt, und Zuerwerb unterscheiden, bei dem ein Bauer sich zur LW noch ein bisschen dazu verdient. Kann es sein, dass du so etwas meinst? ...also ein bisschen zur LW dazu verdienen, aber das Haupteinkommen stammt aus der LW?

liebe Grüße
Anna
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
irma
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Gut daß ich Euch gefunden habe


« Antwort #17 am: 28.01.07, 09:31 »

Hallo Anna,

am meisten hat mich dein Satz geärgert, daß wir Nebenerwerbler die größten Töne spucken...........
 eins möchte ich noch feststellen , die Zeit ist wahnsinnig schnellebig, wer hätte vor 40 Jahren in unserer Region geglaubt, daß man mit
20 ha in Arbeit gehen muß. Nun geht es den sogenannten Vollerwerbsbetrieben ähnlich, ein paar große Biogasbetriebe im Umkreis und vorbei ist es mit zupachten und Betrieb erweitern. Wie heißt es so Stillstand ist Rückschritt.
Ich halte mich da zurück mit solchen Prognosen , daß wir so keine Zukunft haben, wir Nebenerwerbler.
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Liebe Grüße
von Irma aus Niederbayern
Luetten
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« Antwort #18 am: 28.01.07, 10:24 »

Anna ich sehe es auch so wie du, allerdings übt jemand der Ammenkühe, ein paar Hühner, katz und hund ein Hobby aus und keine Lw.
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #19 am: 28.01.07, 10:36 »

Hallo Petra,
das wird je nach Gegend verschieden sein.
In unserem Gebiet wird sich das das Verhältnis der Vollerwerbsbetriebe stark zu den Nebenerwerbsbetrieben verändern.
Es gibt sehr viele gewerbliche Arbeitsplätze und landw. Jugend ist sehr begehrt als Azubi oder Arbeitnehmer.
Je nach Interesse wird der Betrieb danach ausgerichtet.
Wir bekommen die grösste Biomasseanlage der Welt in unsere Gemeinde,
haben ein dichtes Netz an Biogasanlagen, wenn die alle Substrat brauchen, dann hat bei uns in der Gegend die Kuh sowieso nicht viel Zukunft.
Denn es ist geplant, die Einspeisungsvergütung zu erhöhen, wenn Gras beigegeben wird, dazu werden für die grossen Baumaßnahmen von Industrie und baulicher Entwicklung der Gemeinde massenhaft Ausgleichsflächen gebraucht.
Auch wenn die Quote wegfallen wird, das kanppste Gut bestimmt immer den Preis und das wird Fläche und Energie sein.
Ich kann mir vorstellen, dass der Run auf die Flächen die Überlegung für die Kühe in den Hintergrund treiben wird.
Wir hatten einen Vortrag über die Zuchtstrategien für die Milchviehhaltung, der Referent war bei einem Vortrag vom ehem. Agrarkommisar Fischler, angeblich sei das Allgäu am ersten kuhleer.
Meine Befürchtung ist, dass der Druck auf die Flächen noch zu einer weiteren Belastung der Böden beitragen wird,
viele Nebenerwerbsbetriebe haben bei uns sehr viel für Landwirtschaft und Landschaft getan.
Wie sich die Landwirtschaft der Zukunft verändern wird, das weiß keiner, Zukunftsprognosen sind immer ein bisschen Kaffesatzlesen,
aber ich kann aus der Rückschau auch sagen, dass sich schon sehr viele FAchleute sehr geirrt haben.
Nebenerwerb hat Zukunft, da bin ich überzeugt,
die Österreicher haben das schon gut gelöst, dort kann ein junger Bauer in 4 Jahren 2 Berufe lernen.
Herzliche Grüsse
maria
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Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #20 am: 28.01.07, 10:45 »

Hallo,

meine Sorge ist, dass der Strukturwandel mit von den bürokratischen Auflagen geprägt sein wird und nicht mehr nur allein vom Preis/Kosten der Region.

Kann/könnte man davon ausgehen, dass für den Büroaufwand in bestimmten Betriebsgrößen der Arbeitszeitfaktor gleich ist - egal wieviel Einkommen damit erwirschftet wird? (Anträge sind gleich für HE oder NE) und/oder die Produkthaftung zunehmen wird (Absicherungsdokumentation), so kann ich mir vorstellen, dass dies für NE-Betriebe, die das ganze abends/in ihrer Freizeit tun müssen zu einem wichtigen Entscheidungsfaktor pro oder kontra LW wird.

Bisher ist ja das neue Futtermittelrecht bzgl. HACCP noch nicht umgesetzt - obwohl schon rechtlich gültig und ich mag schon gar nicht mehr in den Weißbüchern lesen, was die noch so alles in den nächsten 10 Jahren vorhaben. Das ist wie in der Direktvermarktung - dort sind die Auflagen schon so groß (insbesondere Fleisch/Hofladen) - entweder ganz oder gar nicht.

