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Autor Thema: Rechtsstreit statt Hofübergabe - Erfahrungsberichte - Hilfe  (Gelesen 11197 mal)
Sasa
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Beiträge: 1357


« Antwort #60 am: 15.08.10, 20:16 »

Am sinnvollsten wäre es wohl gewesen, schon vor Jahren, als Chris seine berufliche Laufbahn auf die Übernahme des Hofes abgestimmt hat, sich Gedanken zu machen- auf Elternseite- wann soll übergeben werden? Fester Termin (mit dem 60.ten Geburtstag, mit dem 65....was weiß ich...) oder eher flexibel...Da hätten schon Verträge gemacht werden können. Bei meinen Eltern war es so. Als mein Bruder 20 war, wurde erst "intern" besprochen, wie Bruder sich das vorstellt- wie Vater sich das vorstellt- einige Jahre später wurde offiziell übergeben. Allerdings ist es bis heute so, daß alle Parteien, Eltern und Kind, gemeinsam arbeiten.

Feste Absprache, Verträge, die geschlossen werden, haben ja nichts mit Mißtrauen zu tun. Einfach mit Planungssicherheit. Übrigens wurde auch uns Geschwistern das so mitgeteilt: Vater übergibt an Sohn XY, jedes andere Kind bekam schon vorher einen festen Betrag, damit wars gut. Wir Geschwistern haben mit Zeitpunkt der Übergabe allesamt eine Verzichtserklärung auf weitere Ansprüche unterschrieben. Ging ohne Theater, auf allen Seiten.

Aber, das nützt Chris ja nun nichts mehr.

Ich denke mal, die Angst der Eltern vor Veränderung wird sich durch einen wie auch immer gearteten Prozeß nicht ändern. Es wird, da gebe ich Annelie recht, wohl auf einen Vergleich hinauslaufen.
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Chris2412
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« Antwort #61 am: 15.08.10, 20:16 »

Hallo Maggie,
hallo Annelie,

mir scheint es als wäre es in der Schweiz wie so vieles besser geregelt. Denn ein Knackpunkt um nicht über seine Zukunft nachdenken zu müssen und ev. auch nicht mehr präzise wirtschaften zu müssen, ist die immer noch im Alter gezahlte Beihilfe. Sie macht es einem über 65jährigen leicht oder sogar noch zum "großen Geschäft" wenn er statt 1000€ Rente monatlich 3000€ Beihilfen bekommt!

Bevor sich jetzt wieder jmd. auf den Schlips getreten fühlt:

BEIHILFEN SIND WICHTIG UND NOTWENDIG !  
Sie sollten einem Betriebsinhaber das wirtschaftliche Überleben und die Möglichkeit für Investitionen und eine gesicherte Zukunft ermöglichen. ABER - wenn keine Investitionen mehr getätigt werden - die Maschinen bezahlt sind, der Betrieb ausläuft, dann fliesst das Geld eben in die Tasche eines Rentners der jedem seiner Berufskollegen Beihilfen für dessen Betriebsentwicklung streitig macht!!!!

Ein Aspekt über den vielleicht auch einmal laut nachgedacht werden sollte.


Sicher wird kein Richter die Weitergabe des Betriebes direkt beschliessen oder darüber urteilen - aber eine Entschädigung sollte wohl erreichbar sein bzw. es besteht sicher bei entsprechendem Druck die Möglichkeit, dass die Eltern einlenken und die Betriebsübergabe als gar nicht so schlimm (kleineres Übel) ansehen. Rationelle Gründe die dagegen sprechen den Betrieb weiterzugeben gab es sicher noch nie.

Wenn ich nichts mache fühlen sich die Eltern wohl zu (un)-recht in Recht oder ?

Unter Vertrauen wird die Annahme verstanden, dass Entwicklungen einen positiven oder erwarteten Verlauf nehmen.
Die Annahme / Erwartung oder das Vertrauen wird erst enttäuscht oder entzogen, wenn es dafür Gründe gibt. Leider kann es lange dauern bis die Enttäuschung - also der Grund eintritt. Das macht den Schaden aber nicht besser oder kleiner!

