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Autor Thema: Zweistellige Minusgrade - Tipps und Tricks für Leitungen und Maschinen  (Gelesen 6615 mal)
erika2
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« am: 02.02.12, 11:27 »

Aus aktuellem Anlass (-19°C draußen, -13°C im Stall) dachte ich  wir könnten mal zusammentragen, wie wir dem Frost ein Schnippchen schlagen.

Man wird ja doch betriebsblind und hat das immer schon so oder so gemacht. Wer hat pfiffige Auftau- bzw.  Frostvermeidungsmethoden?

Was originelles hab ich selber nicht auf Lager.  Wir haben Zirkulation und Heizung beim Tränkewasser. Meinen Melkstand schiebe ich zu, lass die Tür zur Milchkammer offen, da kommt etwas Wärme von der Milchkühlung rein. Damit komme ich immer auf +1-  +2 Grad, dann friert mir nichts ein. Die Kühe heizen dann mit ihrer Körperwärme nochmals um weitere 3 ° auf. Da kann man gut arbeiten.
Trotz der Heizung friert das Wasser in den Tränkebecken über Nacht manchmal ein, weil länger nicht gesoffen wird. Dafür hab ich einen alten elektr. Einkocher. Von dem heißen Wasser kommt dann überall ein Schwupps rein und das reicht. Glücklicherweise.

Unsere Futterrüben (werden wohl die wenigsten noch haben) sind unter 2 Lagen alter Teppiche gut aufgehoben.



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Liebe Grüße, Erika
Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #1 am: 02.02.12, 12:11 »

Moin!
Wir haben altes Förderbandgummi an den Türen befestigt, damit der Ostwind nicht drunter her pfeift.
Beim Melkstand geh ich abends nach der Spülung los, und lasse alles Wasser aus den Leitungen und drehe die Geschirre um. Sonst friert uns das nämlich auch schon mal ein  Roll Eyes
Alle Jahre wieder friert im oberen Stall die komplette Wasserleitung dicht- dann ist tränken mit der Hand angesagt...heute soll beonnen werden, endlich Heizkabel zu montieren. Ist wohl fertig, wenn der Frost vorbei ist *seufz
Aber vielleicht klappts ja dann beim nächsten Frost.  Roll Eyes

Grussi Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
mali
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« Antwort #2 am: 02.02.12, 12:44 »

Melktechnik haben wir nicht,dafür haben wir in 5-erlei Ställen Tiere stehen.
Wir lassen jeden abend das Wasser ab,tagsüber-meist über die "warmen" Mittagsstunden- drehen wir für ein paar Stunden alles auf.

HD-Reiniger und Milchtaxi kommen im Altbau in den Abstellraum,die Tiere in den absoluten Kaltställen tränke ich auhc 2 x täglcih indem ich mit dem Milchtaxi Wasser zu Trog bringe,da drehen wir keine Leitung offen,die wird von innen ja auhc jeden Tag dünner,denn Restwasser friert ja irgendwo immer an.

Ich hoffe,daß die Kälte nicht sooo lange anhält und der Ostwind sich etwas abschwächt,damit nciht doch noch im großen Stall per Hand getränkt werden muß.... Shocked Shocked Shocked..denn dann ist es eine tagesfüllende Aufgabe....

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Gruß Mali
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Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
Mannomann
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« Antwort #3 am: 02.02.12, 13:22 »


Ich habe an meinem Hofschlepper einen Motorwärmer nachträglich einbauen lassen. Dadurch wird der Motor wesentlich schneller warm und springt auch besser an bzw. der Kälteunterschied im Motor ist nicht mehr so extrem. Die Tatsache das die Kabine relativ schnell warm wird ist ein angenehmer Nebeneffekt. Damit sich der Stromverbrauch in Grenzen hält ist der Motorwärmer an eine Zeitschaltuhr gekoppelt.
 
