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Autor Thema: Hornlos glücklich?  (Gelesen 12575 mal)
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #15 am: 12.07.02, 06:19 »

Hallo Heike, hallo Ute,
mit Euch muss ich mich unterhalten, bei uns bei Fleckvieh geht mit der Zucht auf Hornlosigkeit überhaupt nichts, die Enthornerei geht mir furchtbar an die Nieren, mir tun die Kälber immer leid, zuvor sind sie ganz zahm und zutraulich, nach dem Enthornen ist das schon ein bisschen anders. Wir haben zwar den Akuenthorner, geht ein bisschen besser, aber gleich hornlos wäre mir viel lieber.
Seit meinem heurigen Kuhkampf bin ich kompromissloser Horngegner. Ich würde nicht mehr leben, wenn diese Kuh Hörner gehabt hätte.
Kann man die Bullen bestellen, da wäre ich für <Informationen dankbar.
Herzl. Grüsse
Maria
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Freya
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no guts, no glory !


« Antwort #16 am: 12.07.02, 10:50 »

hallo mary,
schau mal nach bei www.fleckvieh.de da gibt es auch hornlose Genetic.
Brauchst nur bestellen....
Wink Wink Wink
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

liebe Grüße
Freya
Bea
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Hilflos ist der Bauer, ohne Frauenpower


« Antwort #17 am: 19.07.02, 20:57 »

Hallo Freya,
habt ihr das schon ausprobiert?
Wir haben auch FL und genetisch hornlose Nachzucht wär schon toll.
Beate
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert
reserl
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« Antwort #18 am: 27.09.02, 08:34 »

Ellen stellt folgende Frage:
(ich hab sie hierher verschoben)



Folgendes Problem:
Ich versorge die Kälber und mein Mann enthornt sie, nur dass er es immer so spät macht (ca. 8 Wo. alt) . Das stört mich.
- Ist es nicht besser, möglichst frühzeitig zu enthornen?
- Ist es schwierig zu lernen?
- Habt ihr Frauen Erfahrung damit oder ist das  Männerarbeit?
Ich denke darüber nach, die Arbeit zu übernehmen.
-Könnt ihr mir über Eure Erfahrung berichten?

Schönen Dank im Voraus!  

Ellen




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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #19 am: 27.09.02, 08:38 »

Hallo Ellen,
Enthornen ist schon immer meine Arbeit, mir tun zwar die Kälber furchtbar leid, aber mit Hörnern habe ich einfach panische Angst vor Tieren.
Ich mache es mit einem Buddex-Accuenthorner ziemlich früh, habe zwar am Anfang einige Kälber gehabt, bei denen die Hörner nachgewachsen sind. Die musste dann der Tierarzt mit so einem Schraubgerät enthornen. Unter Betäubung haben die nichts gemerkt.

Kannst Du mich direkt anmailen.

Herzl. Grüsse
maria
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willemshof
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #20 am: 27.09.02, 22:02 »

Hallo Heike u. Maria u. noch wer!
Lese gerade von Euren Fragen in bezug aus Enthornen. Wir hier in Namibia  enthornen alle Tiere, nur die Ngunizüchter ihre nicht. Das ist so eine einheimische Rasse, die ganz irre lange, dicke Hörner bekommt. sie behaupten, die tiere würden sich besser gegen Raubtiere wehren......  (sind Alternativ-Farmer)
Wir haben uns eine Enthorungskiste gebaut. Wurde vor paar Jahren mal in Top Agrar  vorgestellt. Da kommt das Kalb stehend rein, Kopf wird festgebunden u. dann mit einem Gaseisen ca. 5 sec. gebrannt. Ist in dem Augenblick natürlich schmerzhaft, danach nichts mehr.
Sie sind kurze Zeit vielleicht etwas benommen, tragen einem diese Handlung aber nicht nach. Wir machen es mit ca. 4 Wochen, kommt drauf an welche Rinderrasse.
Bei manchen wachsen sie sehr schnell, da darf man nciht zu lange warten. Geht aber bestens!
@ Heike: Welche Milchleistung habt ihr bei Eurem dän. Rotvieh.  Sind die identisch mit den Angler? Unser Nachbar hatte mal paar Halme bestellt, wollte sie unbedingt hier züchten, kamen nur Bullen bei raus u. dann war es zu mühsam diesen Samen nochmal in die Hände zu bekommen. Interessiert mich sehr!
Vielleicht schreibst Du mir mal, ja? Danke, Gisa
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heike
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Bäuerinnen - find ich gut!


