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Autor Thema: Integration der Frau am Hof?  (Gelesen 2158 mal)
Mirjam
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« am: 11.11.04, 12:24 »

Hallo

Früher war es so - eine Frau die einen Bauern heiratet wird automatisch Bäuerin (und Mutter  Wink ) und übernimmt selbstverständlich ihren Platz am Hof (in welcher Hierarchieebene auch immer) - in jedem Fall ist die Integration keine Frage oder keine Entscheidung gewesen.

An der Eurotier sprach ich mit einem Jungunternehmer über Familie (da kommt man halt irgendwann drauf, weil betriebliche Entwicklung immer was mit der Familie zu tun hat).

Er hat - wie heute weit verbreitet - seine Frau aus dem Hof "herausgehalten", neben der Buchführung ist sie berufstätig. Das hat ja viele Gründe:

Vom Geld angefangen
über die bewußte Trennung von E/SE und der jungen Frau
bis zu dem eigenltlichne Wunsch der Frau ausser dem Hof in dem eigenen  Bereich tätig zu werden.

Nun da sein Vater sich ebenfalls (wie schon die Mutter vor Jahrzehnten) aus dem Betrieb zurückzieht - ist er "betriebseinsam" geworden.

Nicht dass es ihm an AK trotz der paar hundert Sauen mangelt, aber ihm fehlt die Absprache bei den vielen kleinen Entscheidungen täglich, die er allein treffen muss.
Das über fachlichen-speziellen Dinge reden in seinem Stall - in die die Frau nie eingearbeitet wurde (Genetik, Fütterung..)
Das Reflektieren von Vor- und Nachteilen, Erfolgen und Mißerfolgen.

Aus diesem Grund - nicht finanziell usw. begrenzt - möchte er nicht mehr wachsen.

Auf der Heimfahrt haben mein Mann und ich darüber gesprochen und er ist diesbezüglich doch recht froh, dass ich fachlich seine Sorgen verstehe, mit ihm drüber reden und auch nach Lösungen suchen kann.

Bei dem "Berufe-kucken" im BT habe ich festgestellt, das ~  80 % der Frauen nicht-LW Berufe haben.

Wie geht es euch dabei?

Zu wieviel % seit ihr am Acker oder im Stall in die betrieblichen Entscheidungen integriert?

Hat sich euer Partner bemüht, euch zu integrieren?

In wie fern oder warum / in welchen Maß haltet ihr es mit der Aufgabenteilung um einfach der vielen Dinge am Hof "Herr" zu werden?

Würdert ihr gern in bestimmten Bereichen mehr integriert / eingearbeitet sein, einfach wissen was läuft, gefragt werden?


viele Grüsse

Mirjam
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Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #1 am: 11.11.04, 12:48 »

Hallo Mirjam

ich schreib dir heute Abend oder morgen Früh was dazu ...
hab jetzt gleich Arbeitssitzung hier bei uns  Angry
sollte eigentlich schon mal Kaffee kochen  Roll Eyes
GöGa hat sich verzogen ....mit den Worten ...  Du machst das schon ...
Soviel zum ~~ einbinden ~~  in den Betrieb

Manchmal wünsche ich mir
er würde sich von mir ~~ mehr einbinden lassen ~~  Undecided

Bis später

Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Susanna
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« Antwort #2 am: 11.11.04, 13:31 »

Hallo Mirjam,

dazu MUSS ich antworten, weil ich ja berufstätig bin und gleichzeitig aber auch am Hof mitarbeite.

Erst einmal - wichtige Entscheidungen werden bei uns immer gemeinsam besprochen, ich fände es sehr schade, wenn es anders wäre. Nicht nur das - auch kleinere Dinge beprechen wir. Wenn ich tagsüber nicht da bin, dann telefonieren wir oder sprechen abends oder wenn ich da bin darüber. Mit viel gutem Willen funktioniert das sehr gut. Die räumliche Trennung ist nicht weiter tragisch.

Eingebunden bin ich wohl, alleine schon durch die Buchführung, die Finanzen, das Büro. Einzig an meiner Anwesenheit zum ARBEITEN mangelt es natürlich. Aber unser Sohn ist im 2. Lehrjahr. Wenn er da ist, ist es kein Thema, dann "kontrolliere" ich nur, was die Männer so tun  Wink Ist aber Sommer und Erntezeit oder mein Sohn auf Lehrgang oder in Fremdlehre, dann bin ich natürlich auch im Stall und helfe mit.

Liegt es nicht an uns selbst, wie weit wir uns einbinden lassen oder eingebunden werden?