Schließlich ist bis zum Termin der Betriebsübergabe das Vertrauen ja da - erst wenn diese vereitelt wird klappt´s nimmer mit dem Vertrauen und der Ärger beginnt.

Es ist schwierig zu bestimmen wann dieser Zeitpunkt eintritt oder eingetreten ist. Auch hat jeder Mensch eine eigene Schwelle für den Entzug des Vertrauens.

Gruss
Chris
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LG
Chris2412
Chris2412
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Beiträge: 31


« Antwort #62 am: 15.08.10, 23:00 »

Hallo Fanni,

...kennst Du den Spruch: "Sei nett zu Deinen Kindern, denn Sie suchen Dir Dein Altersheim aus !"

Wer macht sich denn Sorgen um mich - meine Familie - mein Leben - bis zur Rente?  Meinen sozialen und wirtschaftlichen Lebensweg.
Ich höre nur zu oft, dass die Eltern eben einfach nicht "abgeben" können. Aber wer fragt nach den Empfindungen eines Nachfolgers, der vor dem NICHTS steht und der
sich vielleicht auch nichts anderes vorstellen kann, als seinen Lebenssinn im arbeiten als selbstständiger Landwirt zu sehen.

Die Sache mit dem Wegnehmen des Hofes / Eigentums.

Was sagen Eure Verpächter wenn sie nach einem Jahr keine Pacht bekommen, weil ihr mit der Ausrede "die Ernte war schlecht.... der Boden war trockener als gedacht.... der Ertrag der geplant war konnte nicht erzielt werden..." kommt.... ihr einfach nicht bezahlt.

Jeder Verpächter hätte doch auf ein Anrecht auf Bezahlung selbst wenn es keinen Pachtvertrag (früher teilweise üblich) gibt. Er hat Euch gegenüber eine Vorleistung erbracht ähnlich der Leistungen die ein geprellter Hofnachfolger erbrachte. Der Unterschied ist nur, dass der Verpächter es schon nach einem Jahr merkt, dass er betrogen wurde.... der Hofnachfolger erst viel später!

Meine Eltern wurden nicht dazu gezwungen für klare Verhältnisse zu sorgen. Weder früher noch heute.
Sie wurden nicht dazu gezwungen mich als billige Arbeitskraft einzuspannen und mich jetzt im Regen stehen zu lassen. Es steht und stand ihnen auch frei statt der Hofübergabe eine Entschädigungsregelung zu finden.

Lassen wir mal die Vorgeschichte von meiner Mitarbeit aussen vor:
Es zwingt sie auch niemand einfach nur einem Kind das den Betrieb weitermachen möchte, diesen nicht abzugeben. Viele Betriebe wären froh sie hätten einen Nachfolger.

Ich kann sicher damit leben, dass meine Eltern mich so behandelt haben wenn ich den Betrieb übernehmen würde. Die mögliche familiäre Klufft wäre sicher nicht schön, aber lieber etwas unterkühlt miteinander leben als gar nichts mehr gemeinsam zu haben.

Aber diese Entscheidung liegt ganz alleine bei den Eltern.


Gruss
Chris
« Letzte Änderung: 16.08.10, 00:33 von Chris2412 » Gespeichert

LG
Chris2412
Mirjam
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« Antwort #63 am: 16.08.10, 08:42 »

Meine Eltern wurden nicht dazu gezwungen für klare Verhältnisse zu sorgen. Weder früher noch heute.
Sie wurden nicht dazu gezwungen mich als billige Arbeitskraft einzuspannen und mich jetzt im Regen stehen zu lassen.  Aber diese Entscheidung liegt ganz alleine bei den Eltern.

Chris, du machst dich klein und begibst dich in eine Abhängigkeits-Kinder-Rolle, weil DU jede Verantwortung an der Situation - von dir schiebst und auf ein Handeln (das bitteschön aber so wie du das willst) deiner Eltern "wartest".

