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Autor Thema: Erfahrungen mit Azubis.....  (Gelesen 20540 mal)
ina
Gast
« Antwort #165 am: 06.02.09, 17:32 »

hallo,
wir bilden auch seit etlichen Jahren aus. Manchmal hatten wir Glück, manchmal nicht. Einmal hatten wir gleichzeitig 2 Auszubildende in verschiedenen Lehrjahren, das war nervig. Der eine war gut, der andere etwas faul, Der Gute hätte mehr von seiner Lehre gehabt, wenn wir uns nicht um den Faulen hätten kümmern müssen...... Unsere Top-Auszubildende war ein Mädel. Sie war besser, als mancher Bengel... Später hat sie studiert und ihre Diplomarbeit mit 1,4 gemacht. Mit ihr haben wir heute noch Kontak. Da stimmte aber alles, auch die Chemie . aber sie war auch ein sehr lieber hilfsbereiter Mensch. Wir haben dann später noch einen Mitarbeiter festangestellt und wollten dann auf Lehrlinge verzichten. Derzeit haben wir 2 Feste und einen Teilzeit Beschäftigten. Und leider hat mein Mann wieder einen Auszubildenden eingestellt, bei dem ich ein ganz schlechtes Gefühl hatte. Und der ist so etwas von nervig!. Sehr langsam, derzeit ist er krankgeschrieben wegen Halsschmerzen (kann eine Lungenentzündung werden, sagt er......) Er wohnt ja bei uns, hat ein grosses Zimmer mit Fernseher, Internet etc. Bis morgens 04.00 h läuft der Fernseher durch, Heizung ist immer hoch gedreht, Fenster auf geht nicht.  Bei den Mahlzeiten spricht er fast nie. Es ist eine Belastung, er hat aber auch ganz wenig Interesse an allem. Seine Familie hat einen Nebenerwerbsbetrieb - ich denke, es fehlt das notwendige Verständnis. Und er hat sehr Heimweh anfangs gehabt. Manchmal saß dieser 18 jährige Bengel am Tisch und weinte.....
Na ja, grundsätzlich sind wir nun der Meinung, wenn noch mal Auszubildende, dann nur mit Abitur. Und welche, die auch aus einem landwirtschaftlichen Betrieb kommen.
Also, aus den meisten ist "etwas" geworden. Einige haben studiert, andere den elterlichen Betrieb übernommen. Doch, wir würden weiter ausbilden, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind.
Ina 
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Annette
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« Antwort #166 am: 07.02.09, 22:41 »

Na ja, grundsätzlich sind wir nun der Meinung, wenn noch mal Auszubildende, dann nur mit Abitur.
Ina 

 Huh Sind die mit Abi sozial besser drauf?  Oder ist ein Hauptschüler zu dumm ?

Als Mutter eines Hauptschülers der Landwirtschaft lernt fühle ich mich etwas sehr auf die Füße getreten. Ich möchte mal behaupten, dass mein Sohn (so denn ihn seine Mutter nicht "volllabert"  Wink  )er ein ganz verträglicher Kerl ist. Da er noch ein Jahr auf seinem jetztzigen Betrieb bleibt, kann er sich ja wohl nicht total daneben benehmen. Arbeiten kann er auch, dumm ist er auch nicht - nur Schule findet er zum ..., sonst hätte er bestimmt auch einen Realschulabschluß gehabt - aber das wäre für Euch dann wohl auch noch nicht gutgenug  Roll Eyes

Gruß von einer etwas angepieksten Annette

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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
Luetten
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« Antwort #167 am: 08.02.09, 10:22 »

Annette du brauchst dich nicht angepickst zu fühlen, wir haben auch etliche Lehrlinge ausgebildet und es gibt überall schwarze Schafe und das hat nichts mit Schulabschluß zu tun!
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
martina-s
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« Antwort #168 am: 08.02.09, 11:37 »