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 02.02.12, 13:30 »

Ach Lotta,
das kommt mir so bekannt vor. Nach dem Frost ist vor dem Frost. Grin
Uns ist bei den Jungtieren auch das Wasser eingefroren, jedes Jahr heisst es, da wird was gemacht. Wink
Wir haben die Lüftungsklappen mit Isolierung versehen, aber wenn der sibirische Ostwind weiter so weht, dann helfen nur noch warme Gedanken.
Wie schön war der warme Winter, ich denke mit Wehmut daran zurück.
Herzliche Grüsse aus Sibirien
maria
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gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #5 am: 02.02.12, 16:06 »

Hallo
die Wasserleitungen sind schon lange isoliert, wenn ich noch dran denke, wie mühselig das Auftauen war. Zum Glück musste Göga mit ran und dem war das dann so nervig, dass er im nächstgelegen Baumarkt das ganze Isoliermaterial weggekauft hat. Seitdem ist Ruhe, nur die kleinen Tränken bei den Kälbern frieren ein, aber da reichen 5 l heißes Wasser und schon ist alles aufgetaut. Der Faltschieber im neuen Stall hat ein Frostprogramm und läuft alle 3 Minuten für 10 Sekunden. Am meisten nervt die festgefrorene Kuhschei..e auf dem Spaltenboden. Unser Melkstand liegt im Gebäude und ist bis jetzt noch nie eingefroren.
LG Gina
« Letzte Änderung: 03.02.12, 19:14 von gina67 » Gespeichert
Nelly
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« Antwort #6 am: 02.02.12, 16:14 »

Im Schweinestall friert eh nie was ein, die Schaftänken sind alle dicht. Ich habe noch einen Wasserkran mit Schlauch, womit ich dann tränke. Da war dieser Tage dann aber auch ein Stück dicht und ich musste alles auseinanderschrauben. Ich habe alles mit kleinen Strohbunden verbarrikadiert, alte Unterbetten über/zwischen die Ritzen an Türen und Toren. Die letzten ganz paar Rüben haben es hinter sich.....
Wie haltet ihr es mit euren Hütemaschinen ( Hofhunden)? Reinholen? Ich habe unserem ein großes Strohbett im Stall gemacht....

Nell
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten!
mouhkouh
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Gut für die Sinne, schlecht für die Nerven!


« Antwort #7 am: 02.02.12, 16:41 »

Wir haben einen bernhardiner, für den sind das "wohlfühltemperaturen", er hat zwar eine isolierte Hütte, liegt aber trotzdem noch nachts draußen im Schnee.



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Wenn du schreiben kannst, heißt es noch lange nicht, das du ein intelligentes Wesen bist Grin
mali
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« Antwort #8 am: 02.02.12, 17:11 »

Die Hunde sind eh mit im Haus,also unten in der "Schmutzschleuse" im Erdgeschoss.

Vor allem der Alte ist schwer zu bewegen raus zu gehen,läuft auf dem Rückweg immer vor um schnell wieder in sienen Korb zu kommen.

Die Sennenhündin ist auch auf Wohlfühltemperatur--der fehlt nur noch etwas Schnee zu ihrem Glück!
Ausgerechnet jetzt ist sie aber läufig und so kann cih sie nicht-wie sonst- bei der Arbeit frei laufen lasssen.
Neben Skiunterwäsche,Rückenwärmer,Mütze,Schal und Handschuhen--in denen man sowieso beweglich eingeschränkt ist-habe ich nun noch immer die Hündin an der Leine bei mir laufen.
Das nervt ein wenig.Heute morgen hab cih sie dann im Haus gelassen,wollte dafür mittgas eine Runde mit ihr gehen--auf halben Weg haben wir kehrt gemacht....der Ostwind piekste wie NAdelstiche im Gesicht!!!!!

Im Pferdestall steht die alte Wurfkist,da "rotten" sich die Katzen zusammen.Da werd ich nachher noch eine weitere Lage Stroh reinpacken und ein größeres Dach (Palette mit Stroh drauf),damit sie sich schön einkuscheln können.
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Gruß Mali
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Sonnenblume2
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« Antwort #9 am: 03.02.12, 09:37 »

Hallo,
Wasserzuleitungen und Tränker (im alten Stall) einfrieren, ist eigentlich jedes Jahr dasselbe bei länger anhaltender Minustemp.
Es wird halt dann mehrmals täglich mit Schlauch getränkt, das ewige Auftauen ist ja auch nur für kurze Zeit was.
Kälber bekommen ihr Wasser mehrmals täglich über Eimer und haben somit immer ein temperiertes Wasser.

