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Autor Thema: Stacheldarht, Elektrozaun usw  (Gelesen 612 mal)
erika2
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Beiträge: 1261



« am: 01.09.10, 13:01 »

Hallo,
in letzter zeit lese ich gelegentlich, dass Stacheldraht nicht tierschutzgerecht sei, das e-litze mit mind 15 cm Abstand davon anzubringen sei. Göga sagt, Stacheldraht mit Strom geht gar nicht...usw.

Nun bin ich in der Lw aufgewachsen, und Standard war eine Weideeinzäunung mit 3 oder 4 Strängen Stacheldraht, Vorgesteckt oder nochmal quergeteilt wurde mit Elektrozaun.
Nicht fest eingezäunte Wiesen wurden auch nur mit e Zaun eingezäunt, nur dass da jeder 2.oder 3.  Pfahl ein kl. Holzpfosten war statt Metallstecker.
Im Grunde halten wir es auch heute noch so, und weder Milchkühe noch Mutterkühe brechen überdurchschnittlich oft aus.

Was ich mich frage: Wieso ist jetzt auf einmal Stacheldraht nicht tierschutzgerecht? Wüßte nicht, dass da in den ganzen Jahren mal größere Verletzungen gewesen wären. Dann wär die Sache ja logisch. Eher beim Menschen, der den Zaun durchklettert oder repariert.
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Liebe Grüße, Erika
Tessi
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 60


« Antwort #1 am: 01.09.10, 16:28 »


Hallo,
Stacheldraht, denke ich,  ist nicht tierschutzgerechtgerecht, weil er durch die Dornen sehr, sehr üble Verletzungen/ Risswunden verursachen kann.
Wenn sich da ein Tier in Panik verheddert...
Wir haben um unsere feste Weide, welche von Pferden und Jungvieh genutzt wird einen Koppelzaun- Holzpfähle u. zwei Querlatten- Mitte und oben
E-Litze/ Band. Zusätzlich bei den Kälbern Kunstoffpfahl und eine E- Band an die Größe angepasst, vorgesetzt bzw. Koppel getrennt. Hoffe ich habs verständlich erklärt... Roll Eyes Das ist ausbruchsicher!!
Stacheldraht kommt für uns nicht in Frage- ist viel zu gefährlich...s,o
Gruß Tessi

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wenn du weißt was du tust.
Bergziege77
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Beiträge: 45


« Antwort #2 am: 01.09.10, 18:45 »

Am Stacheldraht verletzen nur mein Mann und ich uns, immer im Frühjahr beim Flicken oder Erneuern gibts auch mal Ratschen.
Die Mutterkühe haben von ihren Müttern gelernt Abstand zu halten, ihre Kälber lernens von ihnen.
Bei den erstsömmerigen HF Rindern gibts schon mal einen Schrammen auf der Nase, wenn sie ihn neugierig beschnuppern. Allerdings stehen die Pfosten auch dicht beieinander (3 m), so das die Rinder fast meinen eine kleine Stallabtrennung vor sich zu haben.

Das größte Problem mit den 3 Strang Stacheldraht haben die "Spaziergänger". Manche kommen von weit her angefahren, denn hier kann man gutes Obst ernten. Es ist nur ärgerlich das die Bäume in eingezäunten Weiden stehen. Zur Kirschenernte hat ein Paar den Stacheldraht einfach aufgeschnitten, der Besitzer solls erlaubt haben damit sie mit dem Auto an die Bäume fahren können. Wir , die Besitzer und Bewirtschafter waren echt verblüfft.
LG   Bergziege
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ELLI47
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« Antwort #3 am: 01.09.10, 18:53 »

Stacheldraht ist bei uns standart.
Es hat sich ganz selten mal ein Tier verletzt.
Dann halt nur einen kleinen Riss.

Ich versteh nicht,warum das was ich seit 50 Jahren bewährt hat auf einmal falsch ist. Lips Sealed
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Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #4 am: 01.09.10, 19:16 »

Hallo erika2,
wo hast Du das denn gelesen?

Es gibt doch Tierhaltungsverordnungen, in denen heutzutage jeder Pieps geregelt ist.
Wenn es dort nicht verboten ist, ist es wohl erlaubt  Huh
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landleben
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Beiträge: 742



« Antwort #5 am: 06.09.10, 17:48 »

Hallo!

Am meisten liest man doch in den Zeitungen, wenn sich Wild in E-Litzen verheddern. Viele Elektrozäune werden doch auch im Winter nicht weggeräumt.

Wir haben die Jungviehweiden zum Teil mit Stacheldraht. Meistens wird E-Zaun benutzt, ist aber reine Bequemlichkeit. Die Eichenspaltpfähle einzubuddeln, hat hier niemand so recht Lust.

Wenn Kälber das erste Mal rauskommen, haben wir extra ein Stück mit Stacheldraht und davor E-Zaun eingezäunt. So können sie sich gleich an beides gewöhnen.

lg

landleben
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Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #6 am: 06.09.10, 18:39 »

Hallo Erika,

da gehts um die Haftung bei der Tierhalterhaftpflicht nach BGB irgendwas "Haftung des Tierhalter" und ich würd das mit eurem Hof-Versicher abklären.

Bei Pferden ist es definitiv so, dass es hier Vorgaben gibt auch aus Gründen Tierschutz (weil Pferde ein bißchen doofer sind als Kühe - Pferde rennen erst und kucken dann  Cool) - Stacheldraht geht meines Wissens gar, Draht nicht (allein), Stromlitze muss ein.

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #7 am: 06.09.10, 20:36 »

Beim AID gibt es eine aktuelle Broschüre zum Zaunbau (lässt sich auch als PDF herunterladen, kostet aber auch 3 €).
Dort steht u.a., dass Stacheldraht für Pferde nicht mehr erlaubt ist.
Auch für Neubauten von Zäunen sollte man keinen Stacheldraht mehr verwenden, da er nicht tierschutzgerecht ist.
Ein Verbot gibt es also (noch) nicht.

LG
Müllerin
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