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Autor Thema: Wenn Männer einheiraten.....  (Gelesen 2498 mal)
reserl
Niederbayern
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7016



« am: 10.03.02, 16:50 »

Hallo!

Meine Eltern bewirtschaften einen Milchviehbetrieb, den meine Schwester einmal übernehmen soll.
Für Männer ist es genauso wie für Frauen auch nicht einfach in einen Betrieb einzuheiraten.

Wer von Euch hat damit Erfahrungen?
Wie einfach war es, einen "passenden" Partner zu finden, der eine solche Entscheidung mitträgt?
Wie war die Akzeptanz der Eltern zum künftigen Schwiegersohn?
Welche Probleme gibt und gab es?

« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Regine
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 68

VIVE LA RESISTANCE


« Antwort #1 am: 14.03.02, 09:07 »

Also wie ein Mann sich so genau fühlt, wenn er einheiratet kann ich dir nicht sagen, da muss ich meinen Süßen mal genauer befragen Wink

Kennengelernt haben wir uns übrigens bei einem Tanzkurs der Jungbauern, den ich damalsl organisiert hatte..eigentlich ohne irgendwelche Absichten mich betreffend Kiss

Alles weiter später,hier ist gerade das Chaos am losbrechen
Roll Eyes
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

MUHH!!
Regine
Gerhild
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Beiträge: 31

Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #2 am: 14.03.02, 22:47 »

Ja reserl, wenn männer einheiraten ist das mit sicherheit nicht einfacher wie bei den frauen. Wir sind jetzt 23 jahre verheiratet und mein mann hat auch eingeheiratet und behauptet er käme mal in den himmel da er die hölle auf erden schon gehabt hätte. Bei uns hat es immer viel reibereien gegeben, mein vater hatte große probleme den schwiegersohn zu akzeptieren, mittlerweile stehen wir über den dingen. obwohl es immer wieder kleinigkeiten gibt wo man sich höllisch drüber aufregt. wir haben leider auch keinen getrennten haushalt, finde ich aber in der heutigen zeit unbedingt wichtig.  Kennengelernt haben mein mann und ich uns nach dem landjugendtreffen von 0 bis 4 uhr nachts, war eine turbulente zeit, ich war damals 1. vorsitzende der hiesigen landjugend, lang, lang ists her.
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert
Ingrid
Gast
« Antwort #3 am: 14.03.02, 23:16 »

Hallo Reserl
Auch mein Mann hat bei mir eingeheiratet. Wir sind jetzt 16 Jahre verheiratet. Das Kennenlernen ging ganz einfach er kam als Betriebshelfer zu uns.Wo lernt man sich schneller und besser kennen als bei der gemeinsamen Arbeit!! Bei uns traf der Spruch zu: Heiraten und Schlittenfahren muß schnell gehen, 8 Monate später waren wir verheiratet( wir mussten nicht).
Mein Mann fühlt sich bis heute noch immer nicht als Einheimischer , akzeptiert wurde er sofort aber  ihm fehlen seine Freunde und sein gewohntes Umfeld.




« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert
golfmax 1
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 29


Bäuerin- was braucht man mehr, SMILE


« Antwort #4 am: 21.06.03, 12:34 »

Wo sind diese die Eigeheirat haben? Es  sind dürften doch mehr sein oder die das gemacht  haben?
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Gertraud
Gast
« Antwort #5 am: 22.06.03, 16:26 »

Hallo!
Mein Mann hat auch bei mir eingeheiratet. Er hat aber
auch einen eigenen Hof.
Da mein Vater damals schon gestorben war und meine
Mutter (damals) froh war, dass wieder ein Mann auf den
Hof kommt ist es eigentlich ganz gut gegangen.
Kennengelernt haben wir uns über Bekannte.
Da meine Mutter zu meinem Mann keine negativen Sachen (oder Dinge die ihr nicht gefallen) sagt, sondern
sie es nur mir mitteilt, kommen sie sehr gut aus.
Wir kennen uns jetzt 14 Jahre und sind seit 13 Jahren
verheiratet.
Wir haben unsern Betrieb start verändert, da mein Be-
trieb vorher hauptsächlich Ackerbau mit etwas Mastkühen und einer kleinen Schweinezucht und- mast
war.
Mein Mann hatte Milchwirtschaft. Die Kühe stehen jetzt
bei mir im Stall. Einen Teil der Flächen haben wir ver-
pachtet.
LG Gerdi
PS. Am Anfang unserer Ehe hatten wir sehr viel Kompetenzschwierigkeiten und sehr große Auseinander-
setzungen. Alles nur betrieblicher Natur und zwischen
meinem Göga und mir.
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golfmax 1
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 29


Bäuerin- was braucht man mehr, SMILE


« Antwort #6 am: 23.07.03, 14:31 »

Hey Leute
"Wenn Männer einheiraten" zeigt doch das "trotz "das eine Tochter als Hofmachfolger der Hof weiter geht(das es an den Nachkommen liegt und nicht an dem Geschlecht) obs mit dem Hof weitergeht. Da es viele Männer gibt die gerne in ein Hof einheiraten und anpacken wollen, sollte man froh sein das die Geburt gut verlauft und nicht das es ist m oder w.

