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Autor Thema: Das Für und Wider der Massentierhaltung  (Gelesen 1093 mal)
Marone
Niederbayern
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« am: 11.12.11, 19:42 »

Hallo BT-ler /-innen,

mich würde einfach mal interessieren, welche Vor- bzw. Nachteile ihr in der Massentierhaltung seht, wäre es eurer Meinung nach möglich, ohne Massentierhaltung auszukommen, wenn ja ........welche Alternativen wären für euch vorstellbar, wenn nein..........warum ist es nicht möglich.

Das ganze Thema hier hat übrigens auch noch einen schulischen Hintergrund, denn in der Klasse (Gymnasium 9 Jahrgangsstufe) meiner Tochter wird eine Debatte geführt, über Für und Wieder von Massentierhaltung, na und wo noch Argumente Mangelware sind, betrifft genau das "Für"....Massentierhaltung.
Also dann......genügend Fachleute mit Praxiserfahrung dürften sich ja hier im Forum befinden......ich freu mich auf eine rege Beteiligung und eine gute Dabatte.

Danke schon mal im Voraus....

euer Marone
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Hamster
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« Antwort #1 am: 11.12.11, 20:12 »

Hallo Marone,

was GENAU !  ist Massentierhaltung?
Ab welche Stückzahl, bei welcher Tierart fängt die Massentierhaltung an?
Welches sind die Alternativen  ??

Fragende Grüße schickt der Hamster
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Liebe Grüße
sagt der Hamster
geli.G
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« Antwort #2 am: 11.12.11, 20:14 »

Hallo Marone,

was GENAU !  ist Massentierhaltung?
Ab welche Stückzahl, bei welcher Tierart fängt die Massentierhaltung an?
Welches sind die Alternativen  ??

Fragende Grüße schickt der Hamster

....ob das die Schulen beantworten können..... Huh  Wir hatten hier auch schon mit diesem Thema zu tun. Da bekomm ich einen Hals..... Angry
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #3 am: 11.12.11, 20:19 »

Hallo

eigentlich ist schon der Begriff Massentierhaltung ein für einen LW ein Nogo
sorry aber da stellen sich bei mir die Nackenhaare  Lips Sealed

Wenn meine Kinder dieses Thema behandeln würden
wäre ich mir sicher, dass sie einen Aufstand anzetteln würden
bzw. sich weigern würden mitzuarbeiten ...

Meine Jüngste hat sich in der 4. Klasse mit ihrem KL angelegt
als der meinte LW würden Frösche umbringen wenn sie ihre Wiesen mähen

Gruß
Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
frankenpower41
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« Antwort #4 am: 11.12.11, 20:23 »

Hallo  Marone

Ich seh es auch schwierig an.  Für  viele ist Massentierhaltung ja schon, was heutzutage einfach nötig ist um zu überleben als Landwirt.  Man kann halt z.B. nicht mehr von 10 Kühen leben wie 1950.
Die Verbraucher wollen halt zum Teil Landwirtschaft alla Freilandmuseum wie 1930.
Ich würde auch anführen, dass wenn es noch so wäre wie damals, man nicht nur ca. 11 % seiner Ausgaben für Lebensmittel ausgeben müsste, sondern erheblich mehr.
Überall werden Arbeitserleichterungen angestrebt, wenns um Lebensmittel/Tierhaltung geht, wirds oft negativ dargestellt, dabei wars früher ja auch nicht besser.

Deine Tochter könnte auch anklingen lassen, dass es Unterschied zwischen Nutztier und der Schmusekatze gibt.
Viele sehen das nämlich inzwischen auch nicht mehr.

Marianne    
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fanni
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« Antwort #5 am: 11.12.11, 20:30 »

Also bei euch gibts doch bestimmt auch eine "Landfrau, die Schule macht"........also von diesem PÜrojekt.

Ruf sie an und gib der Schule die Adrresse und ich würd dann beides machen, sollen sie doch mit ihren Materialien sich mit der Massentierhaltung auseinandersetzen und dann aber auch in die Praxis schaun.
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Herzliche Grüße von Fanni
Marone
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« Antwort #6 am: 11.12.11, 20:42 »

Hallo Marone,

was GENAU !  ist Massentierhaltung?
Ab welche Stückzahl, bei welcher Tierart fängt die Massentierhaltung an?
Welches sind die Alternativen  ??

