Manchmal muss man die Kücken aus dem Nest werfen ... sie wachsen daran ...
außerdem dürfen sie ja mit neuen Ideen wieder kommen
Gruß
Beate
Moin Moin,
OT
wir mußten unser ätestes " Kücken " nicht aus dem Nest schupsen.
Als es bei ihm um Berufsfindung und Bewerbungen ging war er absolut *deaktiviert*!
Auch 6 Wochen nach verlassen der Schule, .......er half auf`n Hof mit , aber Ausbildungsplatz suchen NIX. Bis GöGa meinte , er wird ihn als Lehrling anmelden , damit wenigstens die Schule nicht ganz auf der Strecke bleibt. , 10 Tage später zog er auf einen 45 km entfernten Ausbildungsbetrieb , dort hat es ihm wunderbar gefallen ....die Chemie stimmte !
ER hatte sich aber auch andere Betriebe angesehen, wohlbemerkt
ER!.
Sein 2. Ausbildungsjahr absolviert er nun in der Eifel, 630 km vom Nest entfernt, dort arbeitet er 10-12 std. am Tag........die Chemie stimmt , dieser Ausbilder bringt ihm viel bei , auch hinsichtlich ausser landwirtschaftlicher Fragen. Selbst die Bezahlung ist hier nicht zu verachten. Alle naselang ruft er an und *erklärt* Vadders was er ändern muß......aktuell sollen wir Senf anbauen

)
Das 3. Jahr wird er in Bayern , 30km von München entfernt machen ( er freut sich schon auf`s Oktoberfest, den Urlaub dafür hat er schon beim Probearbeiten *klargemacht*). Er hat sich diese Betriebe selber gesucht.
Aus Bayern wird er alle paar Wochen mit dem Flieger nach Hause kommen. Zuletzt habe ich ihn im Januar gesehen. Es war schon *eigenartig*........während seines 1. Jahres kam er jedes WE nach Hause , die Wäsche machte MAMA......

Als er im Januar hier war hing sie irgendwann wie von Geisterhand auf der Leine

......... ein Bügeleisen vermisst er allerdings nicht!
Junior Nr. 2 meinte auch er wolle eine Ausbildung zum Landwirten machen, wir haben und IMMER gewundert, er ist ein Büromensch!
ER hat sich nach etlichen Vorstellungsgesprächen für einen Betrieb in ca. 50 km Entfernung entschieden, ich war erstaunt über seine Wahl , unterschrieb aber den Vertrag.... 3 Tage nach Antritt brach er diese Lehre AB........Dort hatte er gesagt er hätte sooo wahnsinnig Heimweh, dabei weiß ich , wenn der Wunsch Landwirt zu werden dominiert hätte , dann hätte er das Heimweh ausgehalten
Nun besucht er eine Berufliche Schule und hofft das es ihm gelingt dual im Bereich Elektotechnik und EEG studieren zu können. Z.Zt. absolviert er ein 4 wöchiges Praktikum in Husum (96 km entfernt) ,fühlt sich in der Firma wohl und HÄLT das Heimweh ......aus weil er es will!!!
Um auf den Punkt zu kommen.
Nicht wir Eltern müssen /sollen einen geeigneten Ausbildungsplatz finden , sondern unsere Kinder.
Waren wir doch jahrelang damit beschäftigt lebensfähige und entscheidungbereite Menschen aus ihnen zu machen.
Wir haben nie darauf hin
gearbeitet das eins unserer Kinder mal den Hof übernimmt oder das 1. Ausbildungsjahr zu Hause macht.
Ein Ausbilder , bei dem mein 2. sich vorstellte war sehr erstaunt darüber das ich mir seinen Betrieb nicht mit angeschaut habe. Als ich ihn dann fragte ob er glaubt, das ein Bewerber auf eine Ausbildungsstelle zum Maurer auch seine Eltern mitbringt , hat er mich groß angeguckt.......
ICh glaube das ist nur in der LW so da Eltern meinen mit entscheiden zu müssen/ wollen wo die Brut lernt.( hinsichtlich Betriebbesichtigung!)
Auch aus einem *schlechtem* Ausbildungsjahr(-betrieb) nehmen die Kinder etwas mit.
Wiebke die bekennende Rabenmutter ist