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Autor Thema: nzz vom 31.1. und ewig lockt die scholle...  (Gelesen 374 mal)
züsi
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« am: 09.02.11, 18:20 »

hallo,

hat jemand diesen artikel in der nzz gelesen, oder den vermutlich heute in der weltwoche erschienenen über frauen und betrieb?

den artikel in der nzz findet man in nzz online, den in der weltwoche habe ich noch nicht gefunden, nur von einer kollegin darüber gehört.

eure meinung dazu würde mich interessieren. die leserbriefe sind natürlich wie üblich (kontra lw, schmieren uns die dirketzahlungen aufs brot etc.)

grüessli züsi
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Su
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« Antwort #1 am: 09.02.11, 19:14 »

Ein Link dazu wäre wohl hilfreich. Meinst Du diesen Artikel?

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/und_ewig_lockt_die_scholle_1.9283204.html

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Herzliche Grüsse, Susanne
Romy
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« Antwort #2 am: 09.02.11, 19:41 »

Ich finde den Artikel gut geschrieben.
Aber du kannst über die Landwirtschaft schreiben was immer du willst - es wird immer dieselben Diskussionen los lösen. Und manchmal verstehe ich es auch. Wie willst du einem Arbeiter der 4000 nach Hause bringt, Direktzahlungen erklären. Was immer du ihm sagst, er wird es nicht begreifen.
Er sieht nicht, dass ihm unter dem Strich mehr bleibt.
Er sieht nicht, dass wir ohne Direktzahlungen gar nicht existieren könnten.
Er glaubt dir nicht, dass er selber indirekt auch sehr viel Subventionen kassiert, nur, die sind halt versteckt und nicht als solche ersichtlich.
Er rechnet nicht zurück, er weiss nicht dass wir keinen Stundenlohn von 20.00 Fr. haben - jede Putzfrau verdient mehr.

Ich jammere nie vor den Gästen. Ich sage immer, uns geht es gut, wir haben es nie langweilig. Viele sind genervt: Sie haben das Gefühl die Bauern sind immer am Jammern. Sie sehen grosse Betriebe. Häuser mit hübschen Gärten, grossem Hof und viel Land (sie selber wohnen vielleicht in einem Mehrfamilienhaus, wenn sie Glück haben mit einem Balkon). Sie sehen Landwirte die mit teuren Maschinen fahren und davon stehen noch ein paar auf dem Hof. (Sie selber haben vielleicht nicht mal ein Auto weil es nicht reicht.) Sie denken: Denen geht es ja gut, wieso jammern sie dann.
Und deshalb verstehe ich ihre Reaktionen. Es ist schwierig sowas zu begreifen wenn man nicht hinter die Kulisse sieht.
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en hübsche tag
Romy

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züsi
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« Antwort #3 am: 09.02.11, 19:55 »

hallo,

su@ danke für den link einstellen, bin nicht so technisch begabt dafür!

romy, du hast schon recht, aber eben der ewige vergust mit den blöden direktzahlungen. der arbeiter mit 4000 arbeitet ca. 42 stunden die woche, hat sa/so frei der bauer hat 7 tagewoche
und über die stunden schweigt man besser! ausserdem, ein grosser teil der gelder geht ja auch an die vielen staatsstellen, die kontrollstellen etc. welche uns die prächtigen vorschriften machen
und kontrollieren. die werden immer mehr, je weniger betriebe es hat.

ich möchte aber ums himmels willen keine polemik lostreten, war nur neugierig wer den artikel gelesen hat.
.
grüessli züsi
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SwissBäuerin
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« Antwort #4 am: 09.02.11, 20:23 »

Ich jammere nie vor den Gästen.

Finde das noch einen interessanten Ansatz. Muss mir davon eine Scheibe abschneiden. Habe zwar keine Gäste, aber Kunden. Bin neu im Direktvermarktungs- Business und muss noch viel lernen.  Wink
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Swisslady
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« Antwort #5 am: 09.02.11, 22:23 »

wenn ein Arbeiter 4000.-- verdient und das soll reichen für eine Familie, da bleibt unter dem Strich auch nichts mehr.
Wenn ich so mein bäuerliches Umfeld anschaue, muss ich sagen viele unserer Berufskollegen jammern und jammern aber man braucht einen neuen Traktor, auch wenn der alte noch gehen würde, nur weil der andere Bauer einen neuen grösseren hat braucht man auch einen. Das verstehe ich an meinen Berufskollegen nicht so ganz, da muss ich dem Arbeiter mit 4000.-- recht geben, wenn er findet wir hätten es doch gut.
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Romy
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« Antwort #6 am: 10.02.11, 11:07 »

Ich jammere nie vor den Gästen.

