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Autor Thema: Eschensterben - Gibt es eine Alternative zur Fällung?  (Gelesen 592 mal)
passivM
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« am: 10.06.11, 08:03 »

Bin kreuzunglücklich. Grund: Meine, lt. Auskunft einer behördlichen Sachverständigen 80- bis 100 Jahre alte Esche ist vom Eschensterben betroffen.
Irgend so ein Pilz verhindert bei dieser Krankheit wohl, dass genug "Nahrung" an die Triebe kommt. Das hat zur Folge, dass der Baum langsam "verhungert". So hab' ich das jedenfalls verstanden...   Undecided

Ich habe es mir schriftlich geben lassen, dass ich zum Fällen einer Esche im Hausgarten keine Genehmigung brauche. (Man weiß ja nie, ob einen nicht hinterher jemand anschwärzt, und dann ist man in Beweisnot...) Auf meine Bitte hin kam auch eine Sachverständige der zust. Behörde zu mir. Sie rät zum Fällen des Baums, oder zum Rückschnitt aller(!) Äste, so dass der Baum "verkehrssicher" sei. Aber so eine Ruine, also einen Stamm ganz ohne Äste will ich auch nicht im Garten haben. Trauriger Anblick. Dann lieber alles Fällen. Die Nachbarn würden das - gegen das (Brenn-)Holz auch für mich tun.

Aber ich hoffe, das mir jemand einen Tipp geben kann, wie ich die Esche doch noch retten könnte. Vielleicht hilft es, die Krone kräftig zu beschneiden, damit die verbleibenden Triebe wieder mehr Nahrung bekommen. Die Frau von der Behörde meinte, das nutzt nichts. Aber ich mag mich noch nicht damit abfinden, dass der Baum weg muss...  Cry

Wer kann mir eine Art "Baumdoktor" oder ähnliches nennen? Ich hab' im Internet nix gescheites gefunden. Hat jemand Erfahrungen mit so etwas? Und welche?

HIIIIILFE !  Shocked
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
mouhkouh
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« Antwort #1 am: 10.06.11, 08:31 »

Wenn du sie nicht retten kannst, schneid sie radikal zurück und pflanze dir eine Ramblerrose dran, die werden innerhalb von zwei Jahren schon 4 Meter hoch...und dann „lebt“ der Baum wieder...
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Wenn du schreiben kannst, heißt es noch lange nicht, das du ein intelligentes Wesen bist Grin
Wiese 1
Niederbayern
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« Antwort #2 am: 10.06.11, 08:32 »

Hallo Somino

bei uns steht heute in der PNP auch ein Artikel über das Eschen sterben. Ein Pilz namens" Chalara fraxinea" befällt die Blätter der Esche.
Seine Sporen legen sich auf die Blätter der Esche und gelangen so in die Triebe bis ins Mark. Der Baum kann sich nicht mehr mit Nährstoffen versorgen.
Besonders betroffen sind Ostbayern und der Bayerische Wald.
Auch wir berichtet, das ältere Bäume von unten wieder frische Triebe bekommen, wenn die befallenen Kronen vernichtet worden sind und auch manche Eschen sollten resistent gegen den Pilz sein.

Hat das nicht eine Ähnlichkeit mit dem EHEC Ereger. Manche Menschen kann er nichts anhaben und andere werden dabei schwer krank oder sterben daran.

Eigentlich müsste uns das zum Denken geben, wenn Mensch und Natur krank wird und keiner so richtig weiß, was dagegen hilft.

LG Wiese
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Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "
Klecksi
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Sehnsucht ist die Suche nach Nähe in der Ferne


« Antwort #3 am: 10.06.11, 08:40 »

bei uns sieht man öfter nur stämme oder evtl noch ein paar äste   mit klematis oder efeu bewachsen ein paar vogelhäuschen dran  oder wie auch immer   evtl baumhaus für kinder ?   so einen baum kann man schon sehr kreativ gestalten auch wenn er nicht mehr lebt er steht fest mit wurzeln  lg hanni
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Grias aus Niederbayern
geli.G
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« Antwort #4 am: 10.06.11, 08:50 »

Wer kann mir eine Art "Baumdoktor" oder ähnliches nennen? Ich hab' im Internet nix gescheites gefunden. Hat jemand Erfahrungen mit so etwas? Und welche?