Ha, klasse!
Hab Inas Posting schon vor 2 Tagen gelesen. Ich hab auch nur Hauptschüler. Und ich hab zwei dabei, die beide Landwirtschaft gelernt haben. Beide haben ihre Macken, Ösen und Kanten. Beide sind in der Schule nicht besonders.
Ich hab mich nicht auf den Schlips getreten gefühlt als ich Inas Beitrag las.
Wir sind selber Ausbildungsbetrieb. Wir haben aber nicht alle Jahre einen Azubi. Jüngst nehmen wir nur noch einen, der dann nicht bei uns wohnt weil wir gar kein Zimmer frei haben.
Unser letzter Azubi war sehr gut. War aber auch schon seine Zweitlehre.
Aber wir haben auch schon einige Praktikanten gehabt. Und ich muss ehrlich gestehen, dass da Leute dabei waren (wohlgemerkt mit Abi), die hätte man in der Pfeife rauchen können. Und leider auch sehr Problem beladen. Die gehen mit Idealismus an die Sache ran. Plötzlich erkennen sie, dass das alles harte Arbeit ist. Und nicht jeder ist dabei, der mit der körperlichen Arbeit umgehen kann.
Sicher, es waren überdurchschnittlich gute dabei. Von zweien könnte ich in höchsten Tönen sprechen.
Aber leider auch absolute Nieten.
Der Oberhammer war einer, gar nicht weit weg von uns, der das Praktikum brauchte um die Winterschule machen zu können. War Quereinsteiger, der zuvor anderen Beruf hatte. Stammte aber auch einem Zuchtbetrieb, dem wir in Sachen Zucht nie und nimmer das Wasser hätten reichen können. Wir dachten uns, den nehmen wir, da können wir noch vom Wissen provitieren. Das war aber der Schwierigste. Der war so was von Huss auf die ältere Generation. Das konnte wir fast nimmer ausgleichen. Und der Mann hätte ja auch mit meinem SV zusammen arbeiten sollen.
Wo es ging baute er Mist oder sabotierte.
Die Frühstückspausen setzten sich meist in Endlosdiskussionen um. Oder es gab Grundsatzdiskussionen, nach denen man hernach fix und alle war.

Und genau dieser war letzten Sonntag vor unserer Türe gestanden. Ich saß hier hinten im Büro und dachte mir, dass das jemand für meine Tochter wäre, der da läutete. Meine Tochter hat rausgesehen. Aber sie hat auch nicht aufgemacht.
Mein Mann schlief.
Mein Großer hat raus gesehen, wollte meinen Mann wecken. Der hat aber gemurrt und gesagt, dass er für den nie und nimmer seinen Schlaf verschenkt und die Türe öffnet. So was habe ich in 25 Jahren Ehe und so lange ich meinen Mann kenne (33Jahre) noch nie erlebt.
Und jetzt kommts. Dann ist der, den man die Türe nicht geöffnet hat den ganzen Hof abgelaufen, hat in alle Ställe geguckt (auch in unseren Kuhstall, den er ja noch gar nicht kannte weil es den vor 19 Jahren gar nicht gab)  und seiner Frau Erklärungen abgegeben. Hat da draußen Reden geschwungen.
Letzeres erinnerte mich an die Zeit als er bei uns war und mal seine Schwester herbestellt hat um ihr unseren Hof zu zeigen und nebenbei lautstrark alles bemängelte was nix ist (damals war es u. a. mein Balkon, dessen Bauweise ihm nicht gefiel). Ich stand oben am Balkon. Das hatte er auch gesehen. Dabei kam ich mir ganz nett vera.. vor.
Letzten Sonntag kam er dann noch mal an die Haustür und meine Tochter hat ihm dann gesagt, dass Mein Mann schläft. Er solle doch bitte vorher anrufen, wenn er noch mal wieder käme.
Ehrlich, ich hatte auch keine Lust mit ihm meinen Sonntag zu verplempern. Von diesem, und nur von diesem haben wir auch ein ganz mieses Abschiedsgeschenk bekommen mit dem er uns absichtlich eins drauf geben wollte. Das hat mich zwar nicht so sehr berührt weil ich ihn nicht als ganz normal einstufe. Aber genau aus diesem und anderen Grund wollte ich nicht an der Haustür erscheinen.