Finde das noch einen interessanten Ansatz. Muss mir davon eine Scheibe abschneiden. Habe zwar keine Gäste, aber Kunden. Bin neu im Direktvermarktungs- Business und muss noch viel lernen.  Wink

Du wirst sehen - es kommen nur positve Reaktionen. Du glaubst nicht wie oft man mir sagt: Es ist so wohltuend Landwirte zu finden die nicht gleich anfangen zu jammern wenn man nachfragt.

Und ehrlich gesagt habe ich auch nichts zu jammern  Grin uns geht es wirklich gut. Klar können wir nicht jedes Jahr drei Wochen in die Ferien und zu Hause steht eine 18 jährige Familienkutsche statt einem super Flitzer. Die Direktvermarktung ist ein riesen Chrampf, aber sie macht auch enorm Spass. Ich arbeite lieber viel - ich wüsste gar nicht was ich mit zwei Tagen frei in der Woche anfangen soll.

Andernseits bin ich auch sehr froh, haben die meisten Arbeiter zwei Tage frei und fünf Wochen Ferien - von mir aus dürften es noch mehr sein. Sonst könnte ja niemand zu uns kommen und unsere Produkte kaufen. Wink Die Menschen sind immer so schön entspannt in den Ferien und man kann dann gut mit ihnen reden. Göga kommt oft erst um 21 - 21.30 vom Stall nach Hause. Weil er noch soviele Gäste im Stall hatte und auf dem Heimweg bleibt er auch oft zum reden stehen. Ich glaube so direkt haben wir Landwirte die grössere Chance unsere Arbeit verständlich zu machen. Wenn sie sehen wie wir bis in die Nacht das Heu von den Hügeln rechen, oder wenn ich am Abend spät noch den Dirkektvermarktungstand auffülle... dann brauche ich gar nicht zu jammern  Cheesy die kommen dann zu mir und sagen ganz erstaund: Buhoh...! Ihr krampft auch von füh bis spät. Dann antworte ich jedesmal: Ja aber es macht spass und hält fit!  Cheesy
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Romy

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« Antwort #7 am: 10.02.11, 17:37 »

da kann ich Romy nur beipflichten.
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Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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Su
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« Antwort #8 am: 11.02.11, 11:13 »

Den Artikel als Ganzes finde ich gut, nur der etwas provozierende Anfang hätte es meines Erachtens nicht gebraucht. Die landwirtschaftliche Ausbildung ist so vielfältig, dass man auch darauf aufbauen kann, wenn man später nicht Bauer sein wird. Das hätte man z.B. auch erwähnen können. Was mich wundert: Warum wird der Beruf der Bäuerin in diesem Artikel nicht erwähnt, sondern nur andere 6 Richtungen?

Auch ich bin der Meinung: Wenn nur 5 Leserkommentare geschrieben wurden und diese keine Diskussion auslösten, zeigt mir das, dass doch viele Leser den Inhalt des Artikel richtig einordnen können.
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Herzliche Grüsse, Susanne
Romy
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« Antwort #9 am: 11.02.11, 16:29 »

Ja da hast du Recht  Angry wir Bäuerinnen wurden wieder einmal übergangen. Dabei sind auch die Bäuerinnenschule voll. Ich kenne jetzt schon drei Frauen die haben mit der Landwirtschaft überhaupt nichts zu tun. Aber die Bäuerinnenausbildung hat unter den Nichtbäuerinnen einen grossen Stellenwert. Sie sagen: Bei keiner anderen Ausbildung lernt man soviel fürs Leben, vor allem so breitgefächert.

Die landwirtschaftliche Ausbildung ist bei vielen nur eine Grundausbildung. Wir hatten jetzt schon vier Lehrlinge, die zu Hause keinen Betrieb haben. Sie haben dann verschiedene Richtungen eingeschlagen.
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en hübsche tag
Romy

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