Bei uns gibt es an jedem LRA einen Kreisfachberater für Obstbau, Garten- und Landschaftspflege. Die kann man jederzeit anrufen und die kommen auch vorbei wenn es Probleme gibt.
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Viele Grüße von Geli
Benita2
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« Antwort #5 am: 10.06.11, 09:22 »

Hallo somnio,

mouhkouh hat Recht wenn sie schreibt, du kannst ja eine Ramblerrose zum Baum setzen.

Für mich sind die Eschen eigentlich ein Unkraut, wir haben zwar bestimmt 6-8 Stück große Stämme aber im gesamten Grundstück gehen ständig immer wieder junge Bäume auf.
Ich entferne bestimmt jedes Jahr hundert Stück mit dem Spaten.
Sehr oft übersehe ich auch welche und deswegen stehen auch schon wieder 20 armdicke Bäume auch noch da, die nächstens mein Sohn mit der Motorsäge entfernen muß. Die treiben dann aber ständig wieder aus und das ärgert mich, denn ich muß dann ständig "nacharbeiten".

Auch Ahornbäume sähen sich wie verrückt aus. Ich bin um jeden froh, der nicht weiterwächst.

Birken hätte ich auch genug, wenn ich wollte und außerdem auch noch ............... Hollundersträucher.
Von den letztern habe ich zwar einige weiterwachsen lassen und sie blühen auch schön aber man muß all diesen wildwuchernden Bäumen und Sträuchern immer wieder den Garaus machen.
Nun ja, jeder weiß, dass die Landschaft eigentlich sofort zuwachsen würde, wenn nicht ständig daran gearbeitet wird.

Wenn ein Pilz in dem Baum ist, dann würde ich natürlich auch keine Esche mehr setzen.

Vor Jahren haben wir mal eine alte Kastanie weggeschnitten, die war bestimmt schon 90 Jahre alt .... Miniermotte
Ein Gärtner sagte uns, dass die Kastanien eh nicht viel älter werden.
Auch die Eschen haben nur eine Zeitspanne von etwa hundert Jahren.
Bei uns wachsen auch eine Reihe von Robinien, aber auch die werden nicht viel älter als 100 Jahre habe ich erfahren.
Unser Balkongeländer besteht aus Robinienholz (Akazien). Es ist bereits 30 Jahre oben und sieht aus als wenn es noch 300 Jahre halten wurde, denn diese Baumart ist ein Hartholz.

Setze dir eine Linde, damit hast du auch Freude.

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Viele. liebe Grüße von Benita!
frankenpower41
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« Antwort #6 am: 10.06.11, 10:23 »

Hallo

ich denk, da ist nichts zu machen. Ich war dieses Jahr auf Fachvortrag über Bäume (Hausbäume) und Klimawandel.
Der Referent ist sehr kompetent. Er meinte in Schweden sind 90 % der Eschen befallen.
Man kann nur gucken, dass man Sorten wählt, die nicht so anfällig sind.  Was auch interessant war ist, dass man neu gepflanzte Bäume gegen "Sonnenbrand" schützen soll. (in Städten wenn sie keinerlei Beschattung haben)

marianne
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züsi
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« Antwort #7 am: 10.06.11, 11:04 »

hallo,

kann mich benita nur anschliessen - eschen wachsen bei mir auch wie unkraut, der nachbar hat so einen baum und alle samen fliegen in meinen garten. ich bin ständig am ausreissen.

gruss susanne
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passivM
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« Antwort #8 am: 10.06.11, 23:49 »

