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Autor Thema: BDM: Die faire Milch 2  (Gelesen 3718 mal)
mouhkouh
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Gut für die Sinne, schlecht für die Nerven!


« Antwort #90 am: 08.10.10, 10:53 »

Wie willst du dann wissen, das ihr preislich besser fahrt ohne Soja, wenn du nichtmal weißt, was die Kosten sind, die ihr habt, bis ihr die fertigen geernteten Ackerbohnen in den Händen haltet?  Das ist nicht logisch.
Und ehrlich gesagt, wenn es so bei euch klappt, dann ist das doch super. Du darfst aber nicht davon ausgehen, das es überall so hinhaut, und auch mal akzeptieren, das es andere anders machen.
Bei uns zum Beispiel können wir keine Sojabohnen anbauen, weil es zu trocken ist, wir haben Erbsen versucht anzubauen, 5 Jahre lang, und der Ertrag war nicht der, den wir uns vorgestellt haben, für die ganze Arbeit die wir damit hatten. ( Wetterschäden, etc.)
Ackerbohnen ist selbiges Problem. Inzwischen ist uns unsere Fläche dafür zu schade, wir bauen lieber Raps an,  den wir als Saatgut nichtmal selber kaufen müssen, da wir Versuche für KWS und LWA machen. Den verkaufen wir dann gut, und kaufen dann feines Sojafutter für unsere Kühe, ohne damit dann Arbeit und Frust zu haben. Ausserdem haben ist unser Sojaverbrauch bei 30-70kg am Tag nicht wirklich bombastisch.
Mir ist unsere eigene Arbeitsleistung sehr viel wert, beziehungsweise, die Zeit, die wir dann mehr zur Verfügung haben und für andere Sachen nutzen können.
Selbiges ist doch immer wieder Ausschlag bei der Melkroboterdiskussion. Wenn einem die eigene Arbeitskraft soviel wert ist, dann kann man reinen Gewissens auch einen Melkroboter kaufen, bei dem die produzierte Milch sicher teurer ist, wie im Melkstand. Aber dafür hab ich täglich mehr als vier Stunden Zeit für andere Dinge.
Leute, die so denken wie du, liebes Mucki, „was soll ich meine eigene Leistung berechnen“, die verstehen das natürlich weniger- aber das ist auch ok, jeder so wie er mag.

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fanni
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« Antwort #91 am: 08.10.10, 11:44 »

.........räusper.........

hier gehts um ein bestimmtes Angebot am Milchmarkt Wink und was man dafür für Voraussetzungen erfüllen sollte



Hier steht nichts von Grünfutter oder Weidegang. Der FM-Lieferant, den ich persönlich kenne, füttert auch ganzjährig Silage. Mag ja sein, dass es bei Deinem Bekannten anders ist, aber es ist lt. dieser Quelle nicht zwingend notwendig.

Wir füttern unseren Kühe übrigens auch Futter von unserem Grünlandanteil unserer Flächen.... Wink





@Annelie.........ist schon interessant, wie weit der Begriff Grünlandfütterung gefaßt wird und was da jeder drunter versteht...........ich werd dann mal den Vertrag mal genauer lesen.....(man will sich ja Fachwissen aneignen Wink)

@Mucki.......da wo Annelie ist gibt es zwar Grünland........aber es ist kein Grünlandgebiet.....das ist bei mir Grin Grin........wird sich aber nächstes Jahr auch wieder ändern.......denn es wird wieder Mais angebaut (aber net zum Füttern Cool)


sprich........alles ist im Umbruch
« Letzte Änderung: 08.10.10, 11:47 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
Mucki
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« Antwort #92 am: 08.10.10, 12:20 »

