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Autor Thema: Neu einsteigen mit Milchvieh?  (Gelesen 1009 mal)
3Kinder3Rinder
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« am: 03.01.12, 13:52 »

Hallo!
Hat das schon einmal jemand von Euch gewagt? Auf der Suche nach einem 2. Standbein zusätzlich zum Ackerbau schwirrt uns immer wieder ein Kuhstall duch den Kopf (ab 2015). Sicher nicht einfach, neu einzusteigen, aber vielleicht machbar? Knowhow zum großen Teil vorhanden, alles natürlich nicht.
LG
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LG, Nanna
(3Kinder, 3 Hobbyholsteins, 3 Pferd und ein Ackerbauer)
gammi
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« Antwort #1 am: 03.01.12, 14:11 »

Habt ihr einen "alten" Stall? Wollt ihr neu bauen? Einen stall pachten?

Woher kommt das Know-how? Und wie alt ist das Know-how?

Machbar ist vermutlich alles......es kommt aber stark auf die Voraussetzungen an, die man hat.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
3Kinder3Rinder
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« Antwort #2 am: 03.01.12, 14:22 »

Stall müssten wir neu bauen. Ich war jahrelang beim Zuchtverband tätig, habe da viel gesehen. Auf vielen verschedenen Milchviehbetrieben gejobbt, Betriebshilfe gemacht, gesehen...
Fütterung müsste ich wohl sehr auffrischen, das meiste andere traue ich uns zu.
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LG, Nanna
(3Kinder, 3 Hobbyholsteins, 3 Pferd und ein Ackerbauer)
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #3 am: 03.01.12, 14:24 »

Machbar ist so gut wie alles nur ob es sinn macht,die betehendn Milchhalter suchen nach standbein 2-3 weils meist mit 2 standbeien nicht mehr geht.
darum würde ich mir des gut überlegen ,und es kommt auch auf die lage an als wo,welche gegend,und auch die voraussetztungen muß passen.

Lg Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #4 am: 03.01.12, 19:36 »

und vor allem denke ich müsstet ihr einen langen atem haben, in sachen finanzen !!!

wir haben den milchviehstallneubau sausen lassen, weil wir da keine balance zwischen aufwand und ertrag sehen konnten (vor 4 jahren )
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
3Kinder3Rinder
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« Antwort #5 am: 03.01.12, 19:55 »

Problem hier ist halt, daß es nahezu unmöglich ist, über die Fläche zu wachsen. Und 2 Standbeine sind halt oft besser als 1. Geflügel und Schweine kommen so rein gefühlsmäßig nicht in Frage, da uns beiden die Begeisterung dafür völlig fehlt.
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LG, Nanna
(3Kinder, 3 Hobbyholsteins, 3 Pferd und ein Ackerbauer)
gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #6 am: 03.01.12, 20:04 »

Mal eine andere Frage: Habt ihr denn genug Fläche um Futter für eure Kühe zu ernten und für die anfallende Gülle?
Ich stell mir das sehr schwierig vor, mit der Milchviehhaltung aus dem Nichts anzufangen. Die Kosten für Stallbau und Melktechnik darf man nicht unterschätzen. Die Technik wird oft nicht länger als 10-12 Jahre finanziert.
Ihr werdet euch mit dem Steuerberater, dem Banker und auch mit einem Berater der Landwirtschaftskammer zusammensetzen müssen, um die vielen Probleme zu erörtern. Ich wünsche euch viel Glück bei eurem Vorhaben und finde die Idee ganz schön mutig.
LG Gina
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Ginchen
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« Antwort #7 am: 03.01.12, 20:39 »

Warum Milchvieh und nicht Mast? Welche Stückzahl schwebt auch da vor.
Gina hat recht mit der Fläche, und mit der Gülle bzw. Mist. 
Wollt ihr die Kälber selber mästen oder an Mäster verkaufen.
Das größte Problem ,finde ich, ist die Finanzierung. So ein Stall kostet eine Menge, das sollte man nicht unterschätzen.
Ich würd mir jede Beratung holen die ich bekommen kann. (Finanziell wie baulich)

Wünsche euch alles Gute bei eurem Projekt. Da ich aus Österreich komme kann ich leider nicht viel weiterhelfen. Bei uns ist doch so manches anders als in Deutschland.

liebe Grüße
Regina
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Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

Mut ist der Zauber, der Träume Wirklichkeit werden lässt!
Tina
Lüneburger Heide
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #8 am: 03.01.12, 21:53 »

Hallo 3Kinder§Rinder,
wenn ich bei die lese ....1Ackerbauer?!? Huh vielleicht ein bißchen blauäugig?
ich würde als Milchviehhalterin dagegen argumentieren:
- Kosten ca. 5000€ Kuhplatz plus Kuh, Quote fällt ja weg
- Bei uns hier in NS sollte man mindestens 60 - 80 Kühe aufwärts
- Futterfläche
- Management nicht zu unterschätzen
- 365 bzw. 366 Tage im Jahr 2 mal melken, plus fütterrn plus Abkalbungen (Im Moment bei uns jetztz um 22 Uhr, ist noch ne soziale Zeit) ... Urlaug Huh

Wenn verrückt nach Kühen, dann lieber nen Job als Herdenmanagerin oder ähnliches.

das schreibt auch ne Kuhverrückte, aber heute könnte ich mich auch von Kühen verabschieden.