Erstmal DANKE für Euere Ideen und Meinungen.
Das mit dem Aussäen stimmt: Ich bin auch ständig dabei, die Dinger raus zu ziehen - und unser Nachbar auch  Wink
Die Idee mit der Ramblerrose gefällt mir gut.
Aber ich müsste auch die gut armdicken Äste wegschneiden, also die Krone. Dann stünde nur noch der Stamm da. Da weiß die Ramblerrose ja gar nicht, wohin. (Blöde Formulierung...)
Die Frau vom Amt meinte, ich könnte doch einen Walnussbaum pflanzen. Es gibt in Berlin und in Rostock gute Baumschulen. Da könnte ich mich eventuell der Gemeinde anschließen, wenn die mal Bäume bestellen. Dann würde es für mich nicht so teuer. Aber mit 200 Euro müsste ich für einen gescheiten Baum trotzdem rechnen. Und wie schaffe ich es, so einen "rießen" Baum zu pflanzen, bzw. das zu handhaben? Mein Mann ist ja meistens im Westen. Ich müsste das alleine stemmen... Auch deswegen gefällt mir das mit der Ramblerrose recht gut.
Aber Ihr "dürft" mir hier gerne noch weitere Tipps und Ideen geben  Smiley Ich würd' mich freuen.
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mouhkouh
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« Antwort #9 am: 11.06.11, 07:17 »

Wie groß ist denn der Stamm der stehen bleiben würd? Musst die Rose halt als Kaskade wachsen lassen Wink
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Wenn du schreiben kannst, heißt es noch lange nicht, das du ein intelligentes Wesen bist Grin
mary
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« Antwort #10 am: 11.06.11, 07:59 »

Hallo somnio,
also 2oo Euro für einen "gescheiten"Baum- das kann ich nicht ganz nachvollziehen. 'Ein kleinerer Baum braucht zwar ein paar Jahre, aber- die Pflanzung ist einfacher, er wächst auch besser an.
Wenn eine Pflanze krank ist, dann mach ich immer folgendes: Wurzelbehandlung. Mit dem Spaten um den Baum herum  Löcher graben und dort den besten Kompost, den ich hab, vergraben, auf die Fläche Steinmehl streuen, wenn Trockenheit gut giessen. Dann Zurückschneiden und falls trocken, weiter giessen.
Oft ist ein gestörtes Wurzelsystem die Ursache von einem Pilz oder sonstigen Befall. Hab auch schon mit Mykhorizzamitteln oder EM gearbeitet.
Bis jetzt mussten wir keinen Baum wegschneiden.
Als Stamm und Haltesystem für Ramblerrosen kannst du ihn immer noch nutzen.
Herzl. Grüsse
maria
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Bullenmafia
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« Antwort #11 am: 11.06.11, 09:26 »

Esche ist heilkräftig. aber später mehr
LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
Benita2
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« Antwort #12 am: 11.06.11, 09:51 »

Hallo Somnio,

200 € für einen Baum kann ich auch nicht nachvollziehen.
Die Leute auf den Ämtern leben ja alle in einer anderen Welt.
Da spielt Geld keine Rolle, .... man braucht sich ja nur die übergroßen Bäume ansehen, die in die Anlagen und an die Straßenränder gesetzt werden. Der vertrottelte Steuerzahler wird da eh nicht gefragt.

Ich würde sagen 50 € wäre das höchste.
Dann ist er zwar kleiner aber er wächst dann flotter weiter als ein großer Baum, für den auch noch einige Leute bereitstehen müssen, damit man ihn in die Erde bringt.
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Viele. liebe Grüße von Benita!
Bullenmafia
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« Antwort #13 am: 11.06.11, 10:25 »

jetzt hab ich kurz Zeit. Die Esche (Fraxinus excelsior) blüht im Frühjahr, Erntezeit ist im Frühjahr und Herbst, die Blätter, Rinde und Samen. daraus wird ein Tee oder Tinktur hergestellt. sie wirkt zusammenziehend und fiebersenkend. bei Interesse mehr.
LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
passivM
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« Antwort #14 am: 12.06.11, 19:10 »

Zusammenziehend? Petra, dann hätte ich mir mal eine Gesichtsmaske daraus machen sollen..  Grin

Wegen der 200 Euro: Das sehe ich auch nicht ein. So viel Geld! ..und fünf Leute zum Einpflanzen nötig  Roll Eyes Da finde ich sicher eine günstigere Alternative; Auch wenn der neue Baum dann kleiner ausfällt, als einer für 200 Euro.

Das mit der Ramblerrose gefällt mir immer besser. Ich denke, so - naja - drei? Meter Stamm werde ich schon stehen lassen können.
Dann spanne ich Wäscheleinen vom Baumstamm zum Carport, und dann hab' ich bald 'ne Rosenlaube  Grin
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