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Autor Thema: Erfahrungen mit Azubis.....  (Gelesen 20541 mal)
Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #150 am: 30.09.07, 09:12 »

Guten Morgen!

@ Sasa

Danke für deinen Beitrag!

Es ist nämlich nicht so, das Erzieher die mit einem Kind schimpfen gleich keinen Draht zu den Kindern haben und sowieso schädlich für die Kinder im allgemeinen sind. Die Kunst des Erziehens/Lehrens ist nämlich die, richtig auf ganz viele verschiedene Typen einzugehen und zu erkennen, mit welchem Verhalten man ans Ziel kommt.... nennt sich Didaktik Methodik und DAFÜR macht man eine Ausbildung. Grin

Im übrigen stelle ich mir gerade einen Lehrhof vor (den natürlich Papa ausgesucht hat), wo der Betriebsleiter ständig vor den Eltern begründen soll, warum Lehrling Sohn das tun musste oder gerade das nicht tun durfte. Bestimmt toll fürs Betriebsklima *grusel

Fazit ist- immer nur einmischen so viel wie nötig- und damit meine ich, wenn man merkt das was ganz schräg läuft, alles andere gehört zum Erwachsenwerden dazu. Auch wenns manchmal weh tut.

Grussi

Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Sasa
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« Antwort #151 am: 30.09.07, 22:42 »

Hallo Martina-s,

dieser Meister muß schon eine sagenhafte Ausstrahlung gehabt haben. Andererseits finde ich, man muß nicht aus allem ein Drama machen. Wenn der Lehrling die Brotzeit holt, dann fällt ihm doch kein Zacken aus der Krone, auch wenns nicht zur Ausbildung gehört. Ist er erst Geselle, läuft ja jemand anders...Und gerade, wenn die Damen und Herren am Anfang ihrer Ausbildung stehen, ist ja manchmal das Problem, wie den Azubi beschäftigen??Dieses und jenes kann er noch nicht, anderes darf er nicht..und auch Azubis wollen ja gerne etwas selbstständig tun.

In meiner Berufsschule war ein Mädchen, in dessen Betrieb wurden die Azubis vom Chef nur mit " Kanake" angesprochen, und von 1 bis 3 durchnummeriert...Das fand ich schon damals eine Frechheit, und würde sowas heute meinen Töchter passieren, würde ich aber schnell da sitzen, auch auf die Gefahr hin, daß dann die Lehrstelle schnell weg wäre...

Außerdem wollte ich nur mal sagen, Dein Beitrag hat mich enorm beruhigt. Mir geht es nämlich ähnlich wie Dir, ich mag außer meinen Eigenen kleine Kinder nicht sonderlich und dies war mir  immer wirklich peinlich . Ich passe ja drauf auf, wenns sein muß, finde sie auch recht süß, bin aber immer wieder froh, wenn sie dann gehen...
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Beppa
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« Antwort #152 am: 01.10.07, 09:30 »

Siehst du, genau das meine ich....so denken Eltern, weil sie sich nicht in die Situation im Kiga reindenken können oder wollen. Es wird immer vorausgesetzt, das ein Erzieher keine Ahnung hat, wie man mit Kindern umgeht und wie pädagogisches Handeln aussieht.

Ganz im Gegenteil. Ich erwarte das ein Erzieher oder Lehrer wesentlich mehr Ahnung von Erziehung hat als ich, weil sie schließlich in diesem Bereich eine Ausbildung genossen haben. Und genau aus diesem Grund verstehe ich manche Probleme die Erzieher mit Kindern haben nicht. Ein Kind das gerügt wird rennt nicht nach Hause und petzt es seinen Eltern. Vorrausgesetzt die Erzieher konnten ihm klar machen, warum er gerügt wurde. Kinder petzen nur, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.

