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Autor Thema: Hofaufgabe -wie umgehen mit Frust und Trauer  (Gelesen 887 mal)
usanta
Mitglied
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 29


« am: 26.03.10, 10:53 »

Hallo  Cry Embarrassed
war lange nicht im BT habe großen Frust, Ärger und bin tief traurig.Vieleicht habt ihr ein paar Ratschläge für mich.
Aus familieren und finanziellen Gründen muß ich nun die Lw ganz aufgeben, arbeite Vollzeit und 3 Schichten es fehlt die Zeit und das Geld.Mußte vor einiger Zeit schon stark reduzieren jetzt geht gar nichts mehr.Bisher hat mein V immer mal geholfen nun sagt er das die Tiere weg müssen. Nur seine dürfen bleiben, die ich bisher auch mit versorgt habe und keiner hat gefragt wie ich es mit Arbeit und Kindern schaffe. Wir wohnen nicht zusammen ich muß 20 km fahren und der Hof ist halt seine.Er ist einer von der Sorte solange ich lebe bleibt alles wie es ist, aber das ist ein anderes Thema.
Ich weiß das manche von euch denken es sind nur Tiere, klar auch bei mir kommen sie in den Kochtopf oder werden verkauft kein Thema.Ich habe aber auch welche die ihr Gnadenbrot bekommen weil sie ihr ganzes Leben bei mir sind und immer ihren "Dienst"getan haben. Sie sind wie soll ich sagen na für meine Seele da.Und jetzt muß ich sie schlachten und verkaufen.Immer wenn ich im Stall bin ich kanns einfach nicht. Ich kann mir nicht vorstellen nicht mehr auf Weide gehen zu können füttern eben alles was dazu gehört.Alles weg.Wenn ich das jetzt so schreibe fange ich schon wieder an zu heulen, es ist mein Lebensinhalt.Ich höre auf zu schreiben,vieleicht hat jemand so was schon mal durch,wie wird man damit fertig.


Traurige Grüße Usanta
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Beppa
Bewohner
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Beiträge: 1038


« Antwort #1 am: 26.03.10, 11:19 »

Ich persönlich würde es so schnell wie möglich hinter mich bringen.

Ich gehe davon aus, dass du alle Möglichkeiten durchgespielt hast und es keinen anderen Ausweg gibt. Auch wenn es schwer ist muss man jedoch seine Grenzen akzeptieren.

Der Tag hat nur 24 Stunden und der Mensch eine Leistungsgrenze und wenn sie überschritten werden, muss er etwas ändern oder geht zu Grunde. Davon würde es für alle Beteiligten auch nicht besser werden.
Manchmal muss man auch die wichtigsten Dinge aufgeben um hinterher festzustellen, dass das Leben noch ähnlich schöne Dinge für einen bereit hält.

Ich mußte vor nicht ganz 2 Jahren fast alles aufgeben, was mir wichtig war. Noch heute vermisse vieles davon. Jedoch habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten mir erneut ein Leben aufgebaut, dass ich nur führen kann weil ich damals so viel aufgegeben habe.
Noch heute denke ich an "früher" und ich vermisse es, aber wenn das "früher" heute noch existieren würde, dann hätte ich das "heute" verpaßt. Ein mindestens genauso großer Verlust.

Und vielleicht ergibt sich ja irgendwann die Möglichkeit einen Teil von "früher" wieder aufleben zu lassen. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.
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mali
Vereinsmitglied
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 521



« Antwort #2 am: 26.03.10, 11:51 »

Ich kenne das.
Ich habe meinen Elternhof aufgeben müsssen.
War ein Pachtbetrieb und als mein Vater starb haben wir innerhalb eines halben JAhres den gesamten Betrieb aufgelöst.DA war ich 17 und hatte null handhabe,konnt nichts machen,es lag nciht in meiner Macht.Konnte nur zusehen.

Das schlimmst sind hinterher die leeren Ställe,wenn alles besenrein ist und nur noch die Luft nach Tier riecht.Un das nciht mal mehr richtig,es hängt nur so in der Luft.Gruselig.

Ich würde es auch so schnell wie möglcih hinter mich bringen ---noch hast Du eigentlcih nicht die Zeit,soviel drüber nachzudenken.DAs kommt erst hinterher und geh nciht mehr in den leeren Stall....das sit auch nur zum heulen!!

Überleg Dir heute schon was,was Du mit der "gewonnen" Zeit anstellst--wenn es Tiere sein müssen,dann such Dir was ähnliches als Hobby oder so,wenigstens um die Lücke zu schließen,bis Du in deinem neuem Leben Fuß gefasst hast....

Helfen kannst aber im Grunde Du Dir nur selber....


Sei tapfer

MAli
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Gruß Mali
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Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
usanta
Mitglied
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 29


« Antwort #3 am: 27.03.10, 12:52 »

Danke Mali und Beppa
für eure Aufmunterung ja so schnell wie möglich jetzt sind nur noch die tragenden und eine Rentnerin da die anderen sind gestern weg.Wenn die Lämmer dann da sind gehts auch mit dem Rest zu Ende es war fürchterlich ich bin jetzt noch fertig.

usanta
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