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Autor Thema: Erfahrungen mit Azubis.....  (Gelesen 20548 mal)
muhmuh
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Beiträge: 21


« Antwort #180 am: 12.02.09, 15:20 »

Besonders wenn die Jungs erst 16 oder 17 Jahre alt sind, muss man sie in die Familie integrieren, und das ist oft ein zusätzlicher "Auftrag".  Das fand ich immer am schwierigsten.

Hallo renerl,

ich habe mir auch sehr oft gewünscht eine ausbildung in arbeits-beruf und familienpädagogik absolviert zu haben.
als frau des ausbilders bin ich auch ständig ansprechpartner und klimamacher im betrieb und der familie.

Zitat
Auch die  pädagigischen Anforderungen an die Ausbilder steigen, genauso wie die praktischen und theoretischen Anforderungen an den Auszubildenden

vielleicht wird unsere Rolle da stark unterschätzt.
kann dich da gut verstehen.

grüßle maria
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ina
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« Antwort #181 am: 13.02.09, 15:45 »

hallo,
ich möchte noch mal etwas richtigstellen: Vielleicht ist es wirklich das Landwirtschaftliche Gen? Wir haben derzeit einen Praktikanten, 16 Jahre alt. Und er ist so etwas von lieb. Zuvorkommend, immer hilfsbereit. Er fragt auch oft. Ist an allem interessiert.
Unser 18 jährige Auszubildende kann sich da ein Beispiel dran nehmen. Nächste Woche treffen beide aufeinander. Unser Auzubildender hat ja seit 1 1/2 Wochen Halsschmerzen und ist krank. Mal schauen, wie die beiden klar kommen.
Ich denke, es ist das häusliche, die Erziehung. der 16 jährige Praktiant erzählt auch viel, von der Schule, von zu Hause, heute mittag wünschte er uns ein schönes Wochenende.
Das kennen wir von dem 18 jährigen Lehrling überhaupt nicht. Er redet selten, interessiert sich für nichts.Ich habe den Verdacht, daß er sich den Beruf anders vorgestellt hat und sich nicht wohl fühlt.
Ina
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Romy
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« Antwort #182 am: 13.02.09, 16:39 »

In diesem Jahr haben wir den 19ten Azubi. Wir hatten anscheinend (wenn ich das so lese) immer Glück. Von diesen 19 jungen Menschen waren wir mit "nur" zwei nicht zufrieden. Einen liessen wir schon an Weihnachten wieder gehen, der andere gab im Frühling auf.
Unsere Azubis sind in der Regel immer 16 oder 17 Jahre alt. Und ich hatte noch nie das Gefühl sie seien zu unreif oder der Landwirtschaft nicht gewachsen. Im Gegenteil oft sind sie noch besser zu formen in diesem Alter. Wir hatten auch schon Zablis (Zweitausbildende) Die sind in der Regel schon 20 Jahre alt. Haben aber schon ihre eigene Vorstellungen und lassen sich nicht viel sagen. Wenn immer möglich, entscheiden wir uns nicht für einen Zabli. Unter den 19 Azubis waren fünf Mädchen. Die geben sich immer besonders viel Mühe.
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Romy

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Sasa
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« Antwort #183 am: 13.02.09, 23:33 »

Ich denke mal, es mag oft daran liegen, dass ein Azubi sich vielleicht seinen Beruf anders vorgestellt hat- wenn er/sie dann "selber vom Hof kommt" ist die Gefahr einfach geringer Grin
Von unseren drei Töchtern ist es die Mittlere, die sich am meisten interessiert- obwohl sie erst 10 ist, steht ihre Berufswahl fest Grin
Bei ihr hätte ich auch -wenn sie sich nicht sehr verändert- die wenigsten Bedenken,  ob sie der Landwirtschaft gewachsen ist. Höchstens so Büroarbeiten, die wären wohl ein Graus Grin  zumindest, wenn ich an das Theater mit den Hausaufgaben denke...
Bei der Großen - der jungen Dame, die gerne Köchin werden wollte, kristallisierte sich das auch früh raus...Sie hat sich schon von klein auf fürs Kochen interessiert...

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flo
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« Antwort #184 am: 19.08.09, 21:10 »

hallo ich bin ganz neu hier, das heißt ich habe schon oft im forum gelesen und so manchen guten tip gefunden,
aber nun habe ich eine wichtige frage zu der ich keine antwort gefunden habe.
also folgendes, wir haben einen landw. betrieb und unser sohn (17) macht nun sein erstes fremdlehrjahr. er arbeitet erst seid 1.august dort und kommt abends immer heim. es gefällt ihm gut  und er darf auch schon viel selbständig arbeiten
nun kommt das große aber...er arbeitet dort täglich von 7-19 uhr (eine stunde mittagspause) und jede zweite woche auch am wochenende. dies bedeutet er hat in der ersten woche 55 stunden gearbeiet und in der zweiten 68 stunden.
ich empfinde dies als viel zu viel. unser sohn will nicht, dass ich seien chef darauf anspreche und von seinem betreib kommt kein wort, dass sich dies nach der ernte vielleicht ändert oder dass die stunden irgentwie ausgeglichen werden. wie soll ich mich verhalten? was würdet ihr mir raten? abwarten? ansprechen? garnichts unternehmen?
gruß flo
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peka
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« Antwort #185 am: 19.08.09, 21:24 »

Hallo Flo,

wenn es dir sehr auf den Nägeln brennt, frage doch beim Ausbildungsberater / Landwirtschaftsschule nach. Die müssen es auf jeden Fall wissen. Außerdem sollte die Arbeitszeit auf dem Ausbildungsvertrag stehen.

Liebe Grüße
peka
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regi
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« Antwort #186 am: 19.08.09, 21:35 »

Hallo Flo

Die Arbeitsstunden stehen sicher auf dem Lehrvertrag, aber in der Realität sieht Landwirtschaft halt schon anders aus als eine 40-Stunden-Woche.
Auf welchem Betrieb dauert der Arbeitstag nicht von 7-19 Uhr?

Bei uns sieht der Arbeitstag so aus: 5.30-7 Stalldienst, 8-12 (dazwischen Kaffeepause) und 13-16.30 Betriebsarbeiten, 16.45-18.15 Stalldienst. Frühstück um 7, Mittagessen um 12, Nachtessen um 18.30.
Dafür geht der Azubi auch mal mit an eine Viehausstellung oder an andere Anlässe oder kann während der Arbeitszeit am Betriebsheft arbeiten. Das gäbe es nicht mehr, wenn Stunden gezählt würden.
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Tschüss zäme
regi
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« Antwort #187 am: 19.08.09, 21:42 »

Ich bezweifle, dass es ein landwirtschaftliches Gen gibt! Oder es gäbe es vielleicht, aber nicht alle wollen das mit einer Lehre ausleben.

Von 18 Azubis waren 6 Azubinen, 2 aus der LW, 4 nicht aus der LW. 5 davon waren absolut erste Sahne.

Von den Azubis waren mehr aus der LW, auch viele gute, aber die schlechtesten/am wenigsten motivieren waren alle aus der LW. Wahrscheinlich hat man vergessen zu fragen, ob sie in der LW bleiben wollen.........

Ob mehr oder weniger schul-intelligent ist weniger wichtig als die Motivation und das Interesse. Wer sich interessiert, fragt, entgegnet, mitdiskutiert, macht viel mehr Fortschritte als wer nicht kommuniziert.

Uns ist wichtig, dass die Chemie zwischen Azubi und uns spielt, dann geht auch die Arbeit. Wir hatten ein Jahr lang einen Azubi, der kaum kommunizierte, jetzt eine Azubine, die sehr gut kommuniziert - das sind Welten!!!
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flo
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« Antwort #188 am: 19.08.09, 21:45 »

Toll so schnelle antworten vielen dank.
unser sohn hat den ganzen taf nur eine einzige mittagspause von 11.30 -12.30 uhr. bis um 19.00 uhr ist dann eine sehr lange zeit und dann muss er noch mit dem fahrrad nach hause fahren. er kommt immer ganz fix und fertig an und hat dann erst mal auch keinen hunger. die brotzeit die ich ihm mitschicke kann er nicht essen, weil er dazu keine zeit hat wie er sagt.
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Marone
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« Antwort #189 am: 19.08.09, 22:12 »

Toll so schnelle antworten vielen dank.
unser sohn hat den ganzen taf nur eine einzige mittagspause von 11.30 -12.30 uhr. bis um 19.00 uhr ist dann eine sehr lange zeit und dann muss er noch mit dem fahrrad nach hause fahren. er kommt immer ganz fix und fertig an und hat dann erst mal auch keinen hunger. die brotzeit die ich ihm mitschicke kann er nicht essen, weil er dazu keine zeit hat wie er sagt.
gruß flo

Hallo Flo,

gibt sicherlich eine Beratungs- bzw. Beschwerdestelle für landwirtschaftliche Azubis, die für eueren Bereich zuständig ist.
Bei Minderjährigen gibt der Gesetzgeber eine Höchstarbeitszeit pro Tag und auch eine Mindestanzahl an Pausen an, die laut Jugendschutzgesetz eingehalten werden müssen.
Würde mich da mal beraten lassen, denn diese Schilderung von dir sieht mir schon sehr nach ...."Lehrlingsausbeutung" aus und ausserdem, bei ungenügend Pausen und zu langer Arbeitszeit steigt das Unfallrisiko rapide. Finde es unverantwortlich von dem Lehrbetrieb, hier so gedankenlos mit der Gesundheit des Lehrlings umzugehen.  Huh
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Romy
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« Antwort #190 am: 25.08.09, 10:55 »