Wir wurden früher auch öfters gerügt, aber wenn derjenige uns klar gemacht hat was wir falsch gemacht haben, wären wir nie auf die Idee gekommen zu unseren Eltern zu rennen. Einfach weil uns klar war, dass wir etwas falsch gemacht haben. Evtl. hätte es zu Hause auch noch einen Rüffel dafür gegeben.  Roll Eyes

Daher kann ich die Aussage von Martina nur bestätigen.

Was ich damit sagen will: Wenn der Meister einen gewissen Flair vermitteln kann, eine Ausstrahlung hat, egal in welche Richtung (also ausnutzend oder arbeitstechnisch) dann wird der Azubi seinen Job gerne verrichten und sogar ein bisserl mehr tun.

Ist der Ausbilder nur am nörgeln oder er hat eben diese Ausstrahlung nicht oder er kann eben nicht den Halt vermitteln, den der Azubi sucht, dann gestaltet sich das Arbeiten, die Ausbildung als schwierig. So sehe ich das.

Wenn Kind oder Lehrling sich von dem Erzieher bzw. Ausbilder nicht ungerecht bzw. als vollwertiges Mitglied behandelt fühlt, dann wird es sich auch nicht beschweren, weil es/ er sich wohl fühlt mit so einer Führungspersönlichkeit und den Aufgaben.

Ich gelte meistens auch als streng, aber im Vergleich zu den anderen Erwachsenen führe ich keine unnützen Diskussionen mit den Kindern. Er gibt klare Anweisungen und darüber wird nicht verhandelt. Die Kinder scheinen sich damit wohl zu fühlen sonst würde sie nicht immer so prima auf mich hören.
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renerl
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echt kuhhhhl


« Antwort #153 am: 01.10.07, 09:53 »

Hallo
Also, wir hatten mit all unseren Azubis bis jetzt Glück. Jeder  hatte so seine Eigenheiten. Mancher sprach sehr wenig, der letzte war zum Beispiel unglaublich schlampig. Aber so unsere Eigenheiten haben wir doch irgendwo alle auch selbst. Wenn es etwas ist, womit man glaubt nicht ein Jahr lang aushalten zu können, beendet man das Ganze eben. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Mir wird die ganze Diskussion ein wenig zu anspruchsvoll. Ich sehe meinen Auftrag nicht darin, die Azubis zu erziehen.  Wenn die mal 18 oder 19 Jahre alt sind, und die Eltern das bis dahin nicht geschafft haben, dann musss ich mich damit nicht abreiben. Bei uns kommt es auch mal vor, das man einem Azubi sagen muss wos lang geht. Aber sonst ist es doch so, das wenn der Meister(in)  immer mitarbeiten, und nicht die lange Leine lässt (und vom Azubiden vollen Einsatz verlangt), der Lehrling auch bereit ist, Leistung zu bringen. Wir sagen immer zu unseren Azubis- wenn Arbeit da ist, arbeiten alle bis zum Anschlag- wenns nicht so pressiert gehen alle einen Schritt langsamer. Wir haben auch zum Tariflohn immer was draufgelegt, da wäre ich mir dann doch schäbig vorgekommen. Ich sehe Azubis übrigens schon als Arbeitskräfte, sonst würde ich keinen Einstellen.  Was mich manchmal stört, ist die dauernde Anwesenheit in der Familie. Auch der netteste Azubi ist eben keine richtiges Familienmitglied, es wird einem auch selbst Disziplin abverlangt. Wir haben heuer keinen, und das genieße ich trotz der Mehrarbeit auch mal!
LG Renerl
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Beppa
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« Antwort #154 am: 01.10.07, 16:24 »

Hallo Beppa,
genau da liegt die Krux. Wann fühlt ein Kind sich denn ungerecht behandelt? Wenn es für Dinge gerügt wird, die zuhause nicht unterbunden werden.