Hallo Moukou,
waraus ich schliese das wir ohne soja besser fahren,weil am jahres Ende mehr übriggebielben ist also Einnahmen -Ausgaben,ist gleich mein gewinn oder auch wie du sagen würdest mein Lohn.
So rechen ich auch meien Lohn aus weil wen ich den stundenmäsich aus rechne,dann bleibt am ende bei keienm was über,als landwirt giebts halt keien stunden lohn nicht.
Ich geh auch nicht davon aus das es über all geht ich hab nur gesagt das es geht,hab auch nicht gesagt das es leicht ist,aber es geht.
Für welche sachen nüzt du den die Gewonne zeit wen ich fragen darf,als freizeit oder für ander Arbeitten?
Und die felder müßen doch so oder so bebaut werden,braucht ihr zum anbau von Raps so viel weniger zeit?
Oder gehts nur darum weil es bei euch nett gewachen ist,ich weis das ist nicht ganz leicht ,Boden und wetter müßen stimmen.

Selbiges ist doch immer wieder Ausschlag bei der Melkroboterdiskussion. Wenn einem die eigene Arbeitskraft soviel wert ist, dann kann man reinen Gewissens auch einen Melkroboter kaufen, bei dem die produzierte Milch sicher teurer ist, wie im Melkstand. Aber dafür hab ich täglich mehr als vier Stunden Zeit für andere Dinge.
Leute, die so denken wie du, liebes Mucki, „was soll ich meine eigene Leistung berechnen“, die verstehen das natürlich weniger- aber das ist auch ok, jeder so wie er mag.


Wen du sagst da der melkroboter mehr kosten versursacht ,die Milch aber doch nicht teurer wird,mußt du ja in der zeit wo du Sonnst gemolken hats auch etwas tun wo Geld rein kommt also geld das vor dem Melkroboter  nicht verdinst wurde sonst zahlst du ja drauf wen du mehr produktions kosten hast als vorher die Milch aber nicht ansteigt.

Also muß du in der gesparten zeit auch wieder arbeiten,also teoretisch doch egal welche arbeit du in der zeit machst oder`?

LG mucki
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Pierette
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« Antwort #93 am: 08.10.10, 15:22 »

Selbiges ist doch immer wieder Ausschlag bei der Melkroboterdiskussion. Wenn einem die eigene Arbeitskraft soviel wert ist, dann kann man reinen Gewissens auch einen Melkroboter kaufen, bei dem die produzierte Milch sicher teurer ist, wie im Melkstand. Aber dafür hab ich täglich mehr als vier Stunden Zeit für andere Dinge.
Leute, die so denken wie du, liebes Mucki, „was soll ich meine eigene Leistung berechnen“, die verstehen das natürlich weniger- aber das ist auch ok, jeder so wie er mag.

Ich halte es für eine Fehleinschätzung zu glauben, der Robbi spare Arbeitszeit, er hilft Kraft sparen und läßt die Arbeitszeit flexibler werden, aber die Zeit im Stall mit den Kühen und den vielen Infos, die der PC liefert, verbringst Du dennoch.
Außerdem, befindet sich der Roboterbetreiber stets im standby - Modus - wie drückt sich soetwas zahlenmäßig aus?

mouhkouh
Zitat
Du darfst aber nicht davon ausgehen, das es überall so hinhaut, und auch mal akzeptieren, das es andere anders machen.
Zitat
Inzwischen ist uns unsere Fläche dafür zu schade, wir bauen lieber Raps an,  den wir als Saatgut nichtmal selber kaufen müssen, da wir Versuche für KWS und LWA machen.
Da staun ich aber....! Da willst Du etwas von "eigener Leistung berechnen" erzählen? So bekommst Du ja noch nicht mal einen realistischen Deckungsbeitrag gerechnet.
Wie ist das denn mit dem Wasserbedarf der Rapspflanze? Hat sie keine Probleme mit Wassermangel  oder - Überschuss?

@fanni,
Zitat
ich werd dann mal den Vertrag mal genauer lesen.....(man will sich ja Fachwissen aneignen Wink)
Tu das mal, wie gesagt, es ist nicht kompliziert :http://www.die-faire-milch.de/userfiles/file/MVSfairemilch.pdf in den Kapiteln 4 und 5 werden die Zusammenhänge erklärt.
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Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen
(aus Afrika)
gammi
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« Antwort #94 am: 08.10.10, 16:14 »

Ich denke das kommt auf die einnzelnen Vorlieben, gegraphischen Begebenheiten, personelle Ausstattung usw. an.
Pauschal kann man weder beim Robi noch bei ackerbohnen/Erbsenanbau sagen es rentiert sich oder nicht.

