Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
25.05.12, 16:13


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: 1 [2] | Nach unten Drucken
Autor Thema: Investoren kaufen Ostdeutschland auf  (Gelesen 1727 mal)
Matthias
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 596



« Antwort #15 am: 29.10.10, 17:36 »

Bei uns in der Gegend ist es zum Glück noch nicht so schlimm, liegt Sicher auch an der kleinstrukturierten Gegend.

Investoren ist sicher auch ein weitläufiger Begriff, Investoren können alles mögliche sein. Im Milchviehbereich sind es vielfach Holländer, die meisten sind kurz nach der Wende gekommen haben ganze Betriebe übernommen und weiterentwickelt, sie sind zwar sehr marktwirtschaftlich ausgerichtet aber ich denke nicht die Heuschrecken die man sich unter dem Namen Investor vorstellt.

Dann gibt es industrielle Investoren mit viel Kapital  wie Fielmann die auch gleich Betriebeweise übernehmen und diese weiterführen.

Große gut aufgestellte Agrargenossenschaften gibt es natürlich auch die schwächelnde Betriebe übernehmen.

Andere Formen sind mir hier noch nicht untergekommen und in der Regel ändert sich im Betriebsablauf nicht viel. Aber man muss sich im klaren sein das die Flächenpreise und Pachten wohl in Zukunft in manchen Regionen dramatisch steigen werden und das trifft sicher alle Betriebsformen ob groß oder klein.

Gespeichert
muellerin
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 720


Power to the Bauer!


« Antwort #16 am: 29.10.10, 18:30 »

In McPomm liegt der Anteil an BVVG-Flächen am höchsten, bedingt durch die Strukturen vor dem Krieg mit den großen Gütern.
Hier sind es vor allem die LPG-Nachfolgebetriebe, denen Flächen durch Ausschreibungen verloren gehen.
Dabei werden z.T. große Lose >500 ha unter den Hammer gebracht und die Alteigentümer haben eine Kaufoption (können ins Höchstgebot einsteigen).

@ Solli : Sicher ist das für die Alteigentümer auch ein Problem, denn sie müssen zum Höchstgebot einsteigen.

Investoren haben hier in den letzten Jahren ganze Betriebe gekauft. Zum Teil wurden sie mit dem selben Personal weiterbewirtschaftet, zum Teil nicht. Die Tierproduktion wurde meistens eingestellt oder der Betriebszweig verkauft.

Laut Grundstücksverkehrsgesetz dürfen Betriebe nur an Landwirte verkauft werden. In dem Moment, wo ein Nichtlandwirt kauft, wird bei uns die Landgesellschaft aktiv und prüft, ob kaufwillige Landwirte in das Höchstgebot einsteigen wollen und können. Erst wenn das nicht der Fall ist, darf ein Investor kaufen.

Bisher ist mir noch kein Fall bekannt, wo ein Investor gekauft hat, um nur stillzulegen. Allerdings haben wir hier auch mittlere Böden, wo sich die Bewirtschaftung noch lohnt.

Diese Entwicklung lässt sich sicher nicht aufhalten, wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen.

LG
Müllerin

Gespeichert
fanni
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4250



« Antwort #17 am: 29.10.10, 21:59 »

Also..........

bei dem Thema direkt kann ich nicht mitreden, weil ich davon keine Ahnung hab.......

ich will trotzdem was einwerfen............das Problem mit dem "Aufkaufen" kennen wir da wo ich wohne schon lange........hier in Obb. bekommt bestimmt kein Einheimischer Normalverdiener,der hier bleiben will einen kleinen Bauernhof (Sacherl), der zum Verkauf angeboten wird ..........diese "Sacherl" sind entlang des Alpen fest in "Münchner" Zahnarzt-Anwalts- usw.......Hand. Ich will das gar nicht werten, bei uns ist nun mal schön, aber dadurch auch schön teuer.

so und jetzt wieder weiter mit dem eigentl. Thema Wink ich verfolge es mit Interesse!
Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6431


