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Autor Thema: Milchpreise bleiben unten!?  (Gelesen 3341 mal)
Jochen
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« Antwort #45 am: 27.04.10, 11:26 »

Ich sehe den Sinn dieser "Wahlprüfsteine" nicht.

Was soll Milchpolitik in einer Landtagswahl. Ist ungefähr so sinnvoll, als ob man die Parteien fragt, ob sie Bayern Oder Schalke unterstützen. Da war die SPD am ehrlichsten, als sie gleich klar gesagt hat, dass Milchpolitik in der EU gemacht wird.
Grüne und Linke haben abgescheckt, was der fagesteller für ne Meinung hat und diese dann wortwörtlich nachgeplappert..
im vollem Bewußtsein dass man in der Landespolitik eh nix dran schrauben kann.
 
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Pierette
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« Antwort #46 am: 27.04.10, 12:00 »

Und auf dieser Seite habe ich es auch gelesen, weil es mich eben interessierte, aus welchem Grund ein Landwirt (nicht ich) zu dem Schluss kommt: "Eigentlich sind für uns Milchbaueren nur noch die Linken und evtl. die Grünen wählbar." Es sind eben die Parteien, die BDM-Ansichten nahezu 1:1 in ihren Antworten übernehmen.

Zum Milchpreis, ob es euch passt oder nicht, der Milchpreis stiegt im April und steigt auch in den folgenden Monaten - zumindest bei unserem Marktpartner

Internetschdrieler

Witzig, Du hast gehört, was ein Landwirt gesagt hat (nicht Du) und interpretierst fröhlich drauf los.

Hier könnt Ihr mal wieder sehen, wie Eure "Marktpartner" und deren Umfeld Euch/Uns mit viel Steuermitteln am Krabbeln halten. Ich frage mich nur, wo die Kohle bleibt.
Zitat
abendblatt.de/region/article1472900/Nordmilch-aus-Bremen-kassiert-die-hoechsten-Agrarsubventionen.
Verlinken geht nicht, sonst ist die Liste " Die größten Empfänger von Agrarsubventionen " nicht einsehbar.
Laut dieser Liste sind es allein 5 Unternehmen, die direkt mit Milchverarbeitung/Vermarktung zu tun haben.
 1. Nordmilch, 51 148 555 €
 4. Eximo Agro Marketing 14 841 930 €
 5. Omira Oberland Milchverwertung Ravensburg 12 644 120 €
 7. Bayrische Milchindustrie 10 830 070 €
10.Ostmilch Handels GmbH Bad Homburg 7 806 245 €.

Das ist dann unser berühmter "freier Markt", der alles richtet. Und das dürfen wir dann wieder den Leuten erklären, ohmannohmann.

Das gehört natürlich in eine andere Box, wohin ich den letzten Abschnitt jetzt auch kopieren werde.
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Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #47 am: 27.04.10, 12:39 »


Witzig, Du hast gehört, was ein Landwirt gesagt hat (nicht Du) und interpretierst fröhlich drauf los.


Ich schreib es jetzt extra langsam: Dies von mir sinngemäß zitierte Aussage eines Landwirts habe ich mit eigenen Ohren gehört und dann auf der BDM-HP die Erklärung gefunden.

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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
Pierette
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« Antwort #48 am: 27.04.10, 13:38 »

Nu ist es mal gut,
Du hörst mit Deinen eigenen Ohren etwas (womit sonst), zitierst sinngemäß und beanspruchst allgemeingültige Aussagen. Sorry, aber ist doch albern.
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Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen
(aus Afrika)
millimaster
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« Antwort #49 am: 27.04.10, 17:37 »

Nu ist es mal gut,
Du hörst mit Deinen eigenen Ohren etwas (womit sonst), zitierst sinngemäß und beanspruchst allgemeingültige Aussagen. Sorry, aber ist doch albern.

Zum Thema "sinngemäß zitieren" und "allgemeingültige Aussagen", besser bekannt als Parole, ein Paradebeispiel aus jüngster Vergangenheit anlässlich eines Referates eines ehemaligen Sachverständigen (=Experten) bei einer bayerischen MEG:

Und es kommt noch schlimmer!
Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz,  setzt noch eins drauf. Auf einer Bauernveranstaltung in Baden Württemberg sagte Schwarz sinngemäß: „Wer nicht wächst, der ist nicht leistungsbereit!“  Im  Klartext: Wer sich verantwortungs-und marktbewusst verhält ist eben ein Faulpelz!  Basta ! Somit fallen gemäß der Lesart des Marktradikalen Schwarz 75 Prozent der Bauern unter die Rubrik Faulpelze. Unverfrorener kann  man wohl seine marktradikalen Vorstellungen nicht unter die Bauern bringen!  Bleibt nur zu hoffen, dass sich solches radikale Gedankengut nicht durchsetzt. Dieser Marktradikale, so Specht, muss aus dem Verkehr gezogen werden!