Im Melkstand wird nur soweit mit Wasser rausgewaschen dass die Melkstandtüren damit nicht in Berührung kommen, die frieren uns sonst immer fest und wir bekommen sie sonst nicht mehr auf bzw. vor den Türen bildet sich sonst Glatteis.

Sonst halt warm anziehen, schnell(er) arbeiten und hoffen dass es die eisigen Temperaturen nicht allzu lange anhalten.
Lg Sonnenblume
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Faxälva
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« Antwort #10 am: 03.02.12, 15:54 »

..wir hatten heute morgen -35 grad.... Mein Nachbar hat seit Jahren eine bewärmte Tränke für seine Rinder, die ja immer draußen sind...meine Schafe wollten sehr selten trinken,die nehmen Schnee auf, davon haben wir reichlich, ca.1m ...  mein Hund ist noch jung und liebt den Schnee und die Kälte....aber die Katzen begrenzen ihren Aufenthalt draußen auf das Geringste....
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Marina
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #11 am: 03.02.12, 16:20 »

@Faxälva: wie empfindest du die -35 Grad? Mit taten heute früh die -16 Grad
schon sehr weh, obwohls in unserem Stall "kuschelige" 10 Grad + hat.

Gruß
Marina
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Bullenmafia
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Bäuerinnen find ich super


« Antwort #12 am: 03.02.12, 18:52 »

Endlich.... fließendes Wasser wieder im Fresserstall. die alte Heizleitung hat ihren Geist aufgegeben und alles war eingefroren und ich hatte durstige Kälber. gottseidank hat unser Bekannter ne Ersatzleitung so dass wir bis Montag überbrücken können, somit hab ich den Viehhändler absagen können, das wir nicht notumquartieren müssen.

es ist gar nicht so kalt -10 Grad aber es kommt einen vor wie - 30 Grad.... ja nirgends hinlangen man bleibt dort kleben, sowas kenne ich überhaupt net. Tochter sitzt auf der Heizung, mein Heizlüfter ist zum Automaten wärmen umgenutzt worden, obwohl der eigentlich auch isoliert wäre.
Und Max schläft im beheizten Wasserbett selig seit fünf Uhr, hat gemerkt das Mama auftauen gehen muss. wir waren zu fünft beschäftigt den Stall wieder zum Laufen zu bringen. ist was schönes wenn einem in der Not die Freunde helfen. jetzt sind sie noch die neue "Aushilfsheizleitung" befestigen und Isolierung drüber. dann großes Aufwärmen, der Stall hat Außentemperatur.

LG Petra


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Ganz liebe Grüße
Petra
Nelly
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« Antwort #13 am: 03.02.12, 19:07 »

Ich habe GEfrierbrand an den Fingern. Man kann ja nicht bei jeder ARt von STallarbeit Handschuhe anhaben. Meine Nase scheint mir auch geschrumpelt zu sein......vielleicht kann man sich das zuviel an Fett auch abfrieren....... Ich muss jetzt Wasser direkt aus dem Kran nehmen, der 1,70 über der ERde ist, weil alle Schläuche dicht sind und Tage zum Auftauen brauchen....Muckischmalz ist angesagt.....


Nell, die nach der Stallarbeit nichtmals mehr gescheit sprechen kann-Schnute eingefroren!
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inga
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« Antwort #14 am: 03.02.12, 20:08 »

Hej,
meine Männer legen vor zu erwartenden starken Minusgraden immer eine dicke Lage Stroh am Sockel rund um den Liegeboxenstall. So kann die kalte Luft dann nicht von unten aus den Spalten ziehen. Ansonsten alle Türen zu und zur Not vor jeden Melkroboter ein Heizaggregat, wenn die Kühe aber konstant zum Melken gehen haben die Roboter keine Zeit um einzufrieren.
Ich trage das ganze Jahr über Dunlop Thermogummistiefel, da braucht es keine extra Socken. (Was gut ist bei HItze, ist auch gut bei Kälte ...hat Oma immer gesagt  Wink )

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Inga
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