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« Antwort #21 am: 05.10.02, 10:41 »

Hallo Gisa

Schau mal bei :
Welche Rassen stehn bei euch im Stall
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Venlig hilsen fra Danmark
Heike
karin58
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ich kam zur landwirtschaft wie die jungfrau zum kinde


« Antwort #22 am: 07.10.02, 22:08 »

bei uns werden auch männl. und weibl. kälber enthornt.
sie sind meist zw. 2 und 4 wochen alt.
die bekommen eine spritze ( das mittel heißt "xylapan" oder "rompun")und danach schlafen die wie babies. dann werden die haare abrasiert und die hörner mit einem enthornungsgerät entfernt. das macht bei uns momentan noch arne aber dadurch daß die kälber schlafen, könnte ich das auch.
karin aus'm norden
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Juett
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #23 am: 10.10.02, 16:01 »


Ellen stellt folgende Frage:
(ich hab sie hierher verschoben)



Folgendes Problem:
Ich versorge die Kälber und mein Mann enthornt sie, nur dass er es immer so spät macht (ca. 8 Wo. alt) . Das stört mich.
- Ist es nicht besser, möglichst frühzeitig zu enthornen?


Ellen



Hallo Ellen,

nach dem Tierschutzgesetz ist es in Deutschland übrigens verboten, Kälber über sechs Wochen ohne Betäubung zu enthornen !!!  Shocked
In der Schweiz, die ja in Sachen Tierschutz gerne einen Schritt voraus ist, dürfen keine Kälber mehr ohne Betäubung inkl. Lokalanästhesie enthornt werden.

Wir enthornen unsere Aufzuchtkälber innerhalb der ersten drei Lebenswochen unter Narkose mit Xylazin (Xylapam, Rompun etc.) - und Lokalanästhesie, wenn ich dabei bin. Mein Freund verwendet auch den Ätzstift, wobei mir der doch ab und zu etwas unkontrollierbar erscheint ! Manchmal braucht es ewig, bis es wirkt, wenn man es zu gut meint, fängt es plötzlich an zu bluten. Ich bin eher für Brennen, aber dem Guten wird von diesem verbrannten Horngeruch schlecht...  Undecided   Lips Sealed --> Männer....  Roll Eyes

Die Anästhesie ist nicht nur tierschonender, man kann auch viel schöner arbeiten und muss nicht noch nebenher ein Kalb niederringen... Ausserdem haben die Kälber dann keine schlechten Erfahrungen mit Menschen im Hinterkopf, sind zutraulicher und umgänglicher.

Grüsse Jutta

p.s.: Was nicht ganz unproblematisch ist, ist nach dem neuem Arzneimittelrecht, die Abgabe von Xylazin zum selber spritzen !   Sad  Angry
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moni
Gast
« Antwort #24 am: 16.01.03, 22:25 »

Wir gehören auch noch zu den "Exoten", deren Kühe ihren Kopfschmuck noch tragen.
Allerdings haben wir ja Anbindestall, da ist Enthornen nicht unbedingt notwendig.
Wir haben auch nicht vor auf hornlos umzustellen, weil
1. das Enthornen, wie schon erwähnt, ein bissl grausam
   ist und
2. weil Kühe mit Hörnern viiiieeeel schöner sind.
Die sind sich ausnahmsweise mal alle Generationen unter unserem Dach einig Wink.
Also...wenn ihr in ein paar Jahren mal von einem Betrieb hört, der die letzten Kühe mit Hörnern hält...das sind dann bestimmt wir...grins... Wink
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reserl
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« Antwort #25 am: 03.02.03, 11:07 »

Moni, ich bin froh, das wir auch im Anbindestall enthornen. Meine Devise: Hörner ab.

Die Verletzungsgefahr ist auch im Anbindestall riesig.

Meinen Vater hat es letzte Woche erwischt. Da hat ihn
eine Kuh auf "die Hörner genommen".
Glücklicherweise ging es glimpflich ab, da hätte mehr passieren können.

