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Autor Thema: Rechtsstreit statt Hofübergabe - Erfahrungsberichte - Hilfe  (Gelesen 11197 mal)
Hamster
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #135 am: 21.08.10, 17:11 »


Wer von Euch denkt schon an einen handfesten Vertrag, wenn ein Kunde Blumen auf Eurem Feld erntet und dann die in der Preisliste angegebenen Beträge in das bereitstehende Kässchen wirft ?

Und wie sieht es aus wenn ihr einen erwischt, der sich unbeobachtet fühlt, und nix bezahlt hat ?


Hallo Chris,
ich glaube hier kommt jemand vom Thema ab.  Wink
Zitat:
Wo wären Eure Betriebe, wenn ihr nicht auf die Zusagen der staatlichen Beihilfen vertrauen könnt ?

Das hat jetzt auch nix mit dem Thema zu tun...... Cool

Liebe Grüße
Hamster
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Liebe Grüße
sagt der Hamster
Chris2412
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Beiträge: 31


« Antwort #136 am: 21.08.10, 22:09 »

Hallo Hamster,

Hallo Chris,
ich glaube hier kommt jemand vom Thema ab.  Wink
Zitat:
Wo wären Eure Betriebe, wenn ihr nicht auf die Zusagen der staatlichen Beihilfen vertrauen könnt ?

Das hat jetzt auch nix mit dem Thema zu tun...... Cool

Liebe Grüße
Hamster

bitte alles zitieren und die Zitate im Zusammenhang belassen, dann wird auch wieder klar, dass es um Vertrauen geht - nicht um Subventionen/Beihilfen denn das wäre wirklich ein anderes Thema !!!

Und bevor die Diskusion erst recht danaben und in Richtung Beihilfen/ Subventionen geht. In meinen früheren Antworten habe ich ganz KLAR auch hierzu Stellung genommen, denn sie sind für die Landwirtschaft lebenswichtig !!

Ganz liebe Grüße,
Chirs2412
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LG
Chris2412
Paula73
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« Antwort #137 am: 22.08.10, 08:19 »

Hallo Chris

Ich glaube allen hier ist klar das deine Eltern dein Vertrauen ausgenutzt haben und du jetzt enttäuscht bist. Wenn du der Meinung bist das eine Klage vor Gericht für dich die richtige Lösung ist das such dir einen Anwalt und gehe es an.

Das was viele hier sagen wolle ist lediglich das es keine Sicherheit gibt das du mehr gewinnst als verlierst. Entscheiden musst du selbst, genau wie auch mit den event. Folgen klar kommen. Da nutzt es nichts wenn du hier bei allen um Verständnis wirbst, eine Absolution kann dir hier keiner erteilen.

Gruß Paula
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Solli
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« Antwort #138 am: 22.08.10, 11:19 »

Zitat
Da nutzt es nichts wenn du hier bei allen um Verständnis wirbst, eine Absolution kann dir hier keiner erteilen.
Tut er doch garnicht, Ihm geht es meiner Meinung nach in erster Linie da drum:
Zitat
... ich hingegen bin dabei aktiv dabei meine Chancen und Möglichkeiten auszuloten. Verschiedene Auswege aus der mir derzeit unbefriedigenden Lebenssituation zu suchen und den für mich erfolgreichsten weg versuchen zu beschreiten.
Über die (nicht stattfindende) Hofübergabe mag ich nicht urteilen - für sowas MUSS man sich immer beide Seiten anhören!

Zitat
... und den für mich erfolgreichsten weg versuchen zu beschreiten.
@Chris
Hoffentlich bist Du von Deiner Enttäuschung nicht allzu sehr geblendet und immer noch offen genug, diesen dann auch zu erkennen! Wink
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Uns hilft kein Gott, unsere Welt zu erhalten - das müssen wir schon selbst tun!
passivM
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« Antwort #139 am: 23.08.10, 02:03 »

Wisst Ihr was, ich würde fast alle letzten Beiträge hier mit unterschreiben, vor allem aber Sollis letzten Satz. - Und ganau DAS habe ich mit "Opferrolle" gemeint, diese Wut/Enttäschung die einen blind machen kann, für die aus logischer Sicht gesehen, beste Lösung.

Es wurde hier schon ein paar mal geschrieben: Allen ist klar, dass Chris Eltern sein Vertrauen ausgenutzt haben, und das ist nicht in Ordnung. Nun hat er die schwierige Entscheidung zu treffen, auf welchem Wege er mehr gewinnt als verliert.
Sollte er den Hof einklagen, oder eine Entschädigung für seine erbrachte Leistung? ...und/oder "Plan B" - dass er möglichst geräuschlos versucht, Geld aus dem Hof zu ziehen.