Es ist doch verständlich das die Eltern der Braut schauen
wer da Bauer wird, erstens gehts um die Tochter,die Existens, für das man dsa ganze Leben gearbeitet hat und die Absicherungs für das Leben in der Rente(Lebensabend). Die auch später selber haben wollt und Ihr würdet ja auch so handeln und hoffen das weiterläuft "der Laden".




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hejo
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 67


Wieder ein neuer Tag.


« Antwort #7 am: 23.07.03, 22:10 »

Naja,das ist ein verdammt heikles Thema .
Ich bin auch EINGEHEIRATET.Nach 2 Monaten der 1. Riesenkrach(Kompetenzgerangel).
Nachdem mein Bruder zu Hause den Betrieb nicht weiterführte,habe ich diesen dann wieder mitübernommen-4 Jahre später-.Wir haben dann dort neugebaut-Endlich wieder zu Hause Wink- 50 Meter neben meinen Eltern.Vielleicht später mal mehr dazu.

Nach 20 Jahren Ehe kann ich nur jeden dazu raten:
Jede Generation für sich-bitte nicht unter einem Dach-,
Klare Absprachen über die Betriebsleitung,am besten
schriftlich-Vertrag kann in der Schublade bleiben,nur für Notfälle-.

Eure Fälle-Schwiegermutter,Schwiegertochter - haben
mich als erstes interessiert im Forum.
Ich kann fast jeden Fall sehr gut nachvollziehen.

Eines habe ich gelernt:Die alte Generation kann man-frau- NICHT ändern.
Darum heute mein Wahlspruch :
immer positiv denken.

bis bald

hejo
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Bis bald

hejo
Mathilde
Gast
« Antwort #8 am: 20.08.03, 08:57 »

Hallo,
der Bruder meines Mannes hat auch eingeheiratet.
Kann dazu nur sagen dass wir beide uns sehr gut verstehen  Cheesy. denn wir haben eine gemeinsame Basis und jeder so seinen Stand  Wink.
Da zumindest mein Mann und ich hoffentlich auch einmal das "Problem" des Einheiratens haben werden, sollte ich mich vielleicht heute schon  Lips Sealed  Cool darin üben.
LG
Mathilde
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regi
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 743

Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!


« Antwort #9 am: 20.08.03, 13:34 »

Hallo Annette

Ich wünsche dir alles Gute für dein Pachtjahr - und drücke dir die Daumen, dass es klappt mit dem Pachtvertrag!!!

Lass dich nicht mehr unterkriegen - du bist wirklich am längeren Hebel!! Wenn es gar nicht gehen sollte, gibt es für dich auch noch andere Möglichkeiten, welche hoffentlich nicht ausgeschöpft werden müssen. Aber nur schon das Wissen im Hinterkopf, dass es anderes gibt, soll dir Kraft geben!!
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Tschüss zäme
regi
Gertraud
Gast
« Antwort #10 am: 20.08.03, 14:28 »

Hallo Annette!
Schon das für Dich jetzt wieder ein Streifen am
Horizont ist.
Lass Dich nicht unterkriegen.
LG Gerdi
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Beate Mahr
Untermain Ebene
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4167


Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #11 am: 20.08.03, 16:02 »

Hallo Annette

hört sich doch gut an  Cheesy
wenn ich da so an deine Postings vom Anfang deiner BT Zeit denke ...

Hut ab ... mach so weiter ...

Liebe Grüße
Beate

PS: ich hab übrigens in die Wünsche meiner Eltern ( Hofübergabe ) eingewilligt  Sad Sad Sad
und es ist genau so gekommen wie ich es meinen Eltern vorhergesagt hatte  :\'( :\'( :\'(
sogar noch einen Tick heftiger als ich gedacht hatte  Angry Undecided

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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
maggie
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Beiträge: 2551

Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #12 am: 20.08.03, 18:29 »

liebe annette,
es freut mich, von dir wieder mal was zu hören ...

und erst noch ansätze zum positiven....


ich drück dir weiterhin die daumen  - und hoffentlich bist du in einem jahr, dort wo du schon lange sein solltest...
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
PeacefulHeidi
Weser-Ems
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 981


Den Morgen nicht vor den Abend loben!