Hallo Flo
Wenn dein Junge nicht will, misch dich ja nicht ein. Ich weiss das ist sehr schwierig als Eltern, aber da muss man durch.
Unser Sohn hatte zwei Fremdlehrjahre. Das erste Mal war er im Thurgau. Sein Chef war sehr korekt. Hat die Stunden die er arbeiten musste strikt eingehalten. Er hatte auch immer genug Zeit um am Betriebsheft zu schreiben.
Das zweite Lehrjahr war super streng. Wie bei deinem Sohn. Oft rief er Abends um 23 Uhr noch an und war immer noch auf dem Acker. Ich habe da auch oft gedacht: Das ist verrückt.
Heute hat er zur ersten Lehrstelle überhaupt keinen Kontakt mehr. Aber bei der zweiten Lehrstelle springt er ein paar Mal im Jahr ein, wenn dieser Hilfe braucht. Sie haben ein super gutes Verhältnis.
Es ist für unser Jungs egal ob sie viel arbeiten müssen oder nicht. Der Hintergrund ist viel wichtiger. Gefällt es ihnen oder nicht. Stimmt die Chemie zum Chef, zur Familie - glaub mir, das ist es was schlussendlich zählt.
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« Antwort #191 am: 03.09.09, 12:01 »

Sie haben ein super gutes Verhältnis.
Es ist für unser Jungs egal ob sie viel arbeiten müssen oder nicht. Der Hintergrund ist viel wichtiger. Gefällt es ihnen oder nicht. Stimmt die Chemie zum Chef, zur Familie - glaub mir, das ist es was schlussendlich zählt.

Hallo Flo,

auch ich würde mich da raushalten. Nichts ist schlimmer, als wenn die Eltern zwei Mal in der Woche an der Haustür
klingeln. Richtig ist es nicht, aber ich glaube zu wissen, das ein großer Teil der Azubi mehr Stunden arbeiten muß

Finde es auch sehr wichtig, das es ihm gefällt, was mit Sicherheit auch Zufriedenheit der Ausbilders bedeutet.
Vielleicht gibt es dann doch noch freiwillig einen kleinen finanziellen Ausgleich.

Unser Sohn hat das 1. Lehrjahr im elterlichen Betriebe begonnen. Und im nächsten Jahr soll es unbedingt nach Niedersachsen
beschwört uns der Ausbildungsleiter........

Würdet ihr einen euch bekannten Betrieb vorziehen, oder wie haben eure Kinder den Betrieb für die Ausbildung gewählt ?

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Liebe Grüße Andrea Maria

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« Antwort #192 am: 03.09.09, 13:55 »

Hallo Vöglein
unser Sohn hat sein 2.Ausbildungsjahr auf einem Betrieb gelernt, der schon 150 Kühe hatte. Das ist ungefähr die Größe, die wir anstreben. Da konnte er den Ablauf mit so einer großen Herde kennenlernen, wir hatten damals 80 Kühe.
Im 3. Jahr war er bei einem Hochzüchter mit nicht so vielen Kühen, dort hat er eher den Feinschliff gehabt. Es hat ihm auf beiden Betrieben gut gefallen und er hat auch noch Kontakt zu beiden.
Für uns war es wichtig, dass unser Sohn Familienanschluss hat.
Bei uns sind gute Ausbildungsplätze rar und er hatte sich schon 2 Jahre vor Ausbildungsbeginn seine Stellen gesucht.
Nordlicht
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« Antwort #193 am: 07.09.09, 11:37 »

Hallo nordlicht,

genau das haben wir auch gesagt bekommen, das jetzt schon die Zeit sei sich zu bewerben,
um noch eine Chance auf Einstellung zu haben.

Leider kenne ich im Norden keine Betriebe und bin da auch ein bischen auf Hilfe angewiesen.
Wir können auch nicht jedes WE Ausbildungsbetriebe anschauen.  Roll Eyes

Werden erst einmal im Internet sehen inwieweit sich die Betriebe dort vorstellen.
Brauche deine Hilfe dann sicherlich noch einmal.  Wink
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Liebe Grüße Andrea Maria

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« Antwort #194 am: 07.09.09, 12:10 »

Hallo Andrea
schau mal hier:
www.lwk-niedersachsen.de
wenn du in der Suche "Ausbildungsbetriebe Landwirt" eingibst, wirst du auf eine Ausbildungskarte hingewiesen.Wenn du die Ausbildungskarte anklickst, öffnet sich ein neues Fenster und dort kannst du ganz gezielt nach euren Wünschen suchen.
Viel Glück
Nordlicht
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