Und da kann ich dann Beiträge von Ina verstehen. Wenn man so was öfter mal durch hat, dann kommt man leicht in den Versuch Pauschalurteile auszusprechen. Nimms ihr nicht übel, Anette.
« Letzte Änderung: 08.02.09, 11:43 von martina-s » Gespeichert

Liebe Grüße
Martina
KlausS
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« Antwort #169 am: 08.02.09, 12:26 »

Hallo,

ich arbeite u.a. mit einem Auszubildenden, der eine Ausbildung zum Werker in der Landwirtschaft ( Helferausbildung  z.B. Schüler mit Förderschulabschluss)  macht.

Das entscheidende ist die Motivation des Azubis. Ist die Motivation gut, viele Weichen werden dafür im Elternhaus gelegt) dann macht auch die Zusammenarbeit mit dem Azubi Spaß.

Wer glaubt, er könnte einen Auszubildenden , egal ob Abiturient oder Hauptschüler noch erziehen, der irrt in den meisten Fällen.
Die anderen Fälle sind selten, aber dann lohnt es sich richtig, wenn man einen oder eine Azubi erfolgreich in die Spur setzen kann.
Ich finde, man darf sich dann auch schon mal von einen Azubi trennen nach gründlicher Prüfung (Probezeit). Ich glaube ,manchmal wachen einige erst nach einem Rauswurf auf . Besser ist natürlich, wenn sich danach ein anderer Betrieb findet, wo Azubi und Ausbilder besser zueinander passen.
Auch die  pädagigischen Anforderungen an die Ausbilder steigen, genauso wie die praktischen und theoretischen Anforderungen an den Auszubildenden

Viele Grüße

Klaus
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ina
Gast
« Antwort #170 am: 11.02.09, 16:47 »

sorry Annette,
ich wollte Dir nicht auf den Schlips treten, es ist auch nicht so sehr das Abi bzw. die Schule, sondern eher das Alter, mit Abi sind sie nun mal reifer und weiter. Ich finde auch ganz wichtig, das häusliche, die Erziehung.Wenn jemand aus einem landwirtschaftlichen Betrieb kommt, hat er vielleicht eher Verständnis. Unser derzeitiger, er ist übrigens noch immer krankgeschrieben, weil zu den Halsschmerzen von letzter Woche noch Kopfschmerzen hinzu gekommen sind. Derzeit haben wr einen Praktikanten, er ist 16. Und er ist ganz anders, mit ihm können wir sprechen, er fragt auch und ist interessiert. Das ist bei unserem Auszubildenden nie der Fall. Wenn man ihm etwas sagt oder erklärt, sagt er immer: weiss ich! Sicher ist vieles die häusliche Erziehung. Mein Mann steht morgens immer um 05.00 h, dann hat er die Stallarbeit fertig, wenn unsere Mitarbeiter kommen. Auch Sonntags. Danach geht er sonntags ins Büro. Mittags um 12.00 h wird gegessen.Am letztem Sonntag mußte er noch mit den Teilzeitkräften abrechnen und es wurde 13.00 h. Und um 14.00 h ruft unser Auszubildende an um sich krank zu melden.Er weiß ganz genau, daß mein Mann Sonntag mittags schläft. Leider hat er auf Handy angerufen, sonst hätte ich es abgefangen. Und so etwas finde ich einfach gedankenlos. Ebenso, daß es nicht möglich ist, Rücksicht auf uns und unsere Gewohnheiten zu nehmen, wir müssen es ja auch.
Mein Mann sagte mir gestern, das Abendbrot mit dem Auszubildenden und ihm läuft folgendermassen ab: Der Azubi setzt sich nach der Arbeit in sein Auto (ein grosser Sharan) und isst. Muttern gibt ihm immer Dosenwurst mit und Kuchen, Schoki usw. Also isst er erst einmal im Auto. Dann kommt er ins Haus und isst mit meinem Mann. Aber höchstens eine Scheibe Brot, eher eine halbe. Er ist ja auch schon satt. Und sagen tut er nie etwas. Da mein Mann mittlerweile auch keinen Nerv mehr hat, "Alleinunterhalter" zu sein, sagt er auch nichts. (ich bin nachmittags noch berufstätig und komme erst später nach Hause)
Es liegt mit Sicherheit nicht am Hauptschulabschluss - es ist eher die Erziehung, das häusliche Umfeld. Nur ist es so, daß das sehr belastend ist. Mahlzeiten mit jemanden, den so gar nichts interessiert, dem irgendwie alles egal ist. Bei anderen Auszubildenden war es so, daß abends immer erzählt wurde, gesprochen, was so anliegt und so. Aber diese Gleichgültigkeit, die nervt.
Also bitte nicht böse sein, es hat nichts mit der Hauptschule zu tun. Mein Lieblingsneffe hat Hauptschule gemacht, dann eine Lehre und nach Beendigung ein Ingenierstudium mit 1,4 abgeschlossen. Er ist auch halt ein Später..... Das gibt es sicher häufig.
Bei unserem Azubi sind es wohl viele andere Faktoren, ich denke auch, daß er nicht zufrieden ist, mit seiner Wahl. Daß ihm die Landwirtschaft eigentlich überhaupt nicht liegt.  Und er von seinen Eltern in diese Lehre geschoben wurde. Ich weiss auch von seiner Bewerbung her, daß unsere landwirtschaftlichen Geräte Ausschlag für seine Entscheidung gegeben haben. Wir haben einen Manitou Teleskoplader neu bekommen - und das hat ihn gereizt. Aber Landwirtschaft ist nicht nur, tolle grosse Maschinen fahren.........
Ich hoffe, ihr versteht mich....
Ina   
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Ingrid2
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« Antwort #171 am: 11.02.09, 18:09 »

Hallo,

es stimmt schon, daß sehr junge Azubis (und das sind eben die mit Hauptschulabschluß) oft nicht so belastbar sind. Und da meine ich nicht nur die körperliche Arbeit, die Jungs sind oft auch geistig nicht weit genug entwickelt. Mein großer Sohn ist jetzt 14 1/2, macht Realschule und müsste dann mit knapp 16 eine Ausbildung beginnen. Er möchte zwar nicht Landwirt werden, dafür aber Koch. Wir finden das einerseits klasse, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, daß der die physischen und auch psychischen Belastungen aushält. Dafür ist er einfach nicht reif genug. Und wir glauben nicht, daß sich das "so auf die Schnelle" ändert. Er wird wohl nochmal Schule dranhängen und Fachabitur machen. Und dann die Lehre zum Koch. Es ist für die jungen Leute doch auch entmutigend, wenn sie Anforderungen erfüllen sollen, denen sie alters- und entwicklungsmäßig nicht gewachsen sind. Meine Meinung.

Ingrid
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Sasa
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« Antwort #172 am: 11.02.09, 22:46 »

Hallo Ingrid2,

ein ähnliches Problem hatten wir mit unserer Großen auch Grin. Die möchte auch partout Köchin werden- das liegt ihr ganz bestimmt. Sie hat auch schon ein mehrwöchiges Praktikum gemacht. Dort wurde sie "über den Klee" gelobt Grin und hätte auch jetzt im Sommer anfangen können.
Die Chefin dieses Hotels kenne ich gut. Sie sagte mir dann, unsere Große könne jederzeit anfangen. Am liebsten sei ihr jedoch, wenn die Azubis schon 18 wären- alleine wegen des Jugendarbeitsschutzgesetzes ( während des Praktikums  wollte unsere Große gerne am Samstag abend arbeiten, weil da eine sehr große Hochzeit war- mit besonderen Gerichten und einem kalt-warmen Büfett. Das war vielleicht ein Theater, bis ich eine Genehmigung für sie bekam- sie durfte nur bis 20 Uhr arbeiten...). Da sie auch ein sehr gutes Abschlußzeugnis nach der 10ten Klasse hatte, haben wir ihr vorgeschlagen, doch das Fachgymnasium Oekotrophologie zu besuchen- das käme ihren Neigungen entgegen und wenn sie damit durch ist, ist sie 19. Dann gäbe es keinen Ärger mehr mit dem Arbeitsschutzgesetz- und das Abi wäre ja auch nicht weg, wenn sie vielleicht mal die Nase vom Kochen voll hat Grin