Ich weiß immer, was bei uns am Hof läuft und werde auch tagsüber im Büro - ost nur durch kurze Anrufe oder SMS - informiert und auch um kurzen Rat gefragt.
Darüber freue ich mich und das soll auch so bleiben.

Susanna
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Viele Grüße
Susanna
Mirjam
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« Antwort #3 am: 11.11.04, 13:46 »

Liegt es nicht an uns selbst, wie weit wir uns einbinden lassen oder eingebunden werden?
Susanna

Hallo Susanna,

viele unserer Männer/SV haben eine landw. Ausbildung tw. sogar Ausbildungsqualifikation.

Warum also gibt es also Landtechnik-Kurse usw. für Frauen!?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die (fachliche) Einbindung der Frau am Hof ist, ob sie wirklich jedes Management (warum/weßhalb) erklärt bekommt oder die Funktionsweise von Maschinen um sich im Notfall helfen zu können wenn der "Chef" nicht da ist.

Darum diese Box  Wink

viele Grüsse

Mirjam
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Susanna
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« Antwort #4 am: 11.11.04, 14:50 »

Tja, wenn ich die Maschinen bedienen soll, sieht's aber schlecht aus. Ich kann zwar Traktor fahren, aber beim An- un Abhängen der Maschinen sehe ich alt aus.

Ich muss also gestehen, dass ich da wirklich NICHT 100 % eingebunden bin und alt aussehe, wenn der Chef nicht da ist.

Genau so alt wie der Chef aussieht, wenn ich nicht da bin, und er Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner und Herd bedienen soll!  Smiley

"Früher" dachte ich immer, der Mensch muss alles können. Heute denke ich da anders - ich denke, der Mensch kann und muss NICHT alles können. Ich spreche da aber nur für mich und bin gespannt, wie die anderen darüber denken.

Susanna
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Viele Grüße
Susanna
Susanna
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« Antwort #5 am: 11.11.04, 14:54 »

Wobei mich ein anderes Thema auch brennend interessieren würde.
Nämlich, wie eure Bauern-Männer im Haushalt eingebunden sind.
So wenig wie meiner - nämlich fast gar nicht?  Smiley
Gibt es da eine Box?
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Viele Grüße
Susanna
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #6 am: 11.11.04, 15:03 »

Hallo Susanna,
die Integration und Einbindung meines Mannes  in den Haushalt hätte ich auch viele Jahre versucht-
aber irgendwie scheine ich da etwas verkehrt gemacht zu haben-
er mag es nicht und da wird nichts draus.
Aber ich habe daraus auch gelernt, dass ich auf dem Hof auch nicht alles können muss-
z. B. Maschinen schmieren, oder mit jeder Maschine auf dem Betrieb umgehen zu können.
Warum soll ich z. B. schweißen lernen, die Bedienung einer Waschmaschine oder anderer haushaltsgeräte ist ja umgekehrt auch nciht schwieriger.
Ich weiß im Betrieb realtiv gut bescheid, aber vollkommen ersetzen kann ich meinen Mann nicht-
und das ist auch gar nicht mein Anspruch-
wenn heute auf einem Betrieb der Bauer oder die Bäuerin für längere Zeit ausfällt-
dann sind zu dieser Zeit entscheidungen zu treffen.
Meine wichtigste Integration ist für mich, dass ich nicht nur die Buchführung mache, sondern dass wir anhand der Ergebnisse gemeinsame gleichberechtigte Entscheidungen treffen.
Alles zu können- das wird niemals gelingen.
Herzliche Grüsse
maria
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Susanna
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« Antwort #7 am: 11.11.04, 15:21 »

Hallo Maria,
 was du schreibst, kann ich nur unterschreiben!!
Bei mir ist es haarklein genau dasselbe  Smiley
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Viele Grüße
Susanna
steilufer
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Das Lächeln,das Du aussendest,kehrt zu Dir zurück


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« Antwort #8 am: 11.11.04, 16:06 »

Hallo,

bei uns hat sich die Integrationsintensität im Laufe der Jahre verändert.

Ich kenne meinen Mann jetzt seit 20 Jahren,seit 16 sind wir verheiratet.

Mehrere Jahre haben wir den Betrieb,100ha Acker 60 Sauen auf Mist komplett alleine geführt.Im Stall konnten wir uns gegenseitig ersetzen.Durch mein Asthma und schlechte Ferkelpreise und unser beginnendes Dienstlesitungsunternehmen haben wir die Schweine auslaufen lassen,ein bißchen schluchz,denn Tiere sind meine Leidenschaft,aber meiner Gesundheit gehts seitdem wesentlich besser.