LG
tina
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LG
Tina
gammi
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« Antwort #9 am: 03.01.12, 23:05 »

Was ich mir auch noch schwierig vorstelle  eine ganze neue Herde anzuschaffen.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
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leben und leben lassen


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« Antwort #10 am: 04.01.12, 06:54 »

Hallo,
ich denke machbar ist alles. Man muss es nur wollen. Und seine Arbeit darf man nicht rechnen.
Bei uns im Landkreis hat eine Frau zusammen mit ihrem Mann, der nicht aus der Landwirtschaft war wieder mit Kühen begonnen. Allerdings war der Stall da. Die Eltern der Frau hatten den Betrieb aufgegeben. Die Leute (jung waren die jetzigen Betriebseigentümer auch nicht mehr) haben praktisch alles wieder reaktiviert. Aber zu einer Zeit wo man noch nicht absehen konnte dass 2015 das Milchkontingent fällt und die schwere Zeit der Milchstreiks noch nicht ausgestanden war.

Ich denke auch, man braucht die Liebe zur Kuh. Dass man aber auch manchmal Rückschläge hat, das soll man vielleicht einplanen. Ist nicht immer so einfach....
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Liebe Grüße
Martina
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #11 am: 04.01.12, 08:02 »

Ich würde das mit Beratern der LWK durchrechnen lassen.
Und zwar alle Alternativen, sprich Milch, Schweine, Geflügel, Biogas.
Gibt es eine Investitionsförderung, wie hoch ist sie? Die Förderperiode läuft 2013 aus, also ist höchste Eile geboten. Immerhin muss man mindestens 1 Jahr Vorlauf einplanen für Genehmigungen usw. Das stelle ich mir für einen neuen Standort nicht so leicht vor.
Die größte Unbekannte ist die Marktentwicklung. Niemand kann den Milchpreis vorhersagen, wenn im Frühjahr 2015 die Quote wegfällt.
Schwein und Geflügel bewegen sich schon immer am freien Markt, auch hier kennt keiner die Zukunft. Bei Biogas hat man eine etwas größere Planungssicherheit durch das EEG.
Welche Unwägbarkeiten durch die Finanzkrise noch entstehen können, weiß aber heute auch noch niemand.

Wir haben vor 20 Jahren neu gebaut. Ob wir es heute nochmal täten? Schwer zu sagen...

LG
Müllerin
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #12 am: 04.01.12, 08:14 »

Hallo ,
du schreibst an ackerfläche kann man bei euch nicht wachsen,wen du aber für des zweite standbein fläche vom ersten standbein abziehn mußt ist auch end so gut.
Dan gehts ned nur um den Stall sondern auch erntemascheine für futter und o weiter ist des alles schon vorhanden.
Bei uns in der region bauen die landwirte moemtan stallungen für 100 und mehr Kühe mit robotern und viel technik erleichter des arbeiten aber kostet viel geld,und man wei garnicht wie es 2015 weiter gehn wird mit der Milch,siehe die krise in den letzetn jahren.

Wir haben vor 15 jahren mit dem stall bau begonne für 40 Kühe und jungrinder ,nun sind wir die kleine ,die andern haben auf gehört oder noch größer gebaut. Moentan würden wir nicht mehr bauen.


LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
gschmeidlerin
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« Antwort #13 am: 04.01.12, 20:38 »

Hallo - also ich bewundere Euren Geist - machbar ist für mich immer alles, dann das man glaubt. Wir haben einmal einen Betrieb besucht, die haben auch von Null angefangen und sind nun auch in der Zucht vorne dabei, einen langen Atem braucht man dazu sicher. Ich kann Euch auch verstehen, denn für mich kämen auch keine Hühner oder Schweine in Frage.
Also viel Glück und lasst Euch nicht entmutigen!
Eva
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fltoo
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« Antwort #14 am: 07.01.12, 11:30 »

Hallo

Zu einem laufenden Betrieb noch Kühe mit dazu zu nehmen ist sicher ein mutiger Schritt. Denn zu den generellen Investitionen kann ja dann noch Bedarf an einer zusätzlichen Arbeitskraft entstehen. Das will also vorher alles sehr genau kalkuliert sein. Positiv könnte sich auswirken, dass ihr bereits jetzt plant und damit eine solide Basis schafft. Ich wünsche euch viel Glück bei der Erweiterung!
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