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Autor Thema: Richtig kompostieren ?!  (Gelesen 3695 mal)
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #30 am: 08.07.11, 09:33 »

Hallo Luna,
wer hat schon ein Labor dabei, es müssen die Pflanzen als Zeigerpflanzen herhalten.
Mit den alten Gartenkulturen, ja, Tempel, Pyramiden aus Stein überdauern die Zeit, ein Garten als Kulturstätte, da muss nur eine Schubraupe kommen und alles ist vorbei.
Vor gut 1oo Jahren hat ein amerikanischer Landbauprofessor über seine Reise nach Japan, China und Korea ein Buch geschrieben- 4000 Jahre Landbau in diesen Ländern,
was wohl heute noch von diesem Wissen in diesen Ländern vorhanden ist?
Was können wir von überlieferten Erfahrungen heute noch umsetzen?
Der Blick über den Tellerrand ist auf alle Fälle interessant
der Blick zurück in die Geschichte ist schwierig, Wissen das nicht mehr angewandt wird, verliert sich relativ schnell.

Ich würde die Walnussblätter sammeln, mit Steinmehl, Erde, gut mischen, in Kompostsäcke oder andere Plastiksäcke geben, gut verschliessen, umdrehen und an einer nicht sichtbaren Stelle zusammenstellen, die Blätter fermentieren dadurch und im Frühjahr kommen sie schichtweise auf den Kompost.
Man kann die Blätter aber auch wie einen Silagehaufen festtreten, mit den gleichen Materialien mischen und mit einer Folie zudecken und luftdicht abschliessen oder in einer Tonne,
im nächsten Jahr auch unter den Kompost geben.
Von normalen Haufenkompost hab ich mich verabschiedet, letztes Jahr hab ich gesehen, welcher Kompost zu welchen Pflanzen führt.
Wie sich zukünftig Humofix, der Zusatz von Holzkohle, das Zudecken vom Komposthaufen auswirkt- da muss ich erst selbst Erfahrungen sammeln.
Die Diektkompostierung auf dem Beet ist eine Sache, die ich weiterverfolgen möchte. Das heurige Wachstum ist sehr gut, aber um wirklich genauere Aussagen machen zu können, muss ich erst mal schauen, was ich im Herbst dann in diesem Beet vorfinde.
Ich habe Erde auf dieses Beet gegeben und darauf Starkzehrer gepflanzt, die gleichen Pflanzen am gleichen Tag auch in ein normal mit Kompost versorgtes Beet, der Unterschied ist wirklich beachtlich.
Wir können zwar auf den Mars fliegen, aber was unter unseren Füssen im Boden geschieht, das ist wohl das grösste Wunder, von dem wir ganz, ganz wenig wissen.
Herzl. Grüsse
maria


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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #31 am: 24.08.11, 21:08 »

Hallo,

alle Jahre wieder ... Falläpfel. Jede Menge, die ich nicht verwerten kann. Gibt es eine Möglichkeit die Äpfel zu verkompostieren?

Seit ich von der Direktkompostierung auf dem Beet gelesen habe geht mir so durch den Kopf, ein kleine Grube von ca. 50 cm auszuheben, eine Schicht von den moddrigen Äpfeln, Steinmehl und Erde drüber, wieder von vorn mit den Schichten, bis die Grube gefüllt ist. Ob das geht?

Was macht ihr mit dem Fallobst?

LG

Luna
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LunaR
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« Antwort #32 am: 11.09.11, 17:00 »

@mary:
Zitat
Ich würde die Walnussblätter sammeln, mit Steinmehl, Erde, gut mischen, in Kompostsäcke oder andere Plastiksäcke geben, gut verschliessen, umdrehen und an einer nicht sichtbaren Stelle zusammenstellen, die Blätter fermentieren dadurch und im Frühjahr kommen sie schichtweise auf den Kompost.

Habe noch mal eine Frage zu den Kompostsäcken (wußte bisher gar nicht, dass es die gibt): Sind die luftdicht oder müsen sie atmen? Wo gibt es die, bzw. gehen auch die blauen (luftdichten) Müllsäcke, falls ich keine Kompostsäcke bekomme?