Chris, ich überlege gerade:
Hast du denn gar keinen schriftlichen Arbeitsvertrag? - Das wäre für dich vielleicht sogar von Vorteil, denn dann könntes du eventuell doch noch "Lohn" nachfordern. (Allerdings weiß ich nichts über Verjährungsfristen und so.) Da stünde nämlich Aussage gegen Aussage, falls deine Eltern behaupten würden, du seiest mit einem Taschengeld einverstanden gewesen. Da könnte man doch so was wie Beweislastumkehr machen..? So was Ähnliches hat mir mal ein Anwalt in anderer Sache gesagt. So was wäre ein Fall für eine Beratung durch einen Anwalt. Das sind so juristische Spitzfindigkeiten.

Ich meine, du "darfst" schon "spitzfindig", clever sein, nachdem deine Eltern dich so "verarscht" dein Vertrauen so ausgenutzt haben.

Chris, mach' dir keinen Kopf deswegen: Sicher ist es ein Tabu, gegen Eltern vor Gericht zu gehen, ABER dieses Tabu haben in deinem Fall zuerst deine Eltern gebrochen, nämlich indem sie dich/dein Vertrauen so ausgenutzt haben. Da will hier - vielleicht bis auf ein paar gaaanz wenige Ausnahmen, niemand(!) den moralischen Zeigefinger vor dir schwingen. Aber - und das wurde auch schon oft geschrieben: Einen kühlen Kopf bewahren! Eine Entscheidung treffen, bei der Chris mehr gewinnt als verliert!

Aber nochmal diese Sache mit dem "verscherbeln" (dieses negativ klingende Wort ist NICHT von mir): Meine SM tickt genauso... Undecided  Keine Ahnung, woher solche Bedenken kommen.  Huh  Vielleicht redet so mancher potentielle Altenteiler sich auch nur hundert Gründe ein, um nicht übergeben zu "müssen". - Ich mein', "übergeben müssen" tut (juristisch gesehen) niemand; Aber nachdem man den Abkömmling viele Jahre lang für lau hat schuften lassen, spürt so mancher vielleicht(!) so etwas wie eine "moralische Verpflichtung",
...und dann werden hundert Gründe gegen eine Übergabe gesucht und gefunden,
so "blöde" sie auch sein mögen.
Ich mag' gar nicht dran denken, was meine SM schon alles für Gründe angeführt hat, warum sie angeblich nicht übergeben kann.
Einmal war es sogar, weil ich meine zwei großen Terrakotta-Blumentöpfe bei unserem Umzug mitnehmen wollte, die meien SM inzwischen bepflanzt hatte. (Denn ich - "faules Stück" - hatte sie ja nicht bepflanzt .....klar, weil ich ja wusste, dass wir eh umziehen). Ich will mit diesem Beispiel sagen: Kein Grund ist zu dumm, um gegen eine Übergabe herzuhalten, wenn man nicht übergeben WILL.
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #140 am: 23.08.10, 19:16 »

Somnio
Solche Bedenken , dass man den hof verscherbeln könnte kommen sicher nicht von ungefähr.
Ich kenne gleich drei Fälle in denen sich der zuerst gefeierte Hofnachfolger um seine erbe gebracht sah.
Da kam plötzlich der zweite Sohn und machte sich ( wegen ungeliebter Schwiegertochter bei Hofnachfolger) bei den eltern wieder Liebkind. Man überschrieb den hof , alle anderen weichenden erben gingen ohne Abfindung vom Hof und der erbe verkaufte alles nach nur zwei jahren. wie kommt man sich da erst verarscht vor.
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Nelly
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« Antwort #141 am: 23.08.10, 20:38 »

....ich kenne aber keinen potentiellen Hofnachfolger, der neben seiner "normalen" ARbeit noch auf dem Hof  arbeitet, dass der dann einen Arbeitsvertrag hat. Weil er arbeitet ja für den Hof, was ja immer wieder betont wird von den ELtern, dass da ja alles klar sei und ein Arbeitsvertrag dann total albern sei....



Nell
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten!
fanni
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« Antwort #142 am: 23.08.10, 20:43 »

Somnio
Solche Bedenken , dass man den hof verscherbeln könnte kommen sicher nicht von ungefähr.
Ich kenne gleich drei Fälle in denen sich der zuerst gefeierte Hofnachfolger um seine erbe gebracht sah.
Da kam plötzlich der zweite Sohn und machte sich ( wegen ungeliebter Schwiegertochter bei Hofnachfolger) bei den eltern wieder Liebkind. Man überschrieb den hof , alle anderen weichenden erben gingen ohne Abfindung vom Hof und der erbe verkaufte alles nach nur zwei jahren. wie kommt man sich da erst verarscht vor.

und wie ist das Verhältnis der Geschwister...........?? Vermutlich nicht das Beste oder??  Und bei solchen Sachen wahrscheinlich auf Jahrzehnte hinaus gestört.
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Herzliche Grüße von Fanni
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #143 am: 23.08.10, 22:51 »

Genau.
Jetzt fragt sich wer nach den Eltern schaut wo sie nicht mehr können.
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #144 am: 23.08.10, 23:09 »