Ich persönlich möchte keinen Roboter haben und "nur"noch Listen auswerten. Ich will meine Kühe gerne selber beim Hertreiben/Melken beobachten. dafür nehme ich aber in Kauf halt morgens und abends zur gleichen zeit in den Stall zu müssen. Mir reicht der sonstige "Listenkrieg" auch so.
ackerbohnen und Erbsen haben wir auch schon selber angebaut. Aber es gab auch Jahre, da haben wir wieder umgepflügt weil das Wetter überhaupt nciht gepasst hat und die Ernte unwirtschaftlich gering ausgefallen wäre.

Aber auch hier kann man nicht pauschal sagen eigene Arbeit lohnt nicht. Ich seh es auch eher wie Mucki. Ich muß meine eigene Zeit nicht immer mit der Stoppuhr messen, denn dann stimmt es, dass sich vieles nicht rentiert. Dann könnte ich übertrieben gesagt auch nicht nach der kranken Kuh schauen.....
 Es kommt ja auch drauf an, was man ansonsten in dieser Zeit gemacht hätte.
Ob beim Rapsanbau wirklich soviel mehr übrig bleibt Huh Klar wenn das saatgut frei ist, dann sieht die Rechnung nochmals anders aus. Aber in den genuß kommt nicht jeder Betrieb (ich bin nicht neidisch  Wink. dafür bekommen wir vomClaas-Versuchsbau oft umsonst gemäht oder den Schwader).

Bei der Fairen Milch ist ja der Sojaeinsatz nur ein Argument.

Dann geh ich mal Äpfel von den Streuobstbäumen aufsammeln......und in Bezug auf Kinderarbeit ist unsere Milch auch sehr Fair....unsere Töchter wissen noch nicht einmal wie unser STall von innen aussieht. Dass Kühe nicht lila sind wissen sie allerdings dank Fernsehen und Internet  Grin
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
mouhkouh
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« Antwort #95 am: 08.10.10, 20:05 »

Mann, Mann... ich habe mit keiner Zeile erwähnt, das ich mit dem Roboter Arbeitszeit sparen möchte. Ich erwähnte, das ich mehr als vier Stunden Zeit habe für andere Dinge. Zeit die ich sonst im Melkstand verbringe, verbringe ich dann andersweitig. Das war es, was ich geschrieben habe, wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Zeit, die ich zum Beispiel mit dem Herdenmanagement verbringe, was meine persönliche Lieblingsbeschäftigung ist. Ohne Melken hab ich dafür noch mehr Zeit. Und mein Mann kann sich noch mehr der Aussenwirtschaft widmen, das ist nämlich seine Lieblingsbeschäftigung.
Und was hängt ihr Euch daran auf, wenn ich sage, wir sähen lieber Raps wie unspektakuläre Eiweißpflanzen?
Bei unserem Rapsanbau bleibt tatsächlich mehr übrig, und da wären wir ja schön blöd, wenn wir das nicht nutzen würden. Selbst wenn wir das Saatgut selber zahlen müssten. Raps passt halt besser in unsere Gegend. Genau wie Mais, wo wir Großparzellenversuche durchführen, also auch kostenfreies Saatgut. Da muss aber keiner neidisch sein, das ist nämlich auch ein Haufen Arbeit, den man extra hat durch die Versuche. Fängt beim Sähen von 30 verschiedenen Maissorten auf einem Feld an und geht über 20 verschiedene Spritzmittel und parzellenweises dreschen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Übrigens frage ich mich, welcher Landwirt nicht oft auf Stand By ist? Ob du nun einen Roboter hast, oder Kühe auf der Zeit, kranke Tiere, Erntearbeiten, das geschieht doch alles auf „standby“. Und warum sollte man mit Roboter immer auf standby sein? Das ist doch Irrglaube. Normalerweise funktioniert so eine Maschine doch tadellos, und es gibt nur selten Störfälle. (zumindest sollte es so sein...)