Fragende Grüße schickt der Hamster

Na, Massentierhaltung ist doch wohl nur ein Begriff, ohne irgendwelche Reglementierung......also, ich denke mal, dass die meisten Betriebe unter Massentierhaltung fallen, denn der Landwirt muss Kosten senken, heißt rationaliesieren und das gelingt eigentlich nur, indem man die laufenden Kosten auf möglichst viele Fresser umlegen kann und das wiederum animiert den Landwirt, nur den gesetzlich festgelegten Platzbedarf pro Tier bereitzustellen, sprich angefangen von Stallbau bis hin zu Lohn, Futter und Energiekosten wird alles auf ein Minimum pro Tier reduziert......also, Betriebe, die so arbeiten, fallen für mich unter Massentierhaltung.

Alternativen...........artgerechte Haltung, zurück zu den Wurzeln oder wie auch immer, das ist eben die Schwierigkeit daran, denn der Verbraucher setzt Maßstäbe, die den LW geradezu dazu zwingen, so kostengünstig wie möglich zu produzieren und es ja auch mit zunehmenden Bevölkerungzahlen nötig ist, immer mehr zu produzieren....

Also...ein "Für" der Massentierhaltung ist mal der Kosten- Nutzfaktor, der ja auf die Verbraucher umgelegt werden kann und dieser dementsprechend günstig einkaufen kann.
Ausserdem ist so sichergestellt, dass genügend Lebensmittel produziert werden können.

Was gibt es noch für Pluspunkte, die für solche Produktionsmethoden sprechen......
« Letzte Änderung: 11.12.11, 21:30 von Marone » Gespeichert

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mogli
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« Antwort #7 am: 11.12.11, 22:54 »

Sorry Marone! Artgerechte Haltung spricht nicht unbedingt gegen die Haltung von rentablen Größen der Tierhaltung.
Ich bin sogar der Meinung, dass die Tiere ( allerdings gibt es wie überall schwarze Schafe) artgerechter gehalten werden als Menschen. Da hat sich sehr viel getan. Ich lade dich gerne ein es dir anzuschauen wie heute Tiere gehalten werden. Nur wenn ich meine Tiere gut halte, verdiene ich meinen Lebensunterhalt durch sie.
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Ginchen
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« Antwort #8 am: 11.12.11, 23:03 »

Bin derselben Meinung wie Mogli.
Es gibt auch "artgerechte" Tierhaltung wo es den Tieren sicher nicht gut geht. Da spielt die Stückzahl keine Rolle.

LG, Regina
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Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

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Bullenmafia
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« Antwort #9 am: 12.12.11, 06:04 »

der AbL hat letztens zu mir gemeint, Massentierhaltung ist das wo viel Futter zugekauft wird und nicht alles selber produziert wird. Unter diesen Begriff fallen dann sehr viel Betriebe, den nicht jeder kann alles selber produzieren, den das Kraftfutter für Milchkühe kaufen auch viele zu, gerade bei uns wo Fläche Mangelware ist.


das zweite Argument war, mal überleg wenn man viele Tiere hat?Huh? wir fahren weit über 400 im Jahr, muss den Fresserplatz optimal ausnutzen, habe aber trotzdem Flächen die weit über artgerecht hinausgehen, habe viel auf Stroh, die Bullen haben Auslauf.


Unter was fall ich jetz Massentierhaltung oder at.

jemanden die LW zu erklären der nicht "aufgeklärt" werden möchte, ist ein sinnloses Unterfangen, den wie schon manche gesagt hat, produzieren sollen wir wie vor 100 Jahren ABER kosten soll es nix. das ist der PUNKT

ich habe es an den letzten Vortrag gesehen vom AbL organisiert "Risikien der Zusatzstoffe in Lebensmittel für Kinder " es waren genau 8 Leute da. es interessiert keinen was drinnen ist.

wir produzieren einwandfreie Nahrung NUR die Industrie macht den Schrott draus.
wenn wir z. B. die ganzen großen Mastbetriebe aufeinmal wegtun in Deutschland, einfach weg WOHER käme dann das Fleisch??? habt ihr euch da schon eimmal Gedanken gemacht. v. a. das Geflügelfleisch...alle schreien sie immer laut, aber wirklich Gedanken macht sich keiner
LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
Mucki
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« Antwort #10 am: 12.12.11, 07:35 »

Hallo ,
den begriff definieren kann man nicht weil jeder ander anschaung hat.

Für mich beginnt massentierhaltung da wo des einzelne Tier nicht mehr zält ,nur noch die masse ,und der gewinn.


Wo des beginnt muß jeder für sich entscheiden.

