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Autor Thema: Sicherheitsseminare für Landfrauen  (Gelesen 1275 mal)
reserl
Niederbayern
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« am: 30.11.03, 11:01 »

Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft
Niederbayern- Oberpfalz bietet im kommenden Winter/Frühjahr wieder Sicherheitsseminare für Frauen an.

Die Termine:

07. - 09.01.2004 in Almesbach (Weiden)
12. - 14.01.2004 in Schönbrunn (Landshut)
03.  - 05.03.2004 in Kringell (Passau)

19.-21.01.2004 in Ayrhof
24.-26.03.2004 in Rotthalmünster


Wer hat schon mal bei einem solchen Seminar mitgemacht?

Mich würde das schon reizen.
Und Kringell liegt bei uns ja (fast) um die Ecke. Wink

Und was ich von Kursteilnehmern aus dem letzten Jahr gehört habe, war nur positiv. Smiley Wink

« Letzte Änderung: 30.11.03, 11:30 von reserl » Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
reserl
Niederbayern
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« Antwort #1 am: 02.03.04, 22:50 »


Ich nehme ab morgen an dem dreitägigen Sicherheitsseminar in Kringell teil. Smiley

Nachdem bei diesem Wetter mit der Photovoltaikanlage auch nichts vorwärts geht, hab ich auch Zeit dazu.


Ich werd berichten, was wir dort so lernen und wie es uns ergangen ist. Wink

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lieben Gruß
Reserl


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reserl
Niederbayern
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« Antwort #2 am: 07.03.04, 09:37 »

Das Seminar war super. Smiley

Wir haben viel gelernt und sind wieder hochmotiviert. Cool
Deshalb hab ich gestern im Forum auch gleich eine neue Box in Sachen "Unfallverhütung" eröffnet. Wink

Besonders gut hat mir die lockere Atmosphäre gefallen, die Referenten waren durchwegs auch sehr sympathisch. Wink

Es hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich kann nur jedem raten, ein solches Seminar zu besuchen.

Einen ausführlicheren Bericht dazu werd ich in den nächsten Tagen schreiben.
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lieben Gruß
Reserl


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martina-s
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leben und leben lassen


WWW
« Antwort #3 am: 07.03.04, 14:42 »

Mein Mann würde mich schön schimpfen, wenn ich an so einem Seminiar teilnehmen wollte.
Ich kam auch schon mal so motiviert von der Schule heim. Da hatten wir auch jemanden von der LBG da. Da hättest mal meinen Mann hören sollen...
Nein aber im Ernst. Ich wollte eigentlich von Dir wissen, ob es da nur um Außenbetrieb ging oder auch um Haushalt.
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Liebe Grüße
Martina
lucia
bayerischer wald
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« Antwort #4 am: 07.03.04, 16:43 »


Mein Mann würde mich schön schimpfen, wenn ich an so einem Seminiar teilnehmen wollte.


hallo martina,

mein mann ist meister und wir bilden regelmäßig lehrlinge aus.... und die meister/-innen müssen regelmäßig an solchen seminaren teilnehmen, er war bisher zweimal, einmal in kringell als 3-tägiges grundseminar und letztes jahr im dezember auf nem eintägigen folgeseminar in almesbach (dort konnte im vorfeld zw. tierhaltung, forst oder bau ausgewählt werden).

die unterlagen und das wissen, was er mit nach haus gebracht hat, waren durchwegs sehr interessant; auch war mein mann sehr angetan von der durchführung und der organisation der seminare.
der letzte kurs war gemischt, im ersten waren nur männer unter sich Wink
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lieben gruß, lucia
martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
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leben und leben lassen


WWW
« Antwort #5 am: 07.03.04, 17:06 »

Hallo Lucia,
da sind wir ja bis jetzt verschont geblieben. Hatten auch schon Lehrling und Praktikanten (Mann). Ich finde solche Seminare ja auch sinnvoll.
Die Berufsgenossenschaft hat sich auch in den letzten Jahren gewandelt. Nun wird viel mehr auf Beratung wert gelegt. Früher war die LBG eher so ein Kontrollorgan.
Und diesen Tatsch des Kontrollorgans hat die LBG im Kopf meines Mannes immer noch.
Vieleicht ist es in meinem Beitrag so herausgekommen, als wie wenn wir jetzt total gegen alles von der Berufsgenossenschaft wären.
Nur leider sind unfallverhütende Maßnahmen ja auch immer mit finanziellen Aufwand verbunden und oft wird auch die Arbeit durch vorbeugende Maßnahmen erschwert.

Warum ich meinen Beitrag geschrieben hatte, war eigentlich zu erfragen um was es beim Reserl ging. War das mehr hauswirtschaftlich oder Außenbereich?
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Liebe Grüße
Martina
reserl
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« Antwort #6 am: 07.03.04, 22:44 »


Nein aber im Ernst. Ich wollte eigentlich von Dir wissen, ob es da nur um Außenbetrieb ging oder auch um Haushalt.


Hallo Martina,

behandelt wurden die Themen Haushalt, Persönliche Schutzausrüstung, Maschinen, Hof, Gefährdungsbeurteilung, Gefahrstoffe und Haftung.

Sehr umfangreich.
Trotzdem wurde viele Bereiche noch gar nicht besprochen wie Bau, Tiere oder Forst.

Wie Lucia schon schreibt, werden diese Bereiche in einem Aufbauseminar angeboten.


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lieben Gruß
Reserl


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suederhof1
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Wir haben die Welt nur von den Kindern geliehen


« Antwort #7 am: 08.03.04, 20:55 »

Hallo

Eigentlich finde ich es schade, das solche Angebote nicht vielmehr angenommen werden.  Huh

Mit der Zeit wird man doch sehr betriebsblind für den Unfallschutz .  Angry

Leider denke auch ich nicht mehr viel über solche Dinge nach. Shocked
Dabei fängt es schon beim Aufräumen der Spielzeuge an und hört irgendwo im Betrieb bei den Abdeckungen der Luken auf dem Heuboden auf.

Wir, damit mein ich auch die Männer, sollten viel mehr mit offenen Augen durch den Betrieb gehen und wir durch den Haushalt um die kleinen Fallen zu bereinigen.
Meistens handelt es sich nur um einen kleinen Handschlag und dann ist gut.  Wink

LG Barbara

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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #8 am: 07.09.04, 09:16 »

Ich finde es unheimlich wichtig, besonders die Bäuerinnen und Landfrauen für die Sicherheit auf den Betrieben zu sensibilisieren.
Frauen sehen die Welt einfach mit anderen Augen und aus der Sicht einer Mutter den Betrieb nach Unfallschwerpunkten in Richtung Kinder mal gründlich vorzunehmen- schadet sicher nie.
Wir haben vor ein par Jahren extra ein paar Kaffekränzchen für unsere Bäuerinnen dafür geopfert und ich denke, dass das auch immer wieder wiederholt werden muss.
Aber ein Punkt ist hier noch nicht berührt:
man kann noch so viel Unfallsicherheitsvorsorge betreiben-
der Schwachpunkt bleibt der Mensch-
der übermüdet, psychisch überbelastet- ein Moment Unaufmerksamkeit,
gesundheitlich angeschlagen, gedanklich woanders,


und ein falscher Handgriff- ein Denkfehler-
ein falscher Tritt-
kann so viel Leid und Schmerz auslösen.
Das wird kein Sicherheitsseminar und keine Offensive für Sicherheit auf dem Betrieb ändern können.

Aber ich vermisse im Bereich der Ausbildung und Weiterbildung die Selbstverantwortung,
auch mal nein sagen zu müssen, wenn die Müdigkeit stärker ist,
Entspannungstechniken zu lernen,
Ausgleich für die Arbeit zu schaffen-
Frauen haben da weniger Probleme, sie sind auch aufgeschlossener,
aber Männer kämpfen verbissen bis zum Umfallen.
Und in diesem Bereich fehlen einfach Angebote für Bauern.
Das wäre eine Gemeinschaftsaufgabe für Krankenkasse, Berufsgenossenschaft und Berufsvertretung.

Habe lange überlegt, ob ich dieses Thema anschneiden soll, und dann sind mir ein paar wirklich dramatische Unfälle eingefallen, wo genau dieses menschliche Versagen zu einer Katastrophe führte.
maria

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Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #9 am: 07.09.04, 09:25 »

Hallo Maria


schreibst du das nicht in der falschen Box HuhHuh
nichthauenbitte  Kiss

BURNOUT Syndrom ...
da kann man echt mal die BG fragen ...

Denke ich mir mal so .... grins

Liebe Grüße
Beate
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John F. Kennedy
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #10 am: 07.09.04, 09:39 »