Wenn DAS erstmal konsequent von den Landwirten einfordert wird, was bis 2010 gültig/schon beschlossen, wird das eben sowieso noch einen "Rutsch" geben beispielsweise die geforderte Salmonellenfreiheit in Geflügelbetrieben.

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
kiwi-fruit
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Ich bin klein?Blumen sind auch kleiner als Unkraut


« Antwort #21 am: 28.01.07, 10:58 »

Ein Lehrer von uns in der Berufsschule hat mal gemeint,dass es 2 Möglichkeiten gibt-entweder du lebst von der Landwirtschaft und arbeitest nebenher für Dich,oder aber Du arbeitest nebenher um deine Landwirtschaft zu finanzieren.Er meinte es ist egal welche Möglichkeit man wählt-vorausgesetzt Du bist Dir bewusst,dass es so ist und dass es stimmt für Dich...

Sonja
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Es kommt nicht darauf an,dem Leben mehr Jahre zu geben,sondern den Jahren mehr Leben!!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #22 am: 28.01.07, 11:08 »

Hallo Mirjam,
diese Sorge kann ich nicht ganz teilen,
denn es kommt das meiste sowieso in die Biomasse, Lebensmittel kommen dann halt aus dem Ausland. Grin,
Beim Bioboom der Lebensmittel läuft es doch jetzt schon darauf hinaus.
Und für die Biomasse braucht es keine Kontrolle, das ganze aufgebaute Kontrollwesen ist dann hinfällig.
So gesehen - wo werden die Arbeitsplätze für diese Sparte entstehen?
bridda, ich kenne viele Nebenerwerbsbetriebe, warum sollen die eine grössere Leidensfähigkeit haben. Sie haben Spass an der Arbeit, einen gut organiserten Betrieb und können Freizeit, Hobby und etwas dabei verdienen.
Jeder Betrieb, der erhalten bleibt- ist ein Gewinn für unsere Landschaft, Gesellschaft und Landwirtschaft.
Herzl. Grüsse
maria
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Mirjam
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« Antwort #23 am: 28.01.07, 15:58 »

Hallo Mary,

vielleicht bin ich jetzt nicht auf dem Laufenden, aber ich dachte es zichhunderte Auflagen für Biomasse-Verwertungsauflagen incl. EU-VO und die ganze CC-Geschichte bzgl. Humusbildung, Düngung & Pflanzenschutzdokumentation gibt?

Das Weißbuch der EU schreibt ganz deutlich das HACCP auf die gesamte Basisproduktion auszudehnen, mal kucken ob sie hier Biomasse/Pflanzenbau ausläßt.

Gruß Mirjam



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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
brit
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« Antwort #24 am: 28.01.07, 19:39 »

schreib jetzt auch aus den bergen Smiley
also hier fordert die politik nachgerade nebenerwerb,
resp. zuerwerb.
ich glaub es gibt ein graben zwischen berg und tal, zumindest bei uns nimmt  die produktion im berg ab...und konzentriert sich im tal, im berg entsteht eine art heimatschutz, oder könnte man auch sagen : eine art angestellte für landschaftspflege.. die dann noch nen zuerwerb suchen dürfen. laut politik.
welcher verband vertritt so die interessen seiner mitglieder?? *witzig

ehrlich gesagt seh ich dass problem in der politik !!
zum beispiel wird der *reelle* preis *geopfert* um strukturwandel zu betreiben . also man denkt, mit der senkung der produkteerlöse gäbs druck auf die kleinern,und somit ne vegrösserung der betriebe..das heisst man tut wenig um  preise zu halten oder zu erhöhen!!! das ärgert mich gewaltig..welcher berufsverband nimmt ek-einbussen seiner mitglieder einfach in kauf ?? das ist nur in der lw möglich, find ich stossend..*ein bauernopfer* (Nur oha.tatsächlich nimmts dann jedoch eher die *falschen* betriebe, nämlich oft die stärker verschuldeten,  etc.. )

und ich teile die einschätzung,  betriebe mit nebenerwerb sind oftmals sehr zäh! ob das ne daseinsberechtigung hat??  ja sicher , wieso nicht ? Grin
 solange   luft zum investieren da ist, gehts.   es ist aber die rede, dass immer mehr betriebe eigenkapitalverzehr aufweisen..dass ist natürlich alarmstufe .

was ich auch ein faktor find..viele betriebe können sich das aussteigen gar nicht leisten!? ..was da steuermässig abläuft, am schluss reichts nicht mal für die sicherung der *meist vernachlässigten* altersvorsorge , das ist ein echtes problem!!


« Letzte Änderung: 28.01.07, 19:59 von brit » Gespeichert
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« Antwort #25 am: 28.01.07, 20:44 »


was ich auch ein faktor find..viele betriebe können sich das aussteigen gar nicht leisten!? ..was da steuermässig abläuft, am schluss reichts nicht mal für die sicherung der *meist vernachlässigten* altersvorsorge , das ist ein echtes problem!!