Link:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:NyIZJ4ovq88J:specht.over-blog.de/article-milchkrise-pm-zur-meg-versammlung-in-waging-am-see-48777194.html+Specht+Traunstein+MEG&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

Es wird sicher keinen "freien Markt" geben, aber hier geht es ja um die "sinngemäße" Wertung von Positionen, die halt nur einseitig ist. Oder das typische schwarz/weiß-Denken pflegt - und die Grautöne völlig vergißt!
« Letzte Änderung: 27.04.10, 17:43 von millimaster » Gespeichert
Paula73
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« Antwort #50 am: 27.04.10, 18:04 »

Ich habe gestern einen Anruf von unserem Futtermittellieferanten bekommen - wenn wir Milchpulver bräuchten, sollten wir jetzt bestellen. Aufgrund der "explodierenden" Pulverpreise würde auch das Milchpulver teurer. Von Verhältnissen wie 2007 war die Rede - meine Gedanken spontan- na hoffentlich nicht auch mit den selben Ergebnis (Milchpreis 2009).

Da kommt einen dann schon auch mal der Ärger hoch - einerseits rasant steigende Pulverpreise, die sich natürlich gleich wieder bei den Kosten finden - andererseits ein verhalten ansteigender Milchpreis, der bei weitem  noch nicht ausreicht das Minus von 2009 auszugleichen.

Ich denke aber nicht das es jetzt sinnvoll ist Politik, Molkerei, Markt oder wen auch immer zu verteufeln und mit Schuldzuweisungen um sich zu werfen. Wenn man in den Läden sieht ist der aktuelle Preisanstieg dort noch nicht angekommen. Kontrakte laufen nun mal weiter auch wenn die Preise sich verändern. Die Molkereien werden sich auch hüten die Fehler von 2007 zu wiederholen und gültige Verträge auf zu kündigen um (kurzfristig Huh) höhere Preise zu erzielen.   

Auch wenn es an den Nerven zehrt - im Moment hilft nur abwarten, die Preise werden steigen, auch wenn es wohl für den einen oder anderen zu spät bzw. zu wenig  bleiben wird.
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millimaster
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« Antwort #51 am: 28.04.10, 06:50 »

... andererseits ein verhalten ansteigender Milchpreis, der bei weitem  noch nicht ausreicht das Minus von 2009 auszugleichen.
Ich denke aber nicht das es jetzt sinnvoll ist Politik, Molkerei, Markt oder wen auch immer zu verteufeln und mit Schuldzuweisungen um sich zu werfen. Wenn man in den Läden sieht ist der aktuelle Preisanstieg dort noch nicht angekommen. Kontrakte laufen nun mal weiter auch wenn die Preise sich verändern. Die Molkereien werden sich auch hüten die Fehler von 2007 zu wiederholen und gültige Verträge auf zu kündigen um (kurzfristig Huh) höhere Preise zu erzielen.    
Auch wenn es an den Nerven zehrt - im Moment hilft nur abwarten, die Preise werden steigen, auch wenn es wohl für den einen oder anderen zu spät bzw. zu wenig  bleiben wird.

Besser kann man nicht analysieren! Hoffentlich lesen das einige Kollegen (auch -innen), die jetzt schon wieder die 2007-Story verbreiten: "Bei mir ist noch nichts angekommen".
Bei den Pulverkontrakten schnellen die kurzfristigen in die Höhe, aber die langfristigen bestehen halt weiter. Aber die Entwicklung hier ist ein guter Indikator für den Markt. Die Milchpreise werden steigen, auch wenn sog. Experten genau das Gegenteil vorausgesagt haben:
  http://bdm-verband.org/html/index.php?module=News&func=display&cat=35&sid=117
« Letzte Änderung: 28.04.10, 06:56 von millimaster » Gespeichert
Starbuck
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« Antwort #52 am: 07.05.10, 23:51 »

Ich habe gestern einen Anruf von unserem Futtermittellieferanten bekommen - wenn wir Milchpulver bräuchten, sollten wir jetzt bestellen. Aufgrund der "explodierenden" Pulverpreise würde auch das Milchpulver teurer. Von Verhältnissen wie 2007 war die Rede - meine Gedanken spontan- na hoffentlich nicht auch mit den selben Ergebnis (Milchpreis 2009).

Das ist schon wieder Geschichte, folgenden Text gabs heute im Postfach:

NZ: Preisanstieg bei Vollmilch- und Magermilchpulver zum
Stillstand gekommen
Der Global Trade Tender am 4. Mail 2010 ging mit einem Æ
Preisrückgang von 0,8 % zu Ende. Preise für Vollmilchpulver
schlossen mit 3.932 USD (umgerechnet 3.004 Euro) je Tonne
ab, das waren 1,2 % weniger als beim April Termin. Auch die
Preise für Magermilchpulver entwickelten sich leicht rückläufig.
Bei einem unveränderten Angebot von 6.500 t lag der
Durchschnittspreis mit 3.612 USD oder umgerechnet 2.760 Euro
je Tonne um 1,4 % niedriger als beim Termin Anfang April. Für
die kurzfristigen Kontraktperioden lagen die Preise höher als für
die späteren. (AMI/ZMB/GDT)


lg, Heiko
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reserl
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« Antwort #53 am: 10.05.10, 18:19 »


Die Milchkrise wurde für beendet erklärt. Roll Eyes

topagrar.com berichtet heute:  Die Milchkrise ist passé

Nun denn. Cool
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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
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