Manchmal muss man eben von alteingessenen Wegen abweichen und neuen Ideen eine Chance geben. Die faire Milch ist doch auch so eine Idee. Genau wie der Melkroboter. Das ist die Zukunft des Melkens, vielleicht ist es ja auch die faire Milch. Man wird sehen.
Und jetzt werden viele schreien, Melkroboter? Quatsch, wird sich nicht durchsetzen. Man wird sehen, damals wurde auch geschrieen, als die ersten Traktoren kamen, die ersten laufställe, die ersten melkstände. Durchgesetzt hat es sich trotzdem.
Wer weiß, wenn der BDM nicht so aggressiv wäre hier in der Gegend, möglichweise wären wir auch dabei. So sind wir es aber nicht, und haben uns eine andere Möglichkeit für den Mehrverdienst der Milch gesucht, Heimatmilch. Zumindest kommt was dabei raus, sagen die Zahlen unserer Milchrechnung.





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Wenn du schreiben kannst, heißt es noch lange nicht, das du ein intelligentes Wesen bist Grin
gammi
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« Antwort #96 am: 09.10.10, 01:28 »



Und was hängt ihr Euch daran auf, wenn ich sage, wir sähen lieber Raps wie unspektakuläre Eiweißpflanzen?


Wir können sogar beides anbauen  Grin.

Aber so langsam kommen wir vom eigentlichen Thema ab.

Im Grunde finde ich die Idee mit "heimischen" Eiweißpflanzen gar nicht schlecht. Erstens sind sie im Moment GVO-frei (darum sind wir ja hier gelandet) und zweitens haben wir kurze Transportwege und drittens sind wir mit den eigenen Pflanzen nicht von anderen abhängig.
Kann man doch momentan wieder sehr gut beobachten. Kaum steigt der MIlchpreis ein paar Cent gehen die Futtemittelpreise auch schon wieder einiges nach oben.


Zitatbefehl korrigiert
« Letzte Änderung: 09.10.10, 08:52 von martina » Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Mirjam
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« Antwort #97 am: 09.10.10, 08:09 »

Manchmal muss man eben von alteingessenen Wegen abweichen und neuen Ideen eine Chance geben. Die faire Milch ist doch auch so eine Idee.  

Hallo Mouhkouh,

Das passt! Zu einem Satz den ich die Tage gelesen haben von Gustav Heinemann: "Angst vor Veränderungen ist der beste Weg, das was man bewahren möchte zu verlieren"

@ mit dem Grünlandprojekte - da hat Bayern doch sowieso schon die Kulap-Projekte, für mich die Frage - das wurde im Marketing/Öffentlichkeits sträflich vernachlässigt. Eigentlich gehört an jede Stillegung, an jede Blühpflanzenanlage, an jede Streuobstwiese ein gut von der Straße aus lesbares schild - Landschaft dank Landwirtschaft oder so (das ist doch der Mega-Bonus Milchvieh, Schwein & Geflügel brauchen doch kein Gründland...) - braucht es da noch "extra" Projekte die betreut werden?

Gruß Mirjm
« Letzte Änderung: 09.10.10, 08:13 von Mirjam » Gespeichert

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« Antwort #98 am: 09.10.10, 13:19 »

Milchvieh, Schwein & Geflügel brauchen doch kein Gründland...) - braucht es da noch "extra" Projekte die betreut werden?
Gruß Mirjm


Hallo Miriam,
wo hast du des nun wieder her das Milchkühe ein grünland brauchen?? Geflügel das grüngefütter wird legt Eier mit schönen gelben dottern.

Warum wir Bayern für Grünland Projeckte bezahlt und gefördert werden kann ich dir schon sagen,wer würde den sonnst die ganzen Wiesen Pflegen,die Almen abwitschaften?
Ja da es bei uns nun mal viel grünland giebt will es verwertet werden,wens keienr mehr verwerte muß es gepflegt werden,so wie die PÖF wiesen die mein Mann betret,da wird er für Mähen und kompostieren des grüns bezahlt,doch meist ahben sie nicht das geld um alle flächen so zu Pflegen wies sein sollte.