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #18 am: 30.10.10, 08:50 »

Hallo fanni,
ist in unserer Gegend auch entsprechend ähnlich. Und mit wieviel Geld dann das Sacherl wieder in den ursprünglichen Zustand renoviert wird. Da sieht man dann Bau- und Handwerkskunst vom Feinsten. Und da zählt dann die bäuerliche Kultur sehr viel.  Grin
Aber generell- dass der Grund einmal so knapp werden würde- war schon lange abzusehen. 
Ich verfolge dieses Thema auch mit Interesse.
Herzliche Grüsse
maria


Gespeichert
Mirjam
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7687


Change happens!


WWW
« Antwort #19 am: 30.10.10, 14:51 »


Ich habe echt gedacht, an der Diskussion können sich naturgemäß nur diejenigen beteiligen, die das System DDR/BRD/D von innen heraus kennen. Thema NBL dahin, gratuliere!

Hallo Pierette,

oh entschuldigung, ich kannte deine Definition von "innen heraus kennen" nicht. Da mein Mann und ich schon jeweils eine Zeitlang bei einem "westdeutschen Investoren in den NBL" (ich in McPomm, er/wir dann in Sachsen) gearbeitet hatten, hab ich es gewagt hier zu schreiben.

Meine Ergänzung nur deswegen, da du ausgerechnet mir das in deinen Worten/Zitat von mir vorgeworfen hast man/ich würde das gelassen sehen...? Sehe ich nicht so und mir lag daran, dass ich es wie Mary genau so sehe und davon auch immer schrieb: Deutscher Boden ist die Schlossallee im europäischen Grundstücksmonopoly.

Übrigens dieses Invest in Boden/Betriebe machen "westdeutsche" Investoren auch in den "neuen europäischen Ländern" - z.B.

hier: Aktiengesellschaft aus dänische Investoren -> Slowakei: http://www.graakjaer.de/Default.aspx?ID=3235&Action=1&NewsId=597&M=NewsV2&PID=6428

oder hier: http://www.graakjaer.de/Default.aspx?ID=4103&PID=4703&M=NewsV2&Action=1&NewsId=288

Im letzteren aus einem Familienunternehmen Sportartikel - man nehme dänisches Stallbau-Know-How, Genetik aus Holland und einen dt. Betriebsleiter mit dem Ziel 40.000 Mastschweine/Jahr in "full-line"

Frage @ Müllerin - gibt es Beispiele aus den NBL wer oder was die Investorenin Mc-Pomm sind? Ich kannte es damals 1994 zu den großen Schlachthofgründungszeiten von Moksel & Co in McPomm das sich z.B. Investoren aus Süddeutschland die großen Mastanlagen wie Hohen-Wangelin, Ferdinandshof gesichert haben oder Hipp die Produktionsstätte Zingst/Darß?
Die hatten damals aus ihrer Herkunft stammend wie Holländer zumindest aus/mit Landwirtschaft zu tun.
« Letzte Änderung: 30.10.10, 14:58 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Naima
Moderator
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3754

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #20 am: 30.10.10, 14:57 »

Übrigens dieses Invest in Boden/Betriebe machen "westdeutsche" Investoren auch in den "neuen europäischen Ländern" - z.B.

hier: Aktiengesellschaft aus dänische Investoren -> Slowakei: http://www.graakjaer.de/Default.aspx?ID=3235&Action=1&NewsId=597&M=NewsV2&PID=6428

oder hier: http://www.graakjaer.de/Default.aspx?ID=4103&PID=4703&M=NewsV2&Action=1&NewsId=288

Im letzteren aus einem Familienunternehmen Sportartikel - man nehme dänisches Stallbau-Know-How, Genetik aus Holland und einen dt. Betriebsleiter mit dem Ziel 40.000 Mastschweine/Jahr in "full-line"

Mirjam, danke für diesen Exkurs.
Aber hier wollen wir uns speziell mit Ostdeutschland beschäftigen.
Gespeichert
Seiten: 1 [2] | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben