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Autor Thema: Hofübergabe- Gefühle der abgebenden Generation  (Gelesen 7090 mal)
Katharina
Rheinhessen
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« Antwort #105 am: 11.10.10, 22:40 »

Liebe Clara,

wenn du richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich ein ? (=Fragezeichen) anstatt einer Jahreszahl verwendet habe.
Ich weiss weder ob noch wann du einen Betrieb übergeben wirst oder kannst oder was auch immer. Ich vermute aber stark, dass du im nächsten Jahrzehnt nicht in diese Situation kommst.
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Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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Clara
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« Antwort #106 am: 11.10.10, 23:07 »

Hofübergabe... und das ganze Gedöns... in dem Moment, wo ich übernehme, stellt sich sofort die Frage, wer mir nachfolgen könnte im Falle eines Falles.
 Abgeben/Übergeben ist nicht immer eine Frage des Alters. Manchmal spielen auch Fragen der Gesundheit, der betrieblichen Entwicklung u/ oder familiären Entwicklung eine Rolle, dass ich vielleicht letzte Woche erst übernahm und nächste Woche abgebe/abgeben muss... Nur so viel- ich weiss, wovon ich schreibe.  Ach so und noch was, was macht der Übergeber denn, wenn der Übernehmer plötzlich wegen Krankeheit und Tod nicht mehr verfügbar ist?

Guten Abend

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #107 am: 11.10.10, 23:17 »

Wer hat denn von der abgebenden Generation einen Notfallkoffer, wo wirklich alle wichtigen betrieblichen Daten und Details vermerkt sind für denn Fall eines Falles? Wissen wirklich  alle Frauen um die versicherungs- und finanztechnischen Belange des Betriebes monatsgenau Bescheid?

Wir  alle wissen ja, dass Leben tödlich ist.

Beste Grüße

Anja
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Kruppa
Katharina
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« Antwort #108 am: 11.10.10, 23:50 »

Hallo Clara,

Thema verfehlt. Es geht um die Sitation der abgebenden Generation, nicht um Notfallkoffer und aktuelle betriebswirtschaftliche Themen. Ich kann dich beruhigen, unser Nachfolger ist voll eingebunden, er könnte den Betrieb ohne uns ebenso problemlos weiterführen. Nur würde ihm die Zeit für sämtliche Arbeiten alleine zu machen, fehlen.

Es geht auch nicht darum, dass der Übernehmer den Betrieb evtl bald wieder selbst abgeben muss o.ä.
sondern darum, wie wir, die ältere Generation damit klarkommt, dass andere das Sagen im Betrieb haben.

Hast du jetzt verstanden, um was es hier geht?
Dann gebe deine Tipps bitte in Zukunft in anderen Boxen weiter, hier werde ich weitere Beiträge, die sich nicht mit dem Thema an sich befassen, löschen.

Mit freundlichen Grüßen
Katharina
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Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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Annette
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« Antwort #109 am: 12.10.10, 00:06 »

Ich bin noch keine 50, aber Gedanken mache ich mir schon über dieses Thema. Junior 3. Lehrjahr, dann noch ein Jahr Fachschule und dann ? Abgeben geht noch nicht Göga ist dann 54. GBR ? oder ist unser Hof überhaupt noch "überlebensfähig" bzw. ist es unserem Sohn noch zuzumuten den Hof weiterzuführen, bei dem, was hier so in Sachen Landpacht/kauf los ist ?

Oder wenn ich Junior manchmal so zuhöre, welche Einstellungen er z.Zt. hat, dann fällt mir auch nicht soviel dazu ein, außer: Große Töne spucken aber auch nicht viel beschicken. Dann wieder haben wir die gleiche Einstellung zu verschiedenen Themen und ich denke, so kann ich auch damit leben.

Fazit: Bei uns wird es sich die nächsten 3-5 Jahre zeigen, wie es mit dem Betrieb weitergeht und bis dahin mache ich mir bestimmt noch jede Menge gute und schlechte Gedanken.

Wer hat denn von der abgebenden Generation einen Notfallkoffer, wo wirklich alle wichtigen betrieblichen Daten und Details vermerkt sind für denn Fall eines Falles? Wissen wirklich  alle Frauen um die versicherungs- und finanztechnischen Belange des Betriebes monatsgenau Bescheid?

Wir  alle wissen ja, dass Leben tödlich ist.

Beste Grüße

Anja

Hallo Anja,

wir haben keinen Notfallkoffer gepackt (eigentlich leichtsinnig) und sollte Göga was passieren (klopf auf Holz) - ich bin der Finanzminster in unserem Haus und mein Mann wäre derjenige, der auf dem Schlauch stehen würde, sollte mir etwas passieren. Und unser Junior ist, was den Papierkram anbelangt noch unbedarfter. - Also nicht Frau sondern Ehepartner.

LG Annette

P.S. Katharina war schneller, ich stells trotzdem noch hier rein. Wink
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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
Katharina
Rheinhessen
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« Antwort #110 am: 12.10.10, 00:21 »

Hallo Annette,

dein Mann würde zu meinem passen. Bei uns bin auch ich fürs Büro zuständig.
Aber mit ein bisschen Interesse findet man schon schnell raus, was wo ist.

Wenns um den Aussenbetrieb, das Spritzen und Düngen geht, würd ich Hilfe von ausserhalb brauchen. Da stehen sich mein Mann und mein Sohn aber in nichts nach. Wenn einer ausfällt, kann der andere das kompensieren.
Mit meiner Arbeit, der Lohnabrechnung, Buchführung usw käme mein Sohn schon klar, aber nicht ganz im Detail. Ich würde mir da von meiner Schwiegertochter ein bisschen mehr Interesse wünschen, dass sie auch mal Weiterbildungsmöglichkeiten in diese Richtung wahrnimmt. Dann kann man beruhigter übergeben.

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Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

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maggie
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« Antwort #111 am: 12.10.10, 07:01 »

guten morgen meine damen,

auch ich war gestern am überlegen - einen beitrag auf anja's kommentar reinzusetzen, bin aber froh, dass ich uta den vortritt liess ...

ich kann mich euch beiden anschliessen -
denn über den notfallkoffer müsste frau sich nicht vor der hofübergabe gedanken machen, sondern während der "aktiven" betriebszeit in jungen jahren -

für mich war das immer klar - für die stall- und aussenarbeit hätte ich hilfe von aussen holen müssen - göga dafür für's büro -
heute mit junior - mit generationengemeinschaft - total im betrieb eingebunden, ist das überhaupt kein problem mehr, das büro könnte er auch erledigen - mit etwas mehr zeitaufwand als ich (!!- bt - psst - nicht weitersagen), dann wäre noch seine partnerin, die sich rasch einarbeiten könnte, kommt aus der landw., arbeitet als fachfrau bei unserer grossen landw. genossensch. im sektor agrarmasch. -

für's betriebliche muss ich mir keine grossen gedanken mehr machen - eher muss ich mir wieder einen aufgabenbereich "suchen", da die milchviehhaltung aufgegeben wurde und in der hähnchenmast meine mitarbeit nur noch sporadisch benötigt wird -
ich weiss ich bin in einer "glänzenden" situation -
bis eben auf die gefühle hin und wieder ...

früher immer in alles involviert - und heute - kommt es oft vor, dass ich vieles gar nicht mehr erfahre und dadurch auch nicht mehr mitentscheide -
einerseits ist es eine grosse erleichterung - andereseits komme ich mir manchmal schon "überflüssig" vor ...

aber, wenn es dann brennt, sollte ich voll und ganz über alles und jedes informiert sein   Wink
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #112 am: 12.10.10, 08:36 »

Was den berühmten Notfallkoffer angeht, auch dieser ist für den BT nicht unbedingt etwas neues (nach 9 Jahren wird das auch schwierig Wink )

Wenn der Betriebsleiter ausfällt

Notfallhandbuch für Milchviehbetriebe

Ausserdem für einige auch interessant:
Was tun bei enger Generationenfolge

Hofübergabe allgemein: Hofübergabe 2


Ich denke also schon, dass wir dieses Thema getrost der ABGEBENDEN Generation überlassen können, damit sie auch ein Plätzchen haben, wo sie unter sich sind. So großzügig können alle, die sich grad nicht als Abgeber mit dem Thema beschäftigen wohl sein.


Für alle Übernehmer und aussenstehende Betrachter haben wir wirklich genügend andere Tummelplätze Wink

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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
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