Somnio
Solche Bedenken , dass man den hof verscherbeln könnte kommen sicher nicht von ungefähr.
Ich kenne gleich drei Fälle in denen sich der zuerst gefeierte Hofnachfolger um seine erbe gebracht sah.
Da kam plötzlich der zweite Sohn und machte sich ( wegen ungeliebter Schwiegertochter bei Hofnachfolger) bei den eltern wieder Liebkind. Man überschrieb den hof , alle anderen weichenden erben gingen ohne Abfindung vom Hof und der erbe verkaufte alles nach nur zwei jahren. wie kommt man sich da erst verarscht vor.

da wird bei uns normalerweise eine klausel eingebaut - wenn landw. oder andere grundstücke und immobilien günstig übernommen wurden - muss während einigen jahren der "grosse" gewinn geteilt werden (normalerweise ca. 20 jahre - mit abstufung, je länger im eigentum deste weniger muss geteilt werden) und investitionen können zuerst berücksichtigt werden
und wenn z.b. einer seinen hof verkauft und dafür einen andern kauft muss er/sie auch nicht teilen
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #145 am: 24.08.10, 11:25 »

in meinem Hofübergabevertrag wurde diese Klausel auch eingetragen. Aber anscheinend hat da nicht jeder Notar ein Auge drauf.
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passivM
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« Antwort #146 am: 24.08.10, 15:21 »

Zitat
Da kam plötzlich der zweite Sohn und machte sich ( wegen ungeliebter Schwiegertochter bei Hofnachfolger) bei den eltern wieder Liebkind.
Das kommt mir sooooo bekannt vor.... Roll Eyes

Und "auf der Strecke" bleiben nicht zuletzt auch die alten Eltern.. Undecided  ...und das alles "nur" wegen einer "ungeliebten Schwiegertochter"....   IST DAS NICHT TRAURIG !  Ich mag da gar nicht "frohlocken" vonwegen: Das habt Ihr nun davon (dass Ihr dem zuerst angedachten Hofnachfolger und seiner Frau das Leben so schwer gemacht habt). Ich finde es einfach nur traurig.

Aber wegen dieser Klausel wegen Nachabfindung: Warum klagen die Geschwister - einschließlich verprelltem Hofnachfolger, nicht auf Nachabfindung? Ich mein', wer seine Eltern und Geschwister so verarscht,
Zitat
Da kam plötzlich der zweite Sohn und machte sich ( wegen ungeliebter Schwiegertochter bei Hofnachfolger) bei den eltern wieder Liebkind. Man überschrieb den hof , alle anderen weichenden erben gingen ohne Abfindung vom Hof und der erbe verkaufte alles nach nur zwei jahren. wie kommt man sich da erst verarscht vor.
der muss schon damit rechnen, dass er vor Gericht gezogen wird. Oder nicht?
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aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #147 am: 24.08.10, 20:22 »

Nicht unbedingt!!!
Wenn die Klausel nicht im Übergabevertrag drin ist und er nach zwei JAhren sagt es rentiert sich nicht dass ich hier weiter mache (war da so) Ich verkaufe alles. Die andern Erben konnten nichts machen. Der Vater war schon verstorben und die Mutter war zu schwach.
Dann saß sie bei der einen Tochter die sich ihrer erbarmt hat. So kann es gehen!!!!
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passivM
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« Antwort #148 am: 24.08.10, 23:21 »

Ich will nicht streiten: Wenn du sagst, dass das so ist, dann glaube ich dir das auch. Aber ich "dachte" immer, Nachabfindung sei geltendes Recht, also dass diese Ansprüche bestehen, wenn die sogenannten "weichenden Erben" nicht ausdrücklich schriftlich darauf verzichtet haben.

Und was ist das eigentlich für ein Notar, der so was wichtiges wie Nachabfindung nicht anspricht.

Andererseits: Manchmal ist diese Nachabfindung ja ein echtes Problem für den Betriebsübernehmer. Angeblich sollen die weichenden Erben ja sogar Ansprüche haben, wenn der Übernehmer zum Beispiel Windkraftanlagen auf einem Acker den er trotzdem noch ackerbaulich nutzt aufstellen lässt (Ansprüche anteilig an der Pacht, da diese kein Einkommen aus Land-u.Forstwirtschaft sei), oder wenn er Dächer für Photovoltaikanlagen verpachtet. Ich meine, so etwas hätte ich unlängst mal in irgend einer Fachzeitschrift (Topagrar?) gelesen....  Huh  Und wenn sich die LW wirklich nicht mehr rentiert, tja, soll der Bauer denn auf Biegen und Brechen daran festhalten, nur weil er sonst einen Haufen Geld an seine Geschwister zahlen muss, das er eigentlich dringend bräuchte, um sich eine Einkommensalternative zu schaffen...?
Eigentlich halte ich diese Nachabfindungssache für ein Problem mit dem sich der Übernehmer herumschlagen muss; Aber wie man sieht: Es kann auch anders herum ein Problem werden.

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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #149 am: 25.08.10, 09:07 »

Weiß nicht ob NAchabfindung automatisch in Kraft tritt wenn nicht extra geschrieben.??
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