Auch du hast deinen Eltern nicht dazu gezwungen mal für klare Verhältnisse zu sorgen, weder früher noch heute.
Niemand hat dich gezwungen, dich als "billige Arbeitskraft" einspannen zu lassen und du läßt dich im Regen stehen.

Wann fängst du an, dein Leben in die Hand zu nehmen, Ent-Scheidungen zu treffen, dich unabhängig von anderen zu machen?

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Mathilde
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« Antwort #64 am: 16.08.10, 11:25 »

Jede/r ist seines Glückes/Unglückes Schmied.

off topic:

ach ja, dann ist also jeder selbst Schuld wenn sein Partner durch ein Unglück stirbt oder man unheilbar krank wird......
nochmal: wie ich diesen Satz hasse  Angry
LGMathilde
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Chris2412
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« Antwort #65 am: 16.08.10, 21:28 »

Hallo Zusammen,

zunächst, diese Zeilen waren durchaus nicht wörtlich sondern im übertragengen Sinne im Bezug auf ihre derzeitige Lage anzusehen!

"Meine Eltern wurden nicht dazu gezwungen für klare Verhältnisse zu sorgen. Weder früher noch heute.
Sie wurden nicht dazu gezwungen mich als billige Arbeitskraft einzuspannen und mich jetzt im Regen stehen zu lassen. Es steht und stand ihnen auch frei statt der Hofübergabe eine Entschädigungsregelung zu finden."

Es sollte nur ausdrücken, dass genau sie es sind die für die derzeitige Lage verantwortlich sind.

Sie sind nun in der "verzwickten" Lage eine Entscheidung jetzt sogar unter Androhung eines Rechtsstreites fällen zu müssen!!! Alleine deshalb weil sie ihre Angelegenheit nicht vorher und nicht in aller
Ruhe regeln wollten. Absprachen nicht eingehalten haben und falsche Hoffnungen geweckt haben !!

In der Vergangenheit habe ich mehrfach "sanft" versucht die Nachfolge oder eine Entschädigungsregelung zu finden. Leider aber OHNE ERFOLG !!!

Vertreter des Bauernverbandes, Verwandte oder nahe stehende Freunde aus unserem Umfeld gehörten ebenso zum Personenkreis der Vermittler und Mentoren wie ich selbst.
Auch sind unter ihnen sicher einige die eine solche Sturheit nicht für möglich gehalten haben!

Und für alle die es noch nicht gelesen haben:
ICH HABE BEREITS SEIT JAHREN NICHT AUF DEM HOF GEWOHNT, war immer für meinen eigenen Haushalt verantwortlich, mich als eine "Nesthocker" oder "Kind welches sich seiner Verantwortung nicht stellt" zu bezeichnen ist sicher nicht korrekt.

Fehler wurden sicher auf beiden Seiten gemacht, aber es geht nicht um die Vergangenheit sondern um die Zukunft.

ABER WARUM SOLLTE NUR ICH DER GEPLANTE HOFNACHFOLGER DAFÜR BEZAHLEN Huh?

Sind Eltern kraft ihrer Stellung in der Familie über alle Zweifel und jede Konsequenz erhaben (Eltern dürfen alles)?

Stehen Eltern über Gesetz, Anstand und Loyalität ?

Wäre ich durch meinen beruflichen Werdegang in der Lage eine andere Arbeitstelle zu bekommen, wäre ich sicher nicht auf die Idee gekommen hier ein Posting im Forum zu eröffnen!

Gruss
Chris





« Letzte Änderung: 16.08.10, 21:33 von Chris2412 » Gespeichert

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Chris2412
Sasa
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« Antwort #66 am: 17.08.10, 01:02 »

Chris, ich denke, wenn Deine Eltern den Hof nicht übergeben, weil sie nicht loslassen wollen/können, wird man sie kaum mit Druck dazu zwingen können....denn: Dieses nicht Loslassen ist ja nicht logische Überlegung, sondern Emotion.

Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen, sicher.