LG

Luna
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #33 am: 11.09.11, 17:14 »

Hallo Luna,
ich verwende die Säcke, in denen die gute Erde für die Kübelpflanzen drinnen war.
Die blauen Säcke würd ich zur Sicherheit doppelt nehmen.  Gibt vielleicht auch dickere Säcke.

Ich hab gestern einer alte Regentonne den nicht mehr dichten Boden weggeschnitten, sie umgedreht auf einen Kaninchendraht gestellt und verwende dieses Gestell als versuchsweisen Thermokomposter.
Oben drauf kommt der Deckel, den muss ich noch passend zuschneiden.
Mal sehen, was da rauskommt.
Meine beste Komposterfahrung sind heuer die Hochbeete, dort die zu kompostierenden Teile reingegeben, festgetreten, und dann mit einer spatentiefe Erde abgedeckt.
Die dabei entstehende Wärme hat den Pflanzen sehr gut getan.
Ich hatte noch nie so schönes Gemüse, ausser den Tomaten.
Herzl. Grüsse
maria
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #34 am: 11.09.11, 17:20 »

Danke Mary!

Ja, die Hochbeete sind schon toll  Smiley. Wir haben hier so feste Erde, nur auf dem Hochbeet ist sie schön locker und nach einigen Jahren ist auch unten drin feinste Blumenerde. Wir zerkleinern schon gar nicht mehr. Es dauert dann etwas länger mit dem Verrotten, aber geht auch. Ich möchte noch ein Hochbeet mit Folientunnel haben  Wink

Luna

PS: Gute Recyclinidee mit der Regentonne.

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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #35 am: 23.02.12, 17:24 »

Wer von euch hat einen Komposthaufen im Garten?
Was gilt es dabei zu beachten?



Reserl,

wer einen Garten hat, der hat auch einen Komposthaufen.

Ich weiss, dass der moderne Mensch aus SEINEM Garten ALLE Kompostbestandteile "fach- und sachgerecht" entsorgen lässt (bspw. via Biotonne) und dann teuer Erde minderer Qualität aus dem Angebot der Woche heimträgt und sich hernach wundert über die Artenvielfalt an diversen (schleimigen) tierischen  Gesellen und Neunutzern in Form von "Neophyten" seines Gartens...


Hallo,
 
Was macht ihr mit dem Fallobst?

LG
Luna

Was mach ich mit Fallobst?  An sich Saft oder Marmelade oder Kompott, früher als ich noch zahlreiche fitte alte Nachbarinnen hatte den einen oder anderen Korb Fallobst verschenken... ansonsten Viehfutter für Pferde, Schafe, Ziegen, Rinder...

Andere Option, du kannst das Obst auch verkompostieren- einfach eine Lage Fallobst auf den Komposthaufen geben.

Hallo,

ein schöner humoser Kompost ist auch mein Traum. Bisher läuft bei uns aber die Kompostierung noch genau so, wie sie nicht sein sollte.

1. Eine Komposttonne, die laufend mit Küchenabfällen und im Herbst mit Walnusslaub nachgefüllt wird und bis weit nach oben von Regenwürmern bewohnt ist. Da möchte ich mindestens noch eine habe um abwechselnd beschicken, damit der Kompost ausreifen kann. 

2. Ein wilder Haufen, auf dem Rasenschnitt, Heckenschnitt, Gartenabfälle landen. Irgendwann ist es dann verrottet, aber auch kein gepflegter Kompost.

3. Unter einem Holzhaufen, auf dem auch mal Grünabfälle und Erde gelandet sind und der einige Jahre so gelegen hat, haben wir nach einer Umräumaktion den feinsten Humus gefunden, der für die Kübel der Sommerpflanzen in diesem Jahr genutzt wurde. Davon wünsche ich mir noch mehr.

Luna

Luna, mach es dir doch nicht so schwerer als nötig.

Mach aus den drei "wilden Haufen" einen schön gestapelten Kompost und alles ist paletti. Diesen Stapel setzt du einmal im Jahr um, hältst ihn luftig und wettergeschützt und etwas feucht im trockenen Sommer und lässt ihn noch ein Jahr reifen.  *Ja, ich weiss um das Zeitproblem... Gleichwohl alles, was gelingen soll, macht Arbeit und braucht Zeit.*


Gutes Gelingen,

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
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