Hallo Beate,
nein ich denke nicht, dass es die falsche Box ist,
denn es können noch so viel Sicherungssysteme eingebaut und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden,
in diesem ganzen Spektrum bewegt sich der Mensch.
Und sich sehe es als Gemeinschaftsaufgabe - aber auch als Aufgabe von Vorsorge der Berufsgenossenschaft an,
sich über derartiges Gedanken zu machen.
Aber noch mehr würde ich mir wünschen, dass das draussen viel stärker verbreitet wird.
Ich bin bei uns immer der Wachhund, der sehr fleissig auf drauf schaut, dass keine Stolperfallen- und viele andere Unfallschwerpunkte entschärft und weggeräumt werden.
Aber etliche wirklich grausame Unfälle sind genau wegen Übermüdung, und derartigen Dingen passiert.
Welches Leid damit in Bauernfamilien kommt-
Das muss nicht immer Burn out sein, ein Jugendlicher mit Liebeskummer ist auch als Mensch nicht so aufmerksam,
eine verschleppte Krankheit setzt auch Reaktionsfähigkeit herab, die Ahnung einer schwerwiegenderen Krankheit macht unaufmerksamer.
Speziell in der Landwirtschaft bzw. bei Selbstständigen ist das ein Problem,
weil der Bauer bzw. Freiberufler in der Regel mit dem Kopf unterm Arm auch noch arbeitet.
Die Unfallschwerpunkte in der Landwirtschaft mit der Schnittstelle Mensch - Maschine, odeer Mensch- Tier sind einfach gefährlicher als vor dem PC zu arbeiten. Und die vielen Unfälle auf den Strassen haben sicher auch dieses menschl. Versagen zu einem hohen Prozentsatz.
Die BG kann das nicht verhinder, aber von Seiten der Träger der Sozialversicherungssysteme vermisse ich diese Vorsorgemöglichkeit, eben in Seminaren und Schriften den Bauern bewusst zu machen, dass sie keine Maschinen sind, mich stören in den Veröffentlichungen der BErufsgenossenschaft immer diese schrecklichen Bilder von grausamen Unfällen,
aber dann wird wieder zur Tagesordnung übergangen.
Denn ich habs ja selbst in unserer Familie erlebt, dass nur ein gütiges Schicksal und ein Schutzengel meinen Mann vor dem Verlust des Beines bewahrt hat,
er weiß heute noch nicht, wie er so unvorsichtig sein konnte, denn ansonsten ist er wirklich umsichtig-
aber während der Maisernte mit dem Dauereinsatz lässt einfach die Konzentration nach.
Bei einer anderen Krankenkasse wird mit Gesundheitskasse geworben,
im bäuerlichen Umfeld der Sozialversicherungsträger
sehe ich da zu wenig den Menschen im Blick.
Ich hau Dich sicher nicht- und wenn ich vollkommen daneben liegen sollte- bitte Meldung, dann lösche ich halt meine Beiträge wieder.
Aber mir sind einfach ein paar derartige Unfälle in unserem Umfeld ziemlich an die Nieren gegangen,
das Leid für die Hinterbliebenen geht an einem einfach nicht spurlos vorbei.
sehr nachdenklich
maria
« Letzte Änderung: 07.09.04, 09:46 von mary » Gespeichert
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #11 am: 07.09.04, 12:21 »

Hallo Maria

ich hab mir dein letztes Posting noch mal in Ruhe durch gelesen.

Wie du weißt hatten wir im letzten Jahr auch so einen schweren Unfall.

Sicher hab ich in der ** harten Zeit ** funktioniert
aber auch nur !!!!! weil ich ~~ zufällig ~~ selbst in psychlogischer Betreuung bin
Noch war nach 4 Wochen der Ofen aus Sad
ich glaub ich hätte keine 3 Tage mehr durch gestanden,
wenn GöGa nicht aus dem KKH entlassen worden wäre.

Klare Gedanken - volle Konzentration - usw.
waren da nicht vorhanden ... es gab sehr oft brenzlige Situationen ...
wo es mich hätte selbst treffen können.

Das wäre vielleicht auch ein Punkt oder der Punkt
wo die BG etwas anbieten könnte.
Egal ob Unfall oder Tod da braucht es schon psychologische Unterstützung
weil wenn´s blöd läuft zieht eine Aktion die nächste nach sich.

Ich möchte nicht wissen wo z.B. nach dem plötzlichen Tod
des ** jungen ** Betriebsleiters
ein Suizidversuch des Partners folgt.
Könnte mir dergleichen aber schon vorstellen  Embarrassed
Oder stellt euch vor, der Vater überfährt sein eigenes Kind - - -
da ist auch niemand da der die Eltern ** auffängt **
Oder gibt es da heute Unterstützung Huh außer z.B. der Pfarrer

Ich kam mir ja auch allein gelassen vor.!!!!
da kommt von außen nichts was einem weiterhelfen könnte.
Ich hatte z.B. keine Angebote von der BG - LKK - - -
psychologische mein ich  ....
was die Betriebshilfe angeht da schon ... da wurde uns einiges ermöglicht ...

Ich werde die Frage  => Betreuung nach Unfall oder Tod
in der Fragenbox nochmal posten .

Gruß
Beate


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Doro
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #12 am: 20.10.04, 07:26 »

Hallo,
bei uns findet im Frühjahr eines statt. Zwar nur eintägig, aber besser als gar keines wird es wohl schon sein.
Am Vormittag kommt die BGS mit einem Sicherheitsmobil. Dort geht es um richtige Kleidung und persönliche Schutzausrüstungen.
Am Nachmittag sind wir auf einen landwirtschaftlichen Betrieb. Dort gibt es dann praktische Tips und Vorführungen.
Wie ich finde eine sehr wichtige und interessante Veranstaltung.
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,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #13 am: 12.03.05, 19:17 »

Hallo,

das Seminar hat bereits stattgefunden und war sehr interessant. Wir werden auch noch einen zweiten Teil dazumachen, dann erhält man ein Zertifikat.
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Es ist schön bei euch zu sein


« Antwort #14 am: 13.03.05, 10:01 »

Hallo,

unser Semiar ist auch vorbei und es ist bei den Bäuerinnen sehr gut angekommen.

Es ist eine super sache was dei LBG dort anbietet und das wir daran auch teilnehmen können nicht nur unsere Männer.
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Schöne Grüße von Ingrid
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