Darum hält man den Landwirt mit projekten bei laune das er seien Wiesen selber Pflegt.

Was würde wohl psieren wen die Almen nicht bewirtschafte würden,es würden disteln und unkraut überhand nehemn und welcher Wander würda wohl noch raufgehn wollen???

Ja ja alles hat zwei seiten.


LG Mucki
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« Antwort #99 am: 09.10.10, 13:36 »

Hallo Miriam,
wo hast du des nun wieder her das Milchkühe ein grünland brauchen??
vermute, dass soll heißen: Kein Grünland brauchen?

Hallo Mucki,
Du musst schon richtig lesen und zitieren, nach Milchvieh steht ein Komma, da kannst Du auch einen Punkt setzen.

...- Landschaft dank Landwirtschaft oder so (das ist doch der Mega-Bonus Milchvieh, Schwein & Geflügel brauchen doch kein Grünland...) - braucht es da noch "extra" Projekte die betreut werden?

Gruß Mirjm

Die Sätze einzeln heißen:
1) das ist der Megebonus Milchvieh
2) Schweine und Geflügel brauchen kein Grünland
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Mucki
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« Antwort #100 am: 09.10.10, 13:59 »

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« Antwort #101 am: 09.10.10, 16:39 »

ich habe mir jetzt einmal die Mühe gemacht und die Beiträge zur fairen Milch gelesen und muss echt den Kopf schütteln. Für mich ist Milch einfach Milch ob Landliebe, BGL oder faire Milch. jeder macht die selbe Arbeit. ob jemand Genfrei füttert oder silage frei oder über Weidegang wo ist der Unterschied. ich finde es ist einfach eine Einstellung des Betriebes und nicht der abholenden Molkerei (die vermarketet egal mit was nur damit sie den bestmöglichen Erfolg hat. Einfache betriebswirtschaftliche Rechnerei.

Wir füttern ganz normal ganzjährig Silage, haben keinen Laufstall (baue auch keinen mehr, da Kühe auslaufen) und füttern Gensoja weil meine Lagerhäuser Theater machen mit freien Soja) und deshalb bin ich kein schlechter Bauer. Der BDM (wir waren Mitglied, sind ausgetreten) hat sich rein gar nichts darum gekümmert als unsere Molkerei im Frühjahr beinahe dicht gemacht hat (Mozarella Skandal in Italien) . da bin ich ausgetreten. wenn er die Bauern vertreten würde, hätte er den Mund aufmachen müssen, stattdessen hörst bei uns gar nichts mehr. Stillschweigen.

Unser neuer Stall ist artgerecht gebaut sogar mit Auslauf für meine Bullen. bin ich trotzdem ein schlechter Bauer wegen Gensoja, sicher nicht.
also lasst jedem produzieren wie er mag und kaufen was er für richtig hält und versucht nicht DIE Milch zu finden.
ist doch Quatsch. Habe eh keine Ahnung wo es die faire Milch gibt bei Rewe und Edeka wo ich kaufe nicht.
LG Petra
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Petra
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« Antwort #102 am: 09.10.10, 17:28 »

Unser neuer Stall ist artgerecht gebaut sogar mit Auslauf für meine Bullen. bin ich trotzdem ein schlechter Bauer wegen Gensoja, sicher nicht.  

Hallo

@ Petra, du hast gute Chancen demnächst ein "guter Bauer" zu werden ;-) mit der Auslaufhaltung für die Bullen - nach dem Vorbild des Belgischen "better leven"-Programms ist ein "Tierschutzlabel" in Entwicklung, bei dem es keinen, ein, zwei oder drei Sterne für besonders artgerechte Tierhaltung gibt.  Ich glaube kaum soweit ich das von den Prüfkritierien gehört habe - das ein Anbindehaltungsbetrieb oder ein Laufstall ohne Auslauf/Weide haltung hier Sterne bekommen wird - mit und ohne GVO-Soja ob jetzt im oder außerhalb des "Fair Programms". Das Siegel soll allerdings für Fleisch gelten/Schlachthof innitiert soweit ich weiß...

ich habe mir jetzt einmal die Mühe gemacht und die Beiträge zur fairen Milch gelesen und muss echt den Kopf schütteln. Für mich ist Milch einfach Milch ob Landliebe, BGL oder faire Milch. jeder macht die selbe Arbeit.  