« Antwort #13 am: 21.08.03, 11:34 »

Moin Elke,

also *tiefLufthol* deine Fragen sind garnicht sooo einfach zu beantworten! Ich glaube mein Mann und ich sind sowieso ein Sonderfall. Wink Ich erzähl mal unsere Lebensgeschichte.

Ich bin diejenige die mittlerweile Hofnachfolgerin ist. Zu Beginn unserer Ehe war das aber in keinster Weise geplant! Hat sich so im Laufe der Jahre ergeben.

Mein Mann kommt helfender Weise auf unseren Hof schon seit er 14 ist. Seine Eltern meine Eltern haben mal gemeinsam gekegelt. Also kennen wir uns schon eine halbe Ewigkeit und irgendwann war er nicht mehr der große Junge der immer auf dem Hof kam und half, sondern meine große Liebe!

Den Hof übernehmen daran hab ich in früher Jugend mal gedacht, aber wie so oft die Eltern reden einem den Beruf den man möchte lieber aus. So auch meine, weil Mithilfe auf dem Betrieb in dem Maße bei uns nie nötig war. Waren ja immer genug Nachbarsjungs da die mithalfen. Also sah auch keiner mein Interesse an den Tieren. Die Maschinen waren nie mein Ding!

Naja irgendwann haben wir dann geheiratet. Zogen fort vom Hof, aber mein Mann konnte seine jahrelange Mithilfe auf dem Betrieb nicht lassen. Bei meinem Vater war/ist die Hemmschwelle mittlerweile ganz weg einen "fremden" Jungen (ist ja mittlerweile Schwiegersohn) um Hilfe zu bitten. Nein für ihn war/ist es selbstverständlich das der Schwiegersohn mithilft!

So stehen wir also jetzt da. Bauen uns endlich eine Wohnung auf dem Hof. Mein Vater hat das Sagen (meint er  Grin) und irgendwann wenn er einmal in Rente geht, werden wir bzw. hoffentlich einer unserer Kinder den Hof übernehmen. Warum das jetzt noch nicht geht gehört nicht in diese Box und auch nicht in die Öffentlichkeit! Erzähl ich dir Elke aber gern einmal gesondert auf einem Treffen. Wink

Wir haben uns mit der jetzigen Situation auf dem Hof arrangiert und es funktioniert irgendwie. Natürlich nicht ohne das die Männer öfter mal aneinanderrasseln. Doch das "Sagen" behält vorerst mein Vater und würde er von heute auf morgen ausfallen bzw. übergeben könnten wir ohne Probleme weitermachen. Wir kennen ja den Betrieb.

Natürlich würden wir gern eine Menge verändern und anders machen. Doch ich denke das werden wir mit der Zeit auch noch hinkriegen.

Ans übergeben ist von Seiten meines Vaters auch noch nicht zu denken. Er ist ja erst 51 und mein Mann zwar schon 37. Dafür aber unsere Kinder bereits 13, 9 und 3. Fangt mal an zu rechnen, was sinnvoller ist. Zumal mein Mann ja noch einer "normalen" Arbeit nachgeht.
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Herzliche Grüße

Heidi
PeacefulHeidi
Weser-Ems
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 981


Den Morgen nicht vor den Abend loben!


« Antwort #14 am: 21.08.03, 13:57 »


Dann sehe ich auch bei vielen, dass sie zwar auf dem Betrieb längst mitarbeiten, aber keinerlei Rechte haben, da es noch zu keiner Hofübergabe kam. Das stelle ich mir sehr schwierig vor....
Sicher weiß ich nur, dass wir zwei getrennte Haushalte wollen und zwar vom ersten Tag an!


Hallo Elke,

genau DAS ist der Punkt! Das die Mithilfe schon da ist und die viele Arbeit erledigt werden muss. Nur ohne jegliche rechtliche Verpflichtung bzw. Absicherung. Im Falle eines Falles kann sogar die ganze bisherige Arbeit umsonst gewesen sein!

Das ist auch bei uns ein Punkt der noch irgendwie geklärt werden muss. Mal in einer ruhigen Stunde. Wink

Das mit den getrennten (aber wirklich getrennt wie Mietwohnungen auch) Wohnungen finde ich heute sehr sehr wichtig! Kriegen wir auch. Keinerlei Verbindung und vollständig für sich! Nicht einzuhören, nicht einzusehen!  Cool
« Letzte Änderung: 21.08.03, 13:59 von PeacefulHeidi » Gespeichert

Herzliche Grüße

Heidi
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