Beim Ackerbau konnte ich schon einiges,bedingt durch meine ldw. Lehre,aber nicht alles.Geräte an-abbauen,Kornfahren,abstoppeln mit diversen Geräten,pflügen,alles kein Thema.
Düngerstreuen habe ich nie gemacht,hat sich so ergeben,ich habe mich auch nicht drum gerissen,traue ich mir aber zu.
Schwierig wird es beim Spritzen und Dreschen.Um die Spritze richtig zu kapieren,fehlt mir wahrscheinlich der Biss,kann ich nicht.
Und fürs Dreschen war immer jemand da,kann ich auch nicht,würde im Streß wohl auch zu panisch reagieren.

Bis unsere Kids kamen,habe ich dann auch da voll mitgearbeitet,bin also alleine mit dem Schredder zu Kunden gefahren und habe gehächselt;nur mit der Säge umgehen,das habe ich mir nicht zugetraut.So blieb mir dann beim Arbeiten mit der Bühne ihre Bedienung überlassen.

Und nun mit 2 Kindern mache ich den Telefondienst,kümmere mich um Kunden,gebe Geräte raus und nehme sie wieder an.
In Notfällen fahre ich dann auch mal mit einem Gerät hinterher,um es auszutauschen.

Dafür kann mein Göga aber auch im Haushalt einiges machen,was sich aber im Moment überwiegend auf Tisch-mit-Abdecken beschränkt.Aber im Notfall könnte er es bzw. könnte jemanden anleiten.
Hoffen wir mal,daß er nicht kommt...
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Liebe Grüße

Karen von der Ostsee
Stadtkind
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« Antwort #9 am: 12.11.04, 08:48 »

Das Thema interessiert mich auch!

Nicht nur, wie ihr "gestandenen Bäuerinnen" die Integration geregelt habt, sondern gerade die "jungbäuerinnen (wie mich?!).

Vielleicht meldet ihr Euch mal per Kurzmitteilung.

Würde mich freuen!

Gruß

Stadtkind
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Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #10 am: 12.11.04, 10:03 »

Nicht nur, wie ihr "gestandenen Bäuerinnen" die Integration geregelt habt, sondern gerade die "jungbäuerinnen (wie mich?!).

Hallo

ähm ... die Integration hat doch nichts mit der ** Herkunft ** zu tun ... denke ich  Undecided

Erstmal muß ich euch vorwarnen ... ich mach Gedankensprünge ... sorry

Ich hab mich am Mittwoch mit einer Kollegin vom ABFF unterhalten ...
wir sind so ganz zufällig auf ein ähnlich gelagertes Thema gekommen =>
was lassen die SE zu  Roll Eyes
Es ist nicht leicht für den Ehemann und Sohn die Integration zu ermöglichen
es funktioniert nämlich dann nicht wenn die SE noch mitreden ...
es der Ehefrau und ST vermissen sich am Hof einzubringen  Angry

War bei uns nicht anders vielleicht auch nur ein Extrembeispiel
Ich stamme von einem relativ erfoglreichen Bertieb ab ...
habe schon immer vieles anderes gesehen ... war immer selbstständig für mich verantwortlich ...
Hab meinen Süßen geheiratet ... und hatte nichts mehr zu melden

Sicher hab ich die ersten 2 Jahre unserer Ehe ** genossen ** ...
mußte nicht kochen ... hatte viel Zeit für die Kinder ... hab nur die Wäsche für uns gemacht ...
aber selbst da hätte es SM gerne gesehen
wenn ich die Wäsche von GöGa ihr zum waschen gegeben hätte  Shocked
das war die Hölle !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Folgen von dem gemeinsamen Haushalt  Embarrassed Cry

SE haben es immer wieder geschaft, dass GöGa so viel Arbeit hatte,
dass wir ( ich und die Kinder ) zu kurz kamen ...
meistens mit dem Spruch => ein Bauer braucht ** das **  nicht .... z.B. Familien Sonntag

Als ich endlich aus dem TRAN aufgewacht bin ... hat´s gerauscht  Angry Shocked
Ich hab angefangen GöGa in den Stoßzeiten zu unterstützen ...
Ich fahre das Getreide zur Annahmen ...
GöGa mag nicht mit dem Schlepper auf die Straße oder in´s Ort ... mir macht es Spaß ...
SM ist der Ansicht => eine Bäuerin fährt keinen Schlepper  Sad
Klasse sag ich euch ... 1. sie kann es nicht und 2. sie kann auch kein Auto fahren ...
Also war ich schon unten durch ... weil ich Schlepper fahren kann ...
Hab das zu Hause auch immer gemacht ... also das Hänger fahren ...
so Dinge wie Bodenbearbeitung find ich ätzend - - - mach ich auch nicht.