Achja, noch so ein Thema  Undecided  Das wäre fast eine eigene Box wert. Es gibt aber auch Leute  - ich kenne sie aus eigenem Umfeld, die bauten vor etwa 20 Jahren ein super Mietshaus auf einen Acker der Bauland geworden war. Wegen der Steuer hat man den Bauplatz damals nicht aus dem Betrieb rausgenommen, BEVOR darauf gebaut wurde.  Roll Eyes Heute wollen sie das Haus am liebsten der Tochter geben (ist nicht die Hofübernehmerin). ...Ihr könnt euch ja vorstellen, was da jetzt los ist... steuerlich. ..Das war damals wohl so etwas, das man "einen Schildbürgerstreich" nennt...  Ich finde das allerdings alles andere als lustig.  Es ist doch alles aus versteuertem Einkommen gebaut worden.

lieben Gruß
Anna
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brit
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« Antwort #26 am: 29.01.07, 07:52 »

und die die mit irgendwelchen beihilfen /subventionen gebaut haben, können oft auch nicht einfach aussteigen. oder?

zudem: nen nebenjob ist leichter zu finden, als ein sicherer 100%-job(vor allem wenn man örtlich gebunden ist).. in dem sinn ist nebenerwerb zukunft!! Smiley
« Letzte Änderung: 29.01.07, 07:53 von brit » Gespeichert
Mirjam
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« Antwort #27 am: 29.01.07, 08:05 »

Hallo,

eine Frage - bitte nicht negativ gemeint aufassen, eher interessiert:

Die Netto-Investitionen die mit Förderung u.a. (Tierhaltung? Modernisierung?) getätigt worden sind - investieren Betriebe die bereits im Nebenerwerb sind in größere Stallprojekte wie Boxenlaufställe oder neue Mastställe?

Ich stehe immer noch auf der Information, dass seit den 80ern die Netto-Investition in Deutschland negativ ist, d.h. dass zwar Investitionen getätigt werden - aber nur Re-Investitionen (Werterhalt vs Abschreibung, Reparatur) und keine Neu-Investition, d.h. dass wir seit dem von einer tw. abgeschriebenen Substanz leben.

Das mag ich jetzt nicht pauschal sagen, dass dies nur NE-Betriebe machen, aber im Schweinebereich ist es m.E. schon so - dass der Stall eben hergerichtet usw. wird - aber keine große Neuinvestition a la Abruffütterung, Gruppen-Wartesauenhaltung getätigt wird und hier eher ein "Fristenhobbing" betrieben wird: Solange es eben erlaubt ist - wird das bisherige Stallsystem genützt oder tw. umgerüstet.

Es gibt ja auch regionale Unterschiede zum NE-HE-Anteil und einen Ostdeutschland-Teil der wohl gegen Null tendiert (wie sollen die auf NE umstellen Huh), ich denke da an einen Nord-Süd-Anstieg, oder liege ich das falsch?

Gruß Mirjam
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fanni
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« Antwort #28 am: 29.01.07, 19:15 »

Ich möchte auch noch was zu dem Satz unserer Agrarkommisarin Frau Fischer B. sagen.

Für mich ist ein Bauernhof vor allem dazu da, ein Einkommen zu erwirtschaften, das für Hof und Familie aussreicht. Es kann nicht angehen, das ein Nebenerwerb sein muss um die Familie durchzubringen und Investitionen zu tätigen. Aber genauso hab ich den Satz verstanden.! Also ich seh meine Arbeit nicht als unbezahltes Hobby für die gesellschaft, damit sich die, weil die Lebensmittel so billig sind alles andere noch leisten können/wollen/müssen.

Nebenerwerb und Nebenerwerb, da gibt es genausoviele Modelle, wie bei den Vollerwerblern. Passen muss es halt für den einzelnen und er muss sich raussehen mit der Arbeit und dem Geld.

Wir haben den Einstieg in den Nebenerwerb ein bisschen verpasst (Pflege vom Schwiegervater und Kinderphase nahmen uns sehr in Anspruch) jetzt sind wir (42 und mein Mann 49) am Suchen. Langsfristig ist es aber ein Ausstieg aus der LW - das ist uns auch klar.

Fanni
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Herzliche Grüße von Fanni
Sasa
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« Antwort #29 am: 30.01.07, 08:18 »

Also, ich hab gestern im Fernsehen einen Beitrag gesehen, da ging es um eine  Friseursalon-Kette, da werden die Tariflöhne auf den Umsatz umgerechnet, d.h. die Friseure arbeiten sozusagen im Akkord. Das fanden alle skandalös, denn sollte eine Friseurin mal das Pech haben, lauter Kleinkunden ( ein Kinderhaarschnitt, einmal Spitzen schneiden usw.) zu erwischen, kam sie auf einen Stundenlohn von ca. 2,--€.  O-Ton war, es sei niemanden zu zumuten, sich noch einen Nebenjob suchen zu müssen, um sich den erlernten Beruf leisten zu können, schließlich würden die Friseure im Schnitt über 40 Std. pro Woche arbeiten...

Ist das nicht genau das, was die gute Argrarkomissarin verlangt?? Und warum wird dann mit zweierlei Maß gemessen??
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