Da ist sie jetzt seit dem Sommer. Sie kommt sehr gut zurecht, musste sich natürlich umstellen und jetzt doch ab und an mal mehr tun für die Schule, aber sie geht sehr gern hin. Und in den Ferien kann sie als Aushilfe im Hotel arbeiten- das macht ihr Spaß und Geld gibts dafür auch noch Grin

Ich denke mal, auf die Dauer wäre es mit einer Kochlehre zur jetzigen Zeit auch mal schwierig geworden Grin ich kenn meine Tochter, irgendwann hätte der Elan mal nachgelassen...und ich denke, sie ist in einigen Jahren auch "reifer" Grin
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Daggl
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« Antwort #173 am: 12.02.09, 08:23 »

Hallo Ina,

sondern eher das Alter, mit Abi sind sie nun mal reifer und weiter. Wenn jemand aus einem landwirtschaftlichen Betrieb kommt, hat er vielleicht eher Verständnis.

magst unseren Lehrling haben? Der ist 20, kommt aus der Landwirtschaft, nun gut das Fach Abi hat er nicht geschafft.  -  Können tut er fast nichts (mit den Beizen vom Weizen, war er trozdem er vorher dabei war und genau Anweisung bekommen hat "überfordert"), Interesse mau,( das Hauptinteresse ist abends heimzukommen), wann immer sich irgendeine Möglichkeit bietet legt er eine Raucherpause  ein (mein Mann hat gestern im Holz schon gemeint ihm ist was passiert, daß er gar nicht mehr kommt) aber dafür hat er ein Selbstbewusstsein, da kann man drei draus machen. Ich könnt jetzt viel schreiben, aber ich  glaub ich lass es.
Ina, ich versteh schon, was du sagen willst, aber es ist halt auch nicht unbedingt am Alter oder landwirtschaftlichen Hintergrund festzumachen.
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Viele Grüße, Dagmar
muhmuh
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« Antwort #174 am: 12.02.09, 09:40 »


Ina, ich versteh schon, was du sagen willst, aber es ist halt auch nicht unbedingt am Alter oder landwirtschaftlichen Hintergrund festzumachen.

guten tag,

aus meiner langjährigen und persönlichen erfahrung behaupte ich, das es ein landwirtschaftliches gen gibt.

Grüßle Maria

« Letzte Änderung: 12.02.09, 09:42 von muhmuh » Gespeichert
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #175 am: 12.02.09, 10:04 »


Ina, ich versteh schon, was du sagen willst, aber es ist halt auch nicht unbedingt am Alter oder landwirtschaftlichen Hintergrund festzumachen.

guten tag,

aus meiner langjährigen und persönlichen erfahrung behaupte ich, das es ein landwirtschaftliches gen gibt.

Grüßle Maria


....und ein Schuß "Kuhblut" Wink

was bei mir gar nicht mehr geht, ist wenn im Bewerbungsschreiben steht: Hobby Schlepperfahren. Das hab ich ein Jahr mitgemacht und muß ich nicht wieder haben.

Wir haben jetzt in den vergangenen 10 Jahren momentan den 6. Azubi. Wenn sich kein geeigneter findet, dann haben wir eben keinen. Und nach einem "Guten"  Cool mach ich gerne eine Pause.

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Petra2
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« Antwort #176 am: 12.02.09, 11:16 »

Hallo ihr,

die Azubis heute haben das nötige Selbstbewusstsein ihre Rechte einzufordern, vergessen dabei aber, dass sie auch Pflichten haben.
Bei uns liegt noch das Berichtsheft des Azubis vom letzen Jahr, noch nicht vollständig, keine Zeile über 2. LJ auf anderem Betrieb und im März ist Zwischenprfg.
Unserem jetzigen Azubi werde ich warscheinlich ein Tränchen nachweinen  Cry, der ist einfach klasse. Smiley

LG
Petra2
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Manche Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
(George Orson Welles)
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« Antwort #177 am: 12.02.09, 11:23 »