Das ist der Unterschied ob Produktqualität = z.B. Hardware wie Handeslklasse, Fettgehalt, Inhaltsstofe etc. und der "Prozessqualität" heißt das wie produziert. Ein Stuhl ist/wäre ja auch ein Stuhl egal ob Männer oder Kinderarbeit, heißt Putenfleisch ist Putenfleisch, egal aus Brasilien oder Deutschland...? Die Qualität eine Produktes ist heute weitaus mehr als das "messbare/schmeckbare" - den "Mehrwert" des wie-produziert gilt es zu verkaufen...

@ Mucki - bei Monogaster, speziell Geflügel gibt es "Enährungsdepression" - heißt, mit jedem Prozent Gras/Grünland das sie fressen - sinkt ihre Futterverwertung um 2 %Punkte beim Getreide - weil das für ihren Magen nicht so toll artgerecht und in der Haltung schier kontraproduktiv ist.  Da Hühnervögel altindische Baumvögel sind (Insekten - deswegen scharren sie ja im Grünland) haben sie einen enormen Eiweißanspruch/hohe Fetttoleranz bis 10 % - da wiederum würde jeder Pansen streiken... Um Eidotter gelb zu bekommen, dazu braucht es keinen Auslauf/Gras.

@ Pflege Landschaft, ja hier sind wir uns einer Meinung, nur pflegt ein Landwirt seine Flächen auch für alle Bürger, denn lt. Gesetzgebung besteht ein "freies Betretungsrecht" der Natur im bayerischen Umweltrecht, d.h. die Bürger haben hier auch eine Gegenleistung die Flächen (ausserhalbt der Ernte) "nutzen" zu dürfen.

Gruß Mirjam

 
« Letzte Änderung: 09.10.10, 17:59 von Mirjam » Gespeichert

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fanni
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« Antwort #103 am: 09.10.10, 17:30 »

Oh ja Deutsch ist halt so schwer Grin

wir verstehen dich schon - passt schon so!!!
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Herzliche Grüße von Fanni
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« Antwort #104 am: 09.10.10, 18:23 »


@ Pflege Landschaft, ja hier sind wir uns einer Meinung, nur pflegt ein Landwirt seine Flächen auch für alle Bürger, denn lt. Gesetzgebung besteht ein "freies Betretungsrecht" der Natur im bayerischen Umweltrecht, d.h. die Bürger haben hier auch eine Gegenleistung die Flächen (ausserhalbt der Ernte) "nutzen" zu dürfen.
Gruß Mirjam


Hallo Miriam,
Also bei uns latschen die Jogger,Worker ,Spaziergänger,Hunde besitzer,Angler(fahren so gar mit autos durch die wiesen) ganzjährig durch unsere Wiesen,da hat noch keienr gefragt ob des uns stört oder nett,oder ob des gras lang ist oder frisch geschnitten,
Mnachmal ist des nett leicht wen die Hunde überall hinmachen dürfen ins Graß und so,wir wollen es ja Mähen und verfütter,auch Hunde sind Krankkeits Träger.Also du siehst die gegenleictung ist gegeben.


Oh ja Deutsch ist halt so schwer Grin
wir verstehen dich schon - passt schon so!!!

Hallo fanni,
des ist gut wen ihr mein geschreibsl auch so lesen könnten,rechtschreibung ist eben nicht meins und dann vertipp ich mcih noch ab und an,
aber ich ahb hir viel verständnis gefunden ,drum fühl ich mich hir wokl und ned zurückgesetzt,wen auch manche schrieberin meint das ich kein fachwissen habe.

LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
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