Nur, ich denke, durch einen Prozeß würde es nur Verlierer geben, auf beiden Seiten. Du würdest vielleicht eine Entschädigung bekommen, aber wie Du selber schreibst, kein Richter wird die Übergabe per Gericht anordnen können. Deine Eltern würden sich in ihrer Haltung bestätigt fühlen. Und dann?

Außerdem, gerade bei solchen Streitigkeiten leiden alle Parteien enorm. Am Ende bleibt wahrscheinlich ein Scherbenhaufen übrig. Ich gehe jedenfalls davon aus, daß ein vernünftiges Zusammenleben als Familie für lange Zeit dann nur sehr schwer möglich sein wird bzw. fast unmöglich.

Beates Vorschlag wäre eine Alternative, finde ich. Inwieweit das für Dich möglich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Ich würde mir wahrscheinlich wirklich lieber eine Stelle als Verwalter o.ä. suchen, bevor ich mir den Nervenkrieg mit einem Prozeß antäte...
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Benita2
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« Antwort #67 am: 17.08.10, 08:27 »

HalloChris,

es kann nicht alles den Bach runtergehen, denn dein Pflichtteil wäre ja auch noch ganz schön hoch.
Wenn du jetzt schon den Eindruck der Verweigerung der Eltern hast, dann würde ich mir woanders was suchen.
Den Betrieb hättest du sowieso nie verkauft und dewegen hättest du das Geld auch nie wirklich in der Hand  gehabt.
Laß dich zu nichts mehr provozieren, damit du den Pflichtteil nicht auch noch verspielst ...... wobei dafür wirklich noch sehr viel passieren müsste.
Das Glas ist noch halb voll ........ mußt du denken, denn du brauchst für deine Eltern keine Pflege leisten, deine Schwester nicht mehr kontaktieren, wenn sie gegen dich arbeitet. Du brauchst auch keinen vielleicht noch 20-jährigen Nervenkrieg mehr führen, denn du andererseits vor dir hättest.
Du sollst auch nicht alles glauben, was der Anwalt sagt, denn der orientiert seine Gebühren am Streitwert und da
sieht er dann ziemlich viel Geld........ fließen.
Auf Gottes Gerechtigkeit brauchst du auch nicht warten, denn es gibt sie nicht sondern da warten eher diese sogenannten Herren in den roten Roben und freuen sich dann schon auf diese evtl. Erbschaft

So ähnlichhab ich auch schon mal geschrieben!

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Viele. liebe Grüße von Benita!
Mirjam
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« Antwort #68 am: 17.08.10, 08:46 »

Jede/r ist seines Glückes/Unglückes Schmied.

off topic:

ach ja, dann ist also jeder selbst Schuld wenn sein Partner durch ein Unglück stirbt oder man unheilbar krank wird......
nochmal: wie ich diesen Satz hasse  Angry LGMathilde

Hallo,

ich mag diesen Satz lieber, der hilft mir oft durch den Tag, loszulassen, das Grübeln einzustellen und mich auf die Dinge zu konzentrieren, bei denen ich jetzt aktiv werden kann:

„Gott gebe mir die Gelassenheit,
 Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”
   

Rheinhold Niebur

@ Chris, was haben den Bauernverband und all die Mediatoren zu den Chancen deiner Absichten/Hoffnung gesagt....?

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #69 am: 17.08.10, 10:06 »

Hallo,
weil wir gard bei Gebeten sind ,ich hab da vor kurzem auch eins gefunden.

Lieber Gott
gib mir mehr Weisheid
mehr Geduld sie zu ertragen,
mehr Güte ihnen zu verzeihen,
aber gib mir nicht mehr Kraft,
den wen ich mehr Kraft habe,
hau ich ihnen aufs Maul.

Bitte nicht ganz ernst nehmen aber so ist doch das leben oder??

LG Mucki
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Chris2412
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« Antwort #70 am: 17.08.10, 14:14 »

Was macht Ihr mit Kunden die nicht zahlen ?

Wann ist Eure Geduld am Ende ?