Hallo, auch wenn es sich schlimm anhört, wir haben erst mal die nase voll von azubis und praktikanten . für das geld hol ich mir lieber einen betriebshelfer, der dann parat steht wenn ich ihn brauch udn wieder weg ist wenn arbeit getan ist . man lebt sich einfach bissl ruhiger............
mein freund rief gestern ganz verdaddert an , sein azubi hat ihn knall auf fall gekündigt, er fühle sich arbeitmässig überfordert. auf nen mutterkuhbetrieb mit schweinemast........
nun isser auf nen kuhbetrieb, mal sehn wie lange er da durchhält,
unsere erfahrung ist folgende, einen azubi oder prakti nie fest einplanen , weil er eben sehr oft nicht anwesend ist oder eben keine vollwertige ak ersetzen kann. sicherlich  soll er ja in erster linie was lernen , aber für das geld und den aufwand will man ja bissl was retour auch bekommen. ausnahmen bestätigen die regel, von unseren ersten schwärmen heute noch alle.......
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renerl
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« Antwort #178 am: 12.02.09, 13:26 »

Der "erste" Azubi ist wohl immer was besonderes. Wir haben zu unserem ersten Azubi noch heute Kontakt und mir war er von allen der Liebste. Bei uns ist jetzt Junior daheim, und wir brauchen keinen mehr. Nach der Landwirtschaftsschule geht er nach Triesdorf und dann muss seine Lücke gefüllt werden. Je nachdem wie gesellig man ist, wird es einem mehr oder weniger ausmachen, immer ein Familienmitgleid mehr zu haben. Besonders wenn die Jungs erst 16 oder 17 Jahre alt sind, muss man sie in die Familie integrieren, und das ist oft ein zusätzlicher "Auftrag".  Das fand ich immer am schwierigsten.
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Sasa
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« Antwort #179 am: 12.02.09, 15:14 »

Mich würde mal interessieren- wie handhabt Ihr es, wenn so ganz junge Azubis ( also locker unter 18, egal, welcher Schulabschluß) "Schwierigkeiten" machen??
Informiert Ihr die Eltern- oder nicht?
Gerade, wenn der Azubi bei Euch wohnt, fällt ja schon auf, wenn die Erziehung im Elternhaus zu wünschen übrig ließ Grin denke ich mal....

Ich kenne einen jungen Mann, 17, der im Sommer eine Lehre zum Landwirt angefangen hat. Auf dem Betrieb ist noch eine "Azubine" zur Landwirtin, die ist aber schon älter...
Die Chefin auf dem Hof hat die Angewohnheit, den Azubis immer gerne die kleinen Kinder ( 1,2,4) zur Betreuung beim Mittagessen und ab und an am Nachmittag zu überlassen Grin. Machen auch Beide- obwohl, der Junge erzählte mir neulich, die Kiddies wären ihm wirklich zu verwöhnt Grin erstens würden sie ständig meckern, daß sie nicht dieses oder jenes essen wollten ( dann dürfen die Azubis den Kiddies was anderes zubereiten), und "da kann ruhig Pudding fertig gekocht stehen, nein, sie wollen lieber Eis...Also, wenn das meine Kinder wären, bei mir gäbe es das nicht! " Grin Er ist immer froh, wenn seine Kollegin ihm diese Arbeit abnimmt...
Ich musste dann lachen und sagte, naja, eigentlich ist das ja nicht Dein Job- aber wenns ab und an mal vorkommt...Nein, das wäre schon ok, sagte er, man muß halt auch Sachen machen, die man nicht so gerne tut...wenn die Kinder bloß nicht so anstrengend wären Wink

Und diese Einstellung lernt man ja eigentlich zu Hause- egal, ob man aus der Landwirtschaft kommt oder nicht. Dieser Junge kommt aus einer großen Familie, wo Mama wirklich "die Kinder im Griff" hat ( positiv gemeint!)...

Und wenn ich einen Azubi hier bei mir hätte, wo es ständig Reibereien gibt, so wie Daggl schreibt, dann würde ich bei passender Gelegenheit meine Version der Geschichte schon mal den Eltern "überbraten"....
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