Deshalb kommen
diese Forderungen auch nicht vom Agrarbündnis, sondern vom DeutschenAgrarindustrieVerband
Welche Forderungen denn/konkret? Ich dachte bei der Sternfahrt wie auch bei der "wir haben es satt" Demo geht es um "tiergerechtere Tierhaltung"? Meinst du das geht mit bay. kleinbäuerlicher Anbindehaltung Hand in Hand?!
Und solche "tiergerechten" Forderungen wie in Österreich wo man gleich ganz den Ferkelschutzkorb verbieten will oder nun auch das Enthornen zur Diskussion (NRW) steht - kommen ganz sicher nicht von den Agrarindustrieverbänden.
Oder wenn die Grünen fordern, dass Tier nur noch 200 km transportiert werden dürfen - das wird "lustig" für die bayer. Landwirtschaft (Schlachtung wie auch Kälber).
Und noch was - wie oft ist wer von den Verfassern tatsächlich in den diesen "tierquälerischen Massentierhaltungsanlagen im Norden und im Osten" im Stall gewesen? Ich war erst vorletzte Woche dort/drin und kann vergleichen. Aber wenns für Polemik & Angstmachen reicht? Ich kann hier nur den Kopf schütteln... "Fakten"
http://www.meine-landwirtschaft.de/fakten.html - das ist nicht "meine Landwirtschaft" wie ich sie kenne.
Besonders im Norden und Osten der Republik sollen immer neue Großmastanlagen entstehen, in denen die Tiere unter qualvollen Bedingungen möglichst schnell zur Schlachtreife gebracht werden.
Eine Verordnung mit dem sperrigen Namen „Tierschutznutztierhaltungsverordnung“ aber erlaubt das Gegenteil: Masttiere dürfen ihr Leben lang auf engstem Raum eingepfercht werden ohne Auslauf und Sonnenlicht. Sie werden oft so schnell gemästet, dass sie in ihren letzten Lebenstagen nicht mehr aus eigener Kraft Trog und Tränke erreichen.
Bzgl. Tiergerechtigkeit hat die Landwirtschaft in allen Bereichen noch Hausaufgaben zu erledigen, auch und gerade kleinere Betriebe die nicht selten von der Abschreibung leben/kaum Möglichkeiten haben ganzjährig Auslauf auszubauen.
Die Frage ist nur wem das tatsächlich schwerer (Investition) fallen wird, wenn gesetzliche Auflagen kommen: Den kleinen Bauernhöfen oder den größeren Betrieben die das über mehr Menge/Mengenzuschläge ausgleichen können?
Was meinst du wenn "harte" Fakten bzgl. Tiergerechtigkeit erfasst werden wie in der Tiergesundheit z.B. AB/Tier/Ferkel/Mastschwein, Umraucher, Tierverluste - wer da "besser" abschneiden wird - der "bäuerliche Süden" oder der "phöse Norden/Osten". Ich würde mich da NICHT wetten trauen!
Nicht umsonst sind große Ferkelpartien aus dem Norden/Osten derzeit bei (nieder-)bayerischen Mästern sehr beliebt...

Gruß Mirjam