Ab wann werdet Ihr massiv und beginnt die Forderungen einzutreiben ? 
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Chris2412
Mathilde
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« Antwort #71 am: 17.08.10, 14:24 »

Hallo,

moment mal - da gibt es Verjährungsfristen.
Da hättest Du aber schon viel früher auf eine Bezahlung drängen müssen und wenn nichts gekommen wäre dann die Arbeit einstellen.
Puuhhh was bin ich froh dass wir unseren Sohn ganz normal angestellt haben wie jede FremdAK auch.

LG Mathilde
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erika2
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« Antwort #72 am: 17.08.10, 14:39 »

Was macht Ihr mit Kunden die nicht zahlen ?

Wann ist Eure Geduld am Ende ?

Ab wann werdet Ihr massiv und beginnt die Forderungen einzutreiben ? 

Der Vergleich hinkt:
mit dem Kunden gehe ich einen Vertrag ein: ich biete eine Ware/Leistung an zu einem best Preis, ich muss leisten, Kunde muss zahlen

Du hast ein "Geschenk" (Arbeitskraft) gemacht, in der Annnahme, ein "Rückgeschenk" (Hof) zu erhalten....
aber so läuft das mit Geschenken leider nicht immer

so würde ich das quasi-rechtlich interpretieren

Es tut mir von Herzen  leid für Dich, aber niemand garantiert uns, dass es im Leben gerecht zugeht.
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Liebe Grüße, Erika
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #73 am: 17.08.10, 16:03 »

Hallo Zusammen,

ich bin selbst betroffen und suche Erfahrungen, Ratschläge von BETROFFENEN bzw. die Möglichkeit sich ev. persönlich auszutauschen.

Ich möchte nochmal auf den Ausgangspunkt von Chris zurück kommen.

Er sucht BETROFFENE.

Aus den Beiträgen habe ich zwar viele Ratschläge entnehmen können, aber nicht ausmachen können, dass jemand ebenso betroffen ist.
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Chris2412
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Beiträge: 31


« Antwort #74 am: 17.08.10, 22:01 »

Hallo Naima,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Richtig ich wollte mit Betroffenen ins Gespräch kommen.

Hat auch teilweise mit PM´s funktioniert, da sich nicht jede(r) den "phantasievollen Ideen" wie so manche Schreiberin das Verhalten meiner Eltern erklären oder
Schönreden möchte, stellen kann oder will.

zu Erika und Mathilde:

1. Verjaährungsfrist beginnt mit der "Absage" der Eltern auf die Hofübergabe !!....somit bin ich da noch voll drin ( Zitat Rechtsanwalt)

2. Thema Geschenke !  Die pflege ich zum Geburtstag zu machen - aber nicht um meine Existenz zu sichern - steht aber sicher irgendwo im Posting schon weiter vorne.

Werde zukünftig als Kunde der nichts schriftliches vereinbart hat auch davon ausgehen, dass es sich um Geschenke handelt !!!!

Mein Gemüsehändler schenkt mir Gemüse nach meiner Wahl und ich schenke ihm Geld wenn ich möchte ...oder sonst etwas....schließlich sind wir ja gut - befreundet - verwandt - Nachbarn ??

An alle die ihre Kinder noch ganz normal für ihr "Angestelltenverhältnis" bezahlen - könnt ihr sofort einstellen, sind ja freiwillige Geschenke Eurer Kinder an Euch....ohne Erwartung von Gegengeschenken.......   müssen sie eben warten bis sie selbst mal einen Hof haben.


Bei diesem Rechtsempfinden (ist ja immer subjektiv von jeder Person) kann ich meine Eltern verstehen - scheint mir als ob so mancher in der Landwirtschaft den Betrieb zum RECHTSFREIEN RAUM erklärt. Somit hab ich bei dem Forum ganz schön dazugelernt !

Warum nur fällen Richter in der Vergangenheit andere Urteile - sollten sie sich hier etwa einmal weiterbilden ?


Gruss
Chris

PS: Hatte vergessen mir immer bei der Arbeit eine Schleife für Mami und Papi umzubinden  (;-)
« Letzte Änderung: 17.08.10, 22:06 von Chris2412 » Gespeichert

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Chris2412
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