LG Mucki
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Jacky
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« Antwort #11 am: 12.12.11, 08:20 »

Also Massentierhaltung...allein das Wort schon. Früher war alles besser und schöner für die Tiere?  Roll Eyes

Ausnahmen waren vielleicht Weidebetriebe. Aber seien wir doch mal ehrlich. Wie sahen die Betriebe früher aus?
Es gab viel mehr Bauernhöfe als heute, mit viel kleinerer Kuhzahl, die man oft an einer Hand abzählen konnte. Die Kuhställe waren klein und dunkel, mit Fenstern, die eigentlich keine waren. Jede Kuh war angebunden, wenn sie Glück hatten gab es wenigstens Selbsttränken und mussten nicht morgens und abends warten, bis ein paar Eimer Wasser vorbeigebracht wurden. Strassengräben wurden gemäht, jede Ecke, damit die Tiere Futter hatten. Minderwertiges Futter... Die Kühe wurden oft krank (Lungenentzündung) da in den Ställen einfach eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschte, da tropfte das Wasser von der Decke! Undecided
Vielleicht ist das jetzt ein bißchen übertrieben...aber noch aus meiner Kindheit hatten wir in der Nachbarschaft zwei solcher Höfe!

Und wie sieht es heute aus:
Okay, Ställe mit 100, 200 Kühen und mehr sind keine Seltenheit!
Wenn ich aber jetzt in die Ställe sehe...
Kühe leben heute vorwiegend in Laufställen, können sich frei bewegen, mit guter Luft und gutem Futter, jederzeit frisches Wasser. Ob jetzt da zwanzig Kühe oder zweihundert drin sind...was spielt das für eine Rolle?
Jeder Landwirt heute weiß: gehts meinen Kühen gut, gehts mir auch gut!
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Liebe Grüße  Sabine

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« Antwort #12 am: 12.12.11, 19:18 »

Hallo  Marone

Ich seh es auch schwierig an.  Für  viele ist Massentierhaltung ja schon, was heutzutage einfach nötig ist um zu überleben als Landwirt.  Man kann halt z.B. nicht mehr von 10 Kühen leben wie 1950.
Die Verbraucher wollen halt zum Teil Landwirtschaft alla Freilandmuseum wie 1930.
Ich würde auch anführen, dass wenn es noch so wäre wie damals, man nicht nur ca. 11 % seiner Ausgaben für Lebensmittel ausgeben müsste, sondern erheblich mehr.
Überall werden Arbeitserleichterungen angestrebt, wenns um Lebensmittel/Tierhaltung geht, wirds oft negativ dargestellt, dabei wars früher ja auch nicht besser.

Deine Tochter könnte auch anklingen lassen, dass es Unterschied zwischen Nutztier und der Schmusekatze gibt.
Viele sehen das nämlich inzwischen auch nicht mehr.

Marianne    

Vielleicht ein bisserl OT: zu deinem letzten Statement Nutztier vs. Schmusekatze hat Clemens Dirscherl von Hohebuch mal einen interessanten Kommentar in der baden-württembergischen Landpost geschrieben, vielleicht ist der im Internet auffindbar? Dort hat er die Vermenschlichung von Haustieren und Tieren im allgemeinen in Frage gestellt.

Einen Ausschnitt findet ihr
http://www.schweine.net/discherl_vermenschlichung_der_tiere_gefaehrdet_kul.html
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« Antwort #13 am: 12.12.11, 19:24 »

Massentierhaltung ist - wie einige schon schrieben - ja kein feststehender Begriff.

Für mich fängt Massentierhaltung dann an, wenn nicht ausreichend Betreuungspersonal da ist, um die Tiere gut und ausreichend versorgen zu können. Außerdem muss das Stallklima stimmen. Ich habe mein Praktikum in einem Zuchtschweinestall mit 250 Sauen gemacht. Für den einen mag dies bereits Massentierhaltung sein. Da ich mich aber nicht um die Außenwirtschaft hab kümmern müssen und somit im Stall auch Erfolge vorzeigen konnte, fand ich das richtig toll! Für mich war das deshalb nie Massentierhaltung!

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Beate Mahr
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« Antwort #14 am: 12.12.11, 19:37 »


Massentierhaltung ist das wo viel Futter zugekauft wird und nicht alles selber produziert wird. 


Hallo

das trifft aber nur im Baugesetzbuch zu ...
da geht es nicht um >> Massentierhaltung <<  sondern um die Priviligierung beim Bauen im Außenbreich

Nicht immer alles in einen Topf werfen ! ! !

Gruß
Beate


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John F. Kennedy
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