Das war der erste Punkt wo ich mich selbst integriert habe !!!

So ging das weiter ... schleichend ...
wobei ich immer im Auge hatte ... wenn ich GöGa unterstütze hat er mehr Zeit für uns ...
das hat immer wieder zu Unverständnis und Kritik seitens der SE geführt Sad

GöGa wurde ja auch von SM und seinen Schwestern ** verwöhnt **
und wie er heute weiß ** klein gehalten ** um nicht zu sagen unselbstständig  Embarrassed Roll Eyes

Als wir nach dem ** Übergabezoff ** 1992 = Se haben die  Hofstätte verkauft
komplett neu angefangen mußten ....
=> Haus mieten
=> die Maschinen von SE abgekauft
=> in die Landpachtverträge eingestiegen
=> Halle gepachtet ... usw.
hatte GöGa von ** Büro usw.  ** keine Ahnung ... hat schon immer SM gemacht Sad

Wir standen damals vor der Entscheidung Wie geht es weiter ... wer macht was ...
für uns war klar => Jeder macht was er am besten kann und am liebsten macht !!!
Mein Süßer macht den Außenbereich => Feld - Dienstleistung - Tiere ...
ich den Innenbereich => Kinder - Haushalt - Büro ...

Ich war also  von eben auf jetzt zu 100 % gleichberechtig und voll integriert
allerdings mit dem Vorteil, dass keine SE da waren die reingeredet haben ...
wir wohnten ja nicht mehr zusammen ... haben uns aber täglich gesehen ...
mein Süßer mußte sich fast jeden Tag anhören, dass ich Dinge mache ...
=> die sich für eine Frau nicht gehören
=> auf Sitzungen gehen
=> Schlepper fahren
=> meine Meinung laut sagen
und vorallem meinen Mann [ ihren Sohn ] ** aufmische **

Das alles nur weil ich ihn dazu ermuntert habe
=> selbstständig zu werden
=> eigene Entscheidungen zu treffen
=> alte Arbeitsweisen zu überdenken
=> Anbautechniken zu ändern
=> auf Familien Tage zu bestehen
=> mir im Haushalt ( Büro ) zu helfen

Aber was soll´s ... wir ändern SE nicht mehr ... und lassen uns auch nicht ändern

Wir sind glücklich damit so wie´s jetzt läuft

Ich denke ein Stück weit ist die Frau selbst dafür verantwortlich
ob uns wie sie sich integriert oder integriert werden möchte und will
wobei man auch die Betriebsentwickung beachten sollte
Wenn eh klar ist der Betrieb hat keine Zukunft sollte sich die Frau nach ** außen ** orientieren
soll´s weiter gehn ... ist die Integration sicher wichtig ...

Wie gesagt für mich ist die Integration wichtig um meinen Süßen zu unterstützen
damit mehr gemeinsame Zeit raus springt für die Partnerschaft und Familie


Gruß
Beate
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wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
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« Antwort #11 am: 12.11.04, 11:27 »

Hallo Stadtkind,
ich bin zwar auf einem Bauernhof aufgewachsen, mußte mich aber trotzdem einarbeiten. Die meisten Frauen üben vorher einen anderen Beruf aus und sind trotz elterlichem Bauernhof nicht eingearbeitet.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Es geht schon los mit dem Kochen. Da muß man auch erst lernen. Bei uns werden wöchentlich vom Landwirtschaftsamt abends Kurse angeboten und wenn man Lust hat kann man noch den Abschluß "Ländliche Hauswirtschafterin" nachmachen. Ich hab es so gemacht und das hat mir sehr viel gebracht. Außerdem lernt man viele junge Bäuerinnen kennen. Vielleicht wird es in eurer Nähe auch angeboten.
Also, nicht den Kopf in den Sand stecken.....junge Bauernmädel, (schon wieder schreib ich Mädels)  Cool ;)die anderen Berufen nachgegangen sind, wissen meistens auch nicht mehr....Es reicht wenn der Wille und das Interesse vorhanden sind.
Grüße Regina
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Digge
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« Antwort #12 am: 12.11.04, 15:15 »