Die Mutter einer Freundin wurde im letzten Jahr von einer Kuh im Anbindestall mit dem Horn so arg im Unterleib verletzt, das sie operiert werden musste. Sad

Habt ihr euch schon unliebsame Bekanntschaft mit den Hörnern gemacht?
« Letzte Änderung: 03.02.03, 11:09 von reserl » Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Mirjam
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« Antwort #26 am: 03.02.03, 11:16 »

Hallo aus aktuellem Anlaß

- insbesondere die Diskussion in der Mailingliste möchte ich hier auch noch mal zu den Gefahren schreiben. Die Diskussion um den Tierschutz wird uns in Zukunft noch mehr beschäftigen, vielleicht ist es oft nicht deutlich genug, welche Gefahren der Tiere für die Halter ausgehen - schließlich werden ja Hengste auch ohne Diskussion kastriert.

Wir haben zwar selbst keine Kühe, habe aber fast meinen Großvater durch einen Bullen verloren und die Berichte aus der Mailingliste habe mich so betroffen gemacht, daß ich ein bißchen gestöbert habe:

Allein 2001 sind in Franken & Oberbayern
5 Menschen (zwei Männer, drei Frauen) im Laufstall durch Rinder ums Leben gekommen.

Über 1500 Männer und 1100 Frauen wurden nur in dieserm Zeitraum/Region durch Rinder verletzt,

in ganz Bayern verunglücken JÄHRLICH über 10.000 Menschen im Stall und auf der Weide.

Eine Tierarztfreundin berichtete erst diese Woche, daß ein Kollege bei einem Kaiserschnitt im Anbindestall von der behornten Nachbarskuh "zwischen den Beinen hochgehoben" und verletzt wurde. Ob es mit oder ohne Absicht war spielt finde ich keine Rolle.

Wir haben zwar schon die Box: Unliebsame Begegnungen mit Tieren - aber welche Verletzungen habt ihr schon mit behornten Tieren erlebt?  

Viele Grüsse

Mirjam




Zu den genetisch hornlosen Rindern: So weit war man in der Ziegenzucht schon gewesen, behornte Milchziegen/-böcke galten als unedel. Aber es gab dann Zahlen von bis zu 70 % Unfruchtbarkeit, so daß man nun wieder Hörner zuläßt.
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
silvia
Gast
« Antwort #27 am: 03.02.03, 13:09 »

Hallo Moni!

Dieser letzte Betrieb mit Kühen die Hörner haben könnten dann auch wir sein. Wink
Wir haben mit noch einem aus dem Dorf zusammen ein Enthornungsgerät gekauft,es aber nur einmal eingesetzt.
Ich finde:
1. das enthornen ziemlich grausam Sad
2. Kühe mit Hörnern sind einfach schöner. Cheesy
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Jani
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #28 am: 03.02.03, 16:23 »

Moin !
Meine Meinung zum Thema Enthornen ist ja auch etwas indifferrent.Aber : ich gehe eigentlich immer mit Stock oder ähnlichem in der Hand zu unseren Tieren auf die Weide.Und wenn eine wirklich bösartig würde,wäre ich die erste,die den Schlachter anruft....... Shocked
Auch bei Pferden bin ich aufgrund ganz,ganz schlechter Erfahrungen vorsichtig.Denn bei meinem Pferd stehen auch immer welche auf der Weide,die ich nicht in - und auswendig kenne Undecided.
Aber : die meisten Unfälle ereignen sich glaube ich durch Erdrücken.Im Laufstall,im Melkstand,im Anhänger.
Ist ja so verführerisch,da eben mal reinzuklettern,um Ohrmarke einzuziehen o.ä.,das Tier ist ja vermeintlich fixiert........macht MANN hier auch  Angry.
Aber vielleicht bekommt Mim ja von der BG noch genaue Zahlen.........
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Liebe Grüße von Jani
moni
Gast
« Antwort #29 am: 06.02.03, 11:16 »

Wir persönlich hatten noch nie Unfälle mit den Tieren,
außer ein paar blaue Flecken von kitzligen Kühen beim Melken.

In unserer Gemeinde weiß ich allerdigns schon einige, die "gehörndelt" worden sind. Eine Bekannte wurde im Unterleib schwer verletzt und mußte lange ins Krankenhaus.

In unserer Ortschaft haben die meisten Bauern ihre Kühe enthornt. Wahrscheinlich gehen wir irgendwann auch mit der Zeit und enthornen unsere auch... Wink

Genetisch hornlose Tiere währen schon eine super Sache. Aber ich hab gehört, daß diese zum momentanen Zeitpunkt dafür noch Defizite in der Milchleistung haben.

Stimmt das?
Wer weiß mehr darüber?

Liebe Grüße
Moni
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