Kinder können sehr gut unterscheiden bei wem sie was dürfen. Doch ich muss es den Kindern schon erklären, warum sie bei mir etwas nicht dürfen. Ich hatte schon mit verschiedenen Kindern/ Jugendlichen zu tun die mir mit dem Spruch kamen "Zu Hause darf ich das aber." Dann erkläre ich ihnen, dass wir hier aber nicht zu Hause sind, bei mir andere Regeln gelten und ich aus diesem oder jenen Grund dieses Verhalten nicht dulde dem Wunsch nicht nachkomme. Bisher hat das noch jedes Kind und jeder Jugendlicher egal welchen Alters verstanden.

Eben weil ich nicht einfach verbiete, sondern erkläre warum das so ist. Zu Hause werden sie sicherlicherlich weiterhin mit ihren Methoden arbeiten, aber das ist nicht mein Problem sondern das Problem der Familie.

Bei den Lehrlingen ist es genauso. Erkläre ihnen welche Konsequenzen ihr Verhalten auf den Betrieb hat und zeige ihnen, wie man es anders machen könnte. So kommen der Ausbilder und der Lehrling auf einen gemeinsamen Nenner. Ob der Lehrling zu Hause weiterhin ein fauler Sack ist, wäre mir als Ausbilder vollkommen egal.
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claudia2
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« Antwort #155 am: 01.10.07, 19:30 »

Hallo!
Wir haben unserer Azubiene gekündigt. Auf der einen Seite tut es mir leid, aber es war wirklich nicht mehr zumutbar. Wir hatten mehrfach Gespräche mit dem Ausbildungsberater u. mit vielen erfahrenen Ausbildern, die uns alle sofort zu diesem Schritt geraten haben. Da wir Kontakt mit den ehemaligen Lehrern aufgenommen haben (Von Hessen nach Ostfriesland gar nicht so einfach) kam dann auch heraus, daß alle Lehrer  nur zur Helferin geraten haben.
Ihre Noten waren nicht besonders, aber wir wollten es dennoch mit ihr probieren. Unser Junior ist in der Schule auch kein As, aber dafür ein super Praktiker.
Das Jugendliche nicht einfach sind mußten wir letztes Jahr auf schmerzliche Weise mit unserer Tochter erleben, aber wir haben inzwischen so ein nettes Betriebsklima hier daß wir es noch einmal probieren wollten. Unserer erste Azubiene hat sich damals an unserer Hofladenkasse bedient, danach wollten wir erst einmal keinen mehr haben. In den letzten Jahren haben wir so gute Erfahrungen mit Praktikanten gemacht, daß wir doch wieder einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen wollten. Jahrelang mußten wir nach einer Hauswirtschafterin suchen, bis wir unsere Perle gefunden haben, was liegt da näher, als nun auch auszubilden.
Leider hat unsere Azubiene auch von ihrem Vermieter gekündigt bekommen, denn ihr Verhalten war leider  unmöglich. u. stoffelig.  Damit man sich nicht ständig auf der Pelle hängt, haben wir ihr ein schönes u. auch günstiges Zimmer im Dorf gemietet, leider hat sie es nicht einmal nötig gehabt, ihren Vermieter auch nur einmal  guten Tag zu sagen o. ä., geschweige, wie ihr Zimmer aussah. Meine Frühstücksdosen habe ich nun nach vier Wochen mit  intensivem Schimmelbewuchs wiederbekommen, was auch nicht gerade für die Hauswirtschaft spricht.
Wir haben nun noch alles für sie in die Wege geleitet, was wir tun konnten, wir haben Kontakt mit ihrem Ausbildungsberater  in ihrer Heimat aufgenommen, ihr im Internet alles an Adressen mitgegeben, was ihr irgendwie helfen kann,  intensive Gespäche geführt, aber mehr ging dann auch nicht mehr

Eine traurige
Claudia
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden
Daggl
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #156 am: 20.10.08, 19:51 »

Hallo,

wir haben zur Zeit eine Lehrling, der fährt über Nacht nach Hause, ist in den 7 Wochen schon dreimal über eine Stunde zu spät gekommen, das letzetmal hats dann einen Ansch*** gegeben, hoffendlich wird jetzt besser.
heute berichtet mir meine 7 jährige Tochter, daß der in die Küche gegangen ist, den Honig genommen, und mit dem Finger Honig rausgeschleckt hat Angry da frag ich mich langsam wo die Erziehung ist Huh Der ist fast 20 Jahre...Vor einiger Zeit sollte er Weizen beizen helfen, bei dem wir den Weizen gekauft haben. Er war schon beim Gerste beizen bei uns dabei. Die Anweisung war ganz klar, Beize und mindestens genausoviel Wasser, besser die doppelte Menge Wasser zu nehmen. Hat er nicht gemacht. Daraufhin hat ihn mein Mann gefragt warum denn nicht. Die Antwort war, daß er damit überfordet war. Und das mit fast 20 Jahren  Roll Eyes Roll Eyes Manchmal gibt er sich auch richtig Mühe, aber dann wieder so daneben..Unterm Stall verschwindet er zum Rauchen und telefonieren (und meint wohl noch wir merkens nicht)..Und hauptsächlich Freizeit im Sinn, am Abend ist er dann ganz schnell.
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Viele Grüße, Dagmar
Celina49
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« Antwort #157 am: 20.10.08, 20:20 »

Hallo Daggl,

genau aus diesem Grund haben wir schon lange keine Lehrlinge mehr.
Früher wollten noch die Söhne von uns bekannten Landwirten Lehre machen aber irgendwann merkten wir, dass wir die Sklaven unserer Lehrlinge waren.

Warum tut man sich das noch an?
Es kann nur Idealismus sein aber wenn du allmählich auf die 50 zugehst, dann stellst du dir deinen Alltag anders vor. Wenn du dann auf die 60 zugehst, dann reichts dir entgültig!
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Liebe Grüße von Celina
martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
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leben und leben lassen


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« Antwort #158 am: 20.10.08, 22:31 »

Hallo Dagmar,
musste eben grinsen. Ich hatte mal Praktikanten hier, der hat sich gleich Milchshakes zubereitet. einfach Milch aus dem Kühlschrank. Dann ist er in die Speisekammer gegangen und hat sich eine Dose Pfirsiche geschnappt und mit meiner Küchenmaschine mit dem Mixteil den Shake gemacht.
Und der war nicht aus der Stadt. Der war Sohn eines Landwirts hier aus der Nähe.
Wenn ich Dir den Namen sagen würde, dann würdest Du vielleicht sogar wissen oder Dein Mann, wer das ist. Waren ziemlich gute Züchter.
Das hat der auch nicht in der Freizeit gemacht. Sondern während des Tages.
Ich dachte mir damals auch, ich spinne.
Ich selber wäre noch nie auf die Idee gekommen die Selbstbedienung in einem fremden Haushalt so auszuweiten.
Aber die kennen da nix.
Sind aber Gott sei Dank nicht alle gleich.
Das mit Rauchen und Telefonieren während der Arbeitszeit scheint ein weit verbreitetes Problem zu sein. Ich ärgere mich auch wenn ich Jugendliche sehe, die am Tisch sitzen und nur mit dem Handy herum machen. Und das, obwohl es nicht mal geläutet hat. Als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Der Rest der am Tisch sitzenden sind Nebensache.
Ich find das irgendwie unanständig.
Gut, dass meine Kinder diese Untugend nicht haben. Dafür gibt es andere Dinge, die mich ärgern.
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Liebe Grüße
Martina
Sasa
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« Antwort #159 am: 20.10.08, 22:46 »

Hihi... Martina, vielleicht hätte er lieber eine Lehre zum Koch machen sollen Grin

Aber sowas- da wäre ich schon bei meinen eigenen Kinder geplatzt- man kann doch bitte fragen, bevor man sich was nimmt!
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Annette
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« Antwort #160 am: 20.10.08, 23:16 »

[quote author=Sasa link=topic=5006.msg264976#msg264976 date=1224535595
Aber sowas- da wäre ich schon bei meinen eigenen Kinder geplatzt- man kann doch bitte fragen, bevor man sich was nimmt!
[/quote]

Nee wozu ? Angry Angry Angry

Es ist doch einfach zu schön, wenn die Plannung so mir nichts dir nichts üb er den Haufen  geworfen wird, wenn im Kühlschrank und sonstigen Aufbewahrungsorten die große Schwindsucht herrscht. Dann kann frau endlich mal wieder kreativ werden  Tongue

LG Annette
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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
perle
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« Antwort #161 am: 13.11.08, 15:41 »

Hallo
wir haben seit September wieder einen Azubi. Er ist fleißig beim schaffen und auch vom Umgang her eigentlich angenehm - nur leider stellt sich jetzt raus, dass er schon paar mal nicht in der Schule war. Das war wohl im letzten Jahr auch schon der Fall( er hat sich nicht mehr mit der Ausbilderfamilie zurechtgefunden - und abgebrochen, deshalb bei uns nochmal 2. Lehrjahr). wenn es jetzt ein superschlauer Bursche wäre - aber so ist es auch nicht. Wir finden Schulbesuch ist Schülerpflicht - aber was für Möglichkeiten hat man um einem 19jährigen das klar zu machen? Die Eltern stehen wohl auch machtlos da(oder eher in Egalhaltung- kann ich nicht recht beurteilen)
Meine letzte Idee ist jetzt noch, die Schulfehltage als Urlaubstage anzurechnen -- aber eigentlich wollten wir schon gern,dass der Junge die Ausbildung ordentlich macht(für uns wärs ja einfacher er wär nur zum arbeiten da- das kann er wirklich - aber sein Leben liegt doch noch vor ihm)

Vielleicht hat jemand eine Idee?
Eine ziemlich ratlose Perle
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a.m.
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« Antwort #162 am: 13.11.08, 15:54 »

Schulbesuch ist Arbeitsauftrag.
nicht zur Schule gehen ist Arbeitsverweigerung.
=> Abmahnung, Stufe 1 schriftlich. Mal sehen ob er sich dann bewusst wird, dass er gegen den Ausbildungsvertrag verstößt.
=> bei der Kammer, dem Ausbildungsberater (oder wer bei euch für die Ausbildung zuständig ist) anrufen und künftig das Schulerscheinen am besten schriftlich bestätigen lassen.
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Paula73
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« Antwort #163 am: 14.11.08, 09:10 »

Wenn er zu viele Schultage unentschuldigt fehlt wird er eh nicht zur Prüfung zugelassen, so ist das jedenfalls bei uns.
Vielleicht solltest du mit ihm darüber reden warum er nicht zur Schule geht. Unter Umständen gibt es Probleme die behoben werden können.
Wenn die Eltern nicht mitziehen ist es besonders schwierig. So einen Fall hatten wir auch  Sad, der Lehrvertrag wurde nach einem 3/4 Jahr aufgehoben. Bei jemanden der keine Lust hat lohnt sich die Mühe einfach nicht.
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Marge
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« Antwort #164 am: 17.11.08, 21:08 »

unser Sohn ist auch in der landwirtschaftlichen Ausbildung ,sein 2 tes Lehrjahr ,
in seinem ersten Lehrjahr hat er mit seiner Ausbilderfamilie schlechte Erfahrungen gemacht ,
es ist öfter passiert ,das er morgens der erste und abends der letzte im Stall war ,
jetzt ist er auf einen Betrieb , sein Lehrherr kümmert sich um ihn ,beantwortet all seine Fragen , so wie es ja auch sein sollte ,
er arbeitet auch viele Stunden ,aber der Beruf mit Tieren und der gesamten Landwirtschaft bereiten ihm viel Freude
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