Moin Moin
ich denke , die Integration fängt mit dem Mann an!in wiefern er sich von seinen Eltern beeinflussen läßt.Oft lese ich hier wie schwierig es ist, mit den Se`s zurecht zu kommen .
Kenne ich nicht! Schon bevor mein Mann und ich uns kennenlernten, hat ER da klare Grenzen gezogen: Sv wollte das Dachgeschoss für sich und Sm ausbauen , Männe hat das verhindert , "schließlich will ich mal eine Familie und Frieden !!"(er hat als Kind mit erlebt wie seine Mutter von seiner Oma herumkomandiert wurde) So wurde ein Altenteil gebaut
.Nach der Hofübergabe (lief parall mit dem Auszug von Se`s ) traf Männe allein die Entscheidungen , oft gegen die Meinung der Eltern , doch nie falsch , nur anders!!Mir ist es immer wieder ein Rätzel wie erwachsene Männer sich von ihren Eltern beeinflussen lassen:
Auf der anderen Seite allerdings , ist es auch eine Frage was will denn die Frau?
Arbeiten gehen? Soll sie......................nur sich bitte dann nicht grundsätzlich auch Bäuerin nennen!
Will sie zum Gelingen der Landwirtschaft beitragen .........................soll sie auch.......................und nicht lange fragen sondern machen: denn trotz Vorsorge meines Mannes hat meine Sm nicht begriffen das sie nicht`s mehr zu melden hat........*gg* nur wen kümmert das?
Wäre mein Mann jemand der mir keine Rückendeckung gibt, auf seine Eltern hören würde ; Wäre er nicht mehr mein Mann:
Ich denke Jede die es will kann sich im Betrieb intregieren ,wird das erschwert oder gar unterbunden ..............so sollte sie doch zwinged ihre Lage überdenken.
Frei nach dem Motto "Lass ihn zischen gibt nen Frischen"
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Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf.
Janey
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« Antwort #13 am: 16.11.04, 22:37 »

Hallo!

Also, ich finde es sehr wichtig, zumindest über alle Bereiche einen groben Überblick zu haben. Als mein GöGa mal ausfiel wg. Krankenhausaufenthalt, da war ich heilfroh, daß ich die Kühe kannte, mit dem Fütterungscomputer umgehen konnte, Bescheid wußte über Trächtigkeiten, Kalbedaten, Tränkeautomat, Felder usw.
Bin auch ein bißchen stolz drauf, daß ich mich da - als nicht aus der LW Stammende - ganz gut eingearbeitet habe und die Sache inzwischen (kann ich, glaub ich, mit Recht behaupten) besser kann als meine SM, die früher "den Daumen" auf allem hatte.

Den Bürokram mache ich fast allein, von daher hab ich ab und zu Sorge, was wohl passieren würde, wenn ICH mal ausfalle und GöGa sich da reinfummeln müßte ...
Aber für solche Fälle hab ich eine "Notfalldatei" auf dem PC, in der alle Passwörter und ein paar Kurzanleitungen fürs Nötigste drinstehen.

Da ich ganztags (40 Stunden/Woche) außerlandwirtschaftlich arbeiten gehe, arbeite ich nicht voll in der LW mit, wichtig ist mir aber, daß ich über alles informiert bin. Frage daher GöGa abends beim Melken wahre Löcher in den Bauch über das, was tagsüber so los war (was hat er wo gemacht, welche Kuh hat er wie behandelt usw. usw.). Das ist erstens eine Sache des Interesses, andererseits einfach auch eine Überlebensfrage. Wenn wir nicht zu zweit am selben Strang ziehen - einer allein schafft es nicht.

Aber es geht sicherlich auch anders: Jeder macht seinen Job und mischt sich nicht beim anderen ein. Obwohl ich mir das für unseren Betrieb nicht so ganz vorstellen kann. Da ist meist zuviel Arbeit für einen allein, aber andererseits zu wenig, um z.B. einen Lehrling zu beschäftigen. Also muß die Frau ran ...

LG
Janey

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Mirjam
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« Antwort #14 am: 21.11.04, 13:14 »

Hallo,

ich finde es immer wieder interressant, wie unterschiedlich stark die Integration ist.

Etwas was auch ganz viel mit der Zufriedenheit einer kommenden Frau am Hof zu tun hat ist, wie klar und deutlich ihre Rolle = Position am Hof ist, d.h. auch der Bereich, wo ihr keiner Reinmeckert, Vorschriften macht, wo sie eigenmotiviert und selbst entscheiden kann, was sie wann wie tut.

Habt ihr so einen Bereich oder vermißt ihr ihn?

Habt ihr ihn selbst geschaffen/erkämpft?

Hat euer Partner - um den Brückenschlag zum Thema zu bekommen - euch dabei unterstützt, euch einen Aufgabenbereich geschaffen, geholfen ihn zu "verteidigen"?